U-Boot auf dem Weg zur »Titanic« offenbar verschollen

Tut mir schon leid, wenn Menschen bei etwas Waghalsigem umkommen,
weil es eben Menschen sind. Aber manchmal greift auch: dumm gelaufen.
Muß man denn aus exklusiver Sensationsgeilheit 3800 Meter tief tauchen?
Dafür Unmengen Geld ausgeben, das sinnvoller verwandt werden könnte?
Dir ist aber schon klar, dass es Menschen sind, die grausam ersticken können, wenn sie nicht vorher unmächtig sind.
Scheint dir aber völlig egal zu sein.
 
Werbung:
Weil sie es sich nicht leisten können.
Abgesehen von den Menschen in Dritte-Welt-Ländern, möchte ich nicht wissen wollen, wie viele von denen, die jammern, dass es nur für Malle oder die Türkei reicht, würden noch ganz andere Summen für irgendwelche Kicks ausgeben, wenn sie es sich denn leisten könnten.

Ja, ist teilweise sicher der Fall natürlich. Und ist ja auch mit wenig Geld möglich sehr viel zu riskieren. Man braucht ja nur mit dem Auto auf der Autobahn zu rasen zum Beispiel. Und wird ja auch getan...

Ich gehe davon aus, dass die Exklusivität hier entscheidend dazu kommt. Leben riskieren allein geht natürlich auch viel "normaler"...

Ich bin ja ziemlich langweilig, und dennoch in de facto gefährliche Höhen auf Bäumen geklettert, und von Höhen gesprungen. War vermutlich meine riskanteste Betätigung als Jugendlicher. Aber jetzt in meinem Alter, keine Ahnung wer sowas noch braucht? Der Brite da ist noch mal 20 Jahre älter als ich...

P.S: Rasen auf der Autobahn ist letztlich noch schlimmer natürlich, weil man die Sicherheit anderer aufs Spiel setzt.
 
Die Sache ist eben, dass hier enorm viel Geld für eine rein touristische Hochrisiko-Tauchfahrt in 3800 Meter Tiefe ausgegeben wurde. Und jetzt ist die Rettung auch noch mal sehr teuer.

Bin nicht der Ansicht, dass man da jetzt nicht weiter schauen soll, wobei Rettung eigentlich nur möglich ist, wenn das U-Boot die Oberfläche erreicht, was aber denkbar erscheint zumindest.

Milliarden Menschen haben oft unverschuldet Tag für Tag Probleme, und Milliardäre kreieren grundlos ihre eigenen für 250000 Dollar Bezahlung. Das ist nicht nur ein wenig dekadent...

Andere Touristen haben sich nicht freiwillig in so große Gefahr begeben, und dabei so viel Geld verschwendet.

Es ist völlig wurscht, ob und wofür jemand sein Geld verschwendet. Das entscheidet immer noch der Besitzer des Geldes.

In den Bergen beispielsweise, egal in welchem Land, begeben sich Tausende von Touristen jedes Jahr in Lebensgefahr und müssen von der Bergrettung gerettet werden. Das ist auch teuer und bringt die Retter in Gefahr. Für absolut nichts. Es ist nicht lebensnotwendig in Bergen rum zu kraxeln.

Ständig kommen Menschen bei, streng genommen unnützen, Freizeitaktivitäten ums Leben oder müssen gerettet werden.
 
Es ist völlig wurscht, ob und wofür jemand sein Geld verschwendet. Das entscheidet immer noch der Besitzer des Geldes.

In den Bergen beispielsweise, egal in welchem Land, begeben sich Tausende von Touristen jedes Jahr in Lebensgefahr und müssen von der Bergrettung gerettet werden. Das ist auch teuer und bringt die Retter in Gefahr. Für absolut nichts. Es ist nicht lebensnotwendig in Bergen rum zu kraxeln.

Ständig kommen Menschen bei, streng genommen unnützen, Freizeitaktivitäten ums Leben oder müssen gerettet werden.

Naja, Leute können sich schon die Frage stellen, ob das eine vernünftige Welt ist, wo Leute eine Viertelmillion für sowas bezahlen und bezahlen können, wenn es gleichzeitig genug Probleme gibt überall. Bin weniger Sozialist als früher, aber ist schon schräg.

Und Respekt für Abenteurer hat in der Regel damit zu tun, dass damit auch eine Leistung verbunden ist.

So viel Geld hier zu bezahlen, um da als reiner Tourist heruntergebracht zu werden, das ist für mich dekadent.

Bedeutet nicht, dass ich dafür eintrete, die Rettungsaktion einzustellen. Aber ist so eine vernünftige Meinung dazu aus meiner Sicht. Als ich davon gelesen habe konnte mir nichts anderes als dieses Smiley :rolleyes: einfallen.
 
Natürlich ist das dekadent.
Wurscht oder nicht, Superreiche geraten nun aus meiner Sicht zu Recht häufiger mal in die Kritik mit ihren Aktionen.
Denn es ist natürlich nicht egal, wie unanständig reich manche sind, wie sie dazu gekommen sind und wie sie sich eigentlich über ihr persönliches Vergnügen hinaus für das Gemeinwohl einsetzen - zumal der Zustand der Erde auch aufgrund ihrer Gier der vom Eisberg getroffenen Titanic gleicht. Das hängt nunmal alles zusammen und das wissen und spüren die Leute auch.

Sie (die Superreichen) sind zusätzlich nunmal auch die, die in der Gruppe der Privatleute (also, abgesehen von der Industrie) die Umwelt am meisten versauen, das ist in der CO2 Bilanz erwiesen mittlerweile, und das meiste verballern sie dabei für ihr persönliches Vergnügen.

Ich finde das ganz richtig so, dass diesbezüglich so langsam der Druck steigt.
 
Ich bin ehrlich gesagt erschrocken, dass hier scheinbar der Tod eines Millionärs (oder reicher Leute) teilweise als nicht ganz so schlimm angesehen wird. Weil man das Geld auch für etwas anderes hätte ausgeben können oder nicht so eine extravagante Tour hätte machen müssen.

Jeder Tourist, der bei einem Flugzeug- oder Bahnunglück ums Leben gekommen ist, hätte sein Geld auch für etwas anderes ausgeben können, statt für einen Urlaubsflug nach Griechenland.

Es gibt das normale Risiko einer heute üblichen Lebensführung,
und es gibt Extravaganzen, die dieses Risiko immens steigern.
Oder auch: wer sich in die Gefahr begibt, der kommt darin um.

Ich hab doch geschrieben, daß es mir für jeden Menschen leid tut.
Keine Ahnung, wo du her hast, sein Tod wäre "nicht so schlimm" ..
Schlimm dürfte er besonders für seine Frau und die 4 Kinder sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
do am meißten Unfälle sind daheim,

also ich finde die reichen dürfen ruhig solche sachen machen,
sind es meist Vorreiter um das dann der menschling klein sich da auch rantrauen kann billiger.

Aslo ob nun reich oder arm ist doch wurscht, das leben riskieren tun die menschen alle irgendwann mal,#der eine beim Sport der andere beim Hobby, der andere beim Tiefseetuachen, einer beim Schwimmen im Meer vom Ha angegriffen, andere fahren mit dem auto gegen einen Baum usw.
 
Werbung:
Zurück
Oben