Für den Unerleuchteten ist die Welt alles, was es gibt. Es gibt nichts
anderes. Dieser zeitgebundene Modus des Bewusstseins klammert sich an die Vergangenheit, um eine Identität zu haben und braucht die Welt dringend zur eigenen Freude und Erfüllung. Deshalb bietet die Welt eine riesige Verheißung und stellt gleichzeitig eine große Bedrohung dar. Das ist das Dilemma des unerleuchteten Bewusstseins: Es ist hin- und hergerissen zwischen der Suche nach Erfüllung in und durch die Welt und fühlt sich gleichzeitig ständig von ihr bedroht. Der Mensch glaubt, dass er in ihr zu sich finden wird und gleichzeitig fürchtet er, dass die Welt ihn umbringen wird, was sie auch tut. Es ist also ein Zustand eines ständigen Konflikts, zu dem das unerleuchtete Bewusst sein verurteilt istständig zwischen Begierde und Furcht hin- und hergerissen zu sein. Es ist ein furchtbares Schicksal.
Das erleuchtete Bewusstein ist im Nicht-Manifesten verwurzelt und ist letztendlich damit eins. Es weiß, dass es das ist. Man könnte fast sagen, dass das Nicht-Manifeste nach außen blickt. Selbst wenn es sich um eine kleine Sache handelt wie die visuelle Wahrnehmung einer Form zum Beispiel einer Blume oder eines Baumes , wenn man sie in einem Zustand großer Wachsamkeit und tiefer Stille wahrnimmt, frei von Zukunft und Vergangenheit, dann ist es im gleichen Moment bereits das Nicht-Manifeste. In dem Augenblick ist man keine Person mehr. Das Nicht-Manifeste nimmt sich selbst in der Form wahr. Und da ist auch immer ein Empfinden von Güte in einer solchen Wahrnehmung.
Dann entstehen alle Handlungen daraus und haben eine völlig andere Qualität als Handlungen, die aus dem unerleuchteten Bewusstsein entstehen, das etwas braucht und sucht, um sich zu beschützen. Hier sind eigentlich wirklich all die nicht greifbaren und kostbaren Qualitäten zu finden, die wir Liebe, Glück und Frieden nennen. Sie alle sind eins mit dem Nicht-Manifesten. Sie entstehen daraus. Ein Mensch, der sein Leben in Verbindung damit lebt, der daraus handelt und interagiert wird zu einem Segen für den Planeten. Dagegen ist der unerleuchtete Mensch eine Last für den Planeten. Das Unerleuchtete hat eine gewisse Schwere. Und der Planet leidet unter Millionen von unerleuchteten Menschen. Die Last ist beinahe zuviel für den Planeten. Manchmal spüre ich, wie der Planet sagt: Oh nein, bitte aufhören.