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Dissoziative Identitätsstörung

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Gen Fu, 31. Juli 2010.

  1. Gen Fu

    Gen Fu Mitglied

    Registriert seit:
    24. November 2007
    Beiträge:
    323
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    Es gibt eine Störung, die im DSMIV unter den Dissoziativen Störungen auf Achse- I klassifiziert ist und Dissoziative Identitätsstörung bezeichnet wird (früher: Multiple Persönlichkeitsstörung)
    Zwar habe ich keine Erfahrung mit solchen Patienten gehabt, finde das Thema jedoch faszinierend. Kurz: Es darum, dass die Person mindestens 2 verschiedene Identitäten hat (am häufigsten 5-10), welche sich hinsichtlich Fähigkeit, Persönlichkeitseigenschaften, Alter und sogar Geschlecht unterscheiden (unterscheiden können). Diese unterschiedliche Identitäten können sich an die Tätigkeiten der jeweils anderen wenig erinnern und vergessen sogar autobiographische Fakten (Kindheit usw.). Diese ist nicht mit einer einfachen Amnesie zu erklären.
    Es soll Fälle geben, wo eine Identität Diabetes hat, während die andere Identität völlig gesund ist. Dasselbe kann (oder soll) auch für Sinnesorgane gelten. Nun, ich kann mir das gut vorstellen, nur hatte ich nie Kontakt zu solchen Menschen. Was haltet ihr von diesem Phänomen ? Psychoanalytiker gehen von einer extremsten Form der Verdrängung aus. Wie würdet ihr es aus esoterischer Sicht sehen ? Könnt ihr euch vorstellen, dass es so etwas gibt, und wieso das zustande kommen könnte (jetzt mal nicht aus wissenschaftlicher Perspektive)
     
  2. Nightingale

    Nightingale Mitglied

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    957
    Ort:
    Berlin
    Ist halt eine mögliche Ausprägung einer Trauma-folgestörung.
    Nichtwissenschaftlich? Hättestes gerne lieber mit Ufos, Magie, Schamanistisch oder mit Engeln?
     
  3. Gen Fu

    Gen Fu Mitglied

    Registriert seit:
    24. November 2007
    Beiträge:
    323
    Über die wissenschaftlichen Erklärungen kann man in Fachbüchern nachlesen. Da dies ein Esoterikforum (angeblich) ist, wollte ich es auch in dieser Richtung haben. Aber das spielt jetzt keine Rolle.
    Wenn diese Krankheit unter Posttraumatische Belastungsstörungen fallen würde, warum hat das DSM dann ein eigenes Kapitel dafür vorgesen? Es kann natürlich mit einer PTBS im Zusammenhang stehen, oder als Komorbidität.
    Faszinierend daran finde ich eher, wie groß der Einfluss der Psyche auf das Soma zu sein scheint. Wie kann eine Person, die physiologisch blind ist, dann trotzdem mit der anderen Identität wieder sehen ? Dieses switchen geht anscheinend nur unbewusst. Mein Gedanke ist: wenn es möglich ist, dass derartige physiologische Veränderungen durch psychische Prozesse zustande kommen, dies theoretisch auch bewusst herbeizuführen möglich sein müsste. Man müsste sich mehr damit befassen, wie die Psyche durch mentale Trainings (z.B. Meditation) den Körper beeinflusst. Viele Ärzte glauben nicht daran, aber das zeigt nur ihre Begrenztheit
    .
     
  4. pluto

    pluto Aktives Mitglied

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    Hallo Gen Fu,

    das kann man auch als abgespaltene Persönlichkeitsanteile beschreiben. Mittels schamanischer Techniken, Psychologischer Kinesiologie oder spezieller Trauma-Behandlungen in einer Klinik lassen sich die Anteile wieder zurückgewinnen. Das ist jedoch nicht sehr einfach und dazu braucht es eines erfahrenen Therapeuten.

    lg pluto
     
  5. Kaamil

    Kaamil Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    ZürcherOberland
    aber würde das nicht auch bedeuten, dass Krankheit oftmals nur im Kopf ist?
    Ich meine wen eine Persönlichkeit Diabetes hatt und die andere nicht.... Es ist ja der selbe Körper, dieselben Organe....

    Nur im Kopf oder nur in der Seele? hatt eine Mehrpersönlichkeitenperson mehrere Seelen?

    fragende Grüsse
     
  6. Schooko

    Schooko Aktives Mitglied

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    phaszinierend findest du es so lange, du dich nur theoretisch damit befasst. Bewege dich auf diese Menschen zu - konfrontiere dich mit der Realsituation wenn es dich tatsächlich interessiert. Oder ist es Zeitvertreib; die Lust am Zombie.
    Was denkst du, was du hier herausfindest, wenn du in die Runde fragst. Du kennst doch die Qualität.


