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Monogamie vs. Polygamie

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Alice94, 31. August 2011.

  1. Alice94

    Alice94 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. März 2010
    Beiträge:
    3.103
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    Hallo!

    Sind die Menschen naturgemäß monogam oder polygam veranlagt? Was trifft zu? Ein Freund von mir ist der Auffassung, die Menschen trügen die polygame Neigung als Erbe des Tierreiches in sich. Im Tierreich existiert allerdings sowohl die Polygamie als auch die Monogamie.

    Wie sieht sein eigener Lebensstil aus? Mit 18 Jahren hatte er bereits sieben Beziehungen, in denen er keiner seiner Partnerinnen die Treue halten konnte. Er verletzte sie massiv mit seinen Verhaltensweisen. Mit der Biologisierung seines Fremdgehens rechtfertigt und entschuldigt er seine Untreue. Letzten Endes bleibt der Treulose aber allein, weil er sich als beziehungsunfähig erweist. Macht das zufrieden?

    Wenn man argumentiert, dass Menschen aus genetischen Gründen polygam seien, sollte man niemals die psychische Komponente außer Acht lassen. Menschen sind nämlich Sozialwesen, deren Seelen nach authentischer Liebe, nach Wärme, Geborgenheit, Stabilität, Gemeinsamkeit, Vertrauen und Treue verlangen. So ist es z. B. nachgewiesen, dass Verheiratete länger leben als Einzelgänger, weil die emotionale Nähe, die persönliche und vertraute Intimität und die seelische Verbundenheit mit dem Partner dem Menschen Gutes bringen. Was nützt es dem Untreuen, wenn er mit 50 Jahren oder später keine Frau mehr abbekommt, weil er zunehmend altert? Dann wird er seinen Lebensabend einsam und allein verbringen, ohne Frau, ohne Familie, ohne Kinder, ohne Halt. Er lebt und stirbt in innerer Einsamkeit. Soll das ein erstrebenswertes Ziel des Menschen sein?

    Viele Grüße

    Alice
     
  2. Groovy1974

    Groovy1974 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. April 2008
    Beiträge:
    5.037
    Ort:
    Planet Erde
    tja - das ist eine Frage des Egos - wer kann schon seinen geliebten Partner mit jemanden anderen teilen. Das können nicht viele.
    Ansonsten finde ich es eigentlich besser, wenn man als Paar damit offener umgehen kann, als daß es hinterrücks zum Fremdgehen oder ähnlichen geheimen Schauspielen kommt und vornerum die Monogamie geheuchelt wird.
    Tja - ich denke da sind wohl noch keine wirklichen Schlüsse gezogen worden.
    Es gibt ja immer noch Länder, in denen ein Mann seinen Harem hat. Doch wie geht es den Frauen dort? Sind die glücklich? Verspüren die Neid auf ihre Nebenfrauen?
    Was würde der Mann sagen, wenn die Frauen dort das gleiche Recht bei Männern hätten?
     
  3. Sayalla

    Sayalla Guest

    Mittlerweile glaube ich, es ist leichter, viele zu *haben* als sich auf einen Menschen mal richtig tief einzulassen.
    Da spielt wohl auch die Angst vor Verletzungen, vor verlassen werden eine nicht unwesentliche Rolle. Streut man das Risiko, soll vermutlich wohl auch die Angst gestreut werden.
    Und ja, ich denke, dass Männer oft die größeren Angsthasen sind.
     
  4. retual

    retual Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Februar 2011
    Beiträge:
    2.440
    Ort:
    Allgäu
    Also ideal wär natürlich schon Monogamie... übrigens reagieren Frauen auf dieses Ideal viel stärker als Männer...
    Genauso wie sie (also Frauen) viel stärker auf eine Gott-Vorstellung reagieren...

    Dass der 18-Jährige Freund für sein Verhalten irgendwelche wissenschaftlichen Erkenntnisse dafür herauszieht, um sein Verhalten zu rechtfertigen, würde ich als diabolische Intelligenz bezeichnen...

    Meistens sind Menschen mit häufigen Partnerwechsel, solche, bei denen schon viel in der Kindheit schief gelaufen ist... meistens Scheidungskinder usw. ...
     
