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"Zehn Gebote gegen Fanatismus" von Bertrand Russell

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Elli, 31. Juli 2006.

Status des Themas:
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  1. Einband

    Einband Neues Mitglied

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    Das halte ich für eine schwierige Position, weil es voraussetzt, daß mein Gegenüber immer bereit und willens ist, auf die besseren Argumente einzugehen bzw. es müßte auch irgendein Kriterium für die Wertigkeit der Argumente geben ( das so einfach sicherlich nicht herzustellen ist).

    Ich kann mir z.B. viele Situationen vorstellen, in denen der - sagen wir : rhetorisch begabte - Sohn seinem einfachen, aber gutmütigen Vater widerspricht und ihn argumentativ niedermacht bzw. " besiegt "; folgte man Russell konsequent, würde doch der Sohn daraufhin sich in der Familie durchsetzen können, was ich für falsch halte.
     
  2. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

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    Wieso soll denn immer nur einer Recht haben? Und wieso sollte ein Sohn, der selber denken gelernt hat, nicht seinen Kopf benutzen und sein Schicksal selbst in die Hand nehmen, wenn er alt genug zum denken ist, ist er auch alt genug, um Verantwortung zu übernehmen....

    Oder soll der Vater der Alleinherrscher in der Familie sein??? :confused:
     
  3. Einband

    Einband Neues Mitglied

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    Nein, aber in den meisten Familien gibt es eine gewisse Hierachie, die ihren Sinn hat, schließlich können nicht alle Entscheidungen, die oftmals auch für alle getroffen werden müssen, demokratisch abgestimmt oder ausdiskutiert sein; d.h. nicht daß einer immer Recht hat, d.h. aber daß einer oder auch zwei die letzte Richtungsinstanz besitzt bzw. besitzen.

    Da - und darauf wies ich ja hin - in aller Regel nicht völlig klar ist, welches Argument das stichhaltigere, bessere etc. pp ist, kommt es auf diese Richtungsinstanz nun mal desöfteren an. Diese Instanz beruht auf elterlicher Autorität, und die ist keineswegs illusionär oder sonstwas, sondern völlig real.
     
  4. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

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    Allerdings sind Söhne (oder auch Töchter), die gut im Diskutieren sind, in der Regel schon etwas älter - und ich denke, ab einem gewissen Alter sollten sie bei grundlegenden Entscheidungen auch mitreden können.
    Z.B. die Eltern eines 16-Jährigen Kindes möchten in eine andere Stadt ziehen. Der Sohn möchte aber seine Freunde nicht verlieren. Da könnte es auch die Möglichkeit geben, dass der Sohn (je nach Reife) in der Stadt bleibt, vielleicht zur Tante zieht oder sonst was, wenn er nicht mitgehen möchte. Bei einem 10-jährigen sieht es natürlich anders aus, weil er noch nicht so selbstständig ist (und auch nicht sein kann). Doch 10-Jährige können in der Regel noch nicht so gut diskutieren wie 16-Jährige. Und selbst dann kann man dem 10-JÄhrigen zuhören und seine Bedenken und Gefühle ernst nehmen. Mitkommen muss er natürlich, doch ernstgenommen möchte auch er werden. Vielleicht kann man ihm den Ortswechsel durch irgendetwas leichter machen, wenn man versteht, was in ihm passiert...
     
  5. Einband

    Einband Neues Mitglied

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    Westfalen
    Klar, ich sage auch nicht, man solle nicht diskutieren, auf vernünftige Einwände nicht eingehen oder derartiges - natürlich, das soll man, von einem produktiven Diskutieren profitieren im Optimalfall schließlich alle; bloß : in letzter Konsequenz ist immer der Vater, gegebenenfalls zusammen mit der Mutter, das Oberhaupt einer Familie, besitzt eine selbstverständliche Autorität, die genauso natürlich wie vernünftig ist. Ich kann an diesem Punkt den quasi anti-autoritären Ansatz des Herrn Russell schlichtweg nicht nachvollziehen.
     
