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FF Sesshoumaru, ich brauch Betaleser!

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Leprachaunees, 17. September 2011.

  1. Leprachaunees

    Leprachaunees Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. März 2005
    Beiträge:
    1.417
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    Hallo,
    also es handelt sich um folgendes:
    Ich möchte wissen, ob ich überhaupt weiterschreiben sollte, oder ob ich es lassen sollte.
    Ich hab da ne FF über Sesshoumaru geschrieben, bzw bin noch dabei. Also bitte ehrliche Kritik!

    Für alle, die jetzt nicht abgeschreckt sind: Soweit bin ich bis jetzt.....

    …
    Nacht war es geworden. Einsamkeit senkte sich wieder in sein Herz. So vertraut, so bekannt. Es war wie jeden Tag, wie jede Nacht, seit undenkbar langer Zeit fühlte er sie. Wie ein altbekannter Weggefährte kam sie ihm vor. Er konnte sich nur verschwommen an die Zeit erinnern, als es noch anders war. Er noch fühlte. Wie ein lästiges Insekt verscheuchte er diese Gedanken. Er wollte sich nie wieder erinnern. Wollte sich nie wieder so fühlen, wie damals. Deshalb verbot er sich jede noch so kleine Erinnerung, jede noch so winzige Gefühlsregung. Einzig und allein die Regung der Wut erlaubte er sich noch.
    Langsam blickte er sich um. Der Wald wisperte im leichten Wind, der bleiche Mond schmückte sich mit Wolkenfetzen. Er roch die feuchte kühle Erde, das würzige Laub, hörte die Geräusche der nachtaktiven Tiere, die hier lebten und ungeachtet seiner Anwesenheit umherhuschten. Weiter wanderte sein blick, hin zu der warmen Glut des ersterbenden Feuers, dessen Wärme er gar nicht benötigte. Er sah in das Gesicht seiner neuesten Reisegefährtin. Ihre entspannten, kindlichen Züge, die langen dunklen Wimpern, die kleine Nase, der hübsch geschwungene Mund, die Andeutung der Grübchen. Er betrachtete sie völlig unbewegt. Er hatte das kleine Mädchen aus den Klauen des Todes gerettet. Warum? Er wusste darauf keine antwort. Aber jetzt war sie hier. Hatte sich schnell an sein Leben, die ewige Wanderschaft gewöhnt. Aber ab Morgen würde sie unter ihresgleichen leben lernen. Er wollte im Grunde seines kalten Herzens, dass sie glücklich werden sollte. Er wollte, dass sie, dieses unschuldige Kind, ein erfülltes Leben habe. Anders als er. Er wusste, er hatte sich schon zu sehr an ihre Anwesenheit gewöhnt. An ihr Lachen, an ihre Naivität, wie sie nur von einem Kind kommen konnte.
    Mit ausdrucksloser Miene erhob er sich. Ein Seufzer entfuhr ihm. Er würde nun ihr das erste und wahrscheinlich letzte Geschenk machen. Sie sollte für den Start in ihr neues Leben schön sein und sich endlich wie eine Prinzessin fühlen.
    Mit einem Satz stand er vor seinem schlafenden Diener, weckte ihn unsanft und nachdrücklich. Dieser war auch sofort wach. Ohne das ein Wort gewechselt wurde, wusste Jaken, dass sein Herr jetzt gehen würde. Stumm setzte er sich an die Glut, entfachte das Feuer neu und blickte seinem Herrn nach. Lord Sesshoumaru, Herr der westlichen Länder. Dieser war schon längst weg, flog über das weite Land. Hin zu dem Schloss, dem er niemals gerne nahe kam. Seit damals. Schon war er über die Schlossmauer hinweg, hineingerannt und lief nun zügig durch die dunklen Gänge. Hin zu einem bestimmten Raum. Einst war es das Zimmer seiner Mutter, ihr Geruch war noch immer hier, so als würde sie selbst jeden Augenblick durch die Tür treten.
    Unwillig schüttelte der Herr des Westens die silberne Mähne, ging zielsiecher zu einem Schrank. Er besah die kostbaren Gewänder, Seide raschelte als er ein bestimmtes ergriff. Es war Himmelblau und silberne Fäden waren in der Form eines Wappens eingestickt. Schnell griff er einem Impuls folgend ein kleines Diadem.
    Dann stürmte er auch schon wieder davon. Wieder im Wald, konnte er schon den Geruch des nahenden Morgens einatmen. Die Gerausche veränderten sich.
    Und noch ein Geruch stieg ihm in die Nase. Kirschblüten. Sie war gekommen.
    Schnell eilte er zu dem Lagerplatz und damit auch zu dem kleinen Mädchen, dass noch immer friedlich schlummerte. Ohne sie zu wecken, nahm er sie in seine Arme und ging dem leichten Geruch von Kirschblüten nach.
    Sanft und lautlos wie ein Schatten näherte er sich der jungen Miko an dem Bach. Das Kind schlief noch immer, drehte den Kopf zu seiner Brust. Ihr Kopf lag nun direkt auf seinem Herzen. Und für einen kleinen Moment setzte es kurz aus und ein trauriger Ausdruck schlich sich in seine Augen, als er das Kind betrachtete. Aber genauso schnell hatte er sich wieder unter Kontrolle. Er sah zu der Miko. Bemerkte, dass sie wirklich allein war. Dafür war er ihr dankbar.
    Sie hatte ihn bemerkt, drehte sich zu ihm um und hatte die Trauer in seinem Blick wahrgenommen. Sie ließ es sich aber nicht anmerken.
    Nun stand er vor ihr, atmete ihren Duft von Kirschblüten ein und sah ihr in die dunklen Augen. Sie erwiderte seinen Blick, sagte aber nichts. Dann blickte sie zu dem kleinen Mädchen und lächelte liebevoll. Und in diesem Moment wusste er, dass sie das Kind wahrhaftig lieben würde. Schweigend reichte er der Miko ein Bündel, in dem das wertvolle Gewand, das Diadem und ein kleiner Beutel voller Gold lag. Ebenso schweigend nahm sie das Bündel entgegen. Dann nahm sie das Kind in ihre Arme und lächelte ob des festen Schlafes des Kindes.
    Der Herr des Westens sah beide noch einmal an. „Ich werde kommen und nach ihr sehen“, seine Stimme war dunkel und sanft als er leise diese Worte an die Miko richtete. Diese nickte und flüsterte: „Jederzeit bist du willkommen, Sesshoumaru-sama.“ Sie blickte ihn an, sah in Augen wie flüssiges Gold, silberne Haare mit denen die leichte Brise spielte.
    Noch einmal strich er sanft durch den braunen Haarschopf des Kindes, sah noch einmal in ihr kleines, friedliches Gesicht und wandte sich um. Er spürte sein Herz, es schmerzte?! Warum musste es sich jetzt an solche Empfindungen erinnern? Verärgert fühlte er etwas Nasses in seinem makellosen Gesicht. Eine Träne hatte sich aus seinem Auge gestohlen.
    Das zunehmende Licht des neuen Tages ließ sein silbernes Haar aufleuchten. Die Stimme des eigenen Vaters klang mit einem Mal in seinem Ohr. „Liebe ist, wenn du sie gehen lassen kannst…“
    Der Herr des Westens, der gefährlichste Youkai, gefühlskalt und berechnend, sank lautlos auf die Knie, seine schultern bebeten und er fühlte, wie seine Tränen immer weiter, unaufhörlich, ihm über die Wangen liefen. Der aufgestaute schmerz von Jahrhunderten übermannte ihn. Er weinte wegen all der einst geliebten Personen, die gegangen waren. Die niemals wieder kommen würden. Wegen seinem Vater, der kämpfend in lodernden, alles vernichtenden Flammen den Tod gefunden hatte, wegen seiner toten Mutter, die innerlich zerbrochen war, wegen seinem Bruder, dem Hanyou, dem er nie ein wirklicher Bruder hatte sein können, und wegen dem kleinen Mädchen. Er realisierte: Sie hatte seine Liebe und sein Herz besessen. Das wurde ihm schlagartig bewusst. Aber sie war nun mal ein Mensch. Sterblich und unerfahren. Er war ein Dämon. Er konnte nicht für ihre Sicherheit garantieren. Aber jetzt hatte sie die Möglichkeit, ein neues Leben zu beginnen unter ihresgleichen. Sie konnte glücklich werden und alles haben, was er sich selbst verwehrte.
    Langsam erhob er sich. Verbannte all die Empfindungen wieder in seinem innerlichen Kerker. Mit dem Ärmel fuhr er sich über sein Gesicht, trocknete seine Tränen und flog mit rasender Geschwindigkeit davon.

