Et libera nos schrieb:
habe ich dich irgendwo als "ihr" angesprochen? Kann mich nicht erinnern.
Liebe/r Et libera nos,
dies hattest du geschrieben in Beitrag # 2:
Kurios diese Licht-Arbeiter.
Niemand anderer nimmt so oft und leichtfertig das Wort "Licht" in den Mund, ohne dabei sagen zu können, WAS damit gemeint ist.
Persönliche Meinungen gelten nicht, denn dann würde ja jeder was anderes darunter verstehen. Licht ist Licht.
Damit hast du
alle Lichtarbeiter angesprochen; mich auch, ich
bin ein Diener meiner Liebe. Ein Lichtarbeiter. Ich wollte nicht warten, bis du mich mit "ihr Lichtarbeiter" direkt ansprichst.
(das "ICH BIN" habe ich rausgeschnitten, da das für mich eine Formulierung ist die gerade en vogue ist.
und die Wenigsten wissen auch woher der Satz stammt - nämlich aus der Bibel)
Wenn das Selbst im meditativen Zustand einfach nur da ist und seine wahre Natur, reines Sein, erfährt, und wenn es dann erfährt, dass es dieses reine, pure Sein
ist, dann ist das einzige, was es zur Selbstdefinition noch von sich noch sagen kann: "Ich bin reines Sein" oder "Ich bin das/der ICH BIN". Es ist eine Erkenntnis.
Und dazu muss man nicht in die Kirche gehen oder bibelfest sein. (kicher)
Soll ich den Begriff "Gott" nicht nutzen, weil Kirche und Bibel ihn auch nutzen und Gott als "strafenden Richter" bis zur Unkenntnlichkeit verunstalten? Ich kann mit der Nutzung des Begriffs nur dazu beitragen, um dem Begriff einen zunehmend guten "Geschmack" zu geben. Einen Geschmack der Liebe, der Freundschaft und der Erkenntnis im Herzen.
Sieh' dir mal den Begriff "Esoterik" an - der ist längst madiger als der allerreifste "Graukäs"...
Für mich nicht. Ich liebe ihn und seine wundervolle, hingebungsvolle Bedeutung.
Die einzige Alternative wäre die Annahme einer Metapher (Wissen=Licht), also ein rhetorisches Konstrukt für einen innerpsychischen Prozess.
Sowohl als auch.
Liebesarbeiter, Einheitsarbeiter, Wissensarbeiter, Erleuchtungsarbeiter, Lichtarbeiter. Alles dasselbe.
Dazu kommt:
Wenn sich die Schwingungsfrequenz des Selbst, seiner Energie, die es erzeugt, durch das Fühlen seiner Liebe erhöht, werden die Farben der Aura heller. Seine Energie leuchtet in helleren Farben - durch wachsende Liebe nimmt das Licht seiner Energie zu. So ist Licht nicht als Metapher zu verstehen, sondern als ein Anstieg des leuchtens der Energie, die das Selbst mit dem Geist erzeugt. In dem Sinne gibt es ohne wachsende Liebe kein helleres leuchten der Energie, Licht. Licht bedingt Liebe. Es ist Ausdruck der Liebe und geschieht gleichzeitig, weshalb Licht und Liebe austauschbar sind. Wenn jemand im Licht ist, seine Energie hell leuchtet, ist er in der Liebe und umgekehrt. Liebesarbeiter - Lichtarbeiter.
Sonst müsste ich fragen, wie man denn ein Bewusstsein überhaupt in Schwingung versetzt, geschweige denn wie dessen Frequenzerhöhung aussehen soll.
O.k., ganz genau: Das Bewusstsein des Selbst nimmt die Schwingungsfrequenz der Energie wahr. Also erhöht sich nicht die Energiefrequenz
des Bewusstseins, sondern die Frequenz der Energie des Selbst erhöht sich. Und das
im Bewusstsein des Selbst. Es ist sich dessen bewusst.
Dadurch nimmt das Bewusstsein die Energie deutlicher wahr, ein feines Kribbeln im Körper, wodurch sich das "Körperbewusstsein" des Selbst erhöht und damit die Gewahrheit um sich selbst. Es ist sich seiner Selbst deutlicher bewusst. Je höher die Energie schwingt, desto deutlicher fühlt es seinen "Körper", sich selbst, und desto mehr ist es sich seiner selbst bewusst. Für diesen Moment ist es mit seiner Aufmerksamkeit, seinem Bewusstsein, bei sich selbst, anstatt bei seinem Verstand. Für diesen Moment sind alle Gedanken, die es empfängt, von der Quelle im Herzen. Vom Schöpfer. Die Innere Stimme.
Weshalb sollte das Ich "satanisch" sein? Das ist mir jetzt wirklich neu.
Satan als Prinzip ist (meiner Erfahrung nach) ebenfalls nicht "böse"; nichts ist "böse" solange es nicht zu einem Extrem wird, oder zum Selbstzweck entartet.
"Satan" wirkt z.B. der Wandlung, der Veränderung entgegen, durch starke Kohäsion.
Was ist "satanisch"?
