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Condemn
Guest
Offiziell gibt es nur einen Maßstab und der nennt sich Armutsgefährdungsgrenze und wer darunter liegt, gilt als arm. Bei Alleinlebenden liegt dieser Satz bei 11.426 Euro pro Jahr.
Wer darunter liegt, gilt als arm, wer an diese Grenze kommt, gilt als von Armut gefährdet.
Und nun kann man mal rechnen, wie viele das gerade haben und wie viele knapp nen Hunni mehr haben.
Bei zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren ist diese Grenze 23.994 Euro pro Jahr.
Hartz4 liegt sehr weit darunter. Übrigens, diese Höhe der Hartz4-Bezüge werden mittlerweile als lebensgefährlich hinsichtlich der Essensversorgung ganz offiziell angesehen.
Schon 2010 lag die Quote dieser als arm deklarierten Menschen bei 25,1 % der gesamten Bevölkerung, verbunden mit sehr starken Wachstum.
siehe auch: http://www.bpb.de/wissen/GCP6XT
Es ist durchaus denkbar, dass wir mittlerweile schon bei 50 % liegen, die sich an dieser Armutsgrenze bewegen.
Wird gerne totgeschwiegen, so auch wie die UN-Watsche zu diesem Umstand einfach seit Jahren negiert wird. Die Einzigen, die den vorgenannten dramatischen Umstand immer wieder aufgezeigt haben, waren die Linken.
Nur, es wurde schön niedergeredet, durch die Benutzung von Hartz4 als angebliche Armutsgrenze. Stimmt aber nicht, Hartz4 ist keine Armutsgrenze, denn die Grenze ist schon lebensgefährdend.
Genau daher bezweifle ich auch dieses Ergebnis bei der CDU. Es sind schon zu viele in Deutschland geworden, die täglich ums Überleben kämpfen. OK, man kann auch sagen, vielleicht hat hier ja die vorgekaute Sülze des Mainstreams geklappt und viele glauben noch daran, sie müssten sich nur bemühen und ihnen ginge es ja super gut. Nur auch das, bleibt eine bewusste Manipulation.
Um es klar zustellen, der Begriff arm, betrifft nicht nur Hartzer und Sozialgeldbezieher, die sind längst die Ärmsten der Armen. Es betrifft auch ganz einfach ganz Normale Menschen, die kaum noch die inflationsartig gestiegenen Mieten zahlen können, oder sich mit Hausbau, Wagenfinanzierung usw. einfach übernommen haben, aber vom Verdienst weit oberhalb der Armutsgrenzen liegen. Das sind dann noch eine Masse, die nochmals dazukommen.
Ein Horror.
Man muss aber, wenn man schon nach den genauen Definitionen geht, zwischen "arm" und "armutsgefährdet" unterscheiden. Dazwischen gibt es noch mal ne deutliche Lücke.
Aus Deinem Link:
Im Erhebungsjahr 2010 waren in Deutschland 15,8 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet (2005: 12,7 Prozent). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bzw. Ergebnissen der Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) lag dabei der Schwellenwert für Armutsgefährdung in Deutschland für Alleinlebende bei 11.426 Euro pro Jahr. Zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren waren armutsgefährdet, wenn sie zusammen und nach Einbeziehung staatlicher Transferleistungen ein Einkommen von weniger als 23.994 Euro pro Jahr zur Verfügung hatten.
Der Wert dürfte seitdem gestiegen sein, sagen wir auf etwa 17%. Das wären dann bei 82 Mio Menschen: 13,9 Mio
Ich sagte "zwischen 10 und 15 Mio". Und das ist im Grunde noch hoch gerechnet, weil wir hier nach wie vor von "Armutsgefährdet" sprechen, mir es aber um "Armut" geht. Das Existenzminimum liegt noch mal deutlich unter den ca. 950 Euro pro Monat.
Das ganze wird anhand des Äquivalenzeinkommens abgeleitet (steht übrigens auch in Deinem Link): http://de.wikipedia.org/wiki/Äquivalenzeinkommen#cite_note-aul2006-8
2004 waren dann zwischen 3,5 und 7,7% an oder unterhalb des Existenzminimums. Das habe ich einfach verdoppelt, weil ich annehme dass innerhalb von 10 Jahren fast eine Verdopplung stattgefunden haben könnte und ich gehe davon aus, dass die Zahlen insgesamt eher schöngerechnet werden. Aber über 15 Mio kommt man da nicht, die wirklich arm sind.
Wobei das ja definitiv viel zu viele sind. Reicht nur nicht, damit die anhand von Wählerstimmen eine Regierung absetzen.
Dazu kommt noch, das viele von jenen die wirklich arm sind und auch viele von jenen an der Armutsgrenze, so enttäuscht sind, dass sie oft gar nicht wählen gehen.
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