Umfrage zu heutiger Propaganda über 1933-45

  • Ersteller Ersteller 0bst
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Was meint ihr zur heutigen Propaganda über 1933-45 in den Medien

  • Das sollte täglich oder wöchentlich wiederholt werden.

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    24
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Genau genommen geht es darum wozu Menschen fähig sind.

Nein, es geht nicht generell darum, wozu Menschen fähig sind, sie sind zu allem fähig, das ist eh klar.

Hier in diesem Thread geht es um den Holocaust, um die Berichterstattung darüber, zu viel, zu wenig, übertrieben, teilweise wird sie sogar mit Propaganda gleichgesetzt.
 
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Es gibt einen Zug an meiner deutschen Kultur der schrecklichstes elend hervorgebracht hat.

und genau das stimmt nicht;) Weil eben genau die Zeit zwischen 33-45 und der Nachkriegszeit +Mauerbau einen derben und notwendigen Kulturbruch in der deutsch/sprachigen Geschichte gebracht hat.Historisch gesegen hast Du aber recht ;) Und die Verantwortung die wohl für Einige zu viel ist wächst nicht aus der Schuldfrage, sondern aus dem Erfahrungsschatz der geschichtlich gewonnen wurde, was den Umgang mit Diktatoren, Wiederaufbau, Wiedervereinigung und EU ( was immer an davon halten soll und kann). Ein Großteil der Weltbevölkerung hat das nämlich noch vor sich...

DAS kann man aber nur wirklich verstehen, wenn man sich mit Zeitzeugen mal unterhalten hat oder deren Geschichten zuhört, denen geht es schon lange nicht mehr um Schuldzuweisungen, das kann an Altermilde liegen oder der Erkenntnis das sich einige Sachen einfach nicht individuell zuweisen lassen können. Und humanistische Katatrophen wie jeglicher Genozid gehen weit über individuelle Schuldzuweisungen hinaus.
 
Weil es so symptomatisch ist, hier nochmal ein Unterhaltungsverlauf:

Irland #260:
Genau.
Es geht nicht darum, was für Gräueltaten noch auf der Welt passieren bzw. passiert sind, wer schlimmer und am schlimmsten ist und wie lange was her ist.
Es geht nicht mal ausschließlcih um die Neonazis, die immer wieder auftauchen.
Zentral ist doch der Mechanismus, der die Deutschen (und streckenweise auch Menschen anderer Nationen) derart manipuliert hat - wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass so viele Menschen es mitmachten/ hinnahmen/ nichts dagegen unternahmen.
Auch "Schuld" spielt in diesem Zusammenhang nur eine sehr untergeordnete Rolle.

Keiner muß sich schämen, Deutscher zu sein, aber man kann sich gern schämen, wenn man behauptet, das alles habe mit einem selbst nichts zu tun, das könne nie wieder (in abgewandelter Form) passieren, das sei heute kein Problem mehr.

Anevay #261:
Schämen?

Ich finde verstehen was damals geschah weitaus sinnvoller, als das Spiel "Scham und Schuld" Unbeteiligten überbügeln zu wollen.

Dann kann überhaupt wahrgenommen werden, wie schnell zu verbaler und später physischer Gewalt Menschen gebracht werden können.

@Anevay

Bitte

lies

Irlands

Kommentar

nochmal

langsam

in

aller

Ruhe

durch.

Verbindlichsten Dank
 
Ginge es nur um den "Holocaust", dann ginge es nicht um die "Propaganda".
Und weshalb geht es um Propaganda? Weil es hintergründig eben nicht nur
um den Holocaust geht........

Die heutige Aufklärung über den Holocaust 1933-1945

Die heutige Propaganda über 33-45

Ich finde den Titel nicht gut, der deutet mit dem Wort "Propaganda" schon in eine bestimmte Richtung.

