Was kann man machen, wenn man verhasst ist?

Ich habe eigentlich keinen Druck. Den mache ich mir selbst.

jo, eben.

Ich sollte mich auf jeden Fall nicht von ein Paar doofen Frustrierten entmutigen lassen.
Ich denke, ich kann da schon meiner Wahrnehmung trauen. Die beiden Frauen sind übergriffig.

genau genommen ist "doofe Frustrierte" auch übergriffig.

weißt du, ich find´s toll, wenn jemand intelligent und talentiert ist, keine Frage.
der Umgang mit Menschen will aber ebenso gelernt sein, und nicht jeder bringt dafür Talent mit.
als Schlaukopf steht man rasch mal abseits, während die mittelprächig Talentierten sich blendend verstehn.
sie haben einem etwas voraus, das muß man ihnen neidlos zugestehen. vllt. weil sie einfach weniger denken und zerlegen,
sondern einfach drauflosreden und -handeln, und gemeinsam was Tun schafft halt immer noch die stärkste Verbindung.

Mir ist aufgefallen, dass sie beide Fragen stellen, die nichts mit dem Fachlichen zu tun haben, sondern mein Privatleben betreffen.

ja, sowas machen Menschen schonmal. "man" möchte halt was reden, social Kitt eben.
oder meinst du, sie wollten dir über diese Frage am Zeug flicken? auch möglich. aber inwiefern?
wenn ihnen zum Fachlichen nichts groß einfällt, sie aber doch was reden möchten, ja was fragt man dann so?

Beide wollten z.B. wissen, wo ich wohne. Und ich habe nicht die Professionalität zu sagen, dass es sie nichts angeht und mich damit abzugrenzen. Ich gebe darauf Auskunft, ohne mich wirklich wohl damit zu fühlen. An dieser Stelle sollte ich ansetzen. Das hört sich schon sehr rau an: "Das geht Sie nichts an." Eine mildere Variante fällt mir nicht ein, dir?

weiß nicht wie das bei euch so ist, in Berlin kommt die Frage in welchem Viertel man wohnt meist recht früh.
die Stadt ist soo groß und auch die einzelnen Viertel, so daß diese Auskunft noch genügend Anonymität wahrt
und sie liefert eine Grundlage für Verbindendes und weiteres Plaudern. bedrängt muß man sich dabei nicht fühlen,
find ich. man muß ja nicht direkt die volle Adresse nennen.

unter abgrenzen verstehen wir wohl Unterschiedliches. wenn zum Bsp die Nachbarin im Gespräch mit mir über eine andere Frau lästert
und ich dazu sage och, ich finde die Frau X ganz okay, dann häng ich mein Fähnchen nicht in den Wind, sondern stehe zu meiner Sicht.
sich abgrenzen ist ja nicht immer gleichbedeutend mit einer sich verweigernden Haltung. es muß auch nicht zwangsläufig brüskieren.

mannmannmann, das ist aber auch echt ne Riesenthematik, ...
ich find ja die Schreiberei oft viel zu schwerfällig im Vergleich zum Gespräch. janu ..

LG
 
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Ich finde den Faden und das Thema sehr lehrreich und nachhaltig...vielen DanK...vor allem an Suki!

Liebe Stäbchen....:)

Die Idee mit dem Coaching finde ich doch wichtig für Dich, sie umzusetzen....die 300 Euro würden sich lohnen.

Denn hier beim lesen ist mir aufgefallen, dass bei Dir das Thema Neid, Gehässigkeit und Missgunst ziemlich tief sitzt, sodass Du mittlerweile schon aversiv und entwertend auf evtl narzisstische Besetzungen reagierst...und genau das könnte sich dann geschäftsschädigend auswirken, weil Deine Reaktionen unverhältnismäßig bzw. unausgewogen ausfallen könnten.

Ich kenne das von mir, wenn man als Kind narzisstischen Neid und Lichtraub ausgesetzt war, schlägt das sehr tiefe Wunden...und kommt einem Trauma gleich....und dieses Trauma kann athmosphärisch sehr schnell getriggert werden,,,also retraumatisiert werden.

Das das bei Dir so sein könnte , merke ich daran, dass Du bei triggernden Kunden in einen Beweiszwang und in eine Bringerschuld gerätst, was zeigt das Du emotional wie um Dein seelisches Überleben kämpfst...ums mal extrem auszudrücken, was in solchen Momenten bei Dir innerlich ablaufen könnte.

Wenn einem dann sein eigenes unverhältnismäßig devotes reagieren selbst hernach auffällt, verfällt man dann schnell ins andere Extrem und bekommt eine mächtige Wut...und könnte dann in dieser Wut genau die Handhabe für solche Art Leute liefern.

Denn Du musst Dir mal vorstellen, was in Dir auf Dauer passiert wenn die besagte 65 jährige jetzt regelmäßig beim Klavierunterricht neben Dir sitzt...und so entwertend und zweifelnd weiter macht..hmmm?

