Zeit als Dimensionen – Mehr als nur eine Richtung?

Grooti

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Im physikalischen Sinn ist eine Dimension ein Freiheitsgrad, entlang dessen sich Zustände unterscheiden oder verändern können. Raum ist dreidimensional, weil jeder Punkt eindeutig durch drei unabhängige Richtungen beschrieben werden kann. Eine Dimension ist also nicht nur ein Rechenwerkzeug, sondern eine reale Struktur, entlang der physikalische Wirkungen stattfinden.

Zeit wird als Dimension betrachtet, weil sie eine zusätzliche Richtung liefert, entlang der Zustände geordnet werden. Anders als Raumkoordinaten beschreibt Zeit die Reihenfolge von Veränderungen. Sie erscheint in der Relativitätstheorie als Koordinate, die zusammen mit den drei Raumachsen das vollständige Ereignis definiert. Damit ist Zeit mehr als eine Rechenvariable: Sie strukturiert Dynamik, Kausalität und physikalische Gesetzmäßigkeit.

Gleichzeitig zeigen moderne Theorien, dass Zeit nicht zwingend fundamental ist. In höheren Modellen kann sie emergent sein – das heißt, die „Abfolge von Momenten“ entsteht aus den Beziehungen zwischen Zuständen, nicht aus einem intrinsischen Fluss.

Wenn man Zeit als Dimension betrachtet, die mehr als nur eine Richtung haben könnte, öffnen sich Fragen: Könnten Ereignisse in mehreren „Zeitachsen“ gleichzeitig existieren? Wie verändert sich Kausalität, wenn Zeit mehrdimensional ist? Und welche Konsequenzen hätte das für die Wahrnehmung und Ordnung der Wirklichkeit?
 
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Spannendes Thema. Ich glaube nicht, dass die Zeit selbst eine Dimension ist, sondern ein emergentes Phänomen, das eine Beziehung der Teilchen zueinander darstellt. Diese wird durch Kausalität definiert. Entropie wirkt statistisch und zeigt uns die Richtung, je größer die Entropie wird, desto wahrscheinlicher ist der Zustand. Und eine weitere fundamentale Größe für die Kausalität ist, das keine Information schneller als mit Lichtgeschwindigkeit übertragen werden kann. Ich meine, dass die Kausalität selbst auch nur ein emergentes Phänomen ist aber sie beruht auf fundamentalen Strukturen allen voran, denke ich, ist die maximale Geschwindigkeit für Informationen fundamental. was mich zum Problem der Quantenverschränkung führt.

Diese Quantenverschränkung scheint mit c als Geschwindigkeitsobergrenze zu brechen, da die Messung des einen Teilchens sofort auch das Partnerteilchen festlegt, die verschränkten Teilchen nichtlokal sind. Aber ich denke, hier ist auch die Begründung, weshalb sie dennoch c als maximale Geschwindigkeit zur Informationsübertragung nicht verletzt, weil die Teilchen über eine höhere Ordnung direkt miteinander verknüpft sind, sie teilen sich quasi auf einem weiteren, bisher unbekannten Freiheitsgrad einen Wert. Es werden keine Informationen übertragen, da sie verbunden sind.

Damit ist für mich klar, es muss weitere "Strukturdimensionen" geben, die sich für uns beobachtbar in der Quantenverschränkung ausdrücken, neben den klassischen drei Raumdimensionen. Die Zeitdimension als Struktur gibt es nicht.

Puh, das hat länger gedauert als gedacht, das hoffentlich verständlich auszuformulieren....



Um zu deinen Fragen zu kommen. Ich meine, dadurch das Zeit nicht fundamental ist, gibt es auch nicht mehrere parallele Zeitachsen. Zumindest einen Ausschnitt des Raumes sehen wir, wieviel Ordnung darüber oder darunter steckt, ist offen aber dennoch, ein Stück weit sehen wir, was ist. Ich glaube nicht, dass es noch unentdeckte Dimensionen gibt, die vergleichbar mit unserem wahrnehmbaren Raum, weitere Räume aufspannen, aber bestimmt kann man sich die Dimensionalität auch irgendwie Fraktal vorstellen, woraus sich dann vielleicht Zustandsebenen eröffnen, die vergleichbar mit unserer sind, oder eben auch nicht. Sollte es so sein, wären es aber nur scheinbare parallele Zeitachsen, sie wären alle Teil ein und derselben Realität, nur auf unterschiedlichen Organisationsebenen.
 
Im physikalischen Sinn ist eine Dimension ein Freiheitsgrad, entlang dessen sich Zustände unterscheiden oder verändern können. Raum ist dreidimensional, weil jeder Punkt eindeutig durch drei unabhängige Richtungen beschrieben werden kann. Eine Dimension ist also nicht nur ein Rechenwerkzeug, sondern eine reale Struktur, entlang der physikalische Wirkungen stattfinden.

