Was nichts anderes bedeutet als:Gut&Böse ist Vorstellung und Konzept.
Und damit wäre die Threadfrage auch beantwortet.
Vorstellungen und Konzept sind intellektuelle Leistungen. Der Intellekt aber kann niemals ein unabhängiger Entscheider über Gut oder Böse sein. Mit dem Intellekt ist der Willkür Tür und Tor geöffnet.
Nein, es gibt nur einen unabhängigen Entscheidungsträger im Menschen, und das ist das Gewissen. Ein jeder (Mensch) hat es, wenngleich er es oft durch die Mitwelt beeinträchtigen und unterdrücken lässt. Aufgabe jedes Menschen ist es, sein Gewissen nicht unterdrücken zu lassen, sondern im Gegenteil bei jeder Gelegenheit zu schärfen.
ELi
Das Problem dabei ist nur,dass das Gewissen als verstandene Begrifflichkeit selbst wieder menschlichen Vorstellungen und Konzepten unterliegt.
Denn das Gewissen wird nicht bei allen Menschen gleich sein! Das Gewissen des Menschen ist immer auch Ausdruck seiner individuellen Persönlichkeit.
Die Persönlichkeit des Menschen bestimmt sein Gewissen.Und überhaupt ist Gewissen niemals vollendet,es verändert sich auch immer durch neue Erkenntnisse bzw. durch verändertes Bewusstsein.Das Gewissen mag durchaus ein unabhängiger Entscheidungsträger sein für "BÖSE", aber immer nur für das Individuum selber und schon garnicht für DAS universelle- bzw. allgemeingültige Böse nachdem ja im Threadtitel gefragt wird.
Es geht darum, die 10 Gebote zu ersetzen durch ein einziges Gebot, das der Liebe.
Ist denn das so schwer zu verstehen?
In bestimmten esoterischen Kreisen gelten die 10 Gebote als ein Grundgesetz des Gewissens.
Bei deinen beiden Sätzen taucht aber wieder ein Problem auf,nämlich dass die Liebe kein Gebot sein kann.
Wie dem auch sei, ich betrachte das Böse als eine Folge des freien Willens
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(das mit den Engeln lasse ich mal weg)
Dennoch ist der Ansatz richtig, das Grösser-sein, Schöner-sein, Besser-sein, als Symbol im strahlenden Licht des Morgensterns sichtbar, ist im Menschen mit dem Baum des Lebens verborgen. Das Übertreten des Verbots, den Apfel des Bewusstseins zu essen, ist der Schlüssel zur Erkenntnis des Bösen und hat zum Hinauswurf aus dem paradiesischen Leben geführt.
Wenn man die Geschichte aus der Genesis um die Frucht der Erkenntnis metaphorisch betrachtet bekommt,in meinen Augen,die Aussage dass das Böse die Folge des freien Willen ist durchaus Sinn.Allerdings hatte in dieser Metapher Adam wie auch Eva schon den freien Willen gehabt von der Frucht der Erkenntnis zu essen.Das sie dabei von der Schlange/dem Bösen verführt wurden ist dabei völlig irrelevant.
Das mit dem Bösen ist in seiner Gänze absolut ambivalent.Die Ambivalenz des Bösen (aber auch des Guten) liegt in Halbwahrheiten.
Gott sagte zu Adam&Eva:"Wenn ihr die Frucht von dem Baum der Erkenntnis esst,werdet ihr sterben müssen" Da hatte Gott recht.
Die Schlange/der Teufel/das Böse sagte:"Ihr müsst nicht sterben wenn ihr von der Frucht esst" Auch die Schlange hatte Recht.
Beide haben Recht!
Durch das essen der Frucht vom Baum der Erkenntnis bekamen Adam&Eva,welche metaphorisch sinnbildlich für die Menschheit stehen,die Erkenntnis-, und auch die Erkenntnis über Gut&Böse.
Das metaphorische Paradies steht für Unschuld.
Durch das essen der Frucht vom Baum der Erkenntnis verlor die Menschheit (metaphorisch dagestellt durch Adam&Eva) ihre Unschuld und waren somit sofort aus dem Paradies verbannt.Dadurch wurden sie sterblich wie Gott ihnen gesagt hatte,denn sie starben aus dem Paradies,der Unschuld herraus.
Die Schlange,der Teufel,das Böse sagte aber:Ihr werdet nicht nur nicht wirklich sterben müssen,sondern ihr werdet wie Gott sein/werden.
Und da hat die Schlange Recht.
Nur es dauert sehr lange,über Äonen von Inkarnationen hinweg.
Diese Metapher aus der Genesis muss von "Eingeweihten" geschrieben worden sein um dem unbewussten Menschen-,der unbewussten Menschheit etwas mitzuteilen was jene Menschen dann verstehen als Hinweis wenn sie das entsprechende Bewusstsein erlangt haben.