Wie ist das mit der Berechnung des AC?

P.s:
Letztendlich bleibt es für mich aber eine Sache der Anschauung, und nichts überzeugt mich mehr als der erwähnte Gedanke mit dem Raum. Eintritt ins Leben. Atem, Puls, Nabel, alles kommt dann zustande, ist für mich die weitere Ausfaltung oder Ouvertüre dieses Glockenschlages, nämlich spürbar und unverrückbar aus der Einheit (Gebärmuttererfahrung) geworfen zu werden.
 
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@ Iakchus, dann könnte man meine Geburtszeit auch so werten:
Mein Vater hatte mit dem ersten Tag meiner Geburt, viel Freude daran Buch über mich zu führen.
Diesbezüglich schrieb er auf:
Geboren am .... um 09:30/31 morgens.
Meine Mutter pfleg immer zu sagen: So eine Geburt wie ich sie mit dir hatte wünsche ich jeder Frau. Es dauerte nur eine 1/2 Stunde und tat nicht mehr weh als Unterleibsschmerzen während meiner Periode. Sollte man dann davon ausgehen, dass meine Geburtszeit um eigentlich 9:00 Uhr war?
Lg Silvi;)
 
Hallo Mystiksilvi

Wenn eine Geburt lange dauert, heisst da ja, dass man noch nicht ganz draussen ist!
Es ändert nichts daran, ob eine Geburt lange oder kurz dauert, wie der Körper dann noch nicht vollständig die Welt betreten hat. Dann erst wirds ja auch als Geburt bezeichnet.
Wenn ein Fuß eine halbe Stunde stecken bleibt oder so, würd ich es als Grenzfall sehen (was für eine zeit man da nehmen müsste). Ausschlaggebend ist für mich der Kopf.

Im Klartext, wenn Du Dich an die Zeit hältst, wann die Geburt war, oder auch die Nabelschnur durchtrennt wurde, oder wos halt aufgeschrieben wurde, dann bist da nahe an Deiner wahren Geburt. Das sind meist max. 10 Minuten Unterschied.

Jeder hat da eine andere Auffassung, aber alle diese Auffassungen liegen gewöhnlich innerhalb dieses Radius von 10 Minuten. Also wenn Dus nicht genau nimmst, wird irgendwas, was als Geburtstermin aufgeschrieben wurde, schon richtig sein und zu gebrauchen sein.
Es ist schwer die Geburt minutengenau zu bestimmen und jede Angabe über Deine Geburt kann genausogut 1 Minute wie 10 Minuten falsch sein.
Du kannst nicht davon ausgehen, dass die Hebammen oder sonstige Leute den wahren Geburtstermin nehmen. Weil es darüber ja verschiedene Auffassungen gibt. Auch weil nicht jede Hebamme oder sonstiger es da so genau nimmt und den Moment nimmt, wann sie/er auf die Uhr schaut. So einfach kanns manchmal sein, aber diek Geburt war 5 Minuten früher usw..
Meine standesamtl. Zeit war um 2 Minuten früher als die wahre Geburtszeit (für gute Pendler ist es ein Kinderspiel, die richtige Minute rauszufinden; das Problem ist, dass es nur wenige solcher Pendler gibt und man sie von aussen schwer einschätzen kann; da hilft nur eine vertraute oder ein vertrauter Pendlerin/Pendler - ansonsten würd ich dir nämlich das Pendel noch empfehlen).


LG
Stefan
 
Hallo


Warum mich die Nabelschnur nicht überzeugt:
Rein theoretisch sind die beiden eine unvorhersehbare Zeit verbunden, wann ist dann der Geburtsmoment??? Wenn sich einer ermuntert sieht, die Nabelschnur durchzutrennen.

Hallo Stefan,

auch das könnte göttlicher Fügung unterstehen.

Rein theoretisch könnete man beide verbunden lassen, aber gewöhnlich fällt sie wohl auch von alleine ab. http://de.wikipedia.org/wiki/Nabelschnur

Wie soll das gehen? Die Nabelschnur ist an einem Ende mit der Plazenta verbunden, am anderen Ende mit dem Kind. Sie ist ein Versorgungsschlauch und erst wenn der gekappt wird, ist das Kind auf sich gestellt, es muss selbst atmen, die Organe müssen ihre Arbeit aufnehmen.

aber auch aus anderen Gründen finde ich das Durchtrennen der Nabelschnur allenfalls als einen bloß rituellen "astrologischen" Moment. Das Kind ist längst da.