    Eigenartige 'Herangehens'weise :))
     
  7. Gen Fu

    Gen Fu Mitglied

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    323
    Ja, du hast Recht. Jetzt fasziniert es mich noch. Nachher bin ich vielleicht nur noch schockiert.. Die Praxis ist oft ganz anders als die Theorie. Es ist mir eben durch den Kopf gegangen, und das wollte ich hier manifestieren. Ich wollte keine "Begeisterung" für diese Störung bekunden, solche Patienten werden kaum einen normalen Tagesablauf haben (gerade weil die Identitäten sich untereinander in unangenehme Situationen bringen). Mich interessiert die Tatsache, dass unsere Psyche sogar medizinische Krankheitsfaktoren derart beeinflussen kann. Was meinst du eigentlich mit "Zombie" ? Ich bin mir nicht sicher, ob das auf die Identitätsstörung zutrifft. Kommt darauf an, wie du "Zombie" definierst (ich sehs als Affektverflachung, aber ist ein anderes Thema). Natürlich habe ich vor, mich auch ausserhalb des Forums mit dem Thema zu beschäftigen, aber das hier wollte ich halt mal kurz "zu Papier bringen"
     
  8. Schooko

    Schooko Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Ort:
    DonauCity
    verstehe


    'Zombie', 'Monster', 'Freak'show... alles Unterhaltungen die der Mensch gerne hat. Lieber ein Zombie im Außen, als ein unangenehmer Gedanke im eigenen Inneren.
     
  9. Gen Fu

    Gen Fu Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    323
    Ich verstehe nachwievor nicht, was du genau meinst. Mir ging es nicht um Zombies, das Thema tangiert mich momentan relativ peripher. Mir ging es um Identitätsstörung.


    @ Kaamil:
    Das ist in etwa meine Überlegung. Es gibt Menschen, die klagen über Rückenschmerzen z.B. oder über Kopfschmerzen, das sind Somatoforme Störungen (ohne medizinische Ursachen). Bei Depressiven kann Ähnliches der Fall sein (Probleme im Gastrointestinalbereich; Völlegefühl), ich möchte aber nicht wieder vom Thema abweichen. Die Frage nach den mehreren Seelen. Ich weiß inzwischen nicht mehr, was ich mit Begriff anfangen soll. Wenn Identität= Seele bedeutet (bedeuten würde), dann würde ich sagen "Ja". Früher wäre man auch davon ausgegangen, ein Körper mit mehreren Seelen. Es klingt plausibel (vor allem wegen dem Amnesie- Kriterium), aber ich weiß nicht wie ich das Wort Seele definieren soll.
     
  10. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    19.296
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    Hi GenFu!

    Das ist ein interessantes Thema. Ich glaube, dass dieses Phänomen nicht weniger real ist, als der Unterschied zwischen Dir und mir z.B.

    Ich gehe davon aus, dass es nur ein ungetrenntes Bewusstsein gibt, das wie ein Raum fungiert der u.a. die Erfahrung von Individualität und Trennung (Ich ...Nicht-Ich) zulässt. Objektiv gesehen existiert m.A.n. keine Trennung und keine Individualität, auch kein zeitlicher Ablauf. Alles eins und alles letztlich gleich und alles jetzt/immer. Aber in der Erfahrung durch Wahrnehmung existieren zeitliche Abläufe, inhaltlich voneinander abgetrennte Geschichten sozusagen...

    Beispiel: Wenn Du Dich fragst, was macht Dich zu GenFu und irgendeinen Asiaten den Du nicht kennst zu "Nicht-GenFu", dann ist die Antwort im Wahrnehmungsfokus zu finden. Das eine Bewusstsein beobachtet sozusagen Euch beide, aber da es selbst keine Eigenschaften hat, und das was es wahrnimmt keinen inhaltlichen Bezug zueinander hat, sind es zwei verschiedene Abläufe, zwei Individuen die sehr unterschiedliche Leben führen. Der GenFu-Fokus ist ja deshalb ein Individuum weil er immer wieder Bezug auf die eigene Geschichte nimmt... "Vor 10 Jahren, vor 3 Wochen, gestern, vor einer Minute".... und dasselbe was die Zukunft betrifft. In jedem Moment ist aber immer nur ein Einzelaspekt vorherrschend, ein Bild, ein Gedanke... aber die Inhalte dieser Gedanken und Bilder und sonstigen Wahrnehmungen bilden einen Kontext, einen sinnvollen Ablauf.

    Und psychologisch könnte dasselbe Prinzip, dass das eine Bewusstsein GenFu und Condemn und alle anderen als voneinander getrennte Individuen wahrnimmt, dazu führen dass das eine Bewusstsein verschiedene Individuen mit unterschiedlichen Geschichten in ein und demselben Körper wahrnimmt.

    Meiner Ansicht nach besteht eine Persönlichkeit aus Einzelaspekten verschiedener Intensität die miteinander interagieren, mehr oder weniger voneinander getrennt sind (inhaltlich mehr oder weniger Bezug aufeinander nehmen), und selbst sozusagen Individuen sind, die erst als Kollektiv und in einem scheinbaren zeitlichen Ablauf das Individuum, eine Persönlichkeit mit Lebensgeschichte, ergeben.

    Damit will ich sagen: Rein vom Prinzip her wäre dieses Phänomen dann nicht so verrückt wie man eigentlich denken würde. Bzw. nicht verrückter als diese Realität sowieso schon ist. :D

    Übrigens ist das was die Psychologen Verdrängung nennen philosophisch gesehen doch ebenfalls gar nichts anderes, als das z.B. "ich" verdrängt habe dass ich das eine Bewusstsein bin, alle und alles bin, oder auch gar nichts... falls die Summe wirklich Null ergibt. ;) Wenn objektiv keine Trennung existiert, aber definitiv die Erfahrung von Trennung gemacht wird, dann kann sie ja nur subjektiv-inhaltlich sein. Und dann gäbe es wiederum objektiv keinen Unterschied ob ich Erinnerungen aus meiner Geschichte verdrängt habe, oder die Erinnerung dass ich sowieso nicht nur meine Geschichte bin.

    Frickliges Thema. :D

    VG,
    C.
     
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