    …
    In dem vom Wald umgebenen Dorf erwachte das kleine Mädchen. Und erschrak. Unbekannte Gerüche schlugen ihr entgegen, ebenso sah sie sich in einer kleinen Hütte wieder, eine Decke lag auf ihr. Neben ihrem Lager erblickte sie ein Bündel. Die vor Angst geweiteten Augen des Kindes erspähten an der Tür eine Silhouette. Eine Frau. Wie war das möglich? Sie war am Abend bei ihrem Meister Sesshoumaru eingeschlafen. Er hatte ein Feuer entzündet. Hatte ihr gesagt, sie solle schlafen. Wo war er? Wieso war sie hier? Ein Schluchzen entfloh der kindlichen Brust und brachte die in der Tür sitzenden Miko dazu, sich nach dem Kind umzusehen. Sie war also wach. Langsam ging die Miko zu dem Kind herüber.
    „Rin“, eine sanfte Stimme sprach das Mädchen an, dass nun von ihrer Umwelt nicht mehr viel sehen konnte. Die Tränen waren wie ein Schleier, der sich auf alles legte, was die Angesprochene erblickte.
    „Rin“ wisperte die Miko und hockte sich neben das Kind, welches nun begonnen hatte zu zittern. Sanft wurde es in warme Arme genommen. Auf den Schoss der Miko gezogen und beruhigend über den Rücken gestreichelt.
    „Wo ist der Herr?“ wimmerte die Kleine.
    „Er sagte mir, ich solle auf dich acht geben. Er kommt wieder, aber wann weiß ich nicht zu sagen. Der Herr sagte, dass du hier sicherer bist als bei ihm.“
    Das Kind in ihren Armen bebte. Die Tränen hatten schon die Ärmel durchfeuchtet.
    „Rin.“
    Das Kind hob den Kopf.
    „Hab keine Angst.“
    „Habe ich etwas falsch gemacht?“ fragte das Mädchen weinend.
    „Nein. Das hast du nicht. Lord Sesshoumaru wollte, dass du lernst, wie es ist ein Mensch zu sein. Deswegen brachte er dich zu mir.“
    Die Frau versuchte das Kind zu beruhigen.
    „Mein Name ist Kaede. Ich bin die Miko dieses Dorfes und werde mich ab heute um dich kümmern.“
    Sanft löste sich Kaede aus der verzweifelten Umklammerung des Kindes und legte diesem das Bündel auf den Schoss.
    „Dies hat der Herr dir dagelassen…“
    Und während das Mädchen das Bündel öffnete, bereitete die Miko das Frühstück vor. Und so begann der erste Tag im neuen Leben von Rin.

    …
    Jaken erwartete die Rückkehr seines Herrn und Gebieters. Aus seiner Erfahrung wusste er, dass er besser daran tat, alles für einen baldigen Aufbruch zusammen zu suchen und vorzubereiten. Die Sonne war nun schon seit zwei stunden am strahlend blauen Firmament erschienen. Lange würde Jaken also nicht mehr auf den DaiYoukai warten müssen.
    Dieser wiederum hatte seine plötzlich aufkommende Wut, die ihm lieber war als die Erinnerungen, an Bäumen und unvorsichtigen Youkais ausgelassen und eine Spur der Zerstörung hinterlassen. Er war wütend auf sich selbst. Wie hatte er es zulassen können, dass ein kleines Menschenmädchen ihm so nahe gestanden hatte?
    Als der mächtige Youkai bei seinem Diener angelangt war, rief er ihn an, er solle sich beeilen. Denn nun wollte sich Sesshoumaru auf die Suche nach dem zweiten Schwert seines Vaters begeben. Ein Unterfangen mit erheblichen Schwierigkeiten und Gefahren, bei dem ihm das kleine Mädchen mehr als nur ein Klotz am Bein gewesen wäre. Zumal er durch sie weitaus angreifbarer gewesen war, als ihm lieb war. Oft hatte er wegen ihr Kämpfe mit anderen Youkais bestreiten müssen. Es wurde als Schwäche ausgelegt, dass ausgerechnet er, der gnadenlose, menschenverachtende Fürst, sich um ein Menschenkind kümmerte. Sein Rang war ihm deswegen oft streitig gemacht worden. Doch bei jedem Kampf war er als Sieger hervorgegangen, hatte keine Gnade gezeigt, kein Mitleid empfunden, wenn seine feinde ihn anflehten, sie zu verschonen.
    Nun hatte er kein schwaches Anhängsel mehr auf das er Rücksicht nehmen musste. Nun konnte er die Reise zum Grab seines Vaters antreten. In dessen Gebeinen würde das Katana ruhen, soviel wusste er. Was es mit der Legende auf sich hatte, die sich um das Schwert rankte, nun, dass würde er vor Ort überprüfen. Es Hieß, dass nur derjenige, der etwas Wertvolles zu beschützen habe, es erlangen könne. Sesshoumaru wusste, dass auch sein Halbbruder, der Hanyou, auf der Suche nach dem Schwert war. Auch das dieser mit einer Gruppe Menschen reiste, war ihm zugetragen worden. Voller Verachtung zog der Herr des Westens die Augenbrauen zusammen.
    Dieses Schwert konnte mit einem Schlag 100 Feinde niederwerfen. Anders als sein Schwert, was ihm sein Vater direkt vererbt hatte, Tensaiga.
    Der Herr des Westens begehrte dieses Schwert und sein Name hallte in seinen Gedanken wieder. Mit dieser mächtigen Waffe würde er ein für allemal seine Position unter den Dämonen festigen.
    Jaken folgte schweigend seinem Herrn. Er wusste dass dieser das Katana des Vaters begehrte, wusste aber auch um die Gefahren, die diese Reise mit sich bringen konnte.
    Nach einigen, wieder Erwarten recht ereignislosen Tagen der Wanderschaft, gelangten sie in die Gegend, in der das grab des alten DaiYoukai lag. Die beiden Reisegefährten waren nun in hügeliges Gelände gekommen, das fast endlos erscheinende Grasmeer wogte bei jeder Briese, jedem leichten Säuseln des Windes wie die wellen des Meeres hin und her. Vereinzelt reckten zarte Blumen ihre Köpfe aus dem Grün. Insekten schwirrten geschäftig umher. Sonst durchbrach kein Laut die laue Luft. Am Horizont kündeten die Wolkenberge von dem darunter liegenden Höhenzug, dem Gebiet der Katzendämonen. Doch noch befanden sich die Weggefährten im Reich des Westens. Und auf eben diesem Gebiet war auch das Grab zu finden.
    Plötzlich hob der DaiYoukai leicht den Kopf, prüfte die Luft und stieß ein leises Knurren aus. Er hatte eine ganz bestimmte Witterung aufgenommen. Den Geruch seines Halbbruders. Jener Hanyou, wegen dem Sesshoumarus Vater gestorben war. Dieser hatte den Jungen und dessen Mutter verteidigen wollen und war dabei umgekommen. Das hatte der Herr des Westens nie vergessen, obwohl mittlerweile 335 Jahre ins Land gezogen waren. Mit der Nase im Wind und verengten Pupillen raste Sesshoumaru nun in einer wahnwitzigen Geschwindigkeit über das Land. Der Geruch des Bruders wurde immer stärker. Ebenso der der Menschen, die diesen begleiteten. Der DaiYoukai witterte zwei Frauen und einen Mann.
    Niemals sollten Menschen das Grab des geliebten Vaters mit ihrer Anwesenheit besudeln. Nie würde er dies zulassen. Er musste vor diesem wertlosen Abschaum am Ziel ankommen. Und so ließ er seinen Diener weit hinter sich und raste von dannen, wurde noch schneller. Schon konnte er den Grabhügel ausmachen.

