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Nachtdienst Erfahrungsaustausch gesucht

Dieses Thema im Forum "Gesundheit allgemein" wurde erstellt von Romaschka, 5. Juni 2007.

  1. Romaschka

    Romaschka Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. März 2005
    Beiträge:
    5.096
    Ort:
    D
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    Ich wende mich hier an diejenigen, die im Nachtdienst tätig sind oder es mal waren.

    Seit einem halben Jahr bin ich in der Pflege auch im Nachtdienst eingesetzt.
    Der dauert bei uns von 20.45 Uhr bis 06.30 Uhr, wobei ich meist erst um 7.00 dort rauskomme, da der Frühdienst so eng besetzt ist, dass man die Kollegen einfach noch mit unterstützt, die Heimbewohner zum Frühstück herzurichten, sprich morgendliche Grundpflege, zumeist Vollübernahme, mit zu erledigen.

    Mein Hauptproblem ist, dass ich tagsüber schlecht schlafe und ich ständig müde und antriebsloser werde und dabei Kreislaufbeschwerden auftreten. Fühle mich wie im Film, so neben mir. Alles ist so weit weg.

    Wenn ich nach Hause komme vom Nachtdienst, ist es meist gegen 7.20 Uhr. Vom Radfahren auf dem Heimweg bin ich dann meist wieder putzmunter.
    Dann esse ich etwas (Frühstück), hab dann auch richtig Hunger.
    Bis ich dann müde werde, lese ich, zumeist im Forum.

    Ins Bett gehe ich oft erst zwischen 9 oder 10 Uhr.
    Dann sind die Straßengeräusche ziemlich laut und die Nachbarn so aktiv, dass ich davon genervt bin.
    Ohrstöpsel diverer Art habe ich probiert. Fallen wieder raus oder drücken im Ohr - ist nicht mein Ding.

    Oft stehe ich dann gegen 16 Uhr auf und fühle mich unausgeschlafen und dementsprechend übellaunig.

    Wie teilt Ihr Euch den Tag ein?
    Wie lange schlaft Ihr?
    Wie kann man aus dem Gefühl rauskommen, um Ruhe kämpfen zu müssen, die nachts selbstverständlich ist?

    Liebe Grüße von Nachtschwester Romaschka, die heute um 14 Uhr aus dem Bett gestolpert ist, weil es einfach zu laut zum Schlafen war...
     
  2. soleika1965

    soleika1965 Guest

    Hallo Romaschka

    ich mache seit 7 Jahren Nachtdienst, manchmal 1x pro Monat, ein anderes mal 2x pro Monat, entweder 5 oder 2 Nächte am Stück. Die letzten 4 Monate hatte ich alle 14 Tage einen Umstellungsprozess durch Nachtschicht, das schlauchte mich enorm. Allerdings glaube ich auch, dass sich langsam mein Alter bemerkbar macht, sehr subtil, aber dennoch.

    Von Montag bis Freitag habe ich Nachtschicht von 21.45 bis 8.00 (ausser Samstagmorgen bis 10.00 - das ist meist recht hart, man ist müde und ich muss noch die ganze Morgenroutine im Labor alleine erledigen - manchmal erledige ich das wie in Trance- hoffe dass der Schutzengel immer da ist und ich keine Fehler mache bzw. rechtzeitig bemerke) und am Wochenende ist die Zeit von 21.00 bis 9.15 (2 Schichten).

    Ich muss ehrlich sagen, ich bin ebenfalls nicht die beste Schläferin am Tag und Ohrstöpsel fallen auch immer heraus, suche die immer im Bett.
    Die ersten 5 Jahre habe ich meistens nur ca. 4-5 Stunden geschlafen, meistens von ca. 9.30 bis 13.30 und am Abend noch eine Stunde. Während 3 Jahre als ich beim Exfreund wohnte, hatte ich einen Kindergarten über meinem Schlafzimmer, manchmal habe ich tagsüber nur gut 3 Stunden über die Mittagspause geschlafen und dann ab 17 Uhr nochmals 1.5 Stunden.
    Es gab aber auch schon etliche Tage, an denen ich nur ca. 3 Stunden geschlafen habe und trotzdem relativ fit war, aber der Müdigkeitseinbruch so um 4 Uhr hatte ich eigentlich fast immer.

