Vergewaltigung - ein Nein ist kein Nein

Das irgendwann immer die Vergewaltigungsrelativierer aufschlagen, ist eh klar.
Allerdings braucht sich jemand, der höchstens wegen Telepathievergewaltigung angegangen werden könnte, eh net ängstigen, dass er mal angezeigt wird.
Also laß diese fucking Relativierungen sein.
 
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Das irgendwann immer die Vergewaltigungsrelativierer aufschlagen, ist eh klar.
Allerdings braucht sich jemand, der höchstens wegen Telepathievergewaltigung angegangen werden könnte, eh net ängstigen, dass er mal angezeigt wird.
Also laß diese fucking Relativierungen sein.

Es gibt da keine Vergewaltigungsrelativierung, sondern darum ob Fall X wirklich eine solche ist.

Für dich ist es vermutlich schon ein Skandal, dass Gerichte überhaupt feststellen dürfen, dass es keine war. Außer wenn es sich um (aus deiner Sicht, teilweise bestimmt auch wirklich) gut aussehende Migranten handelt, von denen du vermutlich gerne angemacht werden wolltest, weshalb das dann natürlich kein Problem wäre.

P.S: Ja, das ist ein "Exkurs" mit den Migranten, aber meine Telepathie hier ist es genauso... :rolleyes:
 
Was man an "Hör auf" bezweifeln kann, ist mir nicht klar.
Das ist ein Nein.
Und damit ist es Vergewaltigung.

Bei Lisa Lohfink bezog sich das "Hör auf" nicht auf die sexuellen Handlungen, sondern auf das Filmen (es wurden mehrere Videoaufnahmen gemacht, aus denen das hervorgeht). Das Gericht folgte verständlicherweise ihrer Darstellung nicht und sie wurde wegen falscher Anschuldigung angeklagt.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zei...-vergewaltigung-taeter-opfer-fischer-im-recht

http://www.zeit.de/gesellschaft/zei...-heisst-nein-fischer-im-recht/komplettansicht

http://derstandard.at/2000040011529/Fall-Gina-Lohfink-Wahrheitssuche-gestaltet-sich-schwierig
 
Bei Lisa Lohfink bezog sich das "Hör auf" nicht auf die sexuellen Handlungen, sondern auf das Filmen (es wurden mehrere Videoaufnahmen gemacht, aus denen das hervorgeht). Das Gericht folgte verständlicherweise ihrer Darstellung nicht und sie wurde wegen falscher Anschuldigung angeklagt.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zei...-vergewaltigung-taeter-opfer-fischer-im-recht

http://www.zeit.de/gesellschaft/zei...-heisst-nein-fischer-im-recht/komplettansicht

http://derstandard.at/2000040011529/Fall-Gina-Lohfink-Wahrheitssuche-gestaltet-sich-schwierig

Ich glaube, dass das außer den Beteiligten nicht wirklich jemand beurteilen kann.
 
Ich glaube, dass das außer den Beteiligten nicht wirklich jemand beurteilen kann.

Das gälte aber dann im umgekehrten Fall, wenn es zu einer Verurteilung der beteiligten Männer gekommen wäre, auch.
Hier gibt es eben mehrere Videos, die offensichtlich das Gericht bewogen, die Anschuldigung Fr. Lohfinks gegen die beiden Männer als falsche Anschuldigung zu bewerten.
 
Ich habe mich nicht besonders tief mit dem Fall beschäftigt, aber ich verstehe warum es einen großen Konflikt gibt.

Ganz grundlegend:

Juristisch muss etwas beweisbar sein um jemanden schuldig zu sprechen. Hätte sie sich frühzeitig auf K.O. - Tropfen testen lassen und wäre dieser Test positiv ausgefallen wäre der Beweis erbracht. Ohne das gibt es demnach was ich so mitbekommen habe keinen klaren Beweis das sie vergewaltigt wurde. Die Tatsache dass sie sich danach noch mit einem der Typen traf untergräbt da natürlich noch zusätzlich ihre Glaubwürdigkeit.

Es gibt den Fakt das es Sex gab und das die Typen das filmten. Es gibt den Fakt dass die Typen oder einer davon das Video ins Netz stellten. Das ist ein klarer Beweis dafür wie respektlos diese Männer ihr gegenüber sind. Und ohne das Video gesehen zu haben kann man wohl davon ausgehen dass sie sie insgesamt mies behandelt haben.