    …
     
  2. Leprachaunees

    Leprachaunees Aktives Mitglied

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    Als er diesen erreichte, zog er noch einmal prüfend die Luft in die feine Nase. Gut, der Hanyou war noch nicht hier, er hatte ihn überholt. Dennoch blieb nun nicht mehr viel Zeit.
    Schon hatte der Fürst den Eingang gefunden und ging in das grab. Doch was war das? Ein leises schabendes Geräusch vor ihm? Hatte sich doch noch ein fremder hier eingeschlichen?
    Problemlos durchdrangen die Augen des DaiYoukai das Dunkel des Hügelinneren. Er nahm die Verzierungen der Wände wahr, den Steinfußboden, den leichten, vertrauten Geruch des Vaters. Ohne zu zögern ging er weiter, immer tiefer hinein in die Dunkelheit. Das Geräusch vor ihm wurde nicht leiser, eher deutlicher, führte ihn in die große Grabkammer. Die Knochen des Vaters, des großen Herrn der Hundedämonen, ragten riesengroß vor dem ältesten Sohn auf. Und wirklich: Vor Sesshoumaru ragte das Katana aus dem Boden hervor. Ein Glimmen ging von ihm aus. Doch gerade, als er die Hand danach ausstrecken wollte, ertönte eine Stimme hinter ihm.
    „Sesshoumaru, lass deine Hände von der Klinge! Vaters Schwert wird mein sein!“ Der Hanyou, sein jüngerer Halbbruder, war eingetroffen. Warum hatte er ihn nicht wahrgenommen? Mit ausdrucksloser Miene wandte sich der Fürst des Westens um. Kalt musterten seine Augen den Halbbruder, der den Blick trotzig erwiderte.
    „Ich werde mit dir um Vaters Schwert kämpfen, wenn es sein muss!“ sagte der Jüngere und ein zorniger Unterton schwang in diesen Worten mit.
    Der DaiYoukai blickte den Jüngeren mit einer hochgezogenen Braue unverwandt an. Die Miene blieb ausdruckslos. Schweigend musterte er den Bruder. In dessen Gesicht und den goldenen Augen spiegelten sich seine Gedanken, die Hundeohren wandten sich hin und her, das lange silberne Haar, eine dichte Mähne, reichte ihm bis weit über die Hüfte. Das rote Gewand und die Gebetskette nahm er ebenso wahr, wie den Geruch des Jüngeren. Er roch vor allem nach Menschen.
    Langsam senkte sich Sesshoumarus Hand auf den Griff seines Katanas. Eine Bewegung, die den Hanyou veranlasste, in Angriffsposition zu gehen. Zwar wusste er, dass der Ältere mehr Kraft und Geschick hatte, auch dass dieser noch nie einen Kampf verloren hatte. Aber um das Schwert des Vaters würde er dennoch gegen eben diesen antreten. Doch noch bevor die beiden Brüder gegeneinander antreten konnten, erklang eine Stimme.
    „Stell dich nicht gegen mich und akzeptiere, dass Vaters Schwert Mein sein wird.“ Sesshoumarus Stimme war kalt, aber ein leicht drohender Ton schwang in ihr mit. Es war lange her, dass er zu seinem Bruder gesprochen hatte. Dieser zuckte bei der Stimme zusammen. Wich aber nicht zurück.
    Noch immer betrachtete der DaiYoukai den Halbbruder. Dieser schien wirklich verärgert zu sein, er fletschte die Zähne. „Er war auch mein Vater!“
    „Ha…“ war das einzige, was der Herr des Westens erwiderte.
    Wegen diesem Halbblut und dessen menschlicher Mutter war der DaiYoukai, InuTaishu, gestorben.
    Gefährlich blitzten Sesshoumarus Augen auf und er musterte die Haltung seines Gegenübers. Der Jüngere wich keinen Millimeter zurück.
    „InuYasha, geh wieder zu deinen menschlichen freunden. Du bist ein Hanyou, nicht wert, Vaters Schwert zu besitzen!“ Die Stimme des Herrn war kalt, die Worte wie Peitschenhiebe. Die Luft schien sich zwischen den beiden Brüdern aufzuladen.
    Plötzlich vernahmen beide wieder das schabende Geräusch. Beide wandten den Kopf in die Richtung, aus der das Geräusch gekommen war. Tessaiga?!
    Eine fremde, rasselnde Stimme erklang:
    „So kämpfen die Brüder, gleichen Ursprungs, um des geliebten Vaters Waffe. Doch wer wird sie erringen? Nur der, der etwas Wertvolles beschützt, vermag sie zu führen. Nur diesem wird sich der Geist Tensaigas unterwerfen. Nur dieser eine wird in der Lage sein, es zu führen und zu entfesseln.“
    Sesshoumaru schnaubte abfällig, seine Miene war unbewegt. Er erschien wie immer, fern jeglicher emotionaler Regung oder Unsicherheit ob der Worte der körperlosen stimme. Anders sein Bruder. Dieser machte den Eindruck von einem lauernden, angespannten Tier, Wut und eine spur Ratlosigkeit zeichneten sich in seinem Gesicht ab. Anscheinend hatte er einen Entschluss gefasst.
    „Ich werde Tensaiga erlangen! Unser Vater hinterließ dir Tensaiga, dass Schwert, mit dem du andere aus den Klauen des Todes reißen kannst.“
    „InuYasha, willst du wirklich gegen mich antreten?“ Fragend sah Sesshoumaru den Hanyou an. Dieser wirkte nun entschlossen.
    „Ja,“ sagte dieser.
    „Ich werde nicht Rücksicht walten lassen, nur weil du mein Halbbruder bist“, sagte der mächtige DaiYoukai und löste sein zweites Schwert aus der Scheide. Zwar war es nicht so mächtig wie Tensaiga, aber wenigstens konnte er damit töten. Mit Tensaiga konnte er „nur“ Tote wiedererwecken. Kurz blitzte das Bild der kleinen Rin vor ihm auf, wie sie tot vor ihm gelegen hatte. Und ebenso schnell hatte er sich wieder unter Kontrolle.
    Schon gingen die beiden Kontrahenten in Angriffsposition, musterten sich gegenseitig, bereit zuzuschlagen. Und dann begann der Kampf. Die Erde erzitterte unter den Schwertstreichen; Finte, Parade, Abwehr, Angriff. Funken stoben auf, als die Klingen sich kreuzten.
    InuYasha legte seine ganze Wut auf seinen älteren Bruder in jeden Schlag. Aber auch seinen Wunsch, den Älteren endlich zu besiegen, von ihm endlich als vollwertig anerkannt zu werden.
    Sesshoumarus hingegen kämpfte weit weniger impulsiv. Die Bewegungen glichen vielmehr einem tödlichen Tanz, voller Grazie und Eleganz, voller jahrhunderte langer Erfahrung. Er parierte spielend die harten Hiebe seines Bruders.
