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Traum von einem sterbenden und einen lebenden Säugling...

Dieses Thema im Forum "Träume" wurde erstellt von Nussbaum, 18. Juli 2021.

  1. Nussbaum

    Nussbaum Mitglied

    Registriert seit:
    24. April 2020
    Beiträge:
    39
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    Ein Hallo in die Runde,

    Ich hab mental sehr an einem Traum zu knappern...

    Von einem auf den anderen Tag ging es mir sehr schlecht, Erschöpfung, Müdigkeit, Nachts kein Schlaf und Krämpfe in den Beinen sowie Bauchschmerzen, an der Spitze es Eisberges kam dann dieser Traum

    Ich gehe auf eine Wiese, auf einer Decke liegen zwei Bündel....ich knie mich hin, nehme das erste hoch, darin ist ein Säugling, dann irgendwie nehme ich das andere, decke es auf, darin ein Winzling von einem Baby, fast wie ein Embryo, ich schaue es an, es ist fast durchsichtig, jemand sagt, dem kannst du nicht mehr helfen, es wird sterben, dann sehe ich mich mit einem von den beiden in dem Arm da sitzen und heule wie verrückt in dem Traum...dann werde ich wach...

    Ich hatte jetzt Tage zu tun...beim Yoga kamen mir während der Entspannung wieder die Bilder aus dem Traum in den Sinn und dazu Bilder vor Tagen, als die Kinder im normalen Leben auf dem Spielplatz spielten und ich ihnen zu sah...ich bin heulend aus der Entspannung hoch....

    Ich versuche eine Deutung zu finden:

    Sagt ein Teil von mir, etwas ist zu Ende in deinem Leben kümmere dich um dein inneres Kind und einfach nur um dich?

    Ist es ein Loslassprozeß?

    Ich hab Gewalterfahrungen als Kind gemacht, ist ein Teil dadurch in mir abgestorben?

    Vielleicht kann mir jemand helfen...

    Vielen Dank.

    Nussbaum
     
  2. Nova21

    Nova21 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Dezember 2019
    Beiträge:
    1.090
    Liebe Nussbaum,

    MEIN spontanes Gefühl bei deinem Traum ist:

    Ein Teil von dir (der unsichtbare Säugling) wurde nicht gesehen von deiner Mutter.
    Das Absterben ist nicht, dass etwas in dir stirbt (auch nicht dieser Teil deines Inneren Kindes) sondern ein Gewahrwerden dessen, ein Trauerprozess, dass ein Teil von dir nicht gesehen wurde und du ihn damit nicht integrieren konntest. Aber er ist noch da, denn sonst würde er nicht im Traum erscheinen, selbst, wenn er unsichtbar wird, während des Traumes.

    Bei deinen ersten Zeilen war mir klar, wie deine Kindheit lief - erst am Ende deines Beitrages habe ich es dann durch deine Zeilen bestätigt bekommen.

    Hast du mal eine Traumatherapie gemacht?

    Das Problem mit den sehr frühen Anteilen ist, dass man schwer an sie herankommt. Es ist eher eine Gnade - wie eben in diesem Traum, dass sie sich so direkt zeigen.

    Ich sehe es - auch wenn es dir weh tut- als positives Zeichen, denn es heißt, du bekommst wieder Zugang zu diesem Teil und damit wird es möglich, ihn zu integrieren!! Aber dazu wird es gute Begleitung brauchen.

    Wo bist du denn her?
    Liebe Grüße!



     
  3. Nova21

    Nova21 Sehr aktives Mitglied

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    p,.s.: Da wäre ein Therapeut gut, der mit Protokonversation arbeitet.
     
  4. Nova21

    Nova21 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Dezember 2019
    Beiträge:
    1.090
    und nochmal p.s.:

    Es ist ein Irrglaube, dass wir uns immer heilen können, indem wir selbst uns um unser inneres Kind kümmern können. Wenn man keine oder zu wenig Bemutterung hatte, muss man diese Qualität erstmal durch eine andere Person nochmal erfahren können. von AUSSEN!!!! Wie sonst könnte man denn selbst dazu in der Lage sein, wenn man es selbst nie erlebt hat?
    Das geht dann eben in der Regel durch einen fähigen (!) Therapeuten.
    Gut ist übrigens auch das Buch "Die Wolfsfrau". Die Autorin hat so einen Komplizierten Namen, ich merke mir ihn nie. Aber sie ist eine Analytikerin und sie schreibt u.a. auch vom Problem der fehlenden Bemutterung. LG
     
  5. Renate Ritter

    Renate Ritter Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Januar 2018
    Beiträge:
    1.417
    Ich kann mich @Nova21 nur anschließen, du bist beide Säuglinge, sie symbolisieren das, was deine Kindheitserfahrungen gemacht haben mit dir. Ein Teil konnte erwachsen werden, ein anderer Teil konnte nicht wachsen, hat sich weitgehend aus dem Leben zurückgezogen.

    Aber der Winzling IST integriert, er ist ein immerwährender Teil von dir. Du änderst nichts daran, du lebst damit.
    Das kannst du dir nur bewusst machen. Bewusst machen ist die Heilung.