    Seit 2 Jahren bin ich in einer Dachwohnung, die relativ ruhig ist, aber meine Nachbarn veranstalten auch manchmal einen ziemlichen Lärm, es sind halt lebhafte Muslime, die etwas lauter diskutieren. Unterhalb von mir ist eine alleinerziehende Mutter, dessen Sohn manchesmal recht laut Musik macht.

    Ich will mich gar nicht beklagen, bei denen, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass die Ursache des nicht Schlafen könnens bei mir selber liegt (in den meisten Fällen). Für mich habe ich herausgefunden, dass es eine innere Unruhe ist, die nicht schlafen lässt, wie noch unerledigte Dinge oder Freizeitvergnügen oder auch Denkmuster, es ist doch viel zu schade, diesen schönen Tag zu verschlafen oder auch das Genervtsein durch den Lärm von Nachbarn, kurz gesagt alles was Spannung in einem aufbaut.
    Ich setze dagegen mit Entspannung, mein MP3-Player mit den verschiedensten Mantren drauf, tut da gute Dienste.
    Und es ist eine Lektion, im Annehmen des gegenwärtigen Zustandes, aufhören zu hadern, wenn es mit dem Schlaf mal nicht so klappt, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mit 3 Stunden Schlaf (Ausnahme)fast genauso gut überstehe wie mit 5 Stunden, das ist eine gute Übung um das Denkmuster loszulassen, ich brauche soundsoviel Stunden Schlaf.
    In dieser Wohnung hat sich mein Schlafmuster leicht verändert, es gibt zwar noch Tage, an denen ich in 2 Etappen meinen Schlaf hole, aber neuerdings kommt es vor, dass ich durchaus bis 17 Uhr schlafen kann, allerdings mit 1 kürzeren Wachphase (in der ich früher immer gleich aufgestanden bin und heute abwarte, ob es nicht doch in einer halben Stunde weitergeht. Somit komme ich schon auf etwa 6 Stunden, dadurch bin ich die ganze Nacht recht wach und habe seltener den Einbruch um 4 Uhr.

    Meine Arbeitskolleginnen schlafen eigentlich alle in einem Stück, die meisten schaffen 6 Stunden, aber eine die kann nur 2 Stunden, aber die muss nur 2 Nächte am Stück.

    Schläfst Du die Zeit am Stück oder wirst Du oft wach?
    Wieviele Nächte musst Du am Stück machen und wie oft?

    Ich habe zur Schlafunterstützung homöopathische Kügeli zur Entspannung sowie eine einschläfernde Entspannungsduftmischung für den Duftstein auf meinem Nachttisch.

    Kopfweh hatte ich gelegentlich bei den früheren Schlafzeiten von durchschnittlich 4 Stunden, ich habe dann entweder viel Wasser getrunken oder auch mich mit dem weissen Aurasoma-Pomander eingefächert, der gab mir immer ein Gefühl von Klarheit im Kopf.
    Auch jetzt nehme ich immer den roten Pomander mit in die Nachtschicht, falls ich einen Müdigkeitseinbruch haben sollte, aber das war nur noch selten der Fall in den letzten Monaten.

    Geniesse jetzt 4 Wochen Nachtdienstfreie Zeit, da ich morgen selber Patientin bin (Krampfadern-OP), aber in 2 Wochen will ich wieder fit sein.

    Liebe Grüsse

    Soleika
     
  3. GreenTara

    GreenTara Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. September 2003
    Beiträge:
    4.788
    Ort:
    Kassel
    Hallo Romaschka :)

    ich habe fast 14 Jahre lang fast ausschließlich Nachtdienst in einer großen Klinik gemacht, zu Zeiten, wie du sie auch nennst.

    Kommt mir alles sehr, sehr bekannt vor. Je mehr morgens noch zu tun war, um so aufgedrehter war ich. Eigentlich todmüde, und trotzdem putzmunter.

    Ich habe trotzdem hartnäckig Ohropax in die Ohren gesteckt, die waren halbwegs weich, dämpften gut ab und fielen auch selten heraus.

    Ich habe den Tagschlaf oft als Schwerstarbeit empfunden, eben wegen der vielen Störungen, wegen des aufgezwungenen Rhythmusses. Tagschlaf ist nicht so erholsam wie ein Nachtschlaf, selbst wenn er ähnlich lange dauert, sind die Schlafphasen verändert - und das allein macht schon müde.