    Stundenlang kämpften die beiden nun schon und sesshoumaru bemerkte durchaus, dass der Jüngere langsam aber sicher ermüdete. Beide hatten schon ein paar Treffer einstecken müssen. Doch verbissen kämpften sie weiter.
    Und plötzlich, aus heiterem Himmel, musste Sesshoumaru wieder an Rin denken. Und er wusste, dass sie bei der Miko sicher sein würde. Er war im Grunde seines Herzens froh, dass das Kind nicht mehr bei ihm war.
    Von den beiden Brüdern erst gar nicht bemerkt, begann Tessaigas Scheide rot zu glühen. Bis plötzlich der ganze Grabhügel glühte.
    Das Klirren der Schwerter erklang unverändert weiter, wie der Rhythmus des Todes, als die körperlose Stimme wieder erklang:
    „Ihr beide denkt an jemanden, den ihr zu beschützen trachtet. Beide habt ihr eine Person in euer Herz gelassen. Beantwortet nun die Frage:
    Würdet ihr für diese Person sterben um sie zu beschützen?“
    Und während die beiden Brüder weiter kämpften, vernahmen sie die Stimme wieder. Über den Lärm und das schwere Atmen der Kontrahenten hinweg, klang sie gebieterisch:
    „Beide würdet ihr also auch in den Tod gehen, eure Herzen gaben die Antwort. Beendet nun euren Kampf, Tessaiga wird sich nun selbst entscheiden, wen von euch es zukünftig begleiten wird.“
    Sesshoumaru sprang elegant von seinem mittlerweile schwer atmenden Bruder weg. Wie war das? Sein Herz musste vorhin die Antwort gegeben haben ohne zuvor ihn selbst davon in Kenntnis zu setzen. Er sah dem Hanyou in die Augen. Dieser blickte zweifeln und verwirrt zurück.
    Tessaiga erzitterte, bebte und plötzlich schwebte es vor den Brüdern, das rote glühen wurde zu einem Flackern und ließ die Schatten an den Wänden der Grabkammer tanzen. Schließlich glitt es in die Hände von InuYasha.
    Sesshoumaru, der sich immer noch unter Kontrolle hatte, wandte sich ab, um sich innerlich wieder zu sammeln. Wieso? War alles was er denken konnte und die körperlose Stimme antwortete:
    „Sesshoumaru, du besitzt bereits Tensaiga und auch dein zweites Schwert ist stark und mächtig. Tensaiga hat nun einen Ausgleich geschaffen. Es wird nun mit InuYasha gehen.“
    Dieser wiederum blickte verwundert und mit einem unsicheren Lächeln auf das Katana in seinen Händen.
    „InuYasha, komm mir niemals wieder in die Quere!“ Die Stimme des DaiYoukai war eiskalt. Damit wandte er sich zum gehen.
    „Warte, Bruder“, bat der Jüngere.
    Doch der Herr des Westens verspürte keine Notwendigkeit um noch länger an diesem Ort zu verweilen, noch wollte er weitere Worte mit dem Bruder wechseln. Stattdessen ging er unbeirrt weiter, raus aus dem Grabhügel. Im Freien wartete bereits sein Diener und Reisegefährte Jaken. Und unweit von ihm wartete die Reisegruppe des Hanyou.
    Ohne diese eines Blickes zu würdigen, ging Sesshoumaru weiter, mit der Gewissheit, dass sein Diener ihm folgen würde.
    Spät am Abend, als der Daiyoukai schon wider den Wald erreicht hatte, fand er eine kleine Lichtung. Hier hielt er, wies seinen Diener an, Feuerholz zu suchen und setzte sich selbst an den Stamm einer großen Eiche. Die Augen geschlossen, ein Bein angewinkelt, vermittelte er den trügerischen Eindruck eines Schlafenden. Aber sein Geist war rege, seine sinne geschärft, die empfindlichen Ohren vernahmen jedes noch so leise Geräusch. Und während Jaken ein kleines rauchloses Feuer entfachte, blickte Sesshoumaru auf zum Firmament. Bleiche Wolkenfetzen flogen schnell dahin, wie ziellose Seelen. Die Sterne funkelten kalt auf den Fürsten herunter. Und nach endlos langer Zeit musste der Herr an die Vergangenheit denken. Gedanken, die er so lange verdrängt hatte. Seine Gedanken brachten ihm die Zeit zurück, als seine Mutter noch fröhlich war, der Vater noch keine sterbliche Gespielin hatte. Als er selbst noch ein Leben hatte.
    Er dachte daran, wie sie gemeinsam lachten, der Vater ihn im Schlosshof trainierte. Und dann schweiften seine Gedanken ab. Hin zu jenem Tag, an dem der Vater nicht mehr von einem Ausflug durch die Ländereien zurückkehrte. Ein Untergebener überbrachte die Nachricht der Mutter, dass der Herr gestorben sei. Gestorben bei dem Versuch, seine Geliebte, eine Menschenfrau, und deren gemeinsamer, gerade geborener Sohn, vor den Mördern zu bewahren, die die Frau und ihr Kind im Namen des Vaters der Frau töten sollten.
    Während des Kampfes ermöglichte Sesshoumarus Vater den beiden die Flucht, indem er sich den Feinden stellte. Es waren nur Menschen. Sie hatten keine Chance. Doch ihr Truppenführer ließ das Haus in Brand setzten du kämpfte selbst gegen den DaiYoukai. Beide kamen in den Flammen um.
    Und nachdem die Überreste des Dämonenfürsten beigesetzt waren, hatte dessen Frau, Sesshoumarus Mutter, jeglichen Lebenswillen verloren. Sie weigerte sich, Nahrung zu sich zu nehmen und eines Tages war sie fort. Einfach aus dem Schloss verschwunden. Es hieß, sie habe sich das Leben genommen.
    Zu dem Zeitpunkt war Sesshoumaru schon 221 Jahre alt, ein Mensch wäre vergleichbar 21 Jahre alt gewesen.
    Menschen! Sesshoumaru begann sie zu hassen. Sie hatten ihm den Vater genommen.
    Wenig später erfuhr Sesshoumaru vom Tod der Menschenfrau, welche die Mutter des Halbbruders, des Halbdämons InuYasha, war.
    Sesshoumaru war das nur Recht. Ihr gab er in seinem Innersten die Hauptschuld am Tod seines Vaters.
    Zu dem Zeitpunkt hatte er selbst sich so verändert, war verschlossen und kaltherzig geworden. Es interessierte ihn nicht, was mit seinem ungeliebten Halbbruder nun geschah. Es war ihm egal, ob dieser weiterleben würde. Der DaiYoukai setzte einen Verwalter für Schloss und Land ein und ging auf seine ewige Wanderschaft.
    In dieser Zeit wurde er immer kälter, betrachtete Gefühle als Schwäche, der er selbst niemals erlegen sein wollte. Zwar nahm nun auch seine Einsamkeit immer weiter zu, doch sein treuer Diener Jaken begleitete ihn. Das reichte dem Herrn des Westens. Mehr Gesellschaft wollte er nicht.

