Wer sagt, wie Gott wirklich ist?

Die Liebe ist das Verbindende, der Klebstoff zwischen allem Sein. Ohne Liebe gäbe es immer noch nur das Nichts. Durch Liebe haben alle Elemente zusammengefunden und halten und erhalten sich gegenseitig im Sein. So ist es denn auch die Liebe, aus der wir in diese Welt hineingeboren wurden, im körperlichen Sein erhalten werden und nach dem Tode wieder in den Seelenzustand gelangen. Und auch dort herrscht die Liebe als verbindender Klebstoff allen Seins.

Schön das wir uns da weitgehend einig sind.

Gehen wir mal davon aus, dass Gott in seiner Schöpfung immanent enthalten ist, darinnen ist, sie belebt und erhält. Und, was uns Menschen als Teil der Schöpfung anbetrifft, Gott auch in uns immanent als Liebe und als Leben agiert oder agieren könnte.
Mit dieser Voraussetzung ist doch eine gewissen- und folgenlose Narrenfreiheit nur denkbar, wenn wir uns, wie du so schön geschrieben hast, von ihm entfernt haben, wir von ihm abgefallen sind, wir gefallene Wesen sind, die wieder zu Gott heimfinden müssen.

:)

Und das Gewissen, der innere Wahrheitsfinder

Damit sprichst du den einen Aspekt an, der mir, sowohl in der Realität als auch im Forum zu sehr abgeht. Nicht generell, aber doch in, bei Vielem. Ich habe manchmal den Eindruck, dass vieles, eben auch dieser Trend einer esoterischen alles-ist-Gott-Gleichmacherei in gewisser Weise zumindest sehr leicht dazu führt, zu sagen, wenn alles göttlich ist, einen göttlichen Kern hat, bin ich auch Gott. Und kann, darf dann, ohne Rücksicht auf Verluste tun und lassen was ich will.

Was übersehen wird ist nunmal, dass wir zumindest dreigeteilte Wesen (Körper, Geist, Seele), wenn nicht noch mehr sind. Wobei in diesem Fall vermutlich der göttliche Kern eben die Seele wäre. Und jeder so gesehen bei, in sich mit seiner Seele Rückfrage halten müsste, ob das, was er zu tun beabsichtigt, auch so für ihn stimmig ist. Und manchmal, wenn es nicht mehr anders geht, oder eben jemand den Weg bereits verlassen hat, meldet sich die Seele dann auch in Form des Gewissens. Was mit Sicherheit nicht der schlechteste Ratgeber sein mag. Wobei man hier natürlich zwischen Gewissen im eigentlichen, reinen Sinn und einem anerzogenen, konditioniert-verbogenem differenzieren müsste. Nur, ganz ohne Gewissen wird es wohl auch nicht gehen. Da ist das verbogene vermutlich noch näher an einer Art Wahrheit als keines.

Deshalb danke dafür, dass du den Aspekt des Gewissen hier mitreinbringst.
 
Werbung:
Hallo Teigabid,
du schreibst:
In den vielfältigen Darstellungen der Klänge selbst kann man eine Geborgenheit feststellen, aber es wird stets eine menschliche Geborgenheit bleiben.

Bleiben wir mal beim Klang. Mal abgesehen vom mechanistischen Klang einer Klaviersaite, was ja auch sehr schön sein kann, gibt es eine Bedeutung des Klanges im Worte, eine begleitende Musik, wie eine Harmonie, ein Einklang des gesprochenen mit der Urform des Wortes. In der indischen Philosophie finden wir dies so schön ausgedrückt, habe mal gegoogelt:

Hinduistisch: »Klang«
Jeder Klang hat im Sanskrit zwei Aspekte, den gröberen des hörbaren Klanges und das feinere Klangelement, eine Klangschwingung transzendenter Natur. Dieser innere Sinn des Klanges ist der eigentliche Shabda, der auch Sphota genannt wird und sich mit erleuchtender Kraft (Shakti) aus dem Unbewegten, Ewigen erhebt. Wenn sein Gefährt, das gesprochene Wort (Dhvani), in innerlich und äusserlich vollkommener Weise erklingt, versetzt es die innere Kraft in Schwingung, die dann in der Lage ist, Einsicht bis hin zur Erleuchtung zu vermitteln.

Wenn wir also hineinhören in das, was jemand (im Einklang mit seinem inneren Wesenskern) spricht, so können wir den göttlichen Einklang vernehmen und das Gewahrwerden der göttlichen Präsenz in uns, sogar in dem von uns selbst gesprochenen Worte.

L.G.v.E.
 
Hallo Faydit,
Deshalb danke dafür, dass du den Aspekt des Gewissen hier mitreinbringst.

Sehr gerne und mit Freude.
Du hast aber diesem Zusammenhang etwas angesprochen, was oft vergessen wird:
Wobei man hier natürlich zwischen Gewissen im eigentlichen, reinen Sinn und einem anerzogenen, konditioniert-verbogenem differenzieren müsste.

