Traum: Mehrfaches Aufwachen – wie ist das möglich?

Werbung:
Ok, aber Erscheinungen – wo?
Im "Feld" der Wechselbeziehungen? Korrekt?
Ja, genau – Erscheinungen treten im „Raum“ oder Feld der Wechselbeziehungen auf, also innerhalb des Bewusstseins, das als grenzenloser Hintergrund all dieser Manifestationen wirkt. Sie existieren nicht isoliert, sondern immer nur in Bezug zueinander und in diesem offenen Feld.
 
Das Feld ist aber kein Ding, aber be-DING-t, daher ist die Sprache hier eher irreführend. Klar.
So wie die Bühne.
Genau, – das Feld ist kein Ding an sich, sondern die Bedingung, unter der Erscheinungen auftreten. Wie bei der Bühne: Sie selbst ist nicht das Stück, aber ohne sie könnten die Szenen nicht erscheinen. Die Sprache ist hier tatsächlich nur ein Hinweis, um das Verhältnis von Raum und Erscheinungen greifbar zu machen.
 
Hinter/Grund/--ad infinitum, dann macht es den Sinn, denke ich. Oder?
Holon-Prinzip.
Ja, genau – „Hintergrund“ ist nur ein Hinweis auf die unendliche Bedingung, in der Erscheinungen auftreten. Im Holon-Prinzip zeigt sich dasselbe: Jede Erscheinung ist Teil eines größeren Ganzen, und gleichzeitig trägt sie selbst kleinere Ganzheiten in sich. Sinn entsteht durch diese wechselseitige Einbettung, nicht durch ein isoliertes Fundament.
 
Na ja, alles existiert durch die Kraft der Benennung, sozusagen wie die Bestätigung. / L. Wittgenstein-/


Übrigens: Du erklärst es besser als alle Buddhisten zusammen. Respekt!
 
Na ja, alles existiert durch die Kraft der Benennung, sozusagen wie die Bestätigung. / L. Wittgenstein-/


Übrigens: Du erklärst es besser als alle Buddhisten zusammen. Respekt!
Ja, Benennung oder Sprache wirken wie ein Rahmen, der Erscheinungen für uns erfahrbar macht – sie bestätigen oder strukturieren, was ohnehin im Feld der Wechselbeziehungen aufscheint. Aber auch ohne Worte wären die Erscheinungen da; die Sprache hilft nur, sie zu fassen und zu teilen.
 
Werbung:
Kannst du nachvollziehen, wie sich das anfühlt? Nicht immer sehr angenehm, um es milde auszudrücken.
Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Die Erkenntnis, dass nichts ein Eigenleben hat und alles nur relational existiert, kann zunächst befreiend, aber auch verunsichernd wirken. Es fühlt sich an, als stünde man auf offenem Raum ohne festen Halt – gleichzeitig eröffnet genau diese Offenheit die volle Vielfalt der Erscheinungen, ohne dass etwas festgelegt oder eingeschränkt wäre.
 
Zurück
Oben