    LG
    Leprachaunees
     
  3. Leprachaunees

    Leprachaunees Aktives Mitglied

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    Es geht weiter....

    …
    Ein Räuspern riss den Herrn des Westens aus seinen Erinnerungen. Dieser ließ sich nichts anmerken und hielt die Augen weiter starr auf den Himmel gerichtet.
    „Meister“, Jakens schnarrende Stimme ertönte, eine Dissonanz in der milden Luft mit ihren lieblichen Gerüchen.
    „Meister, ich möchte nicht unverschämt erscheinen, aber was gedenkt ihr nun zu tun?“ Der kleine Krötendämon in dem abgewetzten braunen Gewand machte den Eindruck eines wandelnden Haufens Dreck, schaute ehrfürchtig auf den mächtigen DaiYoukai. Mutig geworden, wurde der Dienser selbstsicherer.
    „Meister, wollt ihr dem Hanyou nicht nachgehen um…“
    Ein bedrohliches Knurren ließ den Krötendämon innehalten. Blitzschnell hatte sich die Position des Herrn verändert. Er hatte sein Katana gezogen und hielt es Jaken an die Kehle. Mit leiser, bedrohlicher Stimme sagte er: „Pass auf, was du sagst, Jaken. Ich werde meinem Halbbruder nicht nachlaufen und du wirst nie wieder ihn erwähnen. Weder in noch Tessaiga. Hast du mich verstanden?“
    Jaken schluckte nervös und nickte vorsichtig, die scharfe Klinge an seinem Hals verhinderte schnelle Bewegungen.
    „Hör mir genau zu Jaken“, langsam senkte er die Klinge und sah den Diener aus seinen kalten, goldenen Augen an.
    „Inuyasha hat zwar Tessaiga, aber mein Vater besaß insgesamt drei Schwerter. Das dritte Schwert ist Souunga.“
    „Oh…“ Jaken konnte nicht verhindern, das dieser verängstigte Laut über seine Lippen kam.
    „Souunga ist weit mächtiger als Tessaiga. Und ich habe bereits vor einigen Jahren begonnen, Informationen über seinen letzten Standort herauszufinden.“
    „Aber Meister,,,“ Jaken hatte sich vor furcht nicht mehr unter Kontrolle und zitterte. Zwar hatte er schon von vielen schlimmen Dingen gehört und an der Seite des Herrn des Westens, dem kalten und gnadenlosen Sesshoumaru, schon viele grausame und auch Ekel erregende wie unheimliche Dinge erlebt. Aber das nun wirklich durch und durch böse Souunga? Es hieß, dass der mächtige Fürst InuTaishu allein der erste war, der den Geist von diesem Schwert bändigen konnte. Es hieß, dies sei ihm nur gelungen, weil er Tensaiga und Tessaiga bei sich trug. Diese beiden Katanas hielten damals, so die Legende, das gewalttätige Souunga unter Kontrolle. Sein Herr und Meister hatte aber nur Tensaiga an seiner Seite. Wie sollte er Souunga beherrschen?
    Selbst wenn nur die Hälfte der Geschichten von dem verfluchten Schwert stimmten, war es auch für den mächtigen Sesshoumaru nahezu unmöglich, dieses Schwert zu bezähmen.
    Sesshoumaru hingegen verspürte keinerlei Interesse, noch ein Bedürfnis, seinem Diener nun weiter zu erklären, warum er sich auf die Suche nach diesem Schwert machen wollte. Er kannte bereits alle Legenden um das Schwert. Es hieß, dass es einen mächtigen Geist in sich barg, dem allein das Töten etwas bedeutete. Er solle die Kraft haben, den Körper desjenigen, der das Katana in Händen hielt, zu beherrschen, ihm sich untertan zu machen. Es wurde auch berichtet, das einzig InuTaishu diesem Geist hatte entgegen treten können und ihn letztlich unterwarf. Sesshoumaru wusste, jetzt wo er Tessaiga nicht bei sich trug, würde es schwer werden Souunga zu unterwerfen. Das Wort „Unmöglich“ existierte nicht für ihn, er war der Herr der westlichen Lande, weithin gefürchtet und respektiert unter Dämonen und Menschen. Er wollte auch dieses letzte Schwert seines Vaters besitzen. Niemand sonst sollte es führen. Denn schließlich war er, Sesshoumaru, der Sohn des großen InuTaishu, der einzige vollwertige Dämonennachkomme. Er wollte in die Fußstapfen des Vaters treten und diesen letztlich übertreffen. Er würde allen beweisen, dass mit ihm nicht zu spaßen war, und vor allem: Das er nicht zu unterschätzen war!
    „Jaken, morgen werden wir uns auf den Weg ins Schloss machen. Ich möchte so schnell es geht heimkommen. Ich habe viel zu tun.“
    Der Angesprochene nickte. Er wusste, dass er seinen Meister nicht davon abhalten konnte, nach dem verfluchten Schwert zu suchen. Also versuchte er es auch nicht. Am nächsten Morgen teilte der Fürst seinem Diener mit, dass er schon vorgehen würde und seinen Untergebenen im Schloss erwarten würde. Jaken nickte nur und schon war sein Herr in die Baumkronen gesprungen und davongeflogen. Er wollte so schnell es ging in die Bibliothek des Schlosses um alle Aufzeichnungen, Souunga betreffend, noch einmal zu konsultieren. Auch wusste er, dass seine Spione sich in den kommenden Tagen im Schloss einfinden würden. Doch auf dem Weg zurück würde er noch einen kleinen Umweg machen. Und da wollte er niemanden bei sich haben.