Tipps waren ja hier schon viele, die sehr konstruktiv sind...aber umsetzen...das ist die Frage...wenn emotional der Film abläuft.

Dann fällt es sehr schwer :

sachlich und besonnen zu reagieren und zu bleiben
sich sachlich abzugrenzen, indem man einfach nachfragt:

was möchten sie, was gefällt ihnen am Preis nicht, wieviel würden sie denn verlangen für die Arbeit?...usw....

Oder auf Vorwürfe zu reagieren wie: ihr Klavierunterricht scheint so langweilig zu sein, dass mein Sohn zu Hause nicht gerne übt...können sie überhaupt was, zeigen sie mir mal ihre Qualifikationen, also Soundso ist viel besser als sie, von ihrer Technik bekomme ich Fingerrheuma,---- bis hin ihre Nase gefällt mir nicht ...sie stinken...

Zusätzlich geh ich davon aus, dass Du Dich sehr mit Deinem Betrieb identifizierst...sodass man die Formel anwenden könnte:

Ersinnen und umsetzen des Konzepts = meine Seele einzubringen= umgesetzter Betrieb und Beseelungskraft = bin ICH persönlich....

sodass...wenn jemand Deinen Betriebsablauf und Deine Arbeit in Frage stellt, Du Dich sehr persönlichen angegriffen fühlen könntest....

....und weil Du die Erfahrung machen musstest, dass Dir durch Neid , Gehässigkeit und Missgunst gehörig innerer Schaden zugefügt werden kann...schließt Du automatisch daraus, dass das gleiche mit Deinem Betrieb passieren kann...es geht also bei Kritik...ob angebracht oder unangebracht...sofort um existentielles seelisches Überleben bei Dir.

Diese überstarke Identifikation müsste in eine gesünderes Verhälnis gebracht werden, sodass Du in der Lage bist mehr Abstand und Distanz walten zu lassen...und aus dieser Selbstdistanz Deinen Umgang mit schwierigen Kunden händeln lernst.

Ich denke , dass Du auch diese Hürde überwinden wirst...und wünsche Dir viel Glück!
 
Guten Morgen,

@Yogurette:

Oh je, ich wollte niemanden mit dem Ausdruck "die frustrierten Doofen" treffen. Die, die gemeint sind, lesen hier hoffentlich nicht mit :)

Also bei uns ist es nicht üblich zu fragen, wo man wohnt. Man kann sich über diverse andere Dinge unterhalten, wenn man Smalltalk haben will: über das Wetter, die Blumen, die Mode ect...

@Nadida:

Danke für dein Feedback.

Das stimmt, die Verletzungen über das narzistische Verhalten sitzen tief. Das war auch schon Mal Thema in einer Psychtherapie. Die Therapeutin wollte mir vermittel, dass Neid und Konkurrenzverhalten übliche Reaktionsmuster bei gleichgeschlechtlichen Kontakten sind. Nun ja, ob ich das je annehmen werde, weiß ich nicht. :rolleyes:

Interessant, dass hier der Eindruck entsteht, ich würde emotional voll geladen auf die Kritik dieser Kunden reagieren. Dabei habe ich hier nirgendwo die Frage an mich gelesen, wie ich nun wirklich darauf reagiere, was ich sage und mache. Oder habe ich es überlesen?
Tatsächlich war zumindestens eine Kundin von den genannten emotional und ausfällig, wofür sie sich später mit der Topfblume entschuldigt hat.
Ich bleibe schon sachlich. Aber genau das nervt sie, weil es wie du es richtig erkannt hast, eine Übertragung zum familieren Trauma gibt. In der Familie konnten die narzistsich besetzten Mitglieder mit Sachlichkeit nicht umgehen. Sie haben es als Provokation aufgefasst. Ähnlich sehe ich das bei diesen Frauen.
Du schreibst "devotes" Reagieren? Könntest du das genauer benennen?

Wenn die 65 Jährige tatsächlich mit dem Unterricht anfangen würde und sich weiterhin so verhielte, würde ich entweder eine andere Klavierlehrerin suchen und die ältere Dame an sie abgeben oder die Dame eben bitten, wo anders Unterricht zu nehmen.

LG,

Stäbchen
 
Interessant, dass hier der Eindruck entsteht, ich würde emotional voll geladen auf die Kritik dieser Kunden reagieren. Dabei habe ich hier nirgendwo die Frage an mich gelesen, wie ich nun wirklich darauf reagiere, was ich sage und mache. Oder habe ich es überlesen?

Du re-agierst die ganze Zeit hier im Thread auf Kritik. Daraus könnte man schließen, dass es mit diesen Kunden auch so laufen könnte. Ich denke, dass es das ist, was Nadida sehr treffend zusammengefasst hat. Danke dir auch, Nadida!

Aber es ist wie erwähnt, nicht persönlich gemeint. Also schon persönlich... aber nicht kränkend. Ich wünsche mir, dass du das erkennen kannst.
 