  6. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

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    wo ich Wurzeln schlage
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    Sorry, aber manchmal besitzt auch die Mutter mehr Autorität als der Vater. Das hängt wohl vom Paar ab und nicht vom Geschlecht.
    Und bei Russell geht es darum, dass andere Meinungen auch ihre Gültigkeit haben (für die andere Person). Und wenn meine Wahrheit für mich genau richtig ist, dann ist das so - genauso wie für andere ihre Wahrheit genau richtig ist. Und solange ich die Verantwortung für meine Kinder habe, entscheide ich. Später, wenn sie in ihre eigene Verantwortung gewachsen sind, entscheiden sie selbst. Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich ihre Bedürfnisse und Gefühle nicht ernst nehmen würde (auch wenn ich dann - aus welchen Gründen auch immer - dagegen entscheide). Nuja, ich hab keine Kinder - kann mich aber auch nicht daran erinnern, dass meine Eltern etwas grundsätzliches gegen meinen Willen entschieden hätten (ausser vor meiner Geburt, da sind sie in eine beschissene Gegend gezogen, doch da konnten sie mich noch nicht fragen).
    Und ich kenne niemanden, der als Jugendlicher nicht mindestens einmal seinen Eltern etwas verschwiegen hat, was sie vielleicht gerne gewusst hätten... In dem Alter verlieren die Eltern nämlich ihre Macht.
     
  7. Elli

    Elli Sehr aktives Mitglied

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    im Wald
    Ja und du kennst ihn natürlich persönlich und bist völlig vorurteilsfrei. Dein Nick belegt das ja auch schon schön *lol*

    Vielleicht reagiert niemand darauf, weil es von Ahnungslosigkeit und den im Eingangspost erwähnten Fanatismus zeugt?

    Da nimmt jemand einen allgemeinen Text von Russell aus seinem Kontext heraus und verdreht ihn völlig.

    Die Zitate, die diese Zionisten-Person sich herausgepickt hat, gehören zu einem Text, der eine von Russell vermutete Zukunft beschreibt und nicht seine Meinung darstellt.

    Bertrand Arthur William Russell war Mathematiker und Philosoph. Er hat sozusagen die analytische Philsophie erfunden und hat - wo immer er war - Abrüstung und Frieden gefordert. Russel war und IST eine Leitfigur des Pazifismus. Als solcher muss er natürlich von Zionisten angegriffen werden.

    Auf auf! Nicht gleich jeden Ernst nehmen, der oberflächlich betrachtet intelligent erscheint, weil er klug genug ist, Zitate aus dem Zusammenhang zu reissen und mit Copy/Paste umgehen kann.

    Grüesslis
    Elli

    :)

    ps: Es ist bekannt, dass religiöse Fundamentalisten Russell noch nie ausstehen konnten. Immerhin hat er mit Einstein das Russel-Einstein-Manifest verfasst, was wiederum zur heute noch existierenden Pugwash-Konferenz führte, die 1995 (stellvertreten von Joze Rotblat) den Friedensnobelpreis erhielt.
     
  8. Tarja

    Tarja Aktives Mitglied

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    1.108
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    auf der Erde

    Genau beim 10. Gebot (lach, Gebote befolge ich eh nicht ...) stoße ich auf innere Ablehnung.
    Wer will schon wissen wer ein "Narr" ist und sich wie ein solcher verhält, wenn man doch selbst nie genau wissen kann, ob man in Wirklichkeit nicht auch "närrisch" ist.

    Narren sind keine "Idioten", und in ihrem Glück nicht auf "Irrwegen" ...

    Vielleicht bin ich eine Närrin ...

    LG

    Tarja
     
  9. Ampusia

    Ampusia Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juli 2006
    Beiträge:
    1.119
    Ort:
    Österreich
    Hallo!

    Halte dich an die Wahrheit auch dann, wenn sie nicht ins Konzept passt; denn es passt noch viel weniger ins Konzept, wenn du versuchst, sie zu verbergen.

    Schwachsinnigkeitswelle macht sich am meisten sinnlich breit.

    Da muss man aufpassen.

    Lg Ampusia
     
  10. francesca531

    francesca531 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Oktober 2008
    Beiträge:
    8
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    Ich finde, es stimmt schon, was manche hier bereits angedeutet haben … alleine der Titel ‚10 Gebote GEGEN Fanatismus‘ hat ein bisschen was Widersprüchliches an sich … ich glaube, das einzige Gebot, das gegen Fanatismus helfen würde, wäre, sich niemals an irgendwelche Gebote zu halten bzw. daran zu binden und immer selbstständig zu denken … und wer weiß, ob nicht selbst das widersprüchlich ist. Die ‚Gebote‘ an sich sind aber schon ziemlich zutreffend.
     
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