    ...
     
  4. Leprachaunees

    Leprachaunees Aktives Mitglied

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    Ein Abstecher...

    …
    Die Sonne hatte längst ihren Zenit überschritten, als Sesshoumaru den Geruch von Menschen wahrnahm. Es war nun nicht mehr weit. Schon konnte er die von Menschen geschaffene Lichtung ausmachen. Es schien wie ein eitriges Geschwür am Busen der Natur. Doch auch wenn er Menschen hasste, so musste er sehen, ob sich dieses Menschenpack gut um Rin kümmerte. Die Miko hatte es versprochen. Doch er wollte sich selbst überzeugen.
    Innerlich schüttelte er über sich selbst den Kopf. Er hasste Menschen. Sie waren scheinbar völlig grundlos grausam zueinander, gingen schonungslos mit allem Lebendigen um und kannten kein Erbarmen, um die eigenen Interessen durchzusetzen.
    Sesshoumaru hatte noch nie von einem anderen Geschöpf gehört, oder eines kennen gelernt, dass dermaßen falsch und tückisch war, wie eben diese Menschen. Zwar wusste er, dass es Ausnahmen gab, Rin war eine solche, aber das waren so wenige…
    Schon war er am Dorfrand angekommen. Er hielt sich in den Kronen der umstehenden Bäume versteckt, und beobachtete die Dörfler die geschäftig ihren Arbeiten nachgingen. Nicht aus Furcht, aber er wollte Rin keiner Gefahr aussetzten und was würden diese Hirnlosen und ohne Vernunft begabten Wesen mit ihr anstellen, wenn sie wüssten, das unter ihnen ein Kind lebte, das in Kontakt zu einem Youkai stand? Er wollte keine Hexenjagd auslösen.
    Außerhalb der Sicht der Dörfler prüfte der mächtige DaiYoukai die Luft. Wüssten diese erbärmlichen Kreaturen, dass er hier war, würden sie wahrscheinlich in Panik verfallen und schreiend umherlaufen.
    Schließlich nahm er den gesuchten Geruch wahr. Kirschblüten. Er ging dem Geruch nach, immer darauf bedacht, für die Einwohner unsichtbar zu bleiben.
    Der Geruch kam von einer der Hütten am Dorfrand. Hinter der Hütte sprang er lautlos zu Boden und näherte sich einem kleinen Fenster. Der Geruch wurde intensiver. Der Geruch der Miko war bei weitem nicht so unangenehm wie der der anderen Menschen.
    „Was sind denn das für Gedanken?“ schalt sich der DaiYoukai selbst. „Sie ist eine von ihnen!“
    Er blickte in das Innere der Hütte. Einige Kräuterbündel hingen von der Decke. Die Miko und Rin saßen auf dem Fußboden und Rin bereitete eine Salbe zu. Die Miko unterwies das kleine Mädchen in der Verarbeitung der Kräuter.
    Sesshoumaru sah, dass es dem Kind augenscheinlich gut ging und wollte sich zurückziehen, als sein blick am Gesicht der Miko hängen blieb. Sie hatte ihn bemerkt, ließ sich aber nichts anmerken. Sie wandte sich langsam zu dem Fenster um und für einen kurzen Moment hatte sie das Gefühl, in den goldenen Augen des DaiYoukai zu versinken. Sie erhob sich geschmeidig, sagte zu dem Kind, sie müsse noch etwas holen und trat aus der Hütte hinaus.
    Sesshoumaru musste sich ein Lächeln verkneifen, als er das kleine Mädchen so konzentriert sah.
    Als er sich umsah, sah er in die dunklen Augen der Miko. Sie war so leise an ihn herangetreten, dass er sie nicht wahrgenommen hatte.
    „Herr, gestattet mir, euch ein paar Minuten zu sprechen.“ bat sie.
    „Was willst du?“ fragte er leise. Seine Stimme war ohne jegliche Emotion, kalt. Doch sie hatte wieder das Gefühl, in seinen Augen zu versinken. Sie fasste sich schnell und bedeutete ihm, ihr zu folgen, bis sie unter einem Baum standen, dessen schatten ihn verbarg.
    Sein kalter Blick musterte sie.
    „Herr,“ sie sah zu Boden, als würde es ungehörig sein, ihn anzusehen. „Rin vermisst euch sehr. Sie hat Albträume und ruft nach euch im Schlaf. Wollt ihr nicht mit hineinkommen, damit sie euch wieder sehen kann?“
    Nun schaute sie auf. Musterte unauffällig seine groß gewachsene Gestalt. Er trug einen weißen Kimono mit roter Stickerei, ein hellblauer Obi um die Hüfte geschlungen, an dem zwei Katanas befestigt waren. Ein reinweißes Fell lag über seiner rechten Schulter, über der linken und der Brust trug er eine Rüstung. Sein Haar schimmerte im fahlen Licht wie flüssiges Silber. Ihm war ihre Musterung aufgefallen. Er zog eine Augenbraue nach oben.
    „Ich muss dir nichts erklären. Ich bin nur gekommen, um zu sehen, wie es Rin geht. Aber ich denke nicht, dass es gut wäre, jetzt zu ihr zu gehen. Sie wird mich irgendwann überwinden.“
    Seine stimme, so leise, nur ein Wispern. Und doch so kalt, dass die Miko anfing zu zittern.
    „Er kann gar nicht so kalt sein, sonst wäre er nicht hier.“ Dachte sie.
    „Ich werde immer mal wieder nach ihr sehen, aber ich möchte nicht, dass sie weiß, dass ich hier war. Du wirst also schweigen.“ Das war keine Bitte, eher eine Feststellung.
    Lautlos, wie ein Schatten, entfernte er sich. Sie seufzte leise.
    „Kommt wann immer ihr wollt. Ich werde ihr nichts sagen.“ Das hatte sie ganz leise gesagt, nicht damit rechnend, dass er es hören könnte. Doch er hatte zu gute Ohren. Sie zuckte kurz, als sie seine Stimme leise an ihrem Ohr vernahm: „Dann halte dich daran. Versuche nie wieder, mich zu überreden. Es wird dir nicht gelingen. Und es wäre besser, du nimmst etwas mit, bevor du wieder rein gehst. Ich komme wieder, dann kannst du mir wieder berichten.“ Und er drückte ihr einen kleinen teil seines Schulterfells in die Hand. Sie blickte verwundert auf das weiche Fell. „Wenn ihr beide in Gefahr seid, dann tropfe etwas von deinem Blut darauf, und ich werde wissen, wo ihr seid.“ Und die Dunkelheit der Schatten verschluckte den DaiYoukai.
    Während die Miko das Fell in ihrer Bluse verbarg und mit Kräutern aus dem Garten in die Hütte ging, schoss der nun sehr nachdenkliche Herr des Westens durch die Luft, in Richtung des väterlichen Anwesens.
    Er konnte über sich selbst nur den Kopf schütteln. Er verstand sich selbst nicht. Wieso brachten ihn diese Miko und die Kleine nur so regelmäßig aus der Bahn? Was war nur los mit ihm? In ihm war ein Chaos ausgebrochen. Nach außen beherrscht wie immer, musste er sich eingestehen, dass es ihn zur Weißglut trieb, wenn er sich vorstellte, dass diesen beiden schwachen und eigentlich nutzlosen Menschen etwas zustoßen könnte.