Unterschätze die rituellen Handlungen nicht :). Allerdings sehe ich im Durchtrennen der Nabelschnur keine rituelle Handlung sodern eine Notwendige, denn solange das Kind noch versorungsmäßig mit der Mutter verbunden ist, ist es noch kein eigenständiges Lebewesen, sondern Teil der Mutter.



lg
Gabi
 
Hallo Gaby

ich finde das Anschauungsache.
Dir kommt es wenig plausibel vor, wie ich das erkläre.
mir kommt es wenig plausibel vor, wie das andere erklären. Zb Atemzug, Nabelschnur, wie also die Verbindung zwischen Kind und Mutter festgemacht und losgelöst wird, oder der Moment der Geburt beschrieben oder gesehen wird...
Wo die wesentlichen Punkte gesehen werden...


Ich meine nur, für jeden ist es plausibel warum auch immer und offenbar das andere Erklärungsmodell weniger.

Am Ende mag es egal sein, weil die Zeit sowieso niemals auf diesen Moment verankert werden kann, weil sie so nie überliefert wird, - egal weil wir eine solche überlieferte Zeit immer haben. Egal, bis eben auf den Erklärungsgrund.

Das nimmt aber letztendlich natürlich auch philosophischen Charakter an, wobei ich nur sagen will, dass mir die Philosophie daran oft lieber ist als alles andere. Die philosophische Ebene ist, wie man Grundsätzliches für sich hält. Weil für mich ergibt sich auch eine grundsätzliche Frage . Der Anschauung und Erklärung von Astrologie an sich.
Die Planeten machen etwas, das Leben tut es auch.
Und irgendwo komme ich zum Ganzen nicht, nicht zum kohärenten Bild, es scheint mir "verkehrt", wenn ich diesen entscheidenden Moment in der Nabelschnur sehe, - was für mich eher den Charakter eines zu deutenden Omens hat, im Sinne von Synchrnoizität. Geburt verbindet uns mit dem ENDE DES SEELISCHEN,. Also eine Sache fern dieser Welt , eine Brücke quasi, wobei der Übergang fliessend, das Eintreten (geburt) und Austreten (Tod eines Aufenthaltes auf einer Ebene) aber in Zeit und Raum fix ist.-

Wobei ich ja aufgeschlossen gegenüber Omen bin. Aber wenn ich es astrologisch ergründen will, dann komme ich - lange Rede kurzer SInn: zu einem ganz anderen Gedanken, als wie zur Nabelschnur, eben zu einem quasi räumlichen gedanken; oder die physikalische Ebene betreffend, wo endgültig die Bedingungen der Plazenta (der Urtraum) zuende sein muss.

Bonmot zum Raumgedanken in der Astrologie: So wie ein Stern entsteht, steht auch der Mensch mit seiner Geburt im Raum und nimmt Bedeutung durch Bezüge auf, zu anderen Sternen.
Mit dem ein Stern am Himmel ist (und räumlichen Bezug aufnimmt), ist er geboren...

Für mich nur ein Bonmot, wesentlich ist für mich halt einfach nur die Spürnase. Die führt mich erst mal zu diesem Gedanken, mag er falsch sein, die anderen sind zumindest ebenso "makelig" in meinen Augen, weshalb ich zu dieser Suche auch angetrieben werde. Obwohl es keine Suche ist, sondern eher das Befolgen von Hinweisen... anders kann ich es kaum erklären, warum ich zu dieser Ansicht komme. Es steckt sone Anschauung dahinter, die man wie jede Anschauung kaum beschreiben kann, nur in der Bedeutung erläutern kann, - und mich überzeugt es jedenfalls eher.

