July
Sehr aktives Mitglied
Damura schrieb:Ja. Das würde ich wollen, weil ...
genau dasselbe für mich gelten würde, wenn ich dem anderen nicht vergeben könnte. Mein Leben wäre zu ende, weil meine ganze Energie in diesen Hass in dieses nicht-vergeben-können fließen würde, weil ich verbittern würde - weil ich irgendwann vielleicht an nichts anderes mehr denken könnte.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Das Opfer - wenn es kein Mord ist - ist 10 mal wichtiger als der Täter. Dem sollte meine Energie, meine Aufmerksamkeit gehören. Sonst leidet das Opfer doppelt.
Liebe Damura,
hast Du Kinder? Wenn ja: Wie würdest Du es anstellen damit klar zu kommen, dass Dein Kind mißbraucht, mißhandelt, getötet wurde? Es ist uns mit Sicherheit nicht möglich uns eine Vorstellung vom Leid der Eltern zu machen. Wir können es eventuell erahnen.
Natürlich muß sich die Aufmerksamkeit auf das Opfer richten, keine Frage. Aber die Menschen, die sich mit dem Täter befassen müssen, sollten Möglichkeiten haben adäquate Strafen zu verhängen - und nicht "och, dann kommt er/sie eben nach 10 Jahren wieder frei."
Ich habe vor kurzem eine Polizeiausstellung über Kindesmißhandlung gesehen. Tut mir leid, aber wem diese Bilder nicht nahegehen und wer infolgedessen keine Hassegefühle empfindet, ist für mich absolut abgestorben. Den Beamten, die sich mit Kindesmißhandlung und Mißbrauch beschäftigen, gebührt aller Respekt. Und ich glaube nicht, dass die diese Täter in die Kategorie - "auch hier sollten die Menschenrechte greifen" einreihen würden.
Herzlichst
July