Zeit wird als Dimension betrachtet, weil sie eine zusätzliche Richtung liefert, entlang der Zustände geordnet werden. Anders als Raumkoordinaten beschreibt Zeit die Reihenfolge von Veränderungen. Sie erscheint in der Relativitätstheorie als Koordinate, die zusammen mit den drei Raumachsen das vollständige Ereignis definiert. Damit ist Zeit mehr als eine Rechenvariable: Sie strukturiert Dynamik, Kausalität und physikalische Gesetzmäßigkeit.

Gleichzeitig zeigen moderne Theorien, dass Zeit nicht zwingend fundamental ist. In höheren Modellen kann sie emergent sein – das heißt, die „Abfolge von Momenten“ entsteht aus den Beziehungen zwischen Zuständen, nicht aus einem intrinsischen Fluss.

Wenn man Zeit als Dimension betrachtet, die mehr als nur eine Richtung haben könnte, öffnen sich Fragen: Könnten Ereignisse in mehreren „Zeitachsen“ gleichzeitig existieren? Wie verändert sich Kausalität, wenn Zeit mehrdimensional ist? Und welche Konsequenzen hätte das für die Wahrnehmung und Ordnung der Wirklichkeit?
Weiteres hochspannendes Thema. 😊

Zeit (und auch Raum) kommt erst in die Existenz zwischen zwei Formen/Trägern von Bewusstsein, ohne dem ist alles "zeitlos". Und tatsächlich ist es eine sehr gute Frage, ob Zeit mehr als nur eine Richtung haben könnte, z.B. auch vertikal im Gegenzug zur Linearzeit? Eine Frage der Wahrnehmung, ganz bestimmt spielt das eine entscheidende Rolle.
 
Spannendes Thema. Ich glaube nicht, dass die Zeit selbst eine Dimension ist, sondern ein emergentes Phänomen, das eine Beziehung der Teilchen zueinander darstellt. Diese wird durch Kausalität definiert. Entropie wirkt statistisch und zeigt uns die Richtung, je größer die Entropie wird, desto wahrscheinlicher ist der Zustand. Und eine weitere fundamentale Größe für die Kausalität ist, das keine Information schneller als mit Lichtgeschwindigkeit übertragen werden kann. Ich meine, dass die Kausalität selbst auch nur ein emergentes Phänomen ist aber sie beruht auf fundamentalen Strukturen allen voran, denke ich, ist die maximale Geschwindigkeit für Informationen fundamental. was mich zum Problem der Quantenverschränkung führt.

Diese Quantenverschränkung scheint mit c als Geschwindigkeitsobergrenze zu brechen, da die Messung des einen Teilchens sofort auch das Partnerteilchen festlegt, die verschränkten Teilchen nichtlokal sind. Aber ich denke, hier ist auch die Begründung, weshalb sie dennoch c als maximale Geschwindigkeit zur Informationsübertragung nicht verletzt, weil die Teilchen über eine höhere Ordnung direkt miteinander verknüpft sind, sie teilen sich quasi auf einem weiteren, bisher unbekannten Freiheitsgrad einen Wert. Es werden keine Informationen übertragen, da sie verbunden sind.

Damit ist für mich klar, es muss weitere "Strukturdimensionen" geben, die sich für uns beobachtbar in der Quantenverschränkung ausdrücken, neben den klassischen drei Raumdimensionen. Die Zeitdimension als Struktur gibt es nicht.

Puh, das hat länger gedauert als gedacht, das hoffentlich verständlich auszuformulieren....



Um zu deinen Fragen zu kommen. Ich meine, dadurch das Zeit nicht fundamental ist, gibt es auch nicht mehrere parallele Zeitachsen. Zumindest einen Ausschnitt des Raumes sehen wir, wieviel Ordnung darüber oder darunter steckt, ist offen aber dennoch, ein Stück weit sehen wir, was ist. Ich glaube nicht, dass es noch unentdeckte Dimensionen gibt, die vergleichbar mit unserem wahrnehmbaren Raum, weitere Räume aufspannen, aber bestimmt kann man sich die Dimensionalität auch irgendwie Fraktal vorstellen, woraus sich dann vielleicht Zustandsebenen eröffnen, die vergleichbar mit unserer sind, oder eben auch nicht. Sollte es so sein, wären es aber nur scheinbare parallele Zeitachsen, sie wären alle Teil ein und derselben Realität, nur auf unterschiedlichen Organisationsebenen.
Ich sehe keinen Widerspruch zwischen der Annahme, dass Zeit emergent ist, und der Möglichkeit zusätzlicher Strukturdimensionen. Wenn Zeit aus Relationen zwischen Zuständen entsteht, dann ist sie selbst bereits eine abgeleitete Ordnungsgröße. Genau deshalb ist es physikalisch konsistent anzunehmen, dass es weitere Freiheitsgrade geben kann, die in unserer makroskopischen Projektion nicht als eigene Dimension erscheinen, sich aber in Phänomenen wie Quantenverschränkung ausdrücken.