LG
Stefan
 
Liebe Gabi!
Sie ist ein Versorgungsschlauch und erst wenn der gekappt wird, ist das Kind auf sich gestellt, es muss selbst atmen, die Organe müssen ihre Arbeit aufnehmen.
Also das hab ich irgendwie anders gelernt ... die meisten Organe des Fötus arbeiten ja schon im Mutterleib; was tatsächlich für das autonome Leben des Kindes überlebenswichtig ist, ist die Sauerstoffversorgung über die eigene Atmung statt über das Blut der Mutter. Zu atmen beginnt das Kind aber auch, wenn die Nabelschnur noch länger ungekappt bleibt - manche Hebammen, die die "sanfte Geburt" vertreten, lassen das "frisch geschlüpfte" Kind ja auch zuerst einmal eine Weile bei der Mutter an der Brust liegen, damit es in halbwegs vertraut spürbarer Umgebung das Geburtstrauma ein wenig sacken lassen kann, bevor der medizinische Versorgungsbetrieb und damit das Empfinden des Abgetrenntseins einsetzt. Das spricht m.E. gegen das Durchtrennen der Nabelschnur als astrologischer Geburtszeitpunkt. Mit dem Atmen setzt das eigene Einschwingen in den Rhythmus der Welt ein.
Allerdings sehe ich im Durchtrennen der Nabelschnur keine rituelle Handlung sodern eine Notwendige, denn solange das Kind noch versorungsmäßig mit der Mutter verbunden ist, ist es noch kein eigenständiges Lebewesen, sondern Teil der Mutter.
Ich hab das auch bei meinen Kids abgelehnt, dieses melodramatische Abtrennen der Nabelschnur durch den Vater, als hätte ich außer meiner Anwesenheit irgendwas beigetragen zu dieser Geburt. Das mit dem eigenständigen Lebewesen sehe ich anders, siehe oben - ab der Geburt findet die Versorgung über die Nabelschnur de facto ja auch nicht mehr statt. Solange das Kind noch über die Nabelschnur versorgt wird, wäre es wohl eher fatal, diese zu kappen...

Alles Liebe,
Jake
 
Hi ihr Lieben,

letztendlich ist es doch egal, ob die Geburtsuhrzeit nun mit dem abtrennen der Nabelschnur oder später aufgezeichnet wird. Fakt ist, ein Astrologe muss mit der Zeit arbeiten, die ihm der Klient angibt.

Wenn ich berate, weise ich immer nochmals darauf hin, dass die Uhrzeit sehr wichtig für die Berechnung einer Radix ist.

Denn wer weiß schon ab wann seine Geburtszeit dokumentiert ist.

LG
 
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letztendlich ist es doch egal, ob die Geburtsuhrzeit nun mit dem abtrennen der Nabelschnur oder später aufgezeichnet wird. Fakt ist, ein Astrologe muss mit der Zeit arbeiten, die ihm der Klient angibt.

Wenn ich berate, weise ich immer nochmals darauf hin, dass die Uhrzeit sehr wichtig für die Berechnung einer Radix ist.

Denn wer weiß schon ab wann seine Geburtszeit dokumentiert ist.
Freilich ist es für die praktische Arbeit egal, wenn als Ausgangspunkt die de facto eingetragene Geburtszeit zu nehmen ist. Das macht aber m.E. doch nicht Überlegungen überflüssig, mit welcher Phase des Geburtszeitraums nun wirklich der astrologisch passende Geburtsmoment angenommen werden kann. Alle praktische Astrologie hat ihren theoretischen Background, und nur, weil jemand darüber nicht diskutieren mag, muss das ja nicht gleich als "egal" hingestellt werden. Ich meine, es ist alles andere als egal. Gerade um bei den protokollierten Geburtszeiten etwas halbwegs einheitlich Verlässliches zu bekommen, wäre es gut, wenn sich da alle an die gleiche Definition hielten.

Vor allem aber: Gerade wegen der Bedeutung der Geburtszeit für den AC und damit Hand in Hand gehende Horoskopfaktoren kann ich bei einer seriösen Beratung eben nicht einfach (nur) von der mitgeteilten Geburtszeit ausgehen - die ist ein erster Ausgangspunkt, und dann kann (und sollte) ich, vor allem, wenn Elemente "auf der Kippe" stehen, anbieten, eine Geburtszeitkorrektur anbieten (und erklären, warum das wichtig ist). Die aus einer Reihe von wichtigen Lebensdaten ermittelte korrigierte Geburtszeit ist dann tatsächlich vom ersten Atemzug unabhängig...

Alles Liebe,
Jake
 
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