Was soll da denn Propaganda sein? Eine Dokumentation über Dachau? Wenn Überlebende von ihrer Angst berichten und davon, wie sie ihre Familien verloren haben? Fotos von Auschwitz in der Zeitung? Eine Dokumentation über polnische Kinder, die von den Nazis entführt worden sind, weil sie "arisch" ausgesehen haben, und wo solche erwachsene Kinder von ihrem Leid und ihrer vergeblichen Suche nach ihren Wurzeln berichten? Exkursionen in der Schule in KZ's, wo man sich alles ansieht, die Baracken, die Öfen, den Steinbruch, wo Häftlinge erschossen worden sind, das Museum?

Ich versteh das einfach nicht, was daran Propaganda sein soll. Die Leute müssen doch aufgeklärt werden und sehen, was da wirklich passiert ist, und die Überlebenden müssen darüber reden können, nach der Nazizeit hat ihnen kaum wer zugehört und sie sind allein gelassen worden, wenigstens jetzt können sie es, die wenigen, die noch am Leben sind, so sind sie und ihre toten Familien und Freunde und all die anderen Überlebenden, die nicht drüber sprechen konnten, nicht ganz vergessen.
 
und genau das stimmt nicht;) Weil eben genau die Zeit zwischen 33-45 und der Nachkriegszeit +Mauerbau einen derben und notwendigen Kulturbruch in der deutsch/sprachigen Geschichte gebracht hat..

ich wäre mir nicht so sicher, dass das nicht stimmt. Es gab klar einen Kulturbruch! Aber es gab auch eine kulturelle Kohärenz und um die gehts mir. Nachdem ich irgendwo zum Positivismus neige, kann ich mir keine Gesellschaft vorstellen, in der ein Sprung nicht irgendwie vorbereitet sei. Der Kulturbruch kann also mMn nie als tatsächlicher Bruch verstanden werden. Es kommt darauf an was man betrachtet. Wenn es also eine Kontinuität gibt und von dem gehe ich aus, dann muss man auch ein misstrauisches Verhältis zur eigenen Kultur haben, bzw. entwickeln.
 
Nein, es geht nicht generell darum, wozu Menschen fähig sind, sie sind zu allem fähig, das ist eh klar.

Hier in diesem Thread geht es um den Holocaust, um die Berichterstattung darüber, zu viel, zu wenig, übertrieben, teilweise wird sie sogar mit Propaganda gleichgesetzt.

Japp, also ich bin mnehr als ausreichend informiert. Und daher finde ich den Blick über das "böse Deutschland" einfach sehr, sehr sinnvoll.

Wer weiß, welcher Holocaust uns in Zukunft erwartet, mag sein, dann ist es die EU, denk mal an das, was die mit den Flüchtlingsschiffen planen und wie weit so etwas gehen könnte.

Die damalige Propaganda setzte nicht sofort mit brachialer Gewalt ein, sondern es wurde eine bereits gereizte Verstimmung in der Bevölkerung dazu missbraucht eigene Ziele zu verfolgen. Das begann recht subtil.

Als es zu spät war und die Nazis ihre Gewalt und Macht im Land etabliert hatten, war es faktisch zu spät das aufzuhalten. Und doch haben selbst politische Verbündete seinerzeit nicht folgen können, weiterdenken, wo das hinführen soll. Obwohl im Nachhinein die Zeichen zu dem frühen Zeitpunkt längst gesetzt waren.

Um ein Volk blind zu machen für derartige Gewalt braucht es eine Notsituation, verschlechterte wirtschaftliche Bedingungen, hohe Armut, Arbeitslosigkeit und Perpektivlosigkeit. Die IS geht ähnlich vor und gewinnt u.a. meiner Ansicht nach auch deshalb hier in Europa ihre Anhänger unter einheimischen jungen Menschen. Die größte Gefahr, die von solchen Grausamkeiten im Ansatz ausgeht, ist, dass sich Menschen heute nicht vorstellen wollen, wohin das führen kann. Meint Idealismus, Größenwahnsinn, Machtgier.

LG
Any
 
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