F
Faydit
Guest
Die Liebe ist das Verbindende, der Klebstoff zwischen allem Sein. Ohne Liebe gäbe es immer noch nur das Nichts. Durch Liebe haben alle Elemente zusammengefunden und halten und erhalten sich gegenseitig im Sein. So ist es denn auch die Liebe, aus der wir in diese Welt hineingeboren wurden, im körperlichen Sein erhalten werden und nach dem Tode wieder in den Seelenzustand gelangen. Und auch dort herrscht die Liebe als verbindender Klebstoff allen Seins.
Schön das wir uns da weitgehend einig sind.
Gehen wir mal davon aus, dass Gott in seiner Schöpfung immanent enthalten ist, darinnen ist, sie belebt und erhält. Und, was uns Menschen als Teil der Schöpfung anbetrifft, Gott auch in uns immanent als Liebe und als Leben agiert oder agieren könnte.
Mit dieser Voraussetzung ist doch eine gewissen- und folgenlose Narrenfreiheit nur denkbar, wenn wir uns, wie du so schön geschrieben hast, von ihm entfernt haben, wir von ihm abgefallen sind, wir gefallene Wesen sind, die wieder zu Gott heimfinden müssen.
Und das Gewissen, der innere Wahrheitsfinder
Damit sprichst du den einen Aspekt an, der mir, sowohl in der Realität als auch im Forum zu sehr abgeht. Nicht generell, aber doch in, bei Vielem. Ich habe manchmal den Eindruck, dass vieles, eben auch dieser Trend einer esoterischen alles-ist-Gott-Gleichmacherei in gewisser Weise zumindest sehr leicht dazu führt, zu sagen, wenn alles göttlich ist, einen göttlichen Kern hat, bin ich auch Gott. Und kann, darf dann, ohne Rücksicht auf Verluste tun und lassen was ich will.
Was übersehen wird ist nunmal, dass wir zumindest dreigeteilte Wesen (Körper, Geist, Seele), wenn nicht noch mehr sind. Wobei in diesem Fall vermutlich der göttliche Kern eben die Seele wäre. Und jeder so gesehen bei, in sich mit seiner Seele Rückfrage halten müsste, ob das, was er zu tun beabsichtigt, auch so für ihn stimmig ist. Und manchmal, wenn es nicht mehr anders geht, oder eben jemand den Weg bereits verlassen hat, meldet sich die Seele dann auch in Form des Gewissens. Was mit Sicherheit nicht der schlechteste Ratgeber sein mag. Wobei man hier natürlich zwischen Gewissen im eigentlichen, reinen Sinn und einem anerzogenen, konditioniert-verbogenem differenzieren müsste. Nur, ganz ohne Gewissen wird es wohl auch nicht gehen. Da ist das verbogene vermutlich noch näher an einer Art Wahrheit als keines.
Deshalb danke dafür, dass du den Aspekt des Gewissen hier mitreinbringst.
