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eine schwere lebensaufgabe

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von noumenon, 18. Oktober 2010.

  1. noumenon

    noumenon Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2007
    Beiträge:
    103
    Ort:
    wien
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    ich hab hier über ein thema geschrieben und festgestellt durch das niederschreiben schon allein eine menge balast verloren zu haben, daher will ich gleich mal alles erzählen, den mut dazu hab ich durch euch gefunden ;)

    ja durch dieses erlebnis ist mir bewusst geworden, dass ich offensichtlich noch immer einiges mit meiner mutter aufzuarbeiten habe. derzeit bin ich mit vertrauen und abhängigkeit (eigene geschichte) konfrontiert worden. was mich zu der frage drängt, welche bereiche noch unaufgearbeitet sind, oder anders wo sind noch blinde flecken? eine weitere frage lautet, was ist eigentlich die aufgabe einer mutter? damit will ich herausfinden ob ich grundsätzlich viel zu sensibel auf dieses thema reagiere.
    vielleicht sollte ich mal einen umriss zeichen um aufzuzeichen warum mich dieses thema überhaupt belastet.

    also meine mutter hat mich mit 17 jahren bekommen. selber hat sie 11 geschwister wurde von ihrer mutter wie alle kinder verstoßen und wurde auf unterschiedlichen pflegeplätzen groß, wie alle ihre geschwister. doch im laufe der zeit hat sie wieder den kontakt zu ihrer mutter gefunden. mein vater ist ähnlich aufgewachsen. doch der wahr nach der zeugung nicht mehr da.

    ich hatte das glück bei meiner oma leben zu dürfen (muss dazu sagen meine oma, ihre mutter wurde herzlich, als ich zur welt kam), hab also bis zu meinem 5ten lebensjahr glücklich bei meiner oma gelebt. ich hab meine oma geliebt und sie mich. als die schule begann hatte meine mutter mich geholt.

    ich kam also nach wien plötzlich hatte ich geschwister eine mutter und einen vater. ich wusste nicht was das bedeutet. einmal kam dann die oma zu besuch und ich wollte, dass sie mich wieder mitnimmt, doch das konnte sie nicht. bin dann also in dieser familie groß geworden, ach ja der stiefvater war eigentlich der bruder meines vaters. daher mein onkel (kein inzest *ggg*)

    habe ihm nie als vater anerkannt. bis zu meinem 14. lebensjahr haben wir kinder 14 schulen besucht. weil wir immer umgezogen sind (durch die mutter motiviert, heute weiß ich sie ist immer geflohen) in dieser zeit hatte sie öfter diesen stiefvater/onkel verlassen und ist nach graz gezogen. meine kleineren geschwister (bruder und schwester) und ich wurden immer mitgenommen. dabei lernten wir viele ihrer männer kennen, sie hatte keine scheu mit diesen männern neben uns zu schlafen, das war für mich so ein horror jedesmal, andererseits konnte ich mit ihr nicht darüber reden.

    da wir immer an fremden orten waren, angst hatte und ich ein verantwortungsgefühl hatte auf meine kleinen geschwister aufzupassen. immer wieder ist sie dann zurück. als ich dann 14 war. bin ich aufs jugendamt und sagte ich will weg von dieser frau. wurde mir nicht gestattet. als ich 15 war hatte sie einen neuen freund. der wollte uns kinder nicht (wir waren insgesamt 5) also hatte sie alle verstoßen bis auf die kleine schwester. mit 16 bin ich dann ausgezogen und seit diesem zeitpunkt war ich auf mich gestellt.

    einer meiner brüder zog bei mir ein. verfiel den drogen und brachte sich dann um. (dafür verurteil ich sie heute noch und auch den stiefvater) ein anderer bruder der auch den drogen verfiel sitzt heute 14 jahre wegen schweren raub (wiederholungstäter), die kleine schwester wurde lesbisch und hat dem frau sein abgeschworen, ein anderer bruder hatt es zum glück geschafft. er hat heute familie und einen job bei dem er sich einbringen kann. ich lebe zur zeit ein geregeltes leben hab eigentlich auch alles geschafft, doch eines nicht ich kann keine beziehung zu einer frau eingehen, und da ich nicht schwul bin lebe ich alleine :), doch auf dauer kann das nicht gut gehen bin heute 32 und erst jetzt wird mir diese geschichte voll bewusst, muss dazu noch sagen die beerdigung meines bruder hab ich so sehr verdrängt, sodass ich mich noch immer nicht daran erinnern kann dort gewesen zu sein, obwohl ich es war. also ich hoffe dadurch dass ich mir gegenüber so erlich war das mal niederzuschreiben, und mit anderen zu teilen (halt anonym) komme ich mit den wurzeln meiner lebensaufgabe in kontakt.

