Woher kommt das Böse in der Welt?

Gott hat das Böse nicht erschafft, denn das Böse gibt es nicht. Sowie die Finsternis das Nicht-Vorhandensein des Lichtes ist, ist das Böse das Nicht-Vorhandensein des Guten, also der Mangel.

Es ist zwar richtig, Gott hat das Böse nicht erschaffen.
Aber das Böse gibt es doch. Lies nur mal Zeitungen und sieh mal die Nachrichten. Da ist von fast nichts anderem die Rede, als von all den bösen Sachen, die die Menschen machen. Es ist der Mensch, der das Gute und das Böse macht

Dann schreibst du sehr richtig: Wie die Finsternis das Nicht-Vorhandensein des Lichtes ist, ist das Böse das Nicht-Vorhandensein des Guten. Top! Das ist die Dualität, in der wir leben.

Alles Liebe
ELi
Du hast mich nicht verstanden! Das was wir Böse bezeichnen und es beinahe personifizieren, ist nichts anderes als das Nicht-Vorhandensein des Lichtes, sowie der Schatten, das nicht-Vorhandensein der Sonnenstrahlen ist; und dennoch ist der Schatten das, weil das Licht nicht durchdringt, wie auch immer. Und was ist die Konsequenz? Licht hineinbringen! Und wie geht das? Der Mensch muss sich von seinen irdischen Fesseln befreien! Und wie geht das? Ein Kind könnte es ohne Weiteres verstehen, aber wir, Erwachsene, wir sind irregeleitet und deswegen brauchen wir für das Naturliche Beweise, deswegen kann dir nur auf das Buch mit dem Titel: "Das Geheimnis des wahren Evangeliums" verweisen, um das Selbstverständliche zu verstehen...
 
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Woher kommt das Häßliche in der Welt?
Wenn es etwas Schönes geben muss, dann muss es auch etwas "Nicht Schönes" geben.

Die Kunst besteht darin, das Häßliche nicht nur zu tolerieren, sondern auch dahinter zu blicken, um den Menschen dahinter zu erkennen und wert-zu-schätzen.
In irgendeinem Aspekt ist man doch meist selbst hässlich.
D.h. in irgendeinem Aspekt ist man selbst nicht vor "dem Bösen" gefeit.
 
sind wir Europäer doch seit 1000 Jahren christlich konditioniert


Ich denke schon das wir Europäer seit 1000 Jahren alle christlich konditioniert sind,nur gibt es einige Europäer die sich ihrer Konditionierung bewusst geworden sind und sie dadurch überwunden haben,aber niemals abgelegt.
Und diese "Europäer" sind wahrscheinlich die, welche du mit Nicht alle! meinst.

Ich meine das mit der Konditionierung so wie z.B. mit Alkoholikern,Alkoholiker bleibt man,wenn man erstmal einer ist,für immer.
Auch wenn man keinen Alkohol mehr trinkt.
Es ensteht durch das entsprechende Thema,ob in dem Fall Alkohol oder christlich,immer ein entsprechender Reflex dem sich der Mensch auch garnicht entziehen kann.Das einzige was der Mensch kann ist dem Reflex nicht nachzugeben also nicht unbewusst zu gehorchen.
 
Und da denke ich: die Unterscheidung von gut und böse bzw. die Beurteilung von geistig hellen und geistig schlechten Dingen hat gerade auch für die Seele eine große Bedeutung. Sie darf da nicht vor ihrem Urteil schrecken. Es ist von Vorteil, wenn der Mensch vom Guten träumt und es auch tut. Das hat Vorteile für die Welt und das nachtodliche Leben jedes einzelnen Menschen.

Da stimme ich dir durchaus auch zu,
aber dennoch unterliegt das Beurteiloen eben immer auch dem gegenwärtigen Zeitgeist.
Was man ja daran sieht dass die Gut&Böse Debatte kaum ohne gegenwärtige politisch-soziale Aspekte auskommt.
Was mir in der ganzen Debatte über Gut&Böse oder "woher das Böse in die Welt kommt" fehlt, ist die objektive Betrachtung innerhalb des gegenwärtigen Zeitgeist und das sie sich letztlich darauf nur fokusiert (dem gegenwärtigen Zeitgeist).Denn eine objektive Betrachtung von Gut&Böse steht ausserhalb des gegenwärtigen Zeitgeist.
Der gegenwärtige Zeitgeist bestimmt nämlich auch immer die gegenwärtigen Träume des Menschen!
Wenn also ein Mensch vom Guten träumt ist es immer auf der Basis des gegenwärtigen Zeitgeistes.
Ob die Beurteilung dessen was Gut&Böse ist,für die nächsten Generationen oder die Vorgenerationen so stimmen mag zweifel ich sehr stark an.

Du sprichst davon dass dies Vorteile für die Welt und das nachtodliche Leben jedes einzelnen Menschen hat.
Nur da stell ich mir mal vor dass nach dem Tod sich alle Menschen im Himmel,dem Jenseits wieder sehen und bemerken dass sie ganz unterschiedliche Vorstellungen von Gut&Böse haben weil früher innerhalb des Lebens andere unterschiedliche Träume von Gut hatten.
Nein mein lieber reinwiel,so wird das nix.
Unsere gegenwärtige Vorstellung von Gut&Böse liegt immer in einem Zeitfenster (Zeitgeist) wo man sich auf das was Gut oder Böse ist geeinigt hat,
auch um im Leben und somit seelisch für sich selber klar zu kommen.
 
