Gleiche Frage an Dich wie an Caroline - selbstverständlich sind, wie Du sagt, die Punkte weitreichender als nur das Sexuelle.
Nun gibt es da einmal "das Sexuelle" - wobei das ja auch nicht nur "das Sexuelle" ist, also das was einen anmacht, was prickelt - sondern ebenso auch Zärtlichkeit, der Wunsch nach körperlicher Nähe, danach, in einer Umarmung endlos zu verharren - und zumindest bei Männern scheint es so zu sein, dass damit eine klare geschlechtliche Orientierung verbunden ist - dass man sich das mit einer Frau vorstellt und wünscht (oder eben, wenn man homo ist, mit einem Mann). Das geht mir so, das scheint PsiSnake ähnlich zu empfinden, und andere Männer auch. Ich weiss nicht wie das bei Frauen ist...
Und dann gibt es das Miteinander, das Gemeinschaftliche, das Interesse an- und Verständnis füreinander, das Akzeptieren des Partners und das Erfahren von Akzeptanz, den Wunsch Ideen und Gedanken miteinander zu teilen, sich einander anzuvertrauen, seine "Seele füreinander zu öffnen" - also das was man üblicherweise Liebe nennt.
Das hat mit dem Körperlichen gar nichts zu tun, aber ich finde es ist mindestens genauso wichtig. Und wenn das nicht gegeben ist, dann pfeiffe ich auf Sex.
Und mir geht es so, dass dieses "Miteinander" nur mit Männern entsteht; von Frauen wird es nicht erwiedert, also das funktioniert aus irgendwelchen Gründen nicht. Und unter den Umständen finde ich Sex natürlich auch uninteressant.
Die erotischen Vorstellungen jedoch bevorzugen (meistens) ein bestimmtes Geschlecht.
Also: selbstverständlich geht es bei der Partnersuche um mehr als nur sexuelle Vorlieben, aber die sexuellen Vorlieben sind das was (meistens) auf ein bestimmtes Geschlecht festgelegt ist. Und deswegen finde ich das was PsiSnake geschrieben hat, schon relevant, denn an dem Punkt ist man von vorneherein festgelegt - und leidet ggfs. entsprechend darunter, wenn das nicht zu verwirklichen ist.
Ich hab jedenfalls keine Lösung für das Problem gefunden.
Na, vielleicht finden wir ja doch noch ne Lösung. Oder sehen mal, wo wir das Problem, was du siehst ein wenig "entproblematisieren" könnten
Also, sicherlich ist das, was du deinem ersten Abschnitt ansprachst von Bedeutung und ich fands in dem Zusammenhang auch schön formuliert. Aber es ist da dennoch etwas weitreichenderes. Ich kann dir nicht sagen, wie das bei
den Frauen oder
den Männern ist, ich kann da nur für mich selbst sprechen.
Das Gefühl in ihr das Zuhause gefunden zu haben, das es sonst nirgends gibt,
mein Stück Frieden in dieser stürmischen Welt. Sie ist mein Lächeln an traurigen Tagen, mein Herzschlag.
Zu wissen, daß unsere Seelen eins sind und dennoch frei fliegen.
Das ist es, was ich unter partnerschaftlicher Liebe verstehe. Und das ist der Punkt, der auch über enge Freundschaften hinaus geht. Was du im Zweiten Abschnitt geschrieben hattest, über das Miteinander, nenne ich jetzt eine enge Freundschaft und Freundschaften kann ich auch mit Männern führen. Zwar sind die Freundschaften mit Männern, die ich bisher so hatte nie so seelentief gegangen, weil ich nicht weiß, ob ich zu einem Mann dieses gleiche Gefühl von Vertrautheit aufbauen kann, aber ausschließen kann ich ich es auch nicht.
Ich denke aber auch fast, daß das bei den meisten so ist, also das man sich dem eigenen Geschlecht innerlich besser öffnen kann, meine ich.
Naja, die Fragestellung war ja ganz explizit nach einer spirituellen Betrachtung.
Und wenn Spiritualität nicht die Phänomene des Lebens erklären kann und praktisch anwendbar ist, dann taugt sie m.E. nichts - Spiri ist ja kein LifeStyle oder Hobby, sondern die innere Erkenntnis der Existenz als Ganzes.
Naja sicher, ich hab nur ein Prolem damit, wenn aus Esoterik Dogmen gemacht werden, die nicht mehr versuchen das Leben in seinen Facetten und seinem Kern zu erklären, sondern ein bestimmtes Muster aufbauen, nachdem sich die Welt zu richten hat. Und wenn dann irgentwer oder irgentwas auftaucht, der in dieses feste Weltbild nicht reinpasst, weil er irgentein neues Dogma widerlegt und dann angefangen wird ihn nieder zu reden und ihm seine eigenen Gefühle abzusprechen, regt mich das einfach auf. Und dann muss man auch nicht rumforschen, wie Dr. Frankenstein und dabei die Emfpndung dieses Menschen einfach ignorieren, weil dann das Ganze zum Selbstzweck wird und dieses hübsche Wechselspiel zwischen Spirituellem und realem Leben aufhebt. Und Spiritualität die lebensfremd wird, macht sich überflüssig, verstehst du, was ich sagen will?