    daher meine frage nochmal, was ist eigentlich die aufgabe einer mutter und kann man die eigenen erfahrungen wie vertrauen, sexualität und abhängigkeit neu rahmen? na da bin ich mal gespannt was da kommt :)
     
  2. Eisfee62

    Eisfee62 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Juli 2008
    Beiträge:
    14.667
    ..Also,den ersten,sehr wichtigen Schritt hast du nun getan,du hast es dir sozusagen von der Seele geschrieben.Es sollten und werden noch sehr viele Schritte folgen.Was ist die Aufgabe eine Mutter,eine sehr Interessante Frage...Die Aufgabe sehe ich so,zu geben,Liebe,Geborgenheit,vertrauen,Fürsorge...einfach da sein,auch ich vermisste dieses sehr.
    Bei dir fehlt es vor allem an vertrauen,in wahrscheinlich alle weibliche wessen,das kann ich dir nachvollziehen,verstehen,auch das brauch Zeit,die Beerdigung deines Bruders,wäre schön,wenn du zulassen könntest,das die Erinnerung kommt,das du diese Tür öffnest..
    Somit wären die Schritte aufgezählt,viel Kraft und Zeit wirst du brauchen,es ist aber zu schaffen,den du bist Hungrig nach Liebe,öffne dich ruhig noch mehr,mit schreiben geht es sehr gut auch malen könnte dir helfen.Schreie es dir alles raus,lasse es raus und dann,dann kannst du das neues suchen,es bleibt dir nicht verborgen,es wartet auf dich,alles das,was du dir so sehnlichst wünscht.:umarmen:
     
  3. Mondin

    Mondin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    24. Juni 2010
    Beiträge:
    3.590
    Lieber Noumenon, habe gelesen, was dich bewegt...und möcht dich einfach mal kurz umarmen. Alles Liebe, Mondin
     
  4. orion7

    orion7 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Juli 2007
    Beiträge:
    2.110
    Ort:
    Land Brandenburg
    Lieber Noumenon,

    Deine Zeilen berühren die Seele...und doch möchte ich Dir jetzt nur kurz antworten.

    Die Aufgabe einer Mutter sollte, laut Gesellschaft...hm...aber die Gesellschaft ist in keiner Familie anwesend, sie wird immer dann gerufen, wenn es nicht mehr weiter geht...ok...also was ist die Aufgabe einer Mutter, die selbst noch ein Kind ist?...Mutter sein?, Kind sein?, die Verantwortung übernehmen für das was sie noch nicht kennt?...wie sah ihr Weg bis dahin aus, wo sollte ihr Weg sie noch hinführen?...

    Wenn ich alles richtig verstanden hab, hat jeder seinen spirituellen Weg zu gehen, ob er das nun unter dem Namen "Spiritualität" macht oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle.
    Doch auch Deine Mutter, auch Dein Vater hatten eine bestimmte Aufgabe Dir gegenüber zu erfüllen, damit Du heute hier nach Deiner Wahrheit suchen und sie auch finden kannst.
    Ja, was da im Einzelnen alles so gelaufen ist...für ein Kinderherz viel zu viel...und doch prägte es Dich, und doch brachte es Dich hier her...es hat alles immer einen Sinn, auch wenn wir den absolut durch so viel Schmerz und Leid nicht sehen, nicht begreifen können...ich werde Dir mehr dazu schreiben...