Diese Betrachtung erfordert ein etwas tieferes Hinabtauchen in die Wesensgründe des Schicksals und des persönlichen Unbewussten in Abgrenzung zum kollektiven Unbewussten. Diese Thematik ist etwas komplex, weshalb ich lieber auf ein sehr empfehlenswertes Buch hinweisen möchte, das ich selbst eingehend durchgearbeitet habe:
Peter Orban, 'Saturn und die Macht des Schicksals', Kailash-Verlag, ISBN 3-89631-251-0
Vorsicht, das Buch verlangt einige (wenige) astrologische Kenntnisse.

Alles Liebe ELi
 
Ja, ELi7, danke für Deine Ansichten und Einsichten zur Klangwelt.

Meine Meinung zum Wort – zumindest zum heutigen Zeitpunkt – ist wie Du gesehen hast ein wenig anders,
aber mit der Idee Gleichklang ist Ruhe und Entspannung, denn alles sei nur aus einer Kraft oder Energie bestehend,
damit kann ich selbstverständliche auch etwas anfangen.

Ergänzend zu den anderen Beiträgen, auf der Suche nach einem brauchbaren Instrument,
da kann ich jetzt nicht umhin meine sonst eher verborgen Ansicht ins Spiel zu bringen:

Liebe ist eine Krankheit. :cool:

Ausgehend von der sinnlichen Liebe.
Und wenn jemand behauptet, er sei die Liebe, dann spricht er davon,
dass er krank sei oder es gewesen ist.
Im Sinne von Reinigung und bewältigen eines Ansturms,
und das was einen nicht umbringt,
macht ihn daher nur widerstandfähiger und somit härter.

So gesehen wäre jemand den etwa Nostradamus als „den Harten“ bezeichnet nicht ein Recke in Rüstung und Eisen,
sondern ein Mensch der eine oder mehrere Krankheiten überwunden hat.
Schon aus dem Umstand begründet, dass dieser nicht dem Idealbild eines vollkommenen Menschen entspricht,
sondern eher einer Bewertung unter dem Durchschnitt sehr nahe kommt.
Im Vergleich zu Möglichkeiten und Instrumenten gegenüber den körperlichen Voraussetzungen dazu.

Wenn aber in solchen Botschaften besondere Inhalte transportiert werden,
dann sind die Transportmittel auch nur Mittel zum Zweck.
Für ein Dogma müssen beide Langzeitcharakter besitzen.

Abgesehen von Vorrechten die aus der Erbfolge der Geburt abgeleitet werden,
wodurch man sich in einem gewissen Erfüllungszwang befinden könnte.
Denn dann wären alle Ereignisse auf die Echtheit zu hinterfragen,
und nichts könnte als Wahrheit hingestellt werden als die Erbfolge selbst,
und mit den Erscheinungen die danach folgen verhält es sich so ganz besonders.

Aber das sei Demokraten abseits von der Monarchie nur ins Stammbuch geschreibselt.


und ein :weihna1
 
Ja, wer Gott als eine Person braucht, für den ist Gott eine Person. Wer Gott als einen Herrn auf dem Thron braucht, für den ist er so.

Alles Liebe von ELi

Nein, Eli, jetzt wirst Du Dir selbst untreu. Entweder ist Gott eine Person oder eben nicht. Das kann nicht abhängig davon sein, was wir uns vorstellen.

Und die eher sarkastische Formulierung ist eher unter Deiner Würde

lg
Syrius
 
ich weiß nicht ob es gott gibt aber diese frage ist interesannt.
ich glaube das sich der mensch an etwass halten muss, dass immer alles einen grund haben muss und immer alles belegt sein muss.
ich glaube das die menschen gott ein aussehen gaben nur das sie sich nicht fürchten brauchen und anderer seits auch wieder dass der Mensch einfach irgendjemanden hatt an den er sich halten kann und der ihn liebt und verzeiht wenn er sich verlassen von allem und jedem fühlt.
ich bin auch christ aber ich glaube dass es eigentlich egal ist wer welchen gott anbetet, keiner kann sagen wer besser ist u wer nicht. vl sind ja alle gotter die selben aber jeder stellt ihn sich anders vor oder so.
vieleicht ist das alles nur unsere einbildung.
ich glaube es ist einfach gut wenn man mit jemanden reden kann.
manchmal kann das beten auch sehr entteuschent sein weil du glaubst nie eine antrwort zu bekommen.
aber vl horchen wir nur nicht gut genug zu.
ich glaube gott ist alles u jeder

Hallo Rosi,

Du kannst doch nicht ChristIn sein und gleichzeitig nicht wissen, ob es einen Gott gibt. Das widerspricht sich.
Auch gaben die Menschen nicht Gott ein Aussehen, denn dieser schuf sie gemäss seinem Bild.

Gott ist doch auch nit alles und jeder, ist doch Unsinn

Du bist auf dem Weg zu ihm.

lg
Syrius
 
Hallo Syrius,
du bist enttäuscht, dass ich diese Formulierungen gewählt habe:

Ja, wer Gott als eine Person braucht, für den ist Gott eine Person. Wer Gott als einen Herrn auf dem Thron braucht, für den ist er so.
Und für wen das Schöpferische einfach ein nicht benennbares und darstellbares Bild ist, für den ist es auch so.

