Was macht ihr gegen einsamkeit?

Deshalb musste ich lernen, mich so darzustellen, wie ich bin. Was z. B. ein sexy Outfit schon alles bewirkt! :weihna1

Da bin ich auch Deiner Meinung - wenn man ein authentisches Leben führt, erkennen einen die anderen so, wie man wirklich ist.
Über kurz oder lang (ich meine grad` nicht den Rock - grins`) wird es von der Umwelt akzeptiert und man wird oft sogar grade deshalb geliebt.
 
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Hallo, Ihr Einsamen,

So richtig einsam bin ich nie gewesen, doch Sehnsucht hab ich immer gehabt. Sehnsucht ist ein wenig mit der Einsamkeit verwandt. Eigentlich liebe ich sie. Sie gibt meinem Leben Würze.

Zum Grossteil wurde und wird diese Sehnsucht durch die Liebe meiner Tochter und meines Mannes gestillt.

Ich bin auch gern allein, denn dann kann ich machen, wonach mir ist. Und ich habe viele Interessen und komme gar nicht nach, sie alle zu befriedigen.

Dadurch bin ich fast nie richtig einsam. Immer wieder tauche ich in die Vielfalt dieses Lebens ein, auch zu Hause, wenn ich allein bin. Es gibt ja viele Möglichkeiten, die Einsamkeit zu vertreiben. Ein Anruf meiner Tochter oder Schwester, auch einer lieben Freundin und die Einsamkeit hat sich verabschiedet. Den Abend verbringe ich meistens mit meinem Mann zusammen. Die Liebe vertreibt Einsamkeitsgefühle. Auch Hobbys, wie Malen und Schreiben, sind gute Einsamkeitsvertreiber.

Enttäuschungen können bei mir ein Gefühl der Einsamkeit hervorrufen. Es ist eine Zeit, in der ich nicht viel Lust habe etwas zu tun. Da spüre ich Einsamkeit. Ab er es geht schnell vorbei, da es Menschen gibt, die mich lieben, und die ich auch gern um mich habe.

Wenn man nicht einsam sein will, muss man entweder Menschen mögen, sie einladen und für sie etwas tun, oder als Alleinstehende sich Betätigungen suchen, die der Seele und dem Körper gut tun.

Zwischendurch ist es auch schön, nur vor sich hinzuträumen.

Es sieht so aus, als würde ich richtige Einsamkeit nicht kennen, zumindest jene nicht, die schmerzt.

Liebe Grüße

eva07
 
Ich bin schon sehr lange nicht mehr einsam, obwohl ich alleine lebe und auch sehr gerne alleine bin.
Es gab vor Jahren Zeiten, in denen ich einsam war, bis mir klar geworden ist, was es bedeutet, einsam zu sein.

Einsam heißt für mich:


Ich bin mir selbst nicht genug;

ich liebe mich nicht genug;

ich bin abhängig von etwas oder jemanden;

Ich mache denjenigen, von dem ich abhängig bin sogar noch verantwortlich
für mein Glück - selbst, wenn es nur ein emaginärer Freund ist, den ich mir in
meinen Träumen vorstelle.

Ich lebe nicht in voller Verantwortung für mich selbst;

Ich versuche die Verantwortung auf andere abzuschieben - auch wenn jeder damit völlig überfordert ist;

Ich habe nicht begriffen, daß ich sowieso geliebt werde, nämlich von dem Leben.

Ich darf teilhaben an diesem Wunder des Lebens - und mir ist gestattet, alles zu erfahren, was ich möchte - selbst das Gefühl der Einsamkeit.

Ich darf aber auch wachsen in meiner Eigenverantwortlichkeit - in dem Wissen, daß ich der einzige Mensch auf Erden, die einzige Wesenheit in allen Universen bin, die mich aus der Einsamkeit in ein Leben der Glückseeligkeit befördern kann - also nur ich bin in der Lage mich glücklich zu machen!


Also: wie könnte ich einsam sein, wenn ich weiß, daß ich so viel Macht besitze meine Einstellung zu ändern?


