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Ein Artikel zur Diskussion

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von vollmondtraene, 12. August 2003.

  1. vollmondtraene

    vollmondtraene Mitglied

    Registriert seit:
    13. Juli 2003
    Beiträge:
    158
    Ort:
    Wiener Neustadt
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    http://www.gemeindedienst.de/weltanschauung/texte/esoundkinder.htm
     
  2. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    ob man einem solchen artikel nicht zu viel ehre antut, indem man ihn diskutiert? ich wär ja froh, wenn sich esoterik auch mal substanzieller kritik zu stellen hätte, das kann nur zur trennung von spreu und weizen beitragen. ansatzpunkte gäbe es durchaus, meine ich...

    aber so wie hier der autor ganz generell esoterik als vorhölle des satanismus zeichnet, ist einfach billig-polemik aus der untersten schublade. reizend auch die "erkenntnis", dass eigentlich ja nicht mehr die kinder, sondern schon ihre eltern von der esoterik angekränkelt sind und ihren kids bei einer erkältung - gipfel der verantwortungslosigkeit - bachblüten statt pharmazeutischer segnungen verabreichen.

    es ist einfach ganz deutlich der politische hintergrund herauszulesen: esoteriker (wenn wir das mal so allgemein stehen lassen wollen) sind viel weniger greifbar für hierarchische, macht erhaltende strukturen. hier geht es nicht um die sorge ums seelenheil, hier geht es darum, dass immer weniger kids (und eigentlich ihre eltern) für's staatstragende ganze (auch kirchenstaat...) zu begeistern sind. es geht um macht und kohle.

    ginge es um die seelen, dann wären die fragen ja wohl ganz andere: wie kommt es, dass die esoterik den großen zulauf hat (hat sie den eigentlich wirklich bei den kids? ich bezweifele es...)? wo sind denn da die defizite der alten heilsmonopole?

    schütten wir wegen eines verbal über alle stränge ejakulierenden autors nicht gleich das kind mit dem bade aus - es gibt auch genug offenes "dort" und genug verbohrtes "hier". was brächte es, feindschaft mit frontlinien zu vergelten?

    terence mcKenna zeichnet in "Denken am Rande des Undenkbaren" (Rupert Sheldrake, Paul Abraham, Terence McKenna) ein spannendes bild: er meint, dass in absehbarer zeit die aktuellen strukturen von macht, ideologie, wissenschaft als untauglich zusammenbrechen und dass die welt dann nicht unvorbereitet sei, sondern dass es überall gruppen gebe, sich chaotisch selbst organisierend, die längst tauglich und fähig sind, eine neue welt zu gestalten. DAS schiene mir ein ansatz zu sein, der spannender zu diskutieren ist als die pflichtübung eines militanten pharisäers.

    wie auch immer, es belebt die ganglien :)

    alles liebe, jake
     
  3. vollmondtraene

    vollmondtraene Mitglied

    Registriert seit:
    13. Juli 2003
    Beiträge:
    158
    Ort:
    Wiener Neustadt
    Stimmt, eigentlich sollte ich meine Energien für Anderes aufsparen. Ich hab mich gestern nur etwas geschreckt, als ich auf der Suche nach nem Tarotdeck für Kinder auf diesen Artikel stieß, der sich übrigens bei genauerem Durchlesen als strotzend vor Wiedersprüchen herausstellte. Bislang habe ich mir solchige nicht durchgelesen, doch gestern hatte ich einfach nichts besseres zu tun und betrat sozusagen Neuland - nämlich wirklich ne ganz andere Welt als die, in der ich lebe.

    Ich bin übrigens auch eines dieser Kinder - wenn auch dem Kindesalter schon entwachsen - dessen Eltern beziehungsweise deren Umfeld sich okkulten Dingen wie Tarot, Medidation, Yoga, ... widme(te)n. Und wie ich sie als Kind gehasst habe, diese Sommernächte wo sich alle trafen, nackt ums Lagerfeuer tanzten, wilde Orgien feierten und Satan Tieropfer darbrachten. Wie erleichtert war ich jedesmal, wenn mich meine Großeltern da rausrissen und zwangen, am Sonntag den Gottesdienst zu besuchen, wo ich über eine Stunde lang nichts sagen durfte, nur still sitzen durfte und in Langeweile vergehen.