Aber alles, was ist, ist aus der göttlichen Schöpfung hervorgegangen und wird am Ende seiner Tage wieder zu ihr eingehen, auch du, auch ich.
Und was aus der göttlichen Schöpfung hervorgegangen ist, wird nie alleingelassen, sondern ist durch und durch Gleiches vom Gleichen, ein Tropfen Wasser vom grossen Meer. Das Göttliche ist stets in dir, du kannst gehen, wohin du willst, es ist immer da.

Und du schreibst dazu: Nein, Eli, jetzt wirst Du Dir selbst untreu. Entweder ist Gott eine Person oder eben nicht. Das kann nicht abhängig davon sein, was wir uns vorstellen.

Ich frage dich zurück: Willst du all die Millionen Menschen, die sich ihr Bildnis machen und sich daran halten, der Lüge zeihen? Ich bin überzeugt davon, dass auch diese Menschen ihren Platz im Reiche Gottes haben werden; vielleicht ändern sie ihre heutige Meinung ja auch noch.

Du sagst, ich würde mir untreu, hast aber den zweiten Teil meines Skriptes weggelassen, wo ich meine Auffassung dezidiert gesagt habe. Deshalb habe ich den ganzen Text nochmal eingestellt.

Und jetzt komme ich zum Thema 'die Vorstellung'.
Ich halte unsere Welt für eine vorgestellte Welt. In Wirklichkeit ist sie ganz anders. Ich bin überzeugt, dass die Welt ganz anders ist, wir uns nur unsere Vorstellung davon machen. Aber diese Vorstellung hat auch Realitätscharakter, nicht minder wie die Traumrealität.
Ich hatte mal ein Erlebnis im Traume und fragte mich in ebendiesem: 'Ist das Wirklichkeit oder nur ein Traum?' Ich kniff mich im Traum in den Arm, es tat weh, da war es für mich klar, es ist Wirklichkeit, war aber nur eine geträumte Realität.


Wir, jedenfalls ich, können uns doch damit abfinden, dass Gott eben ganz anders ist, auch anders, als meine eigene Vorstellung. Deshalb werde ich von Gott nicht verurteilt. Entscheidend ist, und jetzt geht's ans Eingemachte:

Jeder Mensch muss seiner eigenen oder der ihm von einer Religionsgemeinschaft glaubhaft gemachten Überzeugung leben. Wer also den strafenden und tötenden Gott Jahve des Alten Testamentes anbetet, tut dies mit aller Konsequenz und bei Nichtbefolgung mit Höllenstrafe, Peinigung und ewiger Verdammnis.

Du kommst garnicht darum herum, deinen eigenen Entscheid zu fällen. Ich habe den meinen bereits gefällt und vertrete dies mehr oder weniger intelligent, wie auch immer.

Alles Liebe für dich von ELi
 
ich mag das gar nicht sagen ...aber es steht da doch ...im anfang war das wort....das wort ....das wort ...das wort...nicht wesen oder person oder schöpfer oder was ...nein ....das wort...und dieses wort ...hiieeiiieiieisss.....gott......und sein reich war innen ....seit jesus und wahrscheinlich auch davor...schon....
mit dem wort kann man eins werden wie mit dem vater jesus eins..war...dann ist man nicht gott in dem sinne aber man ist von diesem wort in wesen und wirken dann durchdrungen....:)wie gott
 
Hallo Rosi,

Du kannst doch nicht ChristIn sein und gleichzeitig nicht wissen, ob es einen Gott gibt. Das widerspricht sich.
Auch gaben die Menschen nicht Gott ein Aussehen, denn dieser schuf sie gemäss seinem Bild.

Gott ist doch auch nit alles und jeder, ist doch Unsinn


Du bist auf dem Weg zu ihm.

lg
Syrius

Und wie verstehst Du das, was Du hier schreibst???

Wenn Dein Leib das Gesicht Gottes ist, dass ist es doch jeglicher andere Leib auch, da Dein Leib doch ohne den Mutterplaneten NICHTS ist - oder???

Und wie stellst Du Dich Dir geistig vor, Syrius???
 
Werbung:
@Sternenatemzug,
für mich bist du auf einer schönen Spur zu Gott.

Allerdings ist die Übersetzung mit 'Wort' nicht ganz richtig. Es heisst eigentlich 'Logos.
Im Anfang war Logos.
Logos hat in der Übersetzung eine Bedeutung von wsenhaftem Sein, Wort, Rede Sprache, Weltgesetz. Richtiger wäre es, den Begriff Logos nicht einzudeutschen. Und jetzt versuche, den Begriff 'Logos' sinngemäss anzuwenden.

Wer dazu mehr wissen will, dem empfehle ich das Buch 'Die Logoslehre' von Wilhelm Kelber, ISBN 3-87838-200-6.

Dieses 'Im Anfang war . . .' im Beginn des Johannes-Evangeliums ist eine eigene Spur ins göttliche Ur.

Alles Liebe ELi
 
Zurück
Oben