    Was half, war auch ein konsequentes Abdunkeln des Schlafzimmer - und ich habe ab und an auch Nachbarn angeknurrt. Oder einen Zettel rausgehängt, dass ich Nachtdienst habe. Das half schon.

    Wichtig war auch - hat Soleika schön beschrieben - dass ich mich nicht darauf fixierte, so und so viele Stunden schlafen zu müssen. Mir angewöhnt, so gut es halt ging, mich über Störungen gar zu sehr zu grimmen. Ich habe außerdem versucht, Termine so zu legen, dass sie nicht in die Nachtdienstwoche fielen und ich im Fall des Falles auch länger als bis 16 Uhr schlafen konnte.

    Ganz grundsätzlich ist Nachtdienst belastend, und es ist eigentlich eine sehr natürliche Reaktion, die du beschreibst. Wie ist denn die Schichtfolge, wie lang die Freiphase? Hast du ausreichend Erholungszeit oder kannst du sie dir über den Dienstplan verschaffen?

    Mir ist es mit nur Nachtdienst besser gegangen als mit 3 Schichten, aber das muss wohl jeder für sich ausprobieren und es ist ja auch nicht in jedem Betrieb möglich.

    Lieben Gruß
    Rita
     
  4. Krabat

    Krabat Guest

    hi,

    ich mache seit 12 jahren nd im krankenhaus.

    ich habe mich damals aus gesundheitlichen gründen dazu entschieden, weil der 3-schichtdienst mich mehr geschlaucht hat.

    die probleme, die du beschreibst, kenne ich auch zu gut.

    was ich mache:

    wenn ich nach hause komme: abschalten. arbeit aus dem kopf raus, so gut es geht.

    keine termine in meiner nd-woche.

    acht stunden schlafen. mit acht stunden komme ich am besten zurecht.

    vorher noch irgendwas für mich tun, sei es meditation, was "schönes" lesen, mich erden, reinigen, noch was im garten hocken etc.


    momentan arbeite ich daran, den beruf an den nagel zu hängen. ich mag kein arbeitstier mehr sein, das im stechuhrtakt funktionieren soll. das geht auf dauer an die eigene substanz.

    lg : krabat.
     
  5. amalie

    amalie Neues Mitglied

    Registriert seit:
    3. Juni 2007
    Beiträge:
    20
    hallo Romaschka,

    das ist mir alles auch nur zu bekannt.

    das halbwache, nicht recht da sein.....aber doch wissen, dass ich muss.... weil noch nächte vor mir liegen, in denen ich voll da sein muss.
    "ich will ja aber kann nicht aber müsste doch aber wie mach ich das"

    eine ekelhafte und belastende situation.

    ich hab die nachtschichten irgendwann an den nagel gehängt, weil es nicht mehr ging.
    das burn-out hatte mich voll erwischt.

    heute sehe ich das alles etwas klarer.....also auch die gründe.

    ich war nie wirklich bei mir, wenn ich mich morgens hingelegt hab. immer die geräusche von draussen, das eigene denken und der druck, dass ich schlafen MUSS. ich hab mich nach "aussen" verlegt....nicht mehr auf mich gehört.

    ich arbeite jetzt noch im schichtdienst, hab also auch zeiten in denen ich nur wenig schlafen kann. (spät/früh-wechsel) und min. 42h pro woche.

    ich musste mich damit auseinander setzen, was mir wichtig ist. was mir gut tut und welche muster ich vielleicht auflösen muss. wem will ich eigentlich entsprechen???

    mir helfen auch die essenzen (zur unterstützung) und der gedanke, dass die welt für ein paar stunden einfach draussen zu bleiben hat!! ich hab lust zu schlafen und möchte meine ruhe! und wenn es nur für ein paar stunden ist. (was wirklich nicht so schlimm ist, wenn man alte denkmuster ablegt)

    das mache ich mittlerweile auch in meiner freizeit konsequent.
    telefon stelle ich aus und ich mache was mir gut tut. ist mir dann wurscht, ob ich mal wieder nicht zu erreichen bin.

    in der pflege sind wir so wehr für andere da....geben so viel von uns und bekommen nicht immer das, was wir brauchen.
    dass wir uns das von uns selbst holen müssen und auch können....merken wir erst, wenn es schwierig wird.

    die denkspirale dreht sich und es ist verdammt schwer, sich daraus zu lösen.

    wie ist es denn genau bei dir?

    ich grüsse dich herzlich und wünsche dir, dass du zur ruhe kommst!

