Welche Macht hätten Jesus und Buddha heute?

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teppich

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Wenn Jesus und Buddha nicht damals gelebt hätten,sondern heute,wie würde es dann aus sehen,hätte ein Jesus oder Buddha in unserer aufgeklärten und wissenschaftlichen Welt überhaupt eine chance,solche Menschen Massen wie damals zu beeinflussen und für sich zu gewinnen,oder würde man sie eher wegen größenwahnsinn in die nächste Nervenheilanstalt einweisen.Was auffällt ist nämlich die Tatsache,das alle heutige Weltreligionen entstanden sind,als die Menschen noch ziemlich naiv und Beeinflußbar waren,eine Zeit in der es nur wenige Menschen gab die über den Sinn des Lebens und Welt nachdachten,die wenigen die sich jedoch mehr Gedanken machten als die Masse,hatten leichtes Spiel Menschen für sich zu gewinnen,da die Masse in ihnen Weise,Lehrer,autoritäre Personen sahen,die über ein Wissen verfügten,über das sie selbst nicht verfügten,sie waren wie Kinder die zu Erwachsenen aufsehen,und sie nicht in frage stellen.Es gäbe heute kein Christentum,oder Buddhismus,noch sonst irgendeine Weltreligion,wenn die Masse angefangen wäre Dinge in Frage zu stellen,sich selbst ein eigenes Bild von der Welt zu verschaffen,nach den Sinn des Lebens und der Welt zu forschen.
 
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Wirbelwind

Guest
die hätten die gleich bedeutung wie sie haben, wie sie hatten.

sie leben heute als gleiche geistige (gedachte) person wie früher.

da muß sich doch nichts ändern, ändert sich auch nicht.
 

Paolo

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Wenn Jesus und Buddha nicht damals gelebt hätten, sondern heute, wie würde es dann aussehen, hätte ein Jesus oder Buddha in unserer aufgeklärten und wissenschaftlichen Welt überhaupt eine Chance?

Wenn ich die Frage abwandeln darf, und frage: Wenn Mahavira - Gründer des Jainismus - und Buddha nicht damals gelebt hätten, sondern heute, wie würde es dann aussehen, hätte ein Mahavira oder Buddha in unserer aufgeklärten, wissenschaftlichen Welt überhaupt eine Chance?, so würde ich antworten:
Sie hätten die Chance, wie Baghwan/Osho) oder Hubbard sie hatten.
Ob sie in die Nervenheilanstalt eingeliefert werden würden lässt sich wieder an Hand von Osho und Hubbard aufzeigen:
Osho wurde im amerikanischen Gefängnis vergiftet und mit dem schleichenden Gift-Tod nach Indien ausgewiesen. Hubbard wurde in USA bei einem Ausritt, den er alleine unternahm, ermordet. Sie wurden nicht wie Wilhelm Reich einfach bloß weggesperrt sondern gezielt getötet.
Die Bewegungen, die sie erzeugten sind jetzt schön größer als die von Buddha oder Mahavira zur entsprechenden Zeit.
Paolo.
 

Lotusz

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Hallo teppich.

In deinem Beitrag erkenne ich mich selber wieder. Noch vor einigen Monaten hätte ich genau so argumentiert wie Du. Mittlerweile habe ich einiges dazu gelernt.

Also, erstens teppich, waren die Menschen, die während der Zeit Jesus und Buddhas gelebt hatten, keineswegs so ungebildet wie Du denkst. Das habe ich auch einmal genau so wie Du gedacht. Mittlerweile habe ich erkannt, dass ich mich gründlich geirrt habe. Der ganze indische Kontinent interessiert sich schon seit Jahrtausenden für Yoga, Spiritualität und Religion. Sie haben viele Weise und Heilige hervorgebracht, die über ein Wissen verfügten, das heute noch lange nicht bis in die westliche Welt vorgedrungen ist. Mit anderen Worten, wir können noch so unendlich viel vom Osten bezüglich dieser Themen lernen. Umgekehrt ist die westliche Welt dem Osten natürlich in technischen und wissenschaftlichen Dingen überlegen.

Glaube mir, in tausend Jahren werden unsere Nachfahren ebenso behaupten, wir seien alle ziemlich ungebildet gewesen. Natürlich sind wir ungebildet bezüglich der Technologien über die sie eines Tages verfügen werden. Aber sollte es in tausend Jahren wirklich noch Menschen geben, so sind sie eventuell selbst dann in spirituellen Fragen nicht so bewandert, wie die Yogis es bereits vor 5000 Jahren waren. Wir sollten endlich so intelligent sein dieses wertvolle Wissen in unsere Gesellschaft zu tragen. Aber wir scheinen so vom Konsum geblendet, dass wir nicht einmal erkennen, wie wichtig solche Themen sind, ausser vielleicht ganz wenige Menschen.

Wenn es dich interesiert, dann trete ich auch gerne den Beweis für meine Behauptungen an.

Ich höre erst mal auf. Alles Liebe. Lotusz
 

Patric

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Gegenfrage zur ersten hier gestellten... Hat Dalai Lama keine "Folger"? Bei den Christen bezweifle ich, dass ein Jesus heute "Chancen" hätte, hatte er aber auch damals nicht, oder hat man ihn als "Freund" an das Kreuz genagelt?

Bei Buddha ist es anderst. Siddharta sagte nie, er sei was besseres als ein Mensch. Heute findet man viele Siddhartas (Buddhas) die "gefolgt" werden... Wie auch die Scientologen, Politiker, Greanpeace, usw. Anhänger haben...

Geht doch, oder?
 

Patric

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Wir haben die Erde vernichtet und Atomwaffen entwickelt, aber wir sind gleich "primitiv" geblieben...
 

Seelenfluegel

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Ich bin der Meinung, dass die Menschen heute Jesus und Buddha ebensowenig erkennen koennen wie damals.

Was wir heute von Jesus und Buddha wissen, entstand ja postum und weniger zu ihren Lebzeiten.

@Schamane
Wir haben die Erde nicht vernichtet; wir haben die Oberflaeche ein bissl krank gemacht. Sie wird uns mit Bravour ueberstehen.

Mit "primitiv geblieben" stimme ich Dir insofern zu, weil das Bewusstsein des Menschen einerseits enorm gewachsen ist, der Schatten wohl aber ebenso. Das liegt, nehme ich an, an der Entwurzelung.


lg
Chris
 
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Paolo

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Hallo Seelenflügel,

mit deiner Aussage: Ich bin der Meinung, dass die Menschen heute Jesus und Buddha ebensowenig erkennen können wie damals, bist du nicht alleine.
Ich freue mich, dass du die Aussagen zwischen meinen Zeilen wahrgenommen hast.
Paolo.
 
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