Entscheidend ist dabei: Die Lichtgeschwindigkeit bleibt als Grenze für übertragbare Information bestehen. Verschränkung verletzt sie nicht, weil keine steuerbare Information übertragen wird, sondern weil die beteiligten Systeme auf einer tieferen strukturellen Ebene gemeinsam beschrieben werden müssen. Zusätzliche „Strukturdimensionen“ wären daher keine parallelen Zeitlinien, sondern zusätzliche Ordnungsachsen innerhalb derselben Wirklichkeit.
 
Weiteres hochspannendes Thema. 😊

Zeit (und auch Raum) kommt erst in die Existenz zwischen zwei Formen/Trägern von Bewusstsein, ohne dem ist alles "zeitlos". Und tatsächlich ist es eine sehr gute Frage, ob Zeit mehr als nur eine Richtung haben könnte, z.B. auch vertikal im Gegenzug zur Linearzeit? Eine Frage der Wahrnehmung, ganz bestimmt spielt das eine entscheidende Rolle.
Ich glaube auch, dass unsere Wahrnehmung eine entscheidende Rolle spielt – zumindest darin, wie Zeit erlebt wird. Das subjektive Empfinden von Linearität, Dauer oder „Fluss“ entsteht sicher im Zusammenspiel von Wahrnehmung und Relation.

Gleichzeitig würde ich einen kleinen Unterschied machen: Auch wenn Zeit vielleicht nicht fundamental ist, heißt das nicht zwingend, dass sie erst durch Bewusstsein entsteht. In vielen physikalischen Modellen entsteht Zeit aus Beziehungen zwischen Zuständen – also aus Struktur selbst. Bewusstsein wäre dann nicht der Erzeuger von Zeit, sondern ein Teil dieser Struktur, der sie auf eine bestimmte Weise erfährt.

Die Idee einer „vertikalen“ Zeit finde ich spannend. Wenn man das physikalisch übersetzen möchte, könnte man sagen: Vielleicht gibt es neben der uns vertrauten linearen Ordnung noch weitere Ordnungsachsen. Diese müssten nicht wie eine zweite Linie funktionieren, sondern könnten eher eine andere Ebene der Verknüpfung darstellen – eine Art zusätzliche Struktur, die wir nur indirekt wahrnehmen.
 
Ich glaube auch, dass unsere Wahrnehmung eine entscheidende Rolle spielt – zumindest darin, wie Zeit erlebt wird. Das subjektive Empfinden von Linearität, Dauer oder „Fluss“ entsteht sicher im Zusammenspiel von Wahrnehmung und Relation.
Ja, das ist eine Möglichkeit. Die Art und Tiefe der Wahrnehmung wiederum ist an das Potenzial der Gehirnkapazität gebunden. Ohne das jetzt weiter auszuführen, da die Thematik eher in einen Faden "Verknüpfung Neurowissenschaften und Meditationspraktiken bzw. Pranayama" gehörte. Aber soviel ist "bewiesen": thalamische, unbedingt überlebenssichernde, daher notwendige Filterfunktionen können durch bestimmte Praktiken aufgelockert werden, was zu einer erhöhten Durchlässigkeit und einer gesteigerten Wahrnehmung führen kann.
Gleichzeitig würde ich einen kleinen Unterschied machen: Auch wenn Zeit vielleicht nicht fundamental ist, heißt das nicht zwingend, dass sie erst durch Bewusstsein entsteht. In vielen physikalischen Modellen entsteht Zeit aus Beziehungen zwischen Zuständen – also aus Struktur selbst. Bewusstsein wäre dann nicht der Erzeuger von Zeit, sondern ein Teil dieser Struktur, der sie auf eine bestimmte Weise erfährt.
Nachvollziehbar aus physikalischer Sicht. Dazu müssten wir etwas weiter zurück gehen, hier kommt tatsächlich so etwas wie eine erste Bewusstseins-Omnipräsenz ins Spiel, die durch eine zweite Bewusstseinspräsenz (ohne Omni = Schöpfung) gespiegelt wird und zwischen diesen beiden Ebenen erst Zeit und Raum entsteht. Das ist mit theoretischer Physik absolut nicht in Einklang zu bringen, da ihr von ganz anderen Konstanten ausgeht, das ist mir bewusst. Ich selbst beschreibe aus phänomenologischer Sicht und nicht (@denUsermitdemnordischenNamen) als absolute und objektivierbare, damit beweisbare Feststellung.
Die Idee einer „vertikalen“ Zeit finde ich spannend. Wenn man das physikalisch übersetzen möchte, könnte man sagen: Vielleicht gibt es neben der uns vertrauten linearen Ordnung noch weitere Ordnungsachsen. Diese müssten nicht wie eine zweite Linie funktionieren, sondern könnten eher eine andere Ebene der Verknüpfung darstellen – eine Art zusätzliche Struktur, die wir nur indirekt wahrnehmen.
Guten Morgen! Genau so in etwa sehe ich das auch.