Wie könnte ich einsam sein, wenn ich mich in mich selbst verlieben kann -
und wenn ich begreife, daß ich noch nie eine Liebe, in dieser Dualität, in der wir leben - so tief und rein gespürt habe, wie die Liebe zu mir selbst?


Und plötzlich, wie ein Wunder, sehe ich Menschen mit anderen Augen.
Ich sehe, daß jeder von ihnen dazu in der Lage ist - auch der einsamste und traurigste Bettler unter ihnen.

Ich verneige mich in Gedanken vor ihnen und bin erstaunt, wen ich plötzlich alles so lieben kann.........
Oft wird diese Liebe dann erwidert - ein kleines Lächeln - ein nettes Wort -
- ich stelle fest, daß Menschen mich wie Freunde behandeln - Menschen, von denen ich das nie erwartet hätte..........


WIE KÖNNTE ICH DA NOCH EINSAM SEIN ???

Alles Liebe bluebody





hallo bluebody

all das, was du geschrieben hast, kann ich aus tiefsten herzen bestätigen.

wie kann ich mich einsam fühlen, wenn ich doch weiss, ich werde geliebt - insbesondere von mir selbst. ich liebe mich - bedingungslos :kuss1:

in den letzten 11 jahren habe ich vieles verloren, was mir wertvoll war. meine eltern, 2 kinder und und und.. vieles mehr, was ich nicht in worte zu fassen vermag, da es dafür keinerlei sätze geben könnte, die diesen von mir ´durchlebten schmerz auch nur annähernd treffen könnten.

ich bin dankbar für diese erfahrungen, da sie mich gelehrt haben, achtsam mit mir zu sein, liebevoll mit mir umzugehen, mich weiter zu entwickeln, niemals stehen zu bleiben, auf kleine zeichen zu achten, mich aus alten mustern zu lösen.

meine lehrmeister waren sie alle, die mir schmerz zugefügt haben´, denn die lektionen, gegen die man sich am meisten sträubt, sind die wichtigsten.

menschen kamen und gingen. menschen, die mir einen spiegel vorhielten - ich mich erkannt habe, verstanden habe, angenommen habe, wer ich bin.

ich bin dankbar für all die kleinen und auch großen lektionen des lebens, buchstabe reiht sich an buchstabe und ergibt ein wort. wort reiht sich an wort und ergibt einen satz. und viele sätze hintereinander ergeben eine geschichte. ich bin mittendrin in meiner geschichte, die das leben schreibt.

seit 11 jahren lebe ich allein - ohne partner. meine tochter ist flügge geworden und geht ihre eigenen wege.

vor 7 jahren stand ich einem mann gegenüber in dessen augen ich mich wieder erkannte. wir erkannten uns. er kam und er ging. er blieb.. er ging weiter. die liebe, die zwischen uns vom ersten augen-blick an war, steht nicht mehr in einem luftleeren raum. sie wurde ausgesprochen. und doch, sie wurde bisher noch nicht gelebt. vielleicht wird sie das auch niemals - es ist nicht mehr wichtig. ich erkenne immer mehr, dass ich all das in mir trage, was er mir zu geben antrug.

ich liebe mich - bedingungslos.
es war ein steiniger, langer, mühseliger weg, voller kampf.. voller tränen.. voller sehnsucht nach zuhause.. welches nicht im hier und im jetzt zu sein schien.

und doch - es ist gut, wie es ist.
denn ich weiss (ich glaube es nicht nur, nein ich weiss es) ich werde unermesslich geliebt.

denn
ich bin - die ich bin

namaste
 
Hallo marai,

Es ist wunderbar, das Du das Leben sehen kannst, als das was es ist:
ein Abenteuer - eine Schule - die großartigste Schule überhaupt.

Nachdem, was Du schreibst, hast Du bestimmt alle Höhen und Tiefen mitgenommen - und bist trotzdem nicht verbittert oder vereinsamt.

