Studenten Demos in Wien

Dann erkläre mir bitte, warum irgendjemand anderes dafür bezahlen soll.Ein Studium ist eine frei persönliche Entscheidung.Der Studierende nimmt eine Leistung in Anspruch, für die er gefälligst eine Gegenleistung erbringen soll.


Es geht darum die Wirtschaft und Forschung anzukurbeln! Das wird ein Kassierer beim Aldi oder Billa nicht zustande bringen. Ist das so schwer zu begreifen?


Ich habe/hatte beruflich mit Studenten zu tun. Aus allen Bereichen und Nationalitäten.Wahrscheinlich hab ich mehr Studenten kennen gelernt, als mancher der Studenten die dabei waren;) Man könnte sagen ich habe mir Meinung im Feldstudium gebildet :D

Das interessiert mich nicht.
 
Werbung:
Ich hab extra Takkatukka Land geschrieben um keinem mit SEINEM Studiumsfach auch die Füsse zu treten.Aber man kann es natürlich auch persönlich nehmen... wenn man WILL ;)

Ich bedaure. Gleichgültig ob jemand das persönlich nehmen will oder nicht (ich will es übrigens nicht) - es ist keine sachliche Argumentation. Sondern ein Umsichwerfen mit plattesten Klischees. Haider selig schau oba.

Und die "gefälligst zu erbringende" Gegenleistung erbringt ein Student am Ende seiner Studienzeit. Genau wie ein Lehrling nach Ende seiner Lehrzeit. Nur daß der Lehrling schon ein bissl früher was verdient.
 
@sys: wen interessierts?
mir geht es um ein Thema, dass unsere Zukunft beeinflusst. Ich denke nicht, dass die miese wirtschaftliche Lage durch Studiengebühren verändert wird. Ich bin eher schockiert, dass nicht der Staat wirschaftsorientiert und motivierend für entsprechende Einrichtungen sorgt, sondern genau in die falsche Richtung für vermeindlich kurzfristige Verbesserungen tendiert, die Schwachen finanziell ausnimmt, und auch noch Beifall für die abgezockten Deutschen kassiert, die sich ja angeblich am Ösi-Staat unrechtens bereichern! Nachdem der Bildungsgrad zurückgehen dürfte.....wer wird der Nächste sein, der ausgenommen wird?
 
Offensichtlich wollen hier einige User wirklich wieder zurück ins gute, alte Mittelalter, wo sie für die obere Elite schuften durften.

Bildung war nur der oberen Schicht zugängig.

Ich verstehe wirklich nicht, wie man so kurzsichtig sein kann...

Es gibt nunmal nur zwei Möglichkeiten: Entweder Bildungszugang für ALLE oder für Ausgesuchte (und die Regierung versteht unter "Ausgesuchte" finanziell starke Familien, wohlgemerkt).

Wenn sich das Studium keiner mehr leisten kann, haben wir folgendes Szenario:

Eine Handvoll reicher Kinder (die nicht unbedingt neben den finanziellen Möglichkeiten auch die geistigen besitzen müssen) studieren, meist um das Familienimperium mal zu übernehmen, das von den steuerzahlenden Bürgern natürlich jedes Jahr mithilfe von kräftigen Finanzspritzen wegen kleineren, nicht in die Waage fallenden Spekulationsverlusten an der Börse ;) "gerettet" werden muss.

Ins Ausland brauchen die Familienimperien der Priveligierten allerdings dann nicht mehr abzuwandern: Bei uns wird wegen mangelnder Bildung der Lohn genauso niedrig sein wie in Bangladesh.

Es ist traurig, dass das, was unsere Großeltern und Eltern mühsam durchgekämpft haben, nun leichtfertig und kurzsichtig wieder geopfert wird - um welchen Preis?

Lg
Suena

Dann erklär uns doch bitte mal, woher der Staat das Geld für die Studenten von heute und von morgen, übermorgen (...) hernehmen soll?
 
Ich bedaure. Gleichgültig ob jemand das persönlich nehmen will oder nicht (ich will es übrigens nicht) - es ist keine sachliche Argumentation. Sondern ein Umsichwerfen mit plattesten Klischees. Haider selig schau oba.