Lieber Inti,

was für eine Rolle sollte den der Betrachter haben, wenn eine andere Seele leid erfahren muss? Das Leid für dieses Geschöpf wird auch nicht besser, wenn der Betrachter das böse Tun durch irgendwelche Ausreden sanktioniert.

Es ließen sich viele Beispiele aufzählen, in denen den Menschen selbst im Krieg bewusst war, dass ihr Tun mit dem Bösen verbunden gewesen ist.
Da hast du scheinbar auf etwas anderes geantwortet, als auf das Zitat von mir.
Ich sagte damit aus, dass der Mensch das Böse an einem Tun "entdeckt" hat. Igendwann wurde ihm bewusst, dass es einen Unterschied macht, was ich tue und wie ich es tue. Es ist eine Eigenschaft des menschlichen Seins und keine objektive Beschreibung eines objektiven Geschehens.

Erst die letzten Tage sah ich eine Sendung wo es um die Erschiessung von Juden und anderen durch Deutsche im letzten Weltkrieg ging. Da gab es ein Batallion, das auch für Erschiessungen zuständig war und man konnte sich dort von den Erschiessungen befreien lassen. Von tausend Menschen haben nur 10 davon Gebrauch gemacht. Das finde ich erstaunlich, dass selbst bei Nichtvorhandensein von Sanktionen die meisten dabei mitmachten. Wahrscheinlich war der Gruppendruck innerhalb der Gruppe enorm groß, sich nicht auszuschliessen. Wahrscheinlich gab es einen Druck, die Kameraden nicht allein zu lassen mit der "Drecksarbeit".

Bei den Verhören in Nürnberg sagte dann einer der bei den Erschiessungen mitmachte, dass er ja nur die Kinder erschoss. Er hatte vorher mit Kameraden ausgemacht, dass diese die Mütter erschiessen sollten. Das was er dann machte versuchte er als "Erlösung" der Kinder zu betrachten, weil diese dann ja ohne Mütter nicht überleben konnten. Erxtrem schräg, was sich ein Mensch einfallen lassen kann um seine schrecklichen Taten vor seinem eigenen Gewissen zu rechtfertigen, oder zumindest auf ein Mindestmass an Verantwortung runterzuschrauben.


LGInti
 
Gerade in unserer Zeit ist die Versachlichung sehr beliebt, um irgendwelche Dinge nicht ganz so schlimm erscheinen zu lassen – aber damit werden diese auch nicht besser.
Es geht mir nicht darum etwas nicht ganz so schlimm erscheinen zu lassen, sondern es geht mir darum zu zeigen, dass es einfach nur unsere Entscheidung ist, etwas zu tun oder nicht zu tun. Und Menschen können da ziemlich extrm sein. Einige religiöse Gruppen sind extreme Verfechter von Pazifismus, wie im chistlichen z.B. die Quäker. Im Hinduismus hat sich Ahimsa - Gewaltlosigkeit vor allem bei den Jaina extrem entwickelt, indem sie Mundschutz tragen und den Weg vor sich kehren um keine Kleintiere zu verschlucken oder zu zertreten.

Somit gibt es auch hier Wege, anderen Lebewesen möglichst wenig Schaden zuzufügen. Und jeder entscheidet für sich, wo beim ihm die Grenzen des Schadens/des Bösen liegen.

Jeder relativiert auf einer anderen Ebene.

LGInti
 
Zuletzt bearbeitet:
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Wenn also ein Mensch vom Guten träumt ist es immer auf der Basis des gegenwärtigen Zeitgeistes.
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Du sprichst davon dass dies Vorteile für die Welt und das nachtodliche Leben jedes einzelnen Menschen hat.
Nur da stell ich mir mal vor dass nach dem Tod sich alle Menschen im Himmel,dem Jenseits wieder sehen
Nein, es macht gar nichts aus, wenn der Mensch zwischen "gut-böse" genau im Zeitgeist unterscheidet. Wir leben ja genau in unserer Zeit mit unseren Wertvorstellungen.

Auch gemäß Zeitgeist ist es in jeder Beziehung gut, wenn wir uns bemühen allein schon in unserem keinen Umfeld das Friedvolle, das Wohlwollende, das Unterstützende, das Fördernde für Umwelt und Menschen wahr werden zu lassen. Ein Erfolg ist immer da. (Muss ja nicht weltbewegend sein.)

Es ist bestimmt kein Fehler, wenn du zusammen mit mir glaubst, dass wir nach dem Sterben weiter leben werden. Aber wie genau, das ist die große Frage. Ich halte nicht viel von den Versprechungen der Religionen, gleich in den Himmel zu kommen, wenn ich gerecht oder frei von Sünden bin.

Ich kann von mir sagen, dass ich weder gerecht noch frei von Sünden bin. Ich bin eine Seele mit Fehlern und Schwächen und mit großer Weltbezogenheit. Und das, so denke ich, liegt tief in mir drinnen und ist auf keinen Fall mit einem Schlag fort, wenn ich sterbe. Also:

Ich lande in einem Jenseits bzw. in einer jenseitigen Landschaft, wo alles weitgehend mit meiner Psyche und ihrem Inhalt überein stimmt. Und der größte Inhalt meiner inneren Welt ist das was ich täglich sehe und worin ich mich täglich bewege. Das ist einfach mein jetziges Leben mit allem was dazu gehört. Das ist alles in mir gespeichert.

Hast du schon einmal davon gehört, dass bei vielen Nahtoderfahrungen ein so genannter Lebensfilm mit allen allen Einzelheiten abläuft? Dass also nichts verschwunden ist, rein gar nichts?
 
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