Gleichzeitig bleibt damit aber auch die Möglichkeit, dass sie nicht K.O.-Tropfen bekam sondern selbst zuviel getrunken hat, der Sex durchaus einvernehmlich war aber ihr das Filmen nicht gefallen hat und sie das nicht wollte. Das Veröffentlichen des Videos wiederum könnte ihr Motiv sein die Typen nicht nur deshalb, sondern aus Rache wegen Vergewaltigung anzuzeigen - auch das ist logischerweise nur Spekulation.

Unterm Strich bleibt da wenig womit Juristen klar agieren können. Das sie wiederum vor Gericht steht weil sie behauptet K.O.-Tropfen bekommen zu haben ist in gewisser Weise paradox, denn um ihr eine Falschbeschuldigung nachzuweisen müsste man ihr ja streng genommen nachweisen das sie lügt. Zu beweisen dass sie keine bekommen hat dürfte aber genau so unmöglich sein wie zu beweisen das sie welche bekommen hat.

So sieht die juristische Seite wohl ansatzweise aus - von dem her was ich so gelesen habe.


Aber es gibt einen Punkt warum ich persönlich sagen würde: Vergewaltigung

Wenn eine Frau sagt "nein, hör auf!", ohne das klar ist worauf sich das bezieht, würde ein anständiger Mann mindestens genau danach fragen und sich im Grunde eher nicht mehr bewegen bis klar ist was Sache ist. Ich wäre wahrscheinlich in Schockstarre. Diese Typen haben aber offenbar mit allem weitergemacht ohne das überhaupt zu beachten. Meiner persönlichen (!) Ansicht nach reicht das eigentlich um ihr Recht zu geben. Denn wie gesagt, die Tatsache dass die Typen den Film auch noch veröffentlichten ist dazu noch ein glasklarer Beweis wie respektlos sie mit ihr umgegangen sind.

Aber, juristisch reicht es nicht und da muss man einfach auch sehen, dass der Satz "Im Zweifel für den Angeklagten" sehr viel Sinn macht und nicht zu leichtfertig bzw. willkürlich untergraben werden sollte. Denn es gibt auch glasklare Fälle von Falschbeschuldigungen in denen Männer absolut gar nichts falsch gemacht haben und trotzdem vor Gericht oder sogar im Knast landen.

Mein persönliches Fazit ist bisher: Juristisch ist es m.A.n. okay wie da bisher verfahren wurde, wobei ich es lächerlich finde sie wegen Falschbeschuldigung vor Gericht zu stellen - denn ihr eine Lüge nachzuweisen kann doch nur unmöglich sein.

Menschlich... würde ich die Typen gerne für ein paar Jahre im Knast sehen.
 
@Condemn

Ja, natürlich waren das Idioten, aber dafür (Film anbieten) wurden sie schon verurteilt.

Vermutlich war es auch besch... Sex in betrunkenem Zustand.

Aber daraus wird dann auch noch keine Vergewaltigung.

Ja, ich würde es auch dabei belassen, und ihre eigene Ansicht dazu nicht untersagen.
Da sich die Kerle insgesamt mies benommen haben ist das nicht auszuschließen, dass sie unfreiwillig (durch diese Männer) unter Drogen stand.
KO-Tropfen würden eine Vergewaltigung daraus machen, aber die Möglichkeit das zu beweisen hat sie sich selbst genommen.

Das Urteil erscheint mir korrekt zu sein, und eine derartige Nach-Verurteilung durch Medien ist schlicht falsch.
Auch Idioten müssen sich nicht so durch Medien behandeln, und in ganz Deutschland zum Vergewaltiger machen lassen. Es gibt da immer noch einen Unterschied. Auch würde das dann in anderen Fällen nicht anders laufen.
 
@Condemn

Ja, natürlich waren das Idioten, aber dafür (Film anbieten) wurden sie schon verurteilt.

Vermutlich war es auch besch... Sex in betrunkenem Zustand.

Aber daraus wird dann auch noch keine Vergewaltigung.

Ja, ich würde es auch dabei belassen, und ihre eigene Ansicht dazu nicht untersagen.
Da sich die Kerle insgesamt mies benommen haben ist das nicht auszuschließen, dass sie unfreiwillig (durch diese Männer) unter Drogen stand.
KO-Tropfen würden eine Vergewaltigung daraus machen, aber die Möglichkeit das zu beweisen hat sie sich selbst genommen.