Und die "gefälligst zu erbringende" Gegenleistung erbringt ein Student am Ende seiner Studienzeit. Genau wie ein Lehrling nach Ende seiner Lehrzeit. Nur daß der Lehrling schon ein bissl früher was verdient.

Aber Haider ins Spiel zu bringen ist sachlich? :D :lachen:

Hast Du Dir überhaupt mal in Ruhe mein Posting über Stattliche Unterstützung während der Studiumzeit gelesen?
 
Die oft dann sehr viel mehr, weil sie hoffentlich dann auch gut verdienen...

Mhm.

Ich stelle mit leisem Bedauern fest, der Threaderstellerin ist es gelungen, mit ihrem seltsamen Eingangstext in einem Forum, wo ich eigentlich erwarten dürfte, daß etwas hinter die Fassaden geschaut wird, vollkommen von der eigentlichen Problematik abzulenken - und die Sache auf die populistische Kurzformel "böse faule löhnungsunwillige Studenten - arme brave ausgebeutete Normalbürger" zu bringen.

Ein Meisterstück, fürwahr. Und niemandem der eifrig herbeieilenden Stammtischparolenschwinger fällt auf, daß studiert habende Bürger an sich genausolche Normalos sind wie nicht studiert habende - und vom Staat mindestens genauso abgezockt werden. Schad.
 
Werbung:
Soll der Staat jedes Studium für jeden Studenten bezahlen?

ok, nochmal: der österreichische staat hat anscheinend satte 115 milliarden euro (also 115.000.000.000,00 - das ist mehr als ein drittel des bruttoinlandsprodukts) um sie banken in den arsch zu stopfen. banken die aus purem egoismus, grenzenloser naivität und gier gerade die schwerste wirtschaftskrise seit 80 jahren ausgelöst haben. manager die für den verlust von tausenden arbeitsplätzen verantwortlich sind (und deren gehalt das zig-fache eines universitätsangehörigen ausmacht) werden für ihre "leistungen" noch extra belohnt...

begreifst du nicht, dass in den letzten jahren das öffentliche eigentum geplündert wurde wo es nur ging? was war mit dem buwog-immofinanz-skandal? mit dem aua-"verkauf" (der staat hat satte 500 millionen euro für ein de-facto-verschenken der fluglinie bezahlt)? dem va-tech-verkauf? was ist mit dem selbstbedienungsladen namens "parteienförderung"? den eurofightern? die liste liesse sich fast endlos fortsetzen... und wenn kein geld mehr zum plündern da ist, wird einfach die zukunft eingespart.


4079388056_6da7d22ab5.jpg


kennst du den begriff "divide et impera"? das bedeutet "teile und herrsche"... es gibt nichts angenehmeres für eine regierung, als untertanen die sich selbst bekämpfen. den arbeitenden menschen wird jeden tag mehr weggenommen. gebühren werden erhöht, preise erhöht, reallöhne gesenkt, kollektivverträge aufgekündigt, selbstbehalte eingeführt,... und dumme menschen neigen leider dazu, ihren durchaus berechtigten frust über die verschlechterung ihrer lebenssituation an einer gruppe von mitmenschen auszulassen, denen in den letzten jahren noch viel mehr als ihnen selbst weggenommen wurde...

denk mal ein bischen darüber nach ;) in einer derart komplexen gesellschaft gibt es leider keine "einfachen lösungen" und jeder einschnitt der heute z.b. im bildungssystem gemacht wird führt nun eben mal zu kaum absehbaren konsequenzen in der zukunft - also dann wenn du z.b. medizinische betreuung brauchen oder hoffentlich deine pension bekommen wirst.

zum schluss noch eine konkrete frage an dich: angenommen das bildungsbudget würde radikal gekürzt werden, glaubst du wirklich, dass du davon auch nur einen cent mehr bekommen würdest? falls ja, hätte ich bitte gerne eine durchargumentierte, nachvollziehbare begründung dafür. soviel volkswirtschaftliche kompetenz wirst du doch wohl haben, oder?
 
Zurück
Oben