Du hast aus Deinem eigenen Abenteuer gelernt, wie großartig Du bist.......
Dein Beitrag hat mich sehr gerührt.

bluebody
 
guten morgen bluebody :-)

ich hoffe, du hast gut geschlafen und alles ist so, wie du es dir wünschst..

es hat lange gedauert bis ich erkennen durfte (ich sage ganz bewusst durfte), dass das leben, mein leben - eine schule ist.. es hat viel schmerz bedeutet, anzunehmen, zu erkennen, dass ich mir all diese großen und kleinen hausaufgaben einmal selbst ausgesucht habe.

nein, ich bin nicht verbittert. warum sollte ich? weswegen? wenn doch all das, was mir wider-fahren ist, dazu da war, mich zu mir selbst und dadurch zu gott zu führen? zu meiner liebe zu mir selbst?

du bist ebenso großartig wie ich, wir alle sind wundervoll und großartig.

namaste
das göttliche in mir grüßt und achtet das göttliche in dir..
 
guten morgen bluebody :-)

ich hoffe, du hast gut geschlafen und alles ist so, wie du es dir wünschst..

es hat lange gedauert bis ich erkennen durfte (ich sage ganz bewusst durfte), dass das leben, mein leben - eine schule ist.. es hat viel schmerz bedeutet, anzunehmen, zu erkennen, dass ich mir all diese großen und kleinen hausaufgaben einmal selbst ausgesucht habe.

nein, ich bin nicht verbittert. warum sollte ich? weswegen? wenn doch all das, was mir wider-fahren ist, dazu da war, mich zu mir selbst und dadurch zu gott zu führen? zu meiner liebe zu mir selbst?

du bist ebenso großartig wie ich, wir alle sind wundervoll und großartig.

namaste
das göttliche in mir grüßt und achtet das göttliche in dir..

Entschuldige namaste

Ist diese Selbstvergottung nicht ein bisschen zu selbstverliebt und übertrieben? Erinnert mich schon ein bisschen stark an die altgriechische Sage vom schönen Jüngling Narkissos bzw. Narziss, der seinem eigenen Spiegelbild verfallen war.
 
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Entschuldige namaste

Ist diese Selbstvergottung nicht ein bisschen zu selbstverliebt und übertrieben? Erinnert mich schon ein bisschen stark an die altgriechische Sage vom schönen Jüngling Narkissos bzw. Narziss, der seinem eigenen Spiegelbild verfallen war.

namaste =
indischer täglicher gruß wie bei uns guten tag oder guten morgähn.. also nix mit selbstvergottung oder dergleichen.

find ich nicht übertrieben, ganz und garnicht.. mir gefällt dieser gruß, zumal ich in jedem menschen das göttliche sehe

und
was ist sooooo schlimm daran, sich in sich selbst zu verlieben? ist es deiner meinung nach gesünder, wenn man sich selbst, mit all dem, was man ist - verachtet und verpönt???

wie war das in der antrittsrede von nelson mandela mit der tugend der menschen, sein eigenes licht immer wieder unter den scheffel zu stellen????

hier mal die rede..
Aus der Antrittsrede von Nelson Mandela 1994
[COLOR="Cyan"]
Unsere tiefste Angst ist nicht,
daß wir unzulänglich sind,
unsere tiefste Angst ist,
daß wir unermeßlich machtvoll sind.
Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.
Wir fragen uns:
"Wer bin ich eigentlich,
daß ich leuchtend, hinreißend, begnadet und phantastisch sein darf ?"
Wer bist du denn, es nicht zu sein ?
Du bist ein Kind Gottes.
Wenn du dich klein machst,
dient das der Welt nicht.
Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun,
wenn du schrumpfst,
damit andere um dich herum sich nicht verunsichert fühlen.
Wir wurden geboren,
um die Herrlichkeit Gottes zu verwirklichen,
die in uns ist.
Sie ist nicht nur in einigen von uns:
Sie ist in jedem Menschen.
Und wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen wollen,
geben wir unbewußt anderen Menschen die Erlaubnis,
dasselbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben,
wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun
andere befreien
.
in diesem sinne
grüßt das göttliche in mir das göttliche in dir

marai[/COLOR]
 
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