    Ich finde es bedenklich, dass Menschen wie der Autor dieses Artikels, immer noch auf unsere Kinder losgelassen werden und schade, dass es in der christlichen Glaubensgemeinschaft immer noch jede Menge solch engstirnige Menschen gibt, die auf jene, die wirklich Glauben und auch in dieser Gemeinschaft tolle Sachen bewirken, einen so dunklen Schatten werfen, weil es genau jene sind, die sich in den Vordergrund drängen.

    Ich bin trotzig, das liegt in meiner Natur und ich mag es auch nicht ändern. Deshalb werde ich dafür sorgen, dass sowohl zu Hause als auch in der Kindergruppe meiner Kinder in Zukunft noch mehr Augenmerk auf Mandalamalen, kreative und medidative Tänze, Ruhetechniken, Phantasiereisen, Rituale und Geschichten aus verschiedenen Religionen, die Vermittlung des Glaubens anderer Kulturkreise, ... gelegt wird, in der Hoffnung dass meine Kinder und ihre Freunde mit "okkulten" Praktiken sosher vertraut sind, dass sie Teil ihres Lebens werdens und dadurch erst gar nicht in Versuchung kommen auf Sekten hereinzufallen, schon gar nicht welche, die Mitglieder aufnehmen, die sich noch nicht mal selbst dazu äußern können, ob sie überhaupt dabei sein wollen.
     
  4. Dawn

    Dawn Mitglied

    Registriert seit:
    5. April 2002
    Beiträge:
    387
    Ort:
    Niedersachsen
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    ....ja und da gabs am Sonntag immer so Messen, in denen der Priester in Samt und Brokat gekleidet, den Leib eines Verstorbenen verschenkte und dessen Blut anbot.
    Als Krönung dann noch ein volles Näschen vom allerfeinsten Räucheropfer.
    Kamen wir dann aus dem Ritualraum, kicherten wir ohne Unterlass, so high und erleichtert waren wir.

    Nur gut, dass ich dieser Sekte nicht angehörte, sondern nur meine armen Freunde begleitete, die diese Strapaze jeden Sonntag, wenn man eigentlich ausschlafen konnte, ertragen mussten.

    Doch wurde damals mein weiterer Weg vorgezeichnet: niemals etwas nachplappern, vormachen lassen, blind glauben, einschüchtern lassen.

    Es mussten einige Schlüsselerlebnisse passieren, dass mein Weltbild sich erweitern konnte.
    Okkultismus, Satanismus, schwarze Hexerei, Quija-Bretter, Pendeln, waren spannend, aufregend, furchteinflößend.
    Doch mein Bedürfnis nach Harmonie und Musik machten mir sehr schnell klar, dass das nichts für mich ist. Es war so destruktiv.
    Über Umwege marschierte ich dann durch die Welt des alten Wissens, der Nummerologie, Astrologie, Kabbalah, Antropologie, Geschichte, Religionen, Geister und Götter.

    Was bei dieser 40jährigen Reise noch so alles auf meinem Weg lag, wurde registriert, aufgenommen, evtl. gespeichert und abgeheftet, manches auch wieder vergessen.
    Das Endprodukt bezeichne ich nicht als Esoterik, sondern als Offenheit, Neugier, Wissensdurst.
    Und jeder, der mir ein fertiges Resultat unter die Nase hält, sei es das Dogma einer Kirche, Esoterik gemixt aus Halbwissen, Wahrheiten einer Sekte oder gläubige Metrologen, ist mir suspekt.

    Das verborgene Wissen dieser Welt ist nicht verborgen. Es steht in unzähligen Büchern, die aus tausenden von Jahren resultieren.
    Man muss sich nur auf den Weg machen, kritisch bleiben, hinterfragen und das Leben achten in allen Dingen.

    Dieser Text oben ist einer von vielen, der mir zeigt, dass das be - ver - urteilen, bewerten und verstehen von Weisheiten und Wissen nicht immer in den kompetenten Kanälen landet. Damit muss man zwar leben, aber man muss ES nicht leben. Ich habe ihn gelesen und abgehakt, er ist nicht relevant.

    Meine Kinder wuchsen mit einer Mutter auf, die Stapel von Büchern aller Colleur rumliegen hatte. Fragen wurden mit dem Wissen beantwortet, das vorhanden war oder nachgeschlagen wurde. Der Same war gelegt.
    Die Saat ist aufgegangen. Meine Kinder sind offen für Schul- und Nichtschulwissen. Diskussionen mit ihnen eröffnen mir manchmal völlig neue Denkmuster.
    Dogmatiker und Zeigefingerschwenker haben keine Chance. Und Gleichmacher schon garnicht.


    ;) Gruß Dawn
     
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