    amalie
     
  6. Gathering

    Gathering Guest

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    habe dies 10 Jahre gemacht, bis ich einen Burn Out bekam... dies war meine eigene Erfahrung, die ich machen sollte... schlafen und Anpassung an die Tageszeit ging immer sehr gut, da ich mich von je her in schlafwirkende Visualisierung begab, hatte ich mit Tag-/-Nachtschlaf keine Probs, brauchte keine hömop. Pillen oder Mittel wie Oropax...


    habe dann am Schluss durschnittlich nur noch 3 - 4 Stunden geschlafen - Rest war ich wach...jedenfalls meinte der Geist er wäre wach, aber der Körper hatte dann Nachholbefürfnis auf seine Weise...ich habe dann erstmal wieder mich Richtung Körper begeben dürfen, denn der scheinte nicht so stark wie mein Geist zu sein...und so hat sich es ergeben, dass ich den Nachtdienst bis heute stillgelegt habe...

    der Rest ergibt sich von selbst...im Alter wirds halt immer belastender das durchzuziehen und benötigt eine Menge an Energie....

    mfg
     
  7. Romaschka

    Romaschka Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. März 2005
    Beiträge:
    5.096
    Ort:
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    Guten Morgen, Ihr Lieben!
    Habe mich sehr gefreut über Eure posts. Vielen Dank dafür!
    Es muntert mich schon enorm auf, dieser Austausch.
    Meine Kolleginnen sind alle wesentlich jünger als ich und haben nicht ganz so stark zu kämpfen mit dem Schlafdefizit.

    Ich werde später noch näher drauf eingehen. Muss jetzt erstmal schlafen gehen, da um sage und schreibe 13 Uhr Dienstbesprechung (DB) angesagt ist und auch die Nachtschicht anwesend zu sein hat. Wir sind ein Kleinstbetrieb (13 Heimbewohner, 1 PDL, 1 stellv. PDL und noch 4 examinierte + 1 Pflegehelfer), so dass es schon enorm auffällt, wenn da jemand fehlt. Wobei ich bei Dienstbesprechungen finde, dass ein Protokoll schon reichen könnte für den Fehlenden.
    Nun ja, da ich als ehemalige Bürofachkraft aber die Dauer-Protokollantin bin... *lach*... kann ich mir das als Argument schenken.

    Über diese Zusatzbelastung mit den DBs kann man schon rein rechtlich meckern, da mir damit keine 8 Std. Schlaf möglich sind, aber die Chefin ist so jemand, wenn man sich beschwert, heißt das für sie gleich, dass man sich mit dem Betrieb nicht identifiziert, und dann hätte es eh keinen Zweck. Dann sucht sie so lange nach einem Fehler, bis sie einen findet, der dann arbeitsrechtlich Bestand haben könnte, und derjenige ist dann draußen... In dem halben Jahr, das ich da bin, sind schon 2 gegangen worden...
    Rein fahrtechnisch bin ich zur Zeit auf diese Stelle angewiesen. Darum kämpfe ich da nicht mehr für Verbesserungen, wobei es bei dieser Art Führungsstil auch zwecklos wäre.

    Kurz gesagt will ich nur noch zustimmen, was Ihr alle sagtet: Die innere Einstellung zum Gedankenmuster, dass ich ohne ausreichend Schlaf nicht richtig funktioniere, ist wohl der Knackpunkt.
    Ich bekomme bei Schlafmangel auch schnell Kopfschmerzen, aber einer von Euch meinte, viel trinken - und genau das mache ich dann auch, und ich merke, es hilft.

    Was mich manchmal erschreckt, ist, wenn ich zu Hause bin, dass ich plötzlich innehalte und lausche, ob jemand klingelt... nicht an meiner Haustür, sondern die Bettklingel von den Heimbewohnern. Aber auch da macht die innere Einstellung einen Unterschied. Anfangs dachte ich, ich werde verrückt, weil ich so intensiv programmiert bin. Heute kann ich drüber lachen und hoffe, dass das einfach nur stressbedingte Erscheinungen sind. Kennt Ihr sowas auch?

    Ok, ich melde mich später wieder,
    nachti,
    Romaschka
     
  8. Ninja

    Ninja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juni 2004
    Beiträge:
    5.672
    Ort:
    Salzburg
    Hallo!

    Ich habe auch fast 12 Jahre Nachtdienst hinter mir, mittlerweile mache ich das nicht mehr. Von Jahr zu Jahr fiel mir die Umstellung schwerer....

