In klassischer literarischer Form, nämlich in einem an Platons Dialoge erinnernden Lehrgespräch, eröffnet Halbfas Zugänge zur spirituellen Dimension des Lebens. Durch die Benennung heutiger religiöser Desorientiertheit und durch Symbolgeschichten wird der Leser in den Gesprächsverlauf einbezogen und zur eigenen Stellungnahme aufgefordert. Die souveräne Meisterschaft des Autors erweist sich in der geglückten Symbiose von gedanklicher Strenge und narrativer Gestaltung. Nüchtern und klar, sensibel und anregend bringt Halbfas die Einheit von Gottes- und Selbsterfahrung zur Sprache. So erwächst dem Leser Mut zu eigener Erfahrung und Sprache. Dies hat das Werk zu einem Klassiker werden lassen.