Ich bin schon sehr lange nicht mehr einsam, obwohl ich alleine lebe und auch sehr gerne alleine bin.
Es gab vor Jahren Zeiten, in denen ich einsam war, bis mir klar geworden ist, was es bedeutet, einsam zu sein.
Einsam heißt für mich:
Ich bin mir selbst nicht genug;
ich liebe mich nicht genug;
ich bin abhängig von etwas oder jemanden;
Ich mache denjenigen, von dem ich abhängig bin sogar noch verantwortlich
für mein Glück - selbst, wenn es nur ein emaginärer Freund ist, den ich mir in
meinen Träumen vorstelle.
Ich lebe nicht in voller Verantwortung für mich selbst;
Ich versuche die Verantwortung auf andere abzuschieben - auch wenn jeder damit völlig überfordert ist;
Ich habe nicht begriffen, daß ich sowieso geliebt werde, nämlich von dem Leben.
Ich darf teilhaben an diesem Wunder des Lebens - und mir ist gestattet, alles zu erfahren, was ich möchte - selbst das Gefühl der Einsamkeit.
Ich darf aber auch wachsen in meiner Eigenverantwortlichkeit - in dem Wissen, daß ich der einzige Mensch auf Erden, die einzige Wesenheit in allen Universen bin, die mich aus der Einsamkeit in ein Leben der Glückseeligkeit befördern kann - also nur ich bin in der Lage mich glücklich zu machen!
Also: wie könnte ich einsam sein, wenn ich weiß, daß ich so viel Macht besitze meine Einstellung zu ändern?
Wie könnte ich einsam sein, wenn ich mich in mich selbst verlieben kann -
und wenn ich begreife, daß ich noch nie eine Liebe, in dieser Dualität, in der wir leben - so tief und rein gespürt habe, wie die Liebe zu mir selbst?
Und plötzlich, wie ein Wunder, sehe ich Menschen mit anderen Augen.
Ich sehe, daß jeder von ihnen dazu in der Lage ist - auch der einsamste und traurigste Bettler unter ihnen.
Ich verneige mich in Gedanken vor ihnen und bin erstaunt, wen ich plötzlich alles so lieben kann.........
Oft wird diese Liebe dann erwidert - ein kleines Lächeln - ein nettes Wort -
- ich stelle fest, daß Menschen mich wie Freunde behandeln - Menschen, von denen ich das nie erwartet hätte..........
WIE KÖNNTE ICH DA NOCH EINSAM SEIN ???
Alles Liebe bluebody
hallo bluebody
all das, was du geschrieben hast, kann ich aus tiefsten herzen bestätigen.
wie kann ich mich einsam fühlen, wenn ich doch weiss, ich werde geliebt - insbesondere von mir selbst. ich liebe mich - bedingungslos
in den letzten 11 jahren habe ich vieles verloren, was mir wertvoll war. meine eltern, 2 kinder und und und.. vieles mehr, was ich nicht in worte zu fassen vermag, da es dafür keinerlei sätze geben könnte, die diesen von mir ´durchlebten schmerz auch nur annähernd treffen könnten.
ich bin dankbar für diese erfahrungen, da sie mich gelehrt haben, achtsam mit mir zu sein, liebevoll mit mir umzugehen, mich weiter zu entwickeln, niemals stehen zu bleiben, auf kleine zeichen zu achten, mich aus alten mustern zu lösen.
meine lehrmeister waren sie alle, die mir schmerz zugefügt haben´, denn die lektionen, gegen die man sich am meisten sträubt, sind die wichtigsten.
menschen kamen und gingen. menschen, die mir einen spiegel vorhielten - ich mich erkannt habe, verstanden habe, angenommen habe, wer ich bin.
ich bin dankbar für all die kleinen und auch großen lektionen des lebens, buchstabe reiht sich an buchstabe und ergibt ein wort. wort reiht sich an wort und ergibt einen satz. und viele sätze hintereinander ergeben eine geschichte. ich bin mittendrin in meiner geschichte, die das leben schreibt.
seit 11 jahren lebe ich allein - ohne partner. meine tochter ist flügge geworden und geht ihre eigenen wege.
vor 7 jahren stand ich einem mann gegenüber in dessen augen ich mich wieder erkannte. wir erkannten uns. er kam und er ging. er blieb.. er ging weiter. die liebe, die zwischen uns vom ersten augen-blick an war, steht nicht mehr in einem luftleeren raum. sie wurde ausgesprochen. und doch, sie wurde bisher noch nicht gelebt. vielleicht wird sie das auch niemals - es ist nicht mehr wichtig. ich erkenne immer mehr, dass ich all das in mir trage, was er mir zu geben antrug.
ich liebe mich - bedingungslos.
es war ein steiniger, langer, mühseliger weg, voller kampf.. voller tränen.. voller sehnsucht nach zuhause.. welches nicht im hier und im jetzt zu sein schien.
und doch - es ist gut, wie es ist.
denn ich weiss (ich glaube es nicht nur, nein ich weiss es) ich werde unermesslich geliebt.
denn
ich bin - die ich bin
namaste