Wenn Mutternähe gefehlt hat

  • Ersteller Ersteller Cyrine
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Meine Mutter verließ mich mit einem Jahr, weil sie wirtschaftlich geflüchtet ist und auf der Suche nach einem besseren Leben. 4 Jahre später hat sie mich nach geholt, doch hatte ich bis heute das Gefühl, dass dieses besondere Band oder dieses enge Beziehungsverhältnis nie vorhanden war.

Das ist für mich jetzt ein Sonderfall. Erst verlassen und dann wiedergeholt. Ein solches Erlebnis kann ich nicht im Gefühl nachvollziehen. Dass kein Band vorhanden war, kann ich natürlich verstehen, nur halt nicht nachfühlen. Ich hege nur den Verdacht, dass es in meinem persönlichen Fall wohl noch schlimmer wäre als es gewesen ist. (Ich hatte ja keine "obwohl" sie da war) - Wenn ich in der Schule irgendwas gewerkelt habe, dann hab ich es "für Oma" getan, sonst hätt ich es nämlich gelassen.
 
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Ist das deine Erfahrung mit der Aufstellung...?hast du es ausprobiert....?

Also. Ich will da @Garfield nicht zur Seite preschen. Doch selbst ich, der ich sehr für Alternative Möglichkeiten einstehe, bin absolut dagegen. Es genügt mir, nur folgendes vor Augen zu halten. Der reinste Alptraum. Nicht wegen Sekte & Co sondern wegen dem Wahnsinn pur.

Das Weltbild Hellingers, aus dem sich die theoretische Grundlage seiner Methode herleitet, basiert auf folgender Überlegung: In jedem Sozialgefüge, jeder Familie oder Sippe (wie er es gerne nennt) gebe es eine natürliche Ordnung, in die jedes Mitglied sich widerspruchslos einzufügen habe.


Demnach hat der Mann grundsätzlich Vorrang vor der Frau, das erstgeborene Kind Vorrang vor dem zweitgeborenen. Altvordere sind zu ehren, egal was sie getan oder nicht getan und wie sie sich verhalten haben.

Was ich bei ihm negativ in Kritik setze, ist nicht seine Art und Weise der Methode sondern exakt das, was ich ins Zitat gesetzt habe.

Mehr sage ich nicht dazu, sonst werde ich wie üblich gesteinigt.
 
Bitte mach einen Bogen um alles was mit Hellinger zu tun hat! Der vertritt eine höchst ungesunde, sektenhafte Ideologie über "Familiensysteme", die Traumatisierungen verschlimmern, nicht bessern.

So pauschal kann man das nicht sagen, es gibt schon Hilfreiches bei seinem System.
Man sollte ihn natürlich nicht als alleswissenden Guru ansehen, das gilt aber eh für jeden.
 
Bitte mach einen Bogen um alles was mit Hellinger zu tun hat! Der vertritt eine höchst ungesunde, sektenhafte Ideologie über "Familiensysteme", die Traumatisierungen verschlimmern, nicht bessern.

Hast du Erfahrungen mit Aufstellungen oder von Fällen gehört wo sich Zustände verschlimmert haben.?

Es gab da mal in Amerika einen Selbstmord nach einer Aufstellung, ist aber jetzt schon länger her und andere Geschichten habe ich nie gehört, du.?
 
Nicht genug bekommen können, damit kann ich mich eigentlich gut identifizieren. Vor allem versucht man diesen Mangel duch andere Menschen auszugleichen. Wenn man eher emotional veranlagt ist, wird einem diese Mutterdistanz im Leben zum Verhängnis. Es gibt auch Menschen, die aber gut damit zu recht kommen können.
Das kenn ich auch, meine Mutter hat mich mit ca. 9 Monaten bei meinen Großeltern abgegeben und ist für 1,5 Jahre verschwunden. ich bin dann bei meiner Oma aufgewachsen, was auch nicht immer einfach für mich war. Bei mir ist ein Schuldgefühl übrig geblieben. Ich hatte immer das Gefühl, das ich ein Klotz am Bein war...
 
Hast du Erfahrungen mit Aufstellungen oder von Fällen gehört wo sich Zustände verschlimmert haben.?

Es gab da mal in Amerika einen Selbstmord nach einer Aufstellung, ist aber jetzt schon länger her und andere Geschichten habe ich nie gehört, du.?
Hellinger ist mit den Jahren "weicher" geworden und hat einiges relativiert.
Nebenbei gibt es auch nicht nur den Hellinger.
 
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Meine Eltern trennten sich als ich sechs jahre alt war, meine beiden Geschwister sind schon früher ausgezogen...
Lebte von dort an mit meiner Mama,
und wurde zum Schlüsselkind, da sie arbeiten musste...
Aufmerksamkeit bekam ich also recht wenig und musste mir die meiste Zeit selbst genügen.

Was es heißt wirklich zu lieben,
lernte ich erst als Zweiundzwanzig jähriger kennen, als ich damals
mit meiner Freundin zusammen kam...

Bei mir ist es halt so, das ich durch die fehlende Liebe im Elternhaus immer noch innerlich am verdursten bin, und recht viel Aufmerksamkeit, Anerkennung brauche und vor allem mich geliebt fühlen möchte...

Ja... So ist das halt, bei mir...
 
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