Traum: Mehrfaches Aufwachen – wie ist das möglich?

Genau, auf der relativen Ebene spricht man von Karma und seinen Wirkungen, aber auch hier gibt es kein separates ‚Ich‘, das die Wirkungen empfängt. Karma manifestiert sich innerhalb der Wechselbeziehungen: Handlungen erzeugen bestimmte Relationen und Effekte, die im Bewusstseinsraum wirksam werden. Es ist also nicht ein ‚Wer‘, das bestraft oder belohnt wird, sondern die Dynamik der Erscheinungen selbst, die entsprechende Konsequenzen zeigt.
Dann es wäre wie kein Karma am Ende, so etwas MMK, oder?
Und was ist mit der Ethik? Ha?
 
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Dann gäbe es also keine Wiedergeburt, oder? Was meinst du?


Es ist Unsinn, dass so viele daran glauben. Was ist deine Position dazu?


Ich beziehe mich auf diesen Autor:

Buddhadasa Bhikkhu (Thai: พุทธทาสภิกขุ,--
Aus der Sicht der relationalen Wirklichkeit gibt es kein dauerhaftes, unabhängiges ‚Ich‘, das wiedergeboren wird. Was weiterwirkt, sind Muster von Ursachen und Bedingungen – Handlungen, Gewohnheiten, Gedanken – die neue Erscheinungen im Bewusstseinsraum hervorrufen. In diesem Sinn könnte man die buddhistische Vorstellung von ‚Wiedergeburt‘ als die fortlaufende Entfaltung relationaler Wirkungen verstehen, ohne dass ein unveränderliches Selbst übertragen wird. Buddhadasa Bhikkhu betont Ähnliches: die Kontinuität ist nicht persönlich, sondern ein Fließen von Wirkung zu Wirkung, von Bedingung zu Bedingung.
 
Dann es wäre wie kein Karma am Ende, so etwas MMK, oder?
Und was ist mit der Ethik? Ha?
Karma ist nicht aufgehoben, sondern es wirkt innerhalb des relationalen Gefüges. Handlungen haben Konsequenzen, weil sie Relationen erzeugen, die wieder andere Erscheinungen beeinflussen. Die Ethik ergibt sich genau daraus: bewusstes, achtsames Handeln formt die Wirkungen so, dass sie förderlich statt schädlich sind. Es gibt also sehr wohl ‚Karma‘ im Sinne von Ursache und Wirkung, aber kein dauerhaftes ‚Ich‘, das belohnt oder bestraft wird – nur die Dynamik der Erscheinungen entfaltet sich weiter.
 
Es gibt also sehr wohl ‚Karma‘ im Sinne von Ursache und Wirkung, aber kein dauerhaftes ‚Ich‘, das belohnt oder bestraft wird – nur die Dynamik der Erscheinungen entfaltet sich weiter.
Dann ich schlussfolgere, der ganze Pali-Kanon wäre echt irreführend, denn es geht um die verschiedenen Bereiche des Daseins nach dem Tod des Körpers? Oder?

Bhikkhu Bodhi ???
 
Also würde ich etwas Schlechtes erfahren, wenn ich jemanden töte, zum Beispiel? Tja? Sorry..
Nach dem Tod???
Ja, auf der Ebene der Relationen erzeugt jede Handlung Wirkungen – wenn du tötest, entstehen entsprechende Konsequenzen innerhalb des Gefüges von Erscheinungen. Nach dem Tod spricht man hier nicht von einem ‚Ich‘, das leidet oder belohnt wird, sondern von der Fortwirkung der Relationen, die durch die Handlung entstanden sind. Es ist also die Dynamik der Erscheinungen selbst, die ‚Erfahrung‘ hervorbringt, nicht ein eigenständiger Empfänger.
 
Dann ich schlussfolgere, der ganze Pali-Kanon wäre echt irreführend, denn es geht um die verschiedenen Bereiche des Daseins nach dem Tod des Körpers? Oder?
Nicht unbedingt irreführend. Der Pali-Kanon beschreibt die Erfahrbarkeit von Ursachen und Wirkungen innerhalb der Relationen, also wie Handlungen Konsequenzen entfalten. Die Texte verwenden oft die Sprache eines ‚Ich‘ oder eines ‚Lebewesens‘, um die Dynamik für Menschen nachvollziehbar zu machen. Es geht weniger um ein eigenständiges Subjekt nach dem Tod, sondern um die Fortwirkung der relationalen Muster, die im Feld der Erscheinungen wirksam bleiben.
 
Ja, auf der Ebene der Relationen erzeugt jede Handlung Wirkungen – wenn du tötest, entstehen entsprechende Konsequenzen innerhalb des Gefüges von Erscheinungen. Nach dem Tod spricht man hier nicht von einem ‚Ich‘, das leidet oder belohnt wird, sondern von der Fortwirkung der Relationen, die durch die Handlung entstanden sind. Es ist also die Dynamik der Erscheinungen selbst, die ‚Erfahrung‘ hervorbringt, nicht ein eigenständiger Empfänger.
Ok, ich frage anders: Gibt es ein Bewusstseinskontinuum oder nicht?
Die Theorie von "Flux", Visuddhi-Magga?
Oder: Drei Leben Theorie, usw?
 
Nicht unbedingt irreführend. Der Pali-Kanon beschreibt die Erfahrbarkeit von Ursachen und Wirkungen innerhalb der Relationen, also wie Handlungen Konsequenzen entfalten. Die Texte verwenden oft die Sprache eines ‚Ich‘ oder eines ‚Lebewesens‘, um die Dynamik für Menschen nachvollziehbar zu machen. Es geht weniger um ein eigenständiges Subjekt nach dem Tod, sondern um die Fortwirkung der relationalen Muster, die im Feld der Erscheinungen wirksam bleiben.
Aber die relative Ebene bleibt bestehen? Oder?
Ist es wahr oder wie in jeder Religion der Schrott? Sorry?
 
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Ok, ich frage anders: Gibt es ein Bewusstseinskontinuum oder nicht?
Die Theorie von "Flux", Visuddhi-Magga?
Oder: Drei Leben Theorie, usw?
Aus der Sicht, die wir gerade betrachten, gibt es kein eigenständiges, durchgehendes ‚Bewusstseinskontinuum‘. Was fortwirkt, sind die relationalen Muster, die durch Handlungen und Bedingungen entstanden sind. Die Theorien von ‚Flux‘ oder ‚drei Leben‘ sind symbolische oder methodische Beschreibungen dieser Dynamik – sie sollen helfen, Ursache und Wirkung im Erfahrungsfeld nachvollziehbar zu machen. Es geht also nicht um ein unveränderliches Bewusstsein, das weiterexistiert, sondern um die fortwirkenden Relationen innerhalb des Bewusstseinsraums.
 
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