    ...
     
  5. Leprachaunees

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    …
    Schließlich war er an seinem Ziel angekommen. Die Wachen und Bediensteten senkten ehrfürchtig den Blick und verneigten sich vor ihm, während er schnell durch die Gänge zu seinem Arbeitszimmer ging.
    Der Verwalter, ein alter, zuverlässiger Dämon, der schon seinem Vater ein getreuer Gefolgsmann war, schaute fragend von einem Stapel Papiere auf. Als er sah, wer da vor ihm stand, erhob er sich ächzend und verneigte sich, so es eben ging, vor seinem jungen Herrn.
    „Herr, ich habe nicht mit euch gerechnet, verzeiht bitte. Ich werde schleunigst eure Gemächer herrichten lassen. Wollt ihr meine Arbeit in der Zwischenzeit begutachten?“ Der Alte blieb ruhig. Er war einer der wenigen, die den Herrn nicht fürchteten. Er wusste, dass der DaiYoukai ihm vertraute. Warum sonst war er der Verwalter geworden?
    Sesshoumaru nickte nur und der Verwalter entfernte sich, so schnell er eben mit seinen alten Kriegsverletzungen konnte und humpelte durch die Tür. Während sich diese schloss, überflog Sesshoumaru die Papiere. Sein Verwalter war ein kluger, erfahrener Hundedämon.
    Loyal war er, und gerecht. Er schützte die Grenzen, sorgte sich für alle Belange, die die Führung eines großen Landes mit sich brachten.
    Der junge Herr stellte fest, dass alles in guten Händen war und ließ sich auf dem Stuhl vor dem Tisch kurz nieder. Mit unbewegter Miene studierte er die Papiere auf dem Schreibtisch genauer. Ja, der Verwalter machte gute Arbeit.
    In der Zwischenzeit war nun auch Jaken in dem Schloss eingetroffen. Er begab sich auf den weg zu dem Arbeitszimmer, nachdem ihm einer der Bediensteten mitteilte, dass der Herr sich dort aufhielt. Noch immer machte Jaken sich Gedanken. Souunga. Ausgerechnet! Das verfluchte Schwert hätte niemals geschmiedet werden dürfen! Es hätte auch nie einen so mächtigen Willen entwickeln dürfen. Wenn auch nur die Hälfte der Geschichten um dieses Schwert stimmten, war es besser, es dort zu belassen, wo auch immer das war. Nach etwas so grauenvollem sollte man nicht suchen. Man sollte froh sein, wenn es niemals wieder auftauchen würde!
    Sesshoumaru spürte, dass es Jaken war, der vor der Tür stand.
    „Jaken“, seine stimme, kalt und ohne Regung, ließ den kleinen Krötendämon zusammenzucken. Der Herr hob noch nicht einmal den Blick, als sein Diener leise eintrat.
    „Lass mir alle Dokumente über Souunga bringen. Ich werde dich rufen, wenn ich dich wieder brauche.“
    Der Krötendämon verneigte sich und schloss die Tür wieder.
    Kurze Zeit später stapelten sich auf dem Tisch Bücher und Pergamentrollen. Sesshoumaru zog eine Augenbraue hoch. Das sich so viele Schriften finden würden über Souunga, hatte er nicht gedacht. Jede einzelne würde er prüfen müssen. Und das würde länger dauern, als er geplant hatte.
    Und während er sich dem ganzen Informationsmaterial widmete, stahl sich ein einzelner Sonnenstrahl durch das Fenster auf die Bücher. Sesshoumaru nahm das beschienene Buch in die Hand und trat an das Fenster, öffnete es und sog die Luft ein. Und stutzte. Da war ein Geruch in der Luft… Ein bekannter Geruch. Nicht nur der Geruch, der von der sonnengewärmten Erde, Gras und Wildblumen, von der Würze des entfernten Waldes und Honig, sondern von seinem Halbbruder!? Was wollte der Narr hier, in diesem Land? In der Nähe von Sesshoumarus Stammsitz? War der Hanyou verrückt geworden? Ärgerlich prüfte der DaiYoukai noch einmal die Luft und stellte fest, dass die Witterung stärker wurde. Mit einem Knurren ging Sesshoumaru zur Tür, rief einen seiner Diener heran und stellte so sicher, dass niemand das Arbeitszimmer zu betreten hatte. Dann erst ging er, er musste wissen, wieso sein Halbbruder so dumm war und hierher gekommen war. Ob er wirklich derartige Todessehnsüchte hatte?
    In der kühler werdenden Abendluft nahm Sesshoumaru nun noch mehr Gerüche wahr. Rauch, Blut, den Hanyou. Der Witterung folgend, erreichte der Herr dieser Lande den Waldrand. Und er wurde zornig. Zornig auf seinen Bruder und dessen Dreistigkeit. Er hatte ihn gewarnt, ihm nicht in die Quere zu kommen und nun musste er seine Zeit mit dem Jüngeren vertrödeln.
     
  6. Leprachaunees

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    Rasch folgte der DaiYoukai dem stärker werdenden Geruch. Er merkte, dass dieser ihn in die Richtung des Dorfes führte, in dem nun Rin lebte. Was war nur los? Hatte dieser unterbelichtete Halbdämon etwa das Dorf angegriffen? Wenn er das gewagt haben sollte, so war das sein Todesurteil! Der Fürst lief nun in unglaublicher Geschwindigkeit. Schon konnte er eine Rauchsäule ausmachen, die sich über die Baumkronen erhob. Noch einmal beschleunigte Sesshoumaru bis er den Dorfrand erreicht hatte.
    Unwillkürlich stockte ihm der Atem. Der Boden war mit Blut getränkt, überall lagen die nun leblosen Dorfbewohner und dort, wo einmal die Hütte der Miko gestanden hatte, konnte er nur mehr Trümmer ausmachen. Was war geschehen? Wo war das kleine Menschenmädchen? Wo war Rin? Seine goldenen Augen verengten sich, er rannte zu der Hütte. Und dann hörte er seinen Bruder.
    „Naraku, du Schwein! Hör auf, dich hinter der Kleinen zu verstecken und kämpfe!“
    Sesshoumaru konnte den Zorn seines Bruders spüren, aber auch Verachtung.
    Naraku war hier? Was wollte dieser Abschaum, dieser dreckige Hanyou hier?