    Ich konnte jedoch in der Früh immer gut einschlafen und schlief meistens bis 16:30 Uhr, war danach jedoch auch gerädert. Ich habe immer nur im Nachtdienst gegessen, das letzte mal so um 2 Uhr in der Früh, morgens trank ich nur einen Kakao und habe erst dann beim Aufwachen wieder gegessen.

    Ich habe mich vor dem Schlafen gehen heiss geduscht und fiel dann direkt ins Bett....meistens schlief ich durch.
    Aber ich kann mich auch daran erinnern dass mich extrem lauter Lärm (z.B. meine Untermieterin spielte Klavier) schon sehr gestört hat.

    Ich kenne viele Kollegen die Probleme mit dem Schlafen nach dem Nachtdienst haben, einige haben sich angwöhnt Baldrian Kapseln oder Tee zu nehmen. Ich habe damit nie angefangen sondern einfach als ich merkte es geht nicht mehr mit dem Nachtdienst aufgehört - seither habe ich keine Magenprobleme oder Kreislaufstörungen mehr. ( Bin insgesamt auch zwei mal im Nachtdienst mal zusammen geklappt)

    Versuche im Nachtdienst viel zu trinken, vorwiegend Wasser, ich kam drauf dass mir der Kaffee nicht gut bekam, so stieg ich auf Cola gegen die Müdigkeit um.

    Liebe Grüße
    Ninja
     
  9. Ritter Omlett

    Ritter Omlett Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. November 2004
    Beiträge:
    2.899
    Ort:
    Wien
    Hallo, war in früheren Jahren im Schicht/Wechseldienst tätig. Heute im Tagdienst (40 Std Woche), wobei ich, um mein Gehalt aufzubessern einige Nachtdienste dazumache. Dass sieht dann so aus, dass ich eben vom normalen Tagdienst in den Nachtdienst geh und den nächsten normalen Tagdienst draufmache.

    Heute sind meine Nachtdienste insofern leichter, sodass wir bei den Überwachungstouren im Team pro Mann eine 3 Stunden Rastetour haben, wobei ich meistens einen 2 Stunden Schlafbonus habe, somit ist mein Nachtdienst heute doch leichter als deiner.

    Aus früheren Jahren des Schicht u. Wechseldienstes kenne ich eben das Gefühl allzugut am nächsten Tag nahezu nur müde zu sein. Aber es kommt dann irgendwann die Routine, dass heisst, der Körper lernt die Ruhephasen des Tages besser zu nutzen.

    Eigentlich ist dein wesentliches Problem die Schlafqualität am Tag.
    Da ich in der Früh nach dem Nachtdienst relativ fit bin gehe ich vorerst nicht schlafen und nütze die Vitalität. Die Vitalität ist dann beschränkt, dass heisst du spürst es dann ab Mittag. So mache ich am Vormittag allerlei, dann Mittagessen, dann erst ist ein Nachmittagsnickerchen eventull mit Lesen angesagt, Dauer nicht mehr als 3 Stunden.
    Erfahrungsgemäß kannst du dann nicht einschlafen wenn du tagsüber zuviel pennst. Eigentlich bin ich dann eigentlich wieder fit, oder halbwegs fit und schlafe dann Abends wie ein Bär ein.
    Erfahrene alte Hasen schlafen auch vor dem Nachtdienst am Nachmittag. Dazu empfiehlt es sich am Vortag, wenn kein Dienst ist, etwas früher aufzustehen, am Nachmittag 2 Stunden schlafen, so fühlst du dich auch fiter.

    Mein Puls ist nach dem Nachtdienst etwas schneller, als wenn ich normalen Nachtryptmus schlafen kann.
    Gefährlich ist nach dem Nachtdienst den ganzen Tag aufzubleiben und mit Kaffe zu putschen, würde ich nicht machen, obwohl in meinen früheren Jahren dass ich sehr wohl getan hatte, weil ich nach dem Nachtdienst gleich wieder Tagdienst hatte, wenn wer ausgefallen ist.

    Probiere mal meine Variante, wo ich mich ganz gut fühle
    Nach dem Nachtdienst aufbleiben, so lange aktiv sein, wie man sich fühlt, nach dem Mittagessen Nachmittagsruhe.