    Wenn Du zu Dir selbst gefunden hast, Du gelernt hast, Dich zu akzpetieren, so wie Du bist, wie Du auch gemeint bist, wirst Du all das neu rahmen können, was Du oben benannt hast. Du wirst auch verzeihen und annehmen lernen können. Es gibt da nur eine ganz wichtige Voraussetzung! Möchtest Du das alles wirklich?...es bedeutet viel Schmerz, viel kommt aus der Tiefe hoch, was noch mal alles Leid vor Augen hält...bist Du jetzt bereit, diesen Weg wirklich zu gehen?...denn Wunderpillen gibt es nicht...nur sehr viel Arbeit an sich selbst...verzeihen, sich und den anderen, annehmen, zulassen, akzeptieren können...

    auch ich nehme Dich einfach mal in meine Arme und sage Dir, Du bist nicht allein, ich erkenne Parallelen zu meinem Leben in Deiner Geschichte...

    Alles und Liebe Dir, Orion7
     
  5. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
    Beiträge:
    5.652
    Ort:
    dort, wo es schön ist
    Hallo,

    Fragst du so, hast du den Blick weiterhin auf sie gerichtet. Damit stehst du dir im Weg. Es hilft dir mehr den Blick auf dich zu richten und anzuschauen, wie du deine Mutter erlebt hast und ob du heute diese Beziehung erneuern kannst und wie.

    Es gibt diverse Methoden wieder Vertrauen zu lernen. Was jetzt für dich konkret in Frage kommt weiß ich nicht.

    Beispiele:
    EFT
    psychologische Kinesiologie nach Dr. Keding oder Dr. Klinghardt
    schamanische Seelenrückholung oder Seelenreisen

    unter Umständen auch Familienaufstellungen. Hier habe ich jedoch Bedenken.

    lg Pluto
     
  6. noumenon

    noumenon Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2007
    Beiträge:
    103
    Ort:
    wien
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    vielen lieben dank für eure netten worte, damit hab ich nicht gerechnet, tut sehr gut zu sehen mich nicht verstecken zu müssen :)

    in einem anderen forum hatte ich das gefühl, einige fühlen sich sogar bedroht das zu lesen, und habe mir vorgeschlagen diesen beitrag anderswo zu besprechen das gehört nicht hier her.

    daduch möchte ich ausdrücklich sagen, BITTE ich möchte nicht das sich hier jemand verantwortlich fühlt, es soll einzig und allein dazu dienen mich mit meiner geschichte auseinander zu setzten um endlich frei zu sein, daher halte ich einen solchen austausch für sehr wichtig. ich will nicht dass ihr euch traurig fühlt oder verletzt sondern einen offenen dialog führen, ...ich habe bereits einen gesunden abstand zu meiner geschichte eingenommen, denn nur so konnte ich so klar die einzelheiten darstellen.
     
  7. Apfelbaum12

    Apfelbaum12 Guest

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    Hey, noumenon,

    ich finde es gut, dass du dir das von der Seele schreibst/geschrieben hast. Das tut manchmal auch echt gut, entlastet.

    Ich glaube, meinem Gefühl nach, lässt sich das nicht so pauschal sagen. Bei mir persönlich ist es aber auch so, dass ich denke, es steht bereits vorher fest, was wir hier in diesem Leben erleben, welche Erfahrungen wir machen, der Ablauf - von daher hat jede Mutter da vermutlich ihre eigene Aufgabe? Die Seele deiner Mutter ist also sozusagen mit involviert und ihr macht die Erfahrungen, die ihr hier machen wollt, ihr lernt das, was für euch wichtig ist.

    Ansonsten könnte man natürlich auch sagen, es ist die Aufgabe einer Mutter, ihr Kind aus tiefstem Herzen zu lieben und es ihm auch zu zeigen, für das Kind zu sorgen usw. Aber wenn das bei uns allen so gewesen wäre... - und unser späteres Leben auch so glatt laufen würde. Ich weiß nicht. Ich bin inzwischen manchmal auch regelrecht dankbar, dass ich all diese Erfahrungen machen durfte, in meinem bisherigen Leben. Bei mir lief auch nicht immer alles so glatt. Manchmal hab ich aber auch noch mit einigem zu tun...

    Kommt immer drauf an, aus welchem Blickwinkel etwas betrachtet wird.

    Was Vertrauen, Sexualität und auch Abhängigkeit angeht, denke ich, das entwickelt sich alles mit der Zeit. Alles zu seiner Zeit.
     
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