Du re-agierst die ganze Zeit hier im Thread auf Kritik. Daraus könnte man schließen, dass es mit diesen Kunden auch so laufen könnte. Ich denke, dass es das ist, was Nadida sehr treffend zusammengefasst hat. Danke dir auch, Nadida!

Aber es ist wie erwähnt, nicht persönlich gemeint. Also schon persönlich... aber nicht kränkend. Ich wünsche mir, dass du das erkennen kannst.

Ehrlich? Das ist mir nicht aufgefallen, dass ich hier im Thread auf Kritik unsachlich, emotional und ausfallend reagiert hätte. Wärst du so lieb, diese Stellen zu zitieren?

LG,

Stäbchen
 
Ehrlich? Das ist mir nicht aufgefallen, dass ich hier im Thread auf Kritik unsachlich, emotional und ausfallend reagiert hätte. Wärst du so lieb, diese Stellen zu zitieren?

LG,

Stäbchen

Es war hier keine Rede davon, dass Du hier unsachlich, emotional und ausfallend gewesen wärest...aber die Schroffheit Deines offensichtlichen Gekränktseins sobald Du etwas als Kritik ausfasst...ist nicht zu überlesen!
 
also was ist nochmal die zugrunde liegende Frage des Threads?
warum sind die Anderen so Scheiße, wo ich doch so toll bin?

logo gibt es blanken Neid und basierend auf diesem Kritik und Ablehnung.
ich müßt jetzt nochmal nachlesen, der Einfachheit halber frag ich stattdessen:

also bisher haben wir da eine intelligente begabte gutaussehende vielseitig aktive Frau
und die doofen minderausgestatteten Frauen ihrer Kundschaft, die sie mißgünstig beäugen.

gibt es eigentlich bei dem ganzen Schlamassel Momente und wenn ja welche,
wo dich dabei etwas emotional berührt? oder siehst du dem Treiben bloß zu?

ich denke nämlich, daß nur jenes, was dir etwas ausmacht, daran überhaupt von Belang ist.
aber vllt hast du eine solche Psycho-Spiri-Betrachtung hier ja gar nicht im Sinn.
 
Es war hier keine Rede davon, dass Du hier unsachlich, emotional und ausfallend gewesen wärest...aber die Schroffheit Deines offensichtlichen Gekränktseins sobald Du etwas als Kritik ausfasst...ist nicht zu überlesen!

Ich erlaube mir eine kleine Korrektur deiner Aussage:

Es war hier keine Rede davon, dass Du hier unsachlich, emotional und ausfallend gewesen wärest...aber die Schroffheit Deines offensichtlichen Gekränktseins sobald Du etwas als nicht berechtigte Kritik ausfasst...ist nicht zu überlesen!

Und wenn das bei den hier genannten Damen der Fall ist, sehe ich es eben nach wie vor als einen Angriff, um mich persönlich zu treffen und mein Können zu diskreditieren. Und klar fasse ich es als Missgunst auf.
Wie ich damit umgehen soll, mich davon abgrenzen, war das Anliegen dieses Threads...
 
Und zwar bin ich vom Beruf her Sek II- Lehrin, da ich aber aufgrund einer Psychotherapie in der Vergangenheit keine Verbeamtung bekomme und unser Schulsystem nicht gutheiße, habe ich eine eigene etwas unkonventionelle (Privat)Schule gegründet. (...)
Wenn eigene Wege gegangen werden, steht man unter einer strengeren sozialen Kontrolle. Gewisse Minderwertigkeitsgefühle können dadurch besonders angesprochen werden.
Wichtig ist, seinen Weg gut durchdacht zu haben, seine Kompetenzen zu kennen und bereit zur Optimierung zu sein. Auch gewisse Schwächen dürfen sein und sollten ehrlich zugegeben werden, was nicht selten Ablehnung, sondern Sympathie und Unterstützung hervorruft.
Jemand, der schon alles perfekt zu können scheint, mögen die Leute gar nicht so sehr. Sie schätzen es vielmehr, wenn sie sehen, dass jemand zwar schon etwas gut kann, aber ihnen gewisse Schwächen offenbart und die Bereitschaft zur Optimierung zeigt.
 
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Du bist sehr beherrscht, Stäbchen, keine Frage :) aber was geht in dir vor wenn du beherrscht bist? was fühlst du

Da ist ein See von Traurigkeit. Da du das Gefühl hast im Alltag funktionieren zu müsssen, ist Traurigkeit (und auch die darüber lagernde Wut) KEINE Option. (Wut hat sich als Kind nicht bewährt; und Traurigkeit vermindert den ökonomischen/kreativen Output.) Das heißt, du stehst die anfordernden AlltagsSituationen mit Sachlichkeit, Kompetenz (und inneren Feuerwerken) durch.


...und damit du nicht denkst das beziehe sich insbesondere auf dich, sage ich dazu: Und damit teilst du ein ähnliches Schicksal mit allen leistungsfähigen, begabten Menschen, die sich in diese Gesellschaft integrieren. (es gibt da nur verhältnismäßig kleine Unterschiede, wie verschiedene Menschentypen damit umgehen.)
 
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