Was ist das Ich?

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Sverre schrieb:
Natürlich sehe ich als Mittel zum Zweck ebenso einen Verstand. Den aber kann ich doch benutzen oder etwa nicht? Ich habe nur keine Lust mehr, mich mit meinen Gedankeninhalten zu identifizieren.




Ich möchte mich doch nirgendwo herausziehen. Ich belasse mich dort, wo ich bin.

Zum Ersten: Wenn du deinen Verstand benutzt, willst du ja irgendwas _Bestimmtes_ erreichen. Das ist notwenidgerweise wieder irgendein "Gedanke".
Du musst dich mit deinen Gedankeninhalten identifizieren, wenn du das nicht müsstest, könntest du ja einfach damit aufhören.

Man kann ja mit allem möglichen "einfach so" aufhören, nur mit dem nicht, weil der Akt des Aufhörens selbst das Problem voraussetzt - die Lösung schafft das Problem.

Zum Zweiten: Auch wenn du dich belässt, und "nichts" machst, wird einfach alles so bleiben wie es ist - es wird sich dann nichts ändern (aber ich denke dafür ist es jetzt ohnehin schon zu spät)

lg
 
xyto schrieb:
Es geht hier darum, dass das Denken Realität schafft, die oft leidvoll ist. Wird das Denken als Denken entlarvt, ist da nur noch reines Sein.

Der Weg dazu ist die Erkenntnis, wer man in Wirklichkeit ist, oder nicht ist, das heißt das Lösen von Identifikationen.

Kann man sich aber vom Denken lösen? Kann man also einfach, sozusagen "willentlich", sich einfach "hingeben", und das Sein einfach "sein" lassen?
Das geht nun aber eben insofern nicht, als jeder Versuch dazu ein "Wollen", das heißt selbst ein "Gedanke" wäre, der ja eben selbst eine "gedankliche" Welt zur Voraussetzung hätte - das heißt man würde sich hier nur im Kreis drehen oder eben den Kopf nicht aus dem Wasser bekommen.

(keine Ahnung ob das jetzt verständlich war *G*)

liebe Grüße

Ok, xyto. Diese Worte sind für mich wichtig. Ich scheine also lediglich etwas verdrängen zu wollen, um es an geeigneter Stelle zu benutzen. Das Denken halt.

Ich ahne, dass ich nicht wirklich vollends verstehen kann (oder wohl eher will) im Moment.

Es fällt mir einfach schwer, Dir bis in die letzte Ecke zu folgen.
 
xyto schrieb:
Es geht hier darum, dass das Denken Realität schafft, die oft leidvoll ist.

Jo...muss man richtig Denken lernen. *nickt*

Wird das Denken als Denken entlarvt, ist da nur noch reines Sein.

Richtig...reines Sein, dass hin und wieder die Angewohnheit hat DInge in die Realität zu denken...*chrchrchr* ;)

Der Weg dazu ist die Erkenntnis, wer man in Wirklichkeit ist, oder nicht ist, das heißt das Lösen von Identifikationen.

Meine Worte. Nur das Lösen der Identifikationen ist NICHT = Negation.

Kann man sich aber vom Denken lösen?

Klar.

Kann man also einfach, sozusagen "willentlich", sich einfach "hingeben", und das Sein einfach "sein" lassen?

Ja, kann man beides "Sein lassen" und "Sein lassen" ...der freie Willi!

Das geht nun aber eben insofern nicht, als jeder Versuch dazu ein "Wollen", das heißt selbst ein "Gedanke" wäre, der ja eben selbst eine "gedankliche" Welt zur Voraussetzung hätte - das heißt man würde sich hier nur im Kreis drehen oder eben den Kopf nicht aus dem Wasser bekommen.

Oder man wechselt die Betrachtungsbene...dann gehts.
Die Eine Ebene wählt das Ziel, die Andere tut es.

(keine Ahnung ob das jetzt verständlich war *G*)

Klar..war es, war nicht schwierig. ;)

Liebe Grüße
Qia :daisy:
 
xyto schrieb:
Zum Ersten: Wenn du deinen Verstand benutzt, willst du ja irgendwas _Bestimmtes_ erreichen. Das ist notwenidgerweise wieder irgendein "Gedanke".
Du musst dich mit deinen Gedankeninhalten identifizieren, wenn du das nicht müsstest, könntest du ja einfach damit aufhören.

Man kann ja mit allem möglichen "einfach so" aufhören, nur mit dem nicht, weil der Akt des Aufhörens selbst das Problem voraussetzt - die Lösung schafft das Problem.

Zum Zweiten: Auch wenn du dich belässt, und "nichts" machst, wird einfach alles so bleiben wie es ist - es wird sich dann nichts ändern (aber ich denke dafür ist es jetzt ohnehin schon zu spät)

lg

Was schlägst Du vor, was ich genauer betrachten sollte, um es besser durchschauen zu können?
 
Caya schrieb:
nö, sKarunale':kuesse: is schon in meinem Bau! :tongue2:

Na...dann rück halt n Stück beiseite...dann mussu uns beide "Einbauen" *chrchrchr* ;)

Von wegen :tongue2:...*ts* immer diese Einschränkungen...Doppelbelegung ist Doppelhoppel ist Doppelextase...so !!!

:kiss4: :kiss4: :kiss4:
 
QIA S.O.L schrieb:

alles lief glatt, niemand stellte zu viele Fragen und unsere Kinder wuchsen in der heilen Welt auf der Farm auf.
Ich arbeitete hart und man mochte mich, nachts im Bett hatte ich Sex mit Jenny, manchmal auch auf der Rückbank meines Autos, wenn wir vom Kino kamen.
Um dieses Leben zu ertragen, begann ich zu trinken, anfangs nicht viel, aber es wurde mehr, dafür hatte ich mit den Drogen aufgehört, denn ich war mir genau bewusst, um was es ging.
Einmal nachts saßen Jenny und ich auf dem Dach des Autos und tranken Whisky aus der Flasche, die Musik aus dem Radio dröhnte über die Felder, wir waren allein. Oh Mann, so wie man nur dort allein sein kann und da fragte mich Jenny warum ich nach Iowa kam und ich erzählte ihr so eine Geschichte vom Tod meiner Familie. Meine Eltern und meine Schwester befanden sich im Haus, als es eine Gasexplosion gab, da sei ich einfach losgefahren nach dem Begräbnis, ich hätte die Erinnerung nicht ertragen können.
Jenny nahm meine Hand und tröstete mich, wir waren betrunken und machten Sex dort oben auf dem Autodach, ich liebte sie damals noch.

enough?

Text von Karuna :daisy:
 
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