Das Urteil erscheint mir korrekt zu sein, und eine derartige Nach-Verurteilung durch Medien ist schlicht falsch.
Auch Idioten müssen sich nicht so durch Medien behandeln, und in ganz Deutschland zum Vergewaltiger machen lassen. Es gibt da immer noch einen Unterschied. Auch würde das dann in anderen Fällen nicht anders laufen.

Ich sagte doch dass es juristisch vermutlich ziemlich korrekt gelaufen ist und dass ich auch denke, dass das Prinzip "Im Zweifel für den Angeklagten" möglichst wenig angetastet werden sollte.

Dennoch gibt es m.A.n. eine simple Logik: Momentan wird gesagt, dass die Tatsache das man ihr "Nein hör auf damit!" nicht eindeutig zuordnen kann worauf es sich bezieht. Und das ist sicherlich korrekt, denn niemand außer ihr selbst kann wirklich genau wissen was genau sie stoppen wollte.

Mit der gleichen Logik kann man aber doch auch sagen: Wenn eine Frau das zu einem Mann während des Sex sagt... denkt ein Mann dann "hmm... sie sagt nicht genau womit ich aufhören soll also mache ich mit allem weiter"?
Würde ein normaler Mann nicht auf den Gedanken kommen, dass es ihr wegen irgendetwas mies geht, er ihr vielleicht weh tut ohne das zu wollen und sofort nachfragen?

Und es gibt noch etwas das mir bei dem Fall zu denken gibt: Angenommen es würde sich nicht um die ziemlich abgedrehte und vielen (und mir auch) eher unsympathische Gina Lisa Lohfink handeln, sondern um z.B. Lena Meyer Landruth... wie würde die Sache dann aussehen? Ich halte es für absolut möglich, dass der Fall ganz anders verhandelt würde. Einfach weil die süße Lena ein Sympathieträger mit einem total anderen Image ist.

Um es mal auf deutsch zu sagen: Gina Lisa gilt im Grunde als ne Art "Schlampe". Sie ist der typische Z-Promi, tut alles um nen bisschen Kohle und möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Und das ist m.A.n. ein Punkt der da mit hineinspielt. Und sollte ich mit dieser Spekulation richtig liegen, und eine Frau wie Lena Meyer Landruth würde auch juristisch anders behandelt - dann würde das wiederum dafür sprechen, dass die Juristen eben doch nicht nur professionell agieren.

Insofern... der Fall wird m.A.n. juristisch nie zu klären sein.

Aber ich für mich, und ohne daraus ne juristische Nummer machen zu wollen, bleibe dabei zu sagen: Die Typen haben mindestens in Kauf genommen zu vergewaltigen. Denn sie hätten mindestens klären müssen ob sie ihr weh tun. Denn m.A.n. wird einvernehmlicher Sex dann zu einer Vergewaltigung wenn die Frau z.B. Schmerzen hat und das stoppen will aber der Mann trotzdem weitermacht. Da wäre der Tatbestand der Gewaltanwendung m.A.n. nämlich erfüllt. Und das haben die Typen in Kauf genommen indem sie ihr "Nein, hör auf damit!" offensichtlich total ignorierten und einfach mit allem weitergemacht haben.
 
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Tatsache ist, dass man mit zwei Männern auf ein Zimmer gehen kann, ohne vergewaltigt zu werden. So sollte es auch sein. Warum nicht mal Spaß haben? Plaudern, die Minibar leer machen, einen doofen Film gucken.
Aber nein. Zwei Männer + Hotelzimmer = Vergewaltigung.

Wo ist der Fehler?
Das keine DVD gefunden wurde?

Noch einmal: egal ob es eine Vergewaltigung war oder nicht: die Aussage der Frau alleine kann nicht ausreichen, zwei Männer dafür ins Gefängnis zu stecken.

Recht haben vs. Recht bekommen.

Und da kannst du noch so rebellieren: ohne Beweise kein entsprechendes Urteil. Ich würde nicht in einer Welt leben wollen, in der mögliche Denunziantinnen Männer auf Zuruf und ohne eindeutige Beweise ins Gefängnis geschickt werden können.
 
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