    „InuYasha, sag, warum sollte ich meinen Trumpf gehen lassen? Wegen ihr bin ich doch erst gekommen! Und nun störe mich nicht mehr!“ Diese Stimme triefte vor Arroganz. Sesshoumaru hatte nun den Kampfplatz erreicht.
    Sein Halbbruder stand da, Tessaiga in der Hand, hinter ihm seine Gefährten, die sich schützend vor die Miko gestellt hatten. Diese lag verwundet am Boden. Blut floss aus einer großen Wunde an ihrem Rücken, sie war offensichtlich bewusstlos. Dann bemerkte er Naraku. Der hielt die kleine Rin im Arm, die weinte und zwappelte, sie versuchte von ihrem Peiniger fort zu kommen. Doch dieser berührte mit der Hand nur ihre Schläfe und das Kind in seinen Armen erschlaffte. Schloss die Augen und rührte sich nicht mehr.
    „Lass sie los!“ brüllte InuYasha. Das Menschenmädchen, das ihn begleitete, zielte mit ihrem Pfeil auf den arroganten Halbdämon Naraku, schoss jedoch nicht. Er hielt Rin wie einen Schild vor sich. In weniger als einer Sekunde war Sesshoumaru hinter ihm und holte mit seinem Katana aus und hieb ihm den drohend erhobenen Arm ab.
    „Ah, der Herr des Westens beehrt uns mit seiner Anwesenheit“, die Stimme Narakus troff vor Ironie, noch immer hielt er Rin fest.
    „Lass das Kind runter, Naraku.“ Sesshoumarus Stimme war um einiges kälter als gewöhnlich, schneidend und eisig wie ein Schneesturm.
    „Auf dich wollte ich treffen, es hat also geklappt.“ Naraku schien noch nicht einmal Schmerzen zu verspüren, obwohl ihm nun der rechte arm fehlte. Achtlos lies er Rin fallen. Sesshoumarus Augen verengten sich. Ohne ein weiteres Wort holte er mit seinem Katana aus und hieb auf den Hanyou ein. Aus den Augenwinkeln sah er, wie InuYasha schnell Rin aus der Gefahrenzone brachte und seinen Gefährten gab. Das Menschenmädchen mit dem Bogen zielte und ihr Pfeil traf Naraku in den Rücken, während nun auch InuYasha zum Schlag ausholte. Gemeinsam kämpften nun Sesshoumaru und sein Halbbruder gegen den Hanyou Naraku. Dieser wich immer wieder geschmeidig aus, parierte ihre Schläge mit dem eigenen Katana und sonderte Giftwolken aus seinem Atem auf die beiden Brüder.
     
  7. Leprachaunees

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    Er lachte verächtlich und sein eigener Gegenangriff traf InuYasha, der kurz zu Boden ging.
    Sesshoumaru duckte sich unter dem nächsten Schlag durch, sprang vor seinen Bruder und bedrängte den Angreifer nun seinerseits mit heftigen Attacken. Noch ein Pfeil traf Naraku, diesmal in den linken Arm.
    „Sesshoumaru“, rief er, „ich brauche deinen Körper, ich brauche deine Kraft!“ und mit einem Lachen lösten sich Tentakeln aus Narakus Rücken und versuchten, Sesshoumaru zu fassen.
    Doch nun hieb InuYasha auf eben diese ein.
    Verbissen kämpften die Kontrahenten, die Brüder landeten viele Treffer, mussten ebenso welche einstecken. Doch langsam wurde Naraku schwächer, seine Bewegungen weniger fließend. Der DaiYoukai knurrte. Und dann verwandelte er sich. Seine Wut war grenzenlos, sein Hass abgrundtief auf diesen dreisten Angreifer. Und während seine Augen rot wurden, wuchs sein Körper, veränderte sich in den eines riesigen weißen Hundes. Mit seinen großen Fängen verbiss er sich in Narakus linker Schulter, schüttelte diesen, als sei er ein alter Lappen.
    Doch dieser schien wahnsinnig zu sein.
    „Endlich zeigst du dich in deiner wahren Gestalt!“ Mit diesen Worten bohrte Naraku plötzlich seine verbliebenen Tentakel in Sesshoumarus Körper. Der hingegen ließ nicht locker, verstärkte nur den Druck seiner Kiefer. Zermalmte das Fleisch und die Knochen, Blut lief an seinen Leftzen in das weiße Fell und tropfte zu Boden.
    „Sesshoumaru!“ Die stimme von InuYasha klang klar über die Geräusche des Kampfes hinweg. Und der Herr des Westens ließ tatsächlich los und funkelte seinen Gegner aus roten Augen an.
    „Kaze No Kizu!“ brüllte InuYasha, holte mit Tessaiga aus und Blitze zuckten auf Naraku zu, ein überirdischer Wind unterstütze die Attacke. Er wurde frontal getroffen. Überrascht riss er die Augen aus und sackte schließlich zusammen. Sesshoumaru schnaubte verächtlich, fiel aber ebenso zu Boden. Der Blutverlust der vielen Wunden machte sich bemerkbar. Und während ihn die Dunkelheit umhüllte, hörte er jemanden seinen Namen rufen. Dann glitt er in die Schwärze der Bewusstlosigkeit.
     
  8. Leprachaunees

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    …

    „Wird Sesshoumaru wieder…?“
    Dumpf drangen Stimmen an das Ohr des DaiYoukai, der zudem noch das Rauschen seines Blutes hörte. Er konnte die stimmen nicht wirklich bestimmten Personen zuordnen. Und das machte ihn leicht ärgerlich. Auch die bleierne Schwere seiner Glieder trug nicht zu einer Verbesserung seines Gemützustandes bei.
    Er hasste es schwach zu sein. Er wollte die Augen öffnen. Warum klappte das nicht? Wieso war ihm so schwindelig?
    „Ich weiß es nicht. Er hat viel Blut verloren und einige wirklich tiefe Wunden.“ Eine weiter Stimme, männlich allem Anschein nach, fand ihren Weg in seinen Gehörgang.
    „Aber das Mädchen ist nicht wirklich verletzt, sie schläft jetzt. Die Miko atmet auch wieder gleichmäßiger.“
    „Gut“, dachte Sesshoumaru. Aber was war mit diesem elendigen Idioten Naraku?
    „Aber was ist mit meinem Bruder? Kann ich etwas tun?“ InuYashas Stimme, besorgt und aufgeregt…. Wegen ihm?
    „Nein“, eine weibliche, sanfte Stimme, wie flüssiger Honig. „Wir können nur abwarten, wie die nächsten Stunden vergehen. Er muss es jetzt selbst schaffen.“
    „Ich werde es schaffen, egal was!“ Sesshoumaru dachte nach. Sollten diese törichten Wesen etwa an ihm und seiner Stärke und Selbstheilungskraft zweifeln? Und genau bei diesen Gedanken meldeten sich die Schmerzen mit voller Wucht wieder. Unwillkürlich keuchte er auf. Es brannte. Er bemühte sich, die Augen zu öffnen, aber sein Körper verweigerte ihm beharrlich den Dienst.
    „Sesshoumaru hat viel von Narakus Gift abbekommen. Wir können nur warten, dass es sich jetzt mit dem Gegenmittel langsam abbaut….“ Wieder die Stimme wie Honig.
    Und er bemerkte, wie die Dunkelheit abermals nach ihm griff und fort trug.
     
  9. Leprachaunees

    Leprachaunees Aktives Mitglied

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    Sodele,
    anbei, wer die Geschichte weiter verfolgen möchte (kann ja sein ;-))
    der kann das unter FanFiktion.de gerne tun. Da könnt ihr unter Leprechaun1 schauen und müsstet dann auch die Geschichte wieder finden....

    LG
     

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