  5. Alice94

    Alice94 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. März 2010
    Beiträge:
    3.103
    Dass es natürlich zunächst einmal einfacher ist, viele Sexualkontakte haben und/oder kurzweilige Beziehungen zu führen, halte ich auch für wahr. Denn beides erfordert kaum Initiative und Verantwortungsbewusstsein.

    Ich glaube auch, dass unbewusste Ängste eine wichtige Rolle bei der Ablehnung aufrichtiger und verbindlicher Partnerschaften und auch bei der Untreue spielen. Die Menschen fühlen sich womöglich innerlich unselbstständig und unfähig, die Verantwortung für eine gemeinsame Partnerschaft zu tragen oder sie haben Angst vor dauerhafter Nähe, Abhängigkeit und Verletzung. Vielleicht ist die Beziehung zu den Eltern in ihrer Kindheit kläglich gescheitert, so dass sie diese abwehrend auf potentielle Lebenspartner projizieren.

    Ich bot dem Freund an, gemeinsam mit ihm seine nächtlichen Träume anzuschauen, da diese Aufschluss über die unbewussten Ursachen seines mangelhaften Treueverhaltens und seiner Beziehungsunfähigkeit geben könnten, aber er lehnte das Angebot ab. Vermutlich ist seine Angst und Abwehr bereits zu groß gewesen, um in den konfrontativen Spiegel seiner Träume zu schauen.
     
  6. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. August 2007
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    Saarland
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    Keine Ahnung, wahrscheinlich sind die Menschen irgendwo beides:tomate:
    Viele Frauen sind interessant, aber manchmal ist man auch wirklich in eine verliebt.

    Sicher ist bloss, dass man sich keine Illusionen machen sollte. Liebe existiert nur in der Gegenwart, eventuell dauert die Gegenwart länger. Versprechen auf Dauer kann man sie nicht.

    LG PsiSnake
     
  7. idefix15

    idefix15 Neues Mitglied

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    16. Juli 2010
    Beiträge:
    1.198
    Ort:
    Schweiz

    befinden wir uns nicht im wandel der zeit?
    man kann das und sollte das nie verallgemeinern.
    jeder ist anders.
    jeder lebt anders und hat andere erfahrungen gemacht, dann wäre es noch vom typ abhängig.
    da spielt es in der heutigen zeit keine rolle, ob frau oder mann.
    ein wechsel, kann auch neugierde, lust, erfahrung sammeln ect. bedeuten.
    man kann aber auch auf einer stelle treten bleiben.
    jedem das seine.
    ich denke, jeder, findet seinen eigenen weg, man kann es nicht verallgemeinern, denn jeder ist anders.
     
  8. Alice94

    Alice94 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. März 2010
    Beiträge:
    3.103
    Ja, da stimme ich Dir vollkommen zu. Wenn die Eltern hinsichtlich der Beziehungsführung keine Vorbildfunktion hatten, können die betroffenen Kinder kaum lernen, wie man partnerschaftliche Konflikt löst. Sie erfahren, dass der vermeintliche Ausweg in der Entzweiung liegt und übernehmen dies mit hoher Wahrscheinlichkeit später für ihr eigenes Leben.
     
  9. Sayalla

    Sayalla Guest

    Das können Kinder ansonsten auch nur bei den Eltern lernen, wenn diese ihre Konflikte vor dem Nachwuchs austragen- was ich übrigens für völlig daneben halte.


    Auf Elternebene kann ein geschiedenes Paar ebenso funktionierend da sein wie jedes andere.
     
  10. Alice94

    Alice94 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. März 2010
    Beiträge:
    3.103
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    Das muss gar nicht sein. Die Kinder erfahren einerseits, dass eine schmerzliche Trennung nicht die Lösung von Streitigkeiten sein muss. Andererseits können die Eltern ihren Kindern die Lebenserfahrung hinsichtlich der partnerschaftlichen Konfliktlösungsstrategien weitergeben, wenn diese sie intellektuell erfassen können.

    Partner, die sich aufgrund sozialer Konflikte immer wieder trennen, sind immerzu auf der Flucht. Sie reifen nicht seelisch, weil sie nichts Neues lernen, keine neuartigen, lehrreichen Erfahrungen zulassen und ihre soziale Kompetenz und Konfliktfähigkeit nicht fördern. Sie fliehen statt dessen stets in neue Beziehungen und bleiben die alten. Das kann kein ideales Vorbild sein.
     

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