    Dann rechne ich immer so, Nachmittagsnickerchen 2 bis 3 Stunden und dann Nachts 7 Stunden, dass reicht, um zumindest übernächsten 100% fit zu sein.

    Nachtdienst ist halt eine Belastung und du solltest einfach experimentieren, was dir im Endeffekt gut tut, auf alle Fälle ist es nicht deine momentane Variante.

    Und wie im Posting vorher, viel trinken !!
    Auf gar keinen Fall Kaffe! oder wenn nur eine oder zwei wirklich kleine Schalen.

    Liebe Grüsse
    Ritter Omlett
     
  10. Romaschka

    Romaschka Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. März 2005
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    Liebe soleika,
    danke für deinen Beitrag!
    Beim Einstellungsgespräch sind wir von höchstens 3 Nachtdiensten im Monat ausgegangen, was ich für akzeptabel hielt.
    Mittlerweile war ich diesen Monat sogar für 8 ( 2 x 4) eingeteilt, so dass ich mich dann wirklich beschwert habe, zumal die Verteilung ungleich auf die Kollegen ist. Ok, da wurden mir 2 wieder erlassen, da auch mein Stundenkonto schon erfüllt war. Ich habe eine 3/4 Stelle, und Vollzeit will mir die Chefin nicht geben. (Kostengründe) Wobei ich bei Engpässen parat zu stehen habe...

    Eure Dienstzeiten sind ja auch echt hart...
    Was genau machst du? Chemielaborantin?
    Und du bist nachts auch allein am Arbeiten?
    In meinem Ausbildungsbetrieb, einem großen Pflegeheim, empfand ich den Nachtdienst vom Arbeiten her weniger anstrengend, weil ich dort immer mit einer Kollegin zusammen Dienst hatte. Es war immer jemand da, wenn es um schwere Arbeit ging, der mit anfasste bzw. konnte ich mich in der Pause wenigstens unterhalten, was hier im kleinen Heim nicht so ist.

    Ja, genau das kenne ich auch so.
    Wobei ich es im Winter noch schlimmer fand, wo ich bei Nachtdiensten und Schlaf bis 16 Uhr ja kaum Tageslicht zu sehen bekam und dann mit der Zeit recht niedergeschlagen war... Im Sommer ist ja noch genug Licht vorhanden, wenn man nachmittags aus dem Bett steigt.
    Ja, Musik zum Einschlafen hilft mir auch manchmal. Auch Aroma-Duftlampe oder ein Räucherstäbchen zum Runterbeamen, wobei ich komischerweise dazu eher im Winter neige. Wenn morgens im Sommer die Sonne ins Fenster knallt, komme ich irgendwie nicht auf die Idee, etwas anzuzünden... :weihna1

    Das stimmt, dahinter bin ich auch kürzlich gekommen. Die nur 4 Stunden Schlaf, als ich gestern zur Dienstbesprechung mittags musste, waren nicht weniger fühlbar, als wenn ich 6 Stunden geschlafen hätte. Die Einstellung ist alles. Und ich habe mich ertappt, dass ich gelassener bin, wenn ich weiß, wo wieder eine Schlafinsel für mich ist im Notfall. :)

    Nachdem ich merkte, dass ich am Stück nicht schaffe, ausreichend zu schlafen, stehe ich nun auch wieder auf, wenn es nicht klappt, um mich dann ca. 17 oder 18 Uhr nochmal für 2 Stunden hinzulegen, wobei ich da dann meist nur ruhe und kurz vorm Wegdämmern wieder aufstehen muss. Mittlerweile merke ich aber, dass mir dieses Dämmerruhen auch Kraft geben kann. :) Es fühlt sich dann immerhin noch besser an, als hätte ich weniger gelegen.
    Am Stück schlafe ich erst durch, wenn ich schon 3 Nachtdienste hinter mir habe. Dann bin ich so müde, dass das funktioniert.

    Wassertrinken im Dienst beherzige ich auch.
    Und wenn mir schwindelig wird, habe ich meine Notfalltropfen von den Bachblüten dabei.
    Wenns mal schlimm wird, gehe ich auch mal ein paar Schritte vor die Tür/auf die Terrasse, um Luft zu holen oder den Sternenhimmel zu bewundern. Das hilft auch ganz gut, obwohl ich rein rechtlich das Haus nicht verlassen darf...

    Vielen Dank für deine Tipps!
    Und alles Gute für deine OP!
    Liebe Grüße, Romaschka
     
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