Wenn das Wort "Satan" aus dem Griechischen kommt und "Gegner" heißt und damit der Gegner (nicht "Böser") des Selbst, das "Ich", gemeint ist, ist das die
eine Sache. Wenn jemand jetzt das Wort "Satan" missversteht und mit "Böser" gleichsetzt und dann "Böses" "satanisch" nennt, ist das die
andere Sache.
Für diese Missverständnis kann das Ich des Selbst nichts. Das Ich ist lediglich eine Illusion des Selbst. Eine Vorstellung, ein Gedankenkonstrukt, und hat keine Wirklichkeit. Das Ich ist die Illusion der Tennung von allem, welche das Selbst erschafft, weil es sich seiner wahren Identität nicht bewusst ist und nicht weiß, wer es wirklich ist. Es weiß nicht, dass es Gott und überall geleichzeitig ist.
Das Selbst denkt, dass es an seiner Hautgrenze endet und dass es der Körper sei. In dieser Illusion erschafft es die Vorstellung: "Ich, der Körper, allein und getrennt." Und das ist die Vorstellung des "Ich". Und alles, was das Ich, oder das Selbst in der Illusion des Ich, meint, wie es ist, welche Eigenschaften, welche Vorlieben es hat usw. sind im Ver satan d (Verstand) "gespeichert". Die Gedanken im Verstand, welche im Bewusstsein der Trennung erzeugt werden, sind als Gegenstück zu den Gedanken des Herzens, der Inneren Stimme, welche in Einheit mit sich selbst erzeugt werden, zu begreifen.
So ist der Verstand immer der Gegenspieler (nicht "böse", nur Gegner) des Selbst und hat allein durch die Gewohnheit des Selbst, sein Bewusstsein auf diesen zu richten, die vorangige Präsenz im Bewusstsein des Selbst, weshalb es sich ständig mit Gedanken befasst, die es von seinem wahren Wesen und seiner wahren Natur ablenken:
Mit Gedanken, die in der Illusion der Trennung erzeugt werden. Ein wahrlich sinnloses Unterfangen in Hinblick auf die geistige Entwicklung des Selbst.
Warum diese Illusion der Trennung? Ganz kurz und "technisch":
Das Selbst, welches einfach nur da ist, also reines Dasein oder SEIN ist, nimmt den "automatisierten" Vorgang des Atmens im Geiste, nicht als geistige Vorstellung, die es einfach nur beobachtet, wahr, sondern als von ihm aktiv ausgeführt. Dies ist der Beginn der Illusion aller Aktivität. In dieser Illusion ist es der Auffassung, es würde selbst Atmen, d.h. das Atmen aktiv mit dem Geist machen, wodurch es in der Illusion ist, es würde selbst körperlich atmen, wodurch es in der Illusion ist, es sei der Körper, der selbstständig, aktiv atmet. Dadurch erschafft es eine weitere Illusion: "Ich, der Körper und von allem getrennt." Die Illusion des "Ich".
Den Atem in der Meditation nur zu beobachten und geschehen zu lassen, ist eine Möglichkeit, die Illusion der Aktivität für den Moment zu beenden. Das Selbst beendet für den Moment die Illusion der aktiven geistigen Atmung und damit die Illusion der körprerlichen Atmung und damit die Illusion, der Körper zu sein, während es im Bewusstsein um seine wahre Natur, reines Sein, verweilt. So ist auch die Illusion aller Aktivität, also auch die des aktiven Denkens für den Moment beendet. In diesm Moment kann das Selbst zu der Erkenntnis gelangen, dass es nicht der Körper und auch nicht die Gedanken und in Wahrheit frei von allem ist. Es erfährt sich als reines Sein und erkennt alle Aktivität als Illusion.
Dieses Gefühl der Freiheit von allem ist unendliche extatische Freude.
Kosmische Freude. Unbeschreiblich.
Was aber, wenn da TATSÄCHLICH eine Trennung vorhanden ist, und der Mensch es nur nicht wahrhaben will ?
Solche Gedanken können nur im Bewusstsein der Trennung, auf das Ich gerichtet, erzeugt werden.
Natürlich kommen solche Gedanken "vom" Ich. Es ist seine Daseinberechtigung. Wer braucht es noch, wenn das Selbst immer häufiger in Mitgefühl, Verständnis und
Vertrauen zu seiner Umwelt sich seiner Verbundenheit damit immer bewusster ist und bei sich selbst ist und sein Bewusstsein immer weniger auf das Ich und die misstrauischen im Bewusstsein der Trennung erzeugten Gedanken richtet und es immer weniger auf den Verstand hört?
Vertrauen und Verbundenheit sind das baldige Ende des Ichs, während das Selbst der Erkenntnis seiner wahren Identität immer näher kommt.
In Verständnis, Mitgefühl, Vertrauen etc. d.h. bei der gefühlsmäßigen Erfahrung seiner Umwelt ist das Selbst bei sich selbst und im Bewusstsein der Verbundenheit. Bei der Beurteilung seiner Umwelt durch den Verstand und bei allen negativen Gefühlen gegen sie ist es bei seinem Ich und im Bewusstsein der Trennung.
Verbindende Grüße
Friedvoll