    Du weinst um dich, darum dass etwas halt „auf der Strecke blieb“ in deiner Psyche.
    Ja, kümmere dich um dein inneres Kind, und zwar um das gesunde, kräftige. Das hast du bisher schon gut gemacht, sonst wäre dieses Kind nicht gesund und kräftig.
    Loslassen von was auch immer ist sowieso nicht wirklich möglich...
    Du kannst den Winzling in deinem Gemüt nur annehmen, akzeptieren, dass es ihn nun mal gibt.
    Er wird unabhängig von allen Therapieversuchen im Laufe des Lebens sowieso immer winziger und winziger werden. Der Prozess läuft ja schon...
    Nicht gestorben, abgetrennt halt, isoliert vom Gesamtbewusstsein.

    Im Traum wird dir gesagt, dass du diesem Kind nicht helfen kannst, dass es sterben wird. Ja, das wird es wie gesagt im Laufe deines weiteren Lebens immer mehr.
    Versuche besser nicht, dieses Kind, dessen Name Leid und Schmerz ist, irgendwie wieder „aufzupäppeln“...
     
  6. Nova21

    Nova21 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Dezember 2019
    Beiträge:
    1.090
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    Liebe Renate,

    ich möchte einen Punkt aus dem, was du schreibst, herausgreifen. Du schreibst, wenn man sich einer Sache bewußt ist, sei das schon die Heilung.

    Meine Erfahrung ist, dass Bewußtwerdung nur ein Teil dessen ist, was dann an Heilung passieren kann - oder auch nicht.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man Bewußtsein und Heilung gleichsetzt, dann entsteht das Problem, dass man immer noch am gleichen leidet, aber denkt, ich habe es mir doch bewußt gemacht, also muss es ja nun geheilt sein, warum leide ich dann immer noch an der gleichen Sache fast unverändert weiter?

    Bewußtmachung - jedenfalls in meiner Erfahrung - integriert eine Erfahrung nicht automatisch. Dazu braucht es mehr, viel mehr.
    Denn kognitives Bewußtsein schließt z.b. noch lange nicht mit ein, dass auch unser Körper, die in ihm gespeicherten Prozesse verändern und nachvollziehen kann, was zum Beispiel auch EIN Teil der Heilung ist...

    Liebe Grüße!
    Nova
     
  7. Renate Ritter

    Renate Ritter Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Januar 2018
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    1.417
    Was denn? Was braucht es denn zur Heilung? Oder genauer, was braucht es für das Empfinden, nun ist es genug, nun habe ich es überwunden, nun bin ich "geheilt"?
     
  8. Nova21

    Nova21 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Dezember 2019
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    1.090
    jede Erfahrung ist im Körper gespeichert, wie ich schrieb. den erreicht man nicht direkt über die Kognitionen. dazu braucht es Kontakt.



     
  9. Nova21

    Nova21 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Dezember 2019
    Beiträge:
    1.090
    Vielleicht nochmal etwas genauer zum besseren Verständnis.
    Traumatisierte Anteile, die ja entstehen (auch entstehen können) wenn ein Mensch nicht in dem gesehen wird, und bestätigt wird, was er ist (in dem Fall der Säuglingsanteil von Nussbaum, bleiben auf dem Entwicklungsstand stehen, den sie zum Zeitpunkt der Traumatisierung hatten.

    In dem Fall ist es offenbar ein Babyanteil. Sowohl Babys, insbesondere Babys, als auch Kinder, benötigen zur Bestätigung ihres Daseins unbedingt KÖRPERKONTAKT, einer warmen, ihnen zugewandten Person. Das gleiche gilt auch für die Heilung. Kinderanteile, je früher umso mehr gilt das, müssen auf einer anderen Ebene als der kognitiven erreicht werden. Bewußtwerdung ist etwas kognitives.

    Hast du schonmal ein Baby aus vielen Metern Entfernung über Erklärung einer Situation (rein kognitiv) trösten und beruhigen können? Nein, weil ein Kind noch zu keinem Mentalisierungsprozess fähig ist, dem Gehirn fehlt die Reife dafür. Auch, wenn andere Teile von Nussbaum diese Reife mittlerweile erreicht haben, so ist dieser traumatisierte Anteil davon abgespalten und kann nicht direkt damit erreicht werden, über Bewußtsein und Kognition.

    Vielleicht ist es jetzt klarer geworden.
    LG
     
  10. Nussbaum

    Nussbaum Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    39
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    Vielen Dank erstmal für euer Feedback,

    Ich hab schon eine Traumatherapie nach EMDR hinter mir....im Herbst werde ich noch einige Sitzungen haben... dazu hab ich auch noch einen Schamanen zu Rate gezogen...Er hat mehrere abgespaltete Seelenanteile durch mein Kindheitstraumata behandelt...
    Auch die Psychologin hat es geschafft, dass ich mein inneres Kind mit 50 erst einmal wieder wahrgenommen habe...ein bewegender Moment, der mit unendlich Trauer, aber auch Freude verbunden war... ist denke es ist ein Prozess, der nicht auf einmal geht...

    Dazu habe ich immer noch ob Kopf, ob ich ein Zwilling war bzw. das mein Sohn vielleicht ein Zwilling war...und einer nicht Leben durfte...

    Kann man nach einem Trauma denn wirklich komplett in sein Leben finden, mit genießen, stabilen Partnerschaften, Freundschaften? Manchmal hab ich da Zweifel, es ist immer irgendein Kopfkino da und körperliche Beschwerden halt, das schlimmste sind innere Unruhe gepaart mit Totalerschöpfung...
    Nach der letzten schamanischen Behandlung ging es mir 2 Monate richtig gut....

    Irgendetwas treibt mich an oder ist es der pure Lebenshilfe...

    Vielen Dank Euch....

    Nussbaum
     
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