😊☕☕🙂
 
Zeit (und auch Raum) kommt erst in die Existenz zwischen zwei Formen/Trägern von Bewusstsein, ohne dem ist alles "zeitlos".

Zeit ist wahrscheinlich nicht fundamental aber die Übertragungsgeschwindigkeit von Informationen ist es. Erst durch diese Differenz, kann, ganz fundamental, überhaupt ein Unterschied wahrgenommen werden. Ein Du oder Ich. Nur so bildet sich erst ein Sichtfeld.

Was kann dem Bewusstsein entsprechen? Ich denke, das Bewusstsein ist dabei ebenfalls nur emergent, und ergibt sich zum einen durch die Differenzierung einer Informationseinheit von einer anderen und die Fähigkeit sich gegenseitig zu beeinflussen, ihre Beziehung zueinander.

Die Beziehung der kleinsten Informationseinheiten untereinander ist die Grundlage von allem. Distinkte Quanten mit einer definierten Zahl von Freiheitsgraden können größere Strukturen bilden. Verschränkte Freiheitsgrade bilden den Kit, der diese Strukturen stabilisiert. Sie bilden Ketten, Netze und Muster innerhalb des Quantenraums und sorgen dafür, das etwas überdauern kann und nicht im Chaos der Interaktionen vergeht.

Strukturen und Muster, also die Beziehungen zueinander bringen Naturkonstanten, Raum, Kausalität hervor, sie sind mehr als die Summe ihrer kleinsten Elemente und bilden eine Matrix für weitere Ordnungsebenen innerhalb dieser Struktur.
 

Zeit ist wahrscheinlich nicht fundamental aber die Übertragungsgeschwindigkeit von Informationen ist es. Erst durch diese Differenz, kann, ganz fundamental, überhaupt ein Unterschied wahrgenommen werden. Ein Du oder Ich. Nur so bildet sich erst ein Sichtfeld.

Was kann dem Bewusstsein entsprechen? Ich denke, das Bewusstsein ist dabei ebenfalls nur emergent, und ergibt sich zum einen durch die Differenzierung einer Informationseinheit von einer anderen und die Fähigkeit sich gegenseitig zu beeinflussen, ihre Beziehung zueinander.

Die Beziehung der kleinsten Informationseinheiten untereinander ist die Grundlage von allem. Distinkte Quanten mit einer definierten Zahl von Freiheitsgraden können größere Strukturen bilden. Verschränkte Freiheitsgrade bilden den Kit, der diese Strukturen stabilisiert. Sie bilden Ketten, Netze und Muster innerhalb des Quantenraums und sorgen dafür, das etwas überdauern kann und nicht im Chaos der Interaktionen vergeht.

Strukturen und Muster, also die Beziehungen zueinander bringen Naturkonstanten, Raum, Kausalität hervor, sie sind mehr als die Summe ihrer kleinsten Elemente und bilden eine Matrix für weitere Ordnungsebenen innerhalb dieser Struktur.
Wäre es sehr anstrengend für dich, wenn du den Kern deiner Aussage auf einen knackigen prägnanten Satz herunter brichst? ☝️🤔
 
Es vereint mehr oder weniger aktuelle Kenntnisse und Hypothesen der theoretischen Physik, die die Realität als emergentes System eines quantisierten Informationsraumes verstehen. Im Detail kenne ich mich da auch nicht gut aus, ich hab nur das, was ich verstanden habe konzeptualisiert, bin aber selbst noch in der Meinungsbildung.

Falls du genauer weiterlesen möchtest, hier einige grundlegende Modelle:
Hilbertsraum
Lieb-Robinson-bounds
Holographisches Universum
Tensor-Systeme

Falls ich die grundlegende Aussage aber auf einen kurzen und prägnanten Satz eindampfen sollte, wäre es wohl, das die Beziehungen der kleinsten Informationseinheiten untereinander den Kontext bilden und den Informationsraum stabilisieren, woraus dann höhere Phänomene emergieren können, oder so.
 
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