Oh ja, ich gehe weiter, der schwall Liebesenergie hat geholfen,

ich bin es mir wert, dieses Leben ist es mir wert.
Die Erinnerung an meine eigene Entscheidung kommt wieder, ich hatte es ja selbst
so geplant, ich wollte das nächste Stück als Weg ins Ungewisse zurücklegen,
nur mit dem Vertrauen in mich selbst ausgestattet, um mich auf diese Weise besser
kennen und lieben zu lernen.
Man hört es alle Nase lang, aber Loslassen ist es nicht, was ich wähle, denn Loslassen
ist eng mit der Illusion der Trennung verknüpft. Wir sind nicht getrennt,
niemand ist es je gewesen.
Was ich wähle, ist SEIN lassen. Ich nehme den Lebensausdruck des SEINS so an, wie
er ist, wie er auch sein mag. Jeder Ausdruck des Lebens eines Menschen hat es verdient,
in Freiheit und Achtung SEIN zu können.
Es kostet schon einiges an Selbstheilungsenergie, alle eigenen Erwartungen gehen
zu lassen, doch es macht mich auch selbst frei. Es lässt Begrenzungen von mir abfallen,
so kann mehr von meinem wirklichen Selbst nach außen dringen, denn da ist vor allem
Liebe. Was sonst?
So werde ich also auf meinen eigenen Gipfel hochgehen, die Sicht wird schon besser,
und vielleicht ist es garnicht mehr so weit nach oben.
Aber von dort aus beginnt erst der wirklich wichtige Weg, der Aufstieg zum gemeinsamen
Gipfel, auf dem sich viele treffen werden, die sich irgendwann weit unten im Tal vom
allzu gewohnten Leben verabschiedet haben und losgingen, weil es sie nach oben zog,
weil sie spürten, dass sie es einst so geplant hatten.
Ich freue mich schon auf dieses große Treffen dort oben, denn es wird etwas Besonderes
sein, es führt uns in eine Region, in der noch niemals ein Mensch gewesen ist und es
mag sein, dass dieser Gipfel erst in dem Moment beginnt zu existieren, in dem die
Ersten dort oben sein werden. Ich bin wirklich gespannt, wer schon dort sein wird,
wenn ich komme, und wer noch alles nachfolgen wird. Und über uns wird der Silbermond
leuchten und uns das Ende vom Kreis zeigen.
Liebe Grüße,
Diddi
