Sextäter - so schnell gehts!

...das "ich entscheide und basta"-Schiffchen dürfte bei einem 6jährigen langsam in seichte Gewässer geraten, vielleicht möchte er nicht auf Grund gehen? ;) außerdem gibt es durchaus Kinder in diesem Alter, die über eine erstaunliche Intuition verfügen, und in Folge sehr klar, präzise und in einer immensen Geschwindigkeit innere wie inhaltliche Widersprüche aufdecken. Das verträgt nicht jeder. Ich habe schon mehr als einmal Erwachsen erleben können, die sich in Diskussionen mit Kindern derart in die Enge getrieben fühlten, dass ihnen nur noch dürftige Rückzüge in Platitüden möglich erschienen. Und Kinder setzen dann auch gerne noch einen drauf....
 
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Vorsicht Kinder, der Typ mit dem Kinnbart geht um und schleppt Euch auf die falsche Straßenseite, haltet Euch fest wo ihr könnt !! ;)
Die Kinder in der Gegend kennen mich schon alle
und rennen vor mir weg. Deshalb schleife ich jetzt
alte Ommas über die Strassen. :lachen:

ich schrieb eher über Respekt/Achtung der Person, auch wenn sie ein Kind ist.
Nein, schriebst du nicht.

Du willst mir weissmachen, das kleine Kinder mit
Erwachsenen quasi gleichberechtigte Entscheidungsbefugnisse
haben.

Bist du so ein antiautoritärer Pappi?

Du verkennst den Ansatz. Es geht darum, dass der beste Schutz vor Übergriffen in einer rechtzeitigen Beachtung und Stärkung der kindlichen Gesamtperson liegt. Auch partielle Übergriffe sind da kontraproduktiv.
Wenn ein Kind plötzlich auf die Strasse springt und
ein Auto rauscht heran, dann schnapp ich es mir und
reiss es zurück. Deine kontraproduktiven, partiellen
Übergriffe werden in dieser und in anderen Situationen
irrelevant.

Ein Kind sollte zu einem selbstbewussten, eigenständigen
Menschen erzogen werden. Dazu gehört auch, Situationen mit Fremden
von selbst richtig einzuschätzen als

- harmlos bzw. nützlich ("Komm, ich helf dir über die Strasse") oder

- gefährlich ("Komm, steig in mein Auto.").

Grundsätzliches Misstrauen gegen jeden anzuerziehen
zeugt von fehlender Achtung, fehlendem Respekt
und fehlendem Vertrauen dem Kind gegenüber.

ich habe mich auch nicht gegen verantwortliches Handeln gegenüber Kindern im Straßenverkehr ausgesprochen, lediglich bemerkt, dass dazu noch etwas mehr gehört.
Du hast vorgeschlagen, mit Kleinkindern darüber
zu diskutieren, ob man sie im Strassenverkehr an
die Hand nehmen soll oder nicht. Eine totale
Überforderung des Kindes.

Bei Kindern mit gestörtem Nähe/Distanzverhalten entfallen diese Entscheidungen möglicherweise, je nach Alter und Entwicklung verhalten sie sich völlig distanzlos oder sind bereits verschlossen.
Mag sein. Interessiert mich in einer konkreten
Situation im Strassenverkehr aber nicht.

PS: diskutier ruhig mal mit einem 6jährigen, kann recht spannend sein...
Strohmänner aufzubauen und dann darüber wohlklingende
Ratschläge zu erteilen ist aber ein eher billiger rhetorischer
Trick.

Gruss
LB
 
'nen drolligen Parkur baust Du da auf:)

Du willst mir weissmachen, das kleine Kinder mit Erwachsenen quasi gleichberechtigte Entscheidungsbefugnisse
haben.
Bist du so ein antiautoritärer Pappi?
weder noch. Es geht nicht darum, wer entscheidet oder verantwortet, in dem Punkt sind wir uns eher einig, sondern darum, welche Informationen einer verantwortlichen Entscheidung zugrunde liegen.
Mein Standpunkt diesbezüglich: ich habe dem Kind dabei Beachtung zu schenken.

Wenn ein Kind plötzlich auf die Strasse springt
...hat das nun so gar nichts mit Deinem ursprünglich verwendeten "über die Straße helfen und an die Hand nehmen " zu tun, auf das ich versuchte ein zu gehen... außer vielleicht dem gleichen Handlungsort und den gleichen Beteiligten:)

Ein Kind sollte zu einem selbstbewussten, eigenständigen Menschen erzogen werden.
trärä, und wie macht man das ? ;)

Grundsätzliches Misstrauen gegen jeden anzuerziehen zeugt von fehlender Achtung, fehlendem Respekt
und fehlendem Vertrauen dem Kind gegenüber.
Vermengung der Begriffe:
Distanz zu Fremden ist natürlich und nicht gleich Mißtrauen. Ich bitte um differenziertere Betrachtung.


Du hast vorgeschlagen, mit Kleinkindern darüber
zu diskutieren, ob man sie im Strassenverkehr an die Hand nehmen soll oder nicht. Eine totale Überforderung des Kindes.
schwupps, da biste wieder im anderen Szenario...
was sind "Kleinkinder" für Dich?
Du bezeichnest "6jährige" als Kleinkinder?


Mag sein. Interessiert mich in einer konkreten
Situation im Strassenverkehr aber nicht.
und schwupdiwupp der nächste Hopser:
"Wieso wertest du offenes, körpernahes Verhalