Studenten Demos in Wien

Fänd ich eine gute Idee. Und ich persönlich bin - übrigens schon seit meiner Studienzeit - dafür, daß "freies Studium" solange gelten soll, als ein erreichbar angesetzter Zeitrahmen zum Abschluß eingehalten wird. (Also eventuell ein bis zwei Semester über Regel-Studium-Verlauf.)

Ja, diese Regel gibts jetzt eh schon, zumindest was Stipendien usw. angeht. Nur wurden die Unis in den letzten Jahrzehnten z.t. so vernachlässigt, dass es für manchen Studien einfach nicht umzusetzen ist.

Mein Sohn studierte an der TU Graz, und da war es KEINEM Studenten seines
Jahrganges gelungen, das Studium in der vorgeschriebenen Zeit + 2 Toleranzsemestern abzuschließen, weil die Laborbedingungen so katastrophal waren, dass viel zu wenige Plätze vorhanden waren, um die notwendigen Stunden bzw. Prüfungen vorzuweisen.
Teilweise verbrachten die Studenten die Nacht im Schlafsack vor der Uni, um in der Früh die ersten zu sein und einen Platz zu ergattern, weil sonst wieder ein Semester im A... war.
Fazit: Stipendium weg, arbeiten gehen und 10 Jahre brauchen (und Steuern zahlen!)

:rolleyes:
 
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Ich find es höchst bedauerlich, daß hier mit platten Stammtischparolen immer wieder die Tatsache unter eben diesen Tisch gewischt wird, daß ein Staat, der sich nicht als Bananenrepublik outen will, an sich einen Kultur- und Bildungsauftrag hat. Und seinen Kindern gleiche Möglichkeiten (ihren Begabungen entsprechend) gewährleisten soll. Ist das so schwer zu kapieren?



ja, weil ein grosser Teil, wie man auch hier sehen kann, in erster Linie seine Steuerabzüge sieht und dafür einen Sündenbock sucht. :rolleyes:
 
Nein, aber er muss Studenten auch nicht auf Gebühren abzocken, WO soll das Geld denn herkommen?

Dann erkläre mir bitte, warum irgendjemand anderes dafür bezahlen soll.Ein Studium ist eine frei persönliche Entscheidung.Der Studierende nimmt eine Leistung in Anspruch, für die er gefälligst eine Gegenleistung erbringen soll.

Es geht doch gar nicht um Langzeitstudenten, da könnte man anders einen Riegel vorschieben. Wieso glaubt man alles was die Medien hergeben und denkt nicht mal selber nach!

Ich habe/hatte beruflich mit Studenten zu tun. Aus allen Bereichen und Nationalitäten.Wahrscheinlich hab ich mehr Studenten kennen gelernt, als mancher der Studenten die dabei waren;) Man könnte sagen ich habe mir Meinung im Feldstudium gebildet :D



Da sind die Lösungsansätze mit Sicherheit gescheiter, eine Frist festzulegen und abgeschlossene Prüfungen nachzuweisen.

So oder so ähnlich war mein Vorschlag weiter oben *G*
 
Und so sieht sachliche Argumentation aus, oder wie muß ich das verstehen?

Das ist ja wirklich gruselig, was sich da für schein-argumentative Abgründe auftun. Haider selig hätt seine wahre Freude dran.

Ich hab extra Takkatukka Land geschrieben um keinem mit SEINEM Studiumsfach auch die Füsse zu treten.Aber man kann es natürlich auch persönlich nehmen... wenn man WILL ;)
 
Dann erkläre mir bitte, warum irgendjemand anderes dafür bezahlen soll.Ein Studium ist eine frei persönliche Entscheidung.Der Studierende nimmt eine Leistung in Anspruch, für die er gefälligst eine Gegenleistung erbringen soll.

Wie kannst du sowas nur sagen? Da bist du doch sofort böse. ;)
Manche denken wohl, die Staatskasse im Ösilang wird nie leer, weil wir eh soo reich sind. :rolleyes:
 
Offensichtlich wollen hier einige User wirklich wieder zurück ins gute, alte Mittelalter, wo sie für die obere Elite schuften durften.

Bildung war nur der oberen Schicht zugängig.

Ich verstehe wirklich nicht, wie man so kurzsichtig sein kann...

Es gibt nunmal nur zwei Möglichkeiten: Entweder Bildungszugang für ALLE oder für Ausgesuchte (und die Regierung versteht unter "Ausgesuchte" finanziell starke Familien, wohlgemerkt).

Wenn sich das Studium keiner mehr leisten kann, haben wir folgendes Szenario:

Eine Handvoll reicher Kinder (die nicht unbedingt neben den finanziellen Möglichkeiten auch die geistigen besitzen müssen) studieren, meist um das Familienimperium mal zu übernehmen, das von den steuerzahlenden Bürgern natürlich jedes Jahr mithilfe von kräftigen Finanzspritzen wegen kleineren, nicht in die Waage fallenden Spekulationsverlusten an der Börse ;) "gerettet" werden muss.

Ins Ausland brauchen die Familienimperien der Priveligierten allerdings dann nicht mehr abzuwandern: Bei uns wird wegen mangelnder Bildung der Lohn genauso niedrig sein wie in Bangladesh.

Es ist traurig, dass das, was unsere Großeltern und Eltern mühsam durchgekämpft haben, nun leichtfertig und kurzsichtig wieder geopfert wird - um welchen Preis?

Lg
Suena
 
Auch wenn das hart klingt, aber kein Mensch wird vom Staat gezwungen zu studieren.Also sehe ich kein Grund dafür warum der Staat grundsätzlich für die Kosten aufkommen sollte.
Aber ich finde es vollkommen in Ordnung wenn alle die gleichen Startbedingungen haben und dann mit Leistung überzeugen können.

Je nach Studium gibt es eine Kernzeit die festgelegt wird in der das Studium zu schaffen ist. Der Staat sorge über einen Darlehn dafür, das der Student sich unbelastet auf sein Studium konzentrieren kann und es auch schaffen kann. Je nach Noten ,Anwesenheit und Einsatz wird ein Teil des Darlehns gestrichen.

Was bitte ist an dem Vorschlag Mittelalter oder Stammtischparole:rolleyes:
 
Diese Rechnung geht aber nur auf, wenn man während des Studiums zuhause wohnen kann.

Wenn man aber nicht in einer Universitätsstadt wie Wien oder Graz lebt, wo man fast alle Studienrichtungen belegen kann, wirds teuer, weil man für das Kind defacto einen zweiten Wohnsitz finanzieren muß. Und das können sich in der Tat nur sehr wenige Eltern leisten. Was zur Folge hat, dass der überwiegende Teil der Studenten nebenbei jobben muß, was wiederum die Studiendauer verlängert.
Da schmerzen natürlich die Studiengebühren (für die ich durchaus Verständnis habe) natürlich doppelt, weil das schon etwa die Miete für einen Monat wäre...

Stimmt schon.
Allerdings kann man sich mit dem Lehrlingsgehalt auch nicht gerade eine Wohnung leisten.
Im ersten LJ bekam ich um die 3500 Schilling, im dritten ca. 4500...
Das würde man für einem 10 Std. Job alleine auch in etwa bekommen.

Naja...Karriere mit Lehre...haha...
 
ja, weil ein grosser Teil, wie man auch hier sehen kann, in erster Linie seine Steuerabzüge sieht und dafür einen Sündenbock sucht. :rolleyes:

Ja, der Nächste kommt dann und sagt: was interessieren mich die teuren Opernhäuser (Kinny :D), sollen doch die zahlen, die dort hingehen. Ich hab nichts davon.....usw. ......

Wir zahlen alle Steuern, auch die ehemaligen Studenten. Die oft dann sehr viel mehr, weil sie hoffentlich dann auch gut verdienen. Dafür haben sie fast keine Chance auf eine reguläre Pension, weil sie die Beitragsjahre gar nicht zusammenbekommen, müssen also privat vorsorgen.

Ich finde diese Neiddebatte ziemlich daneben und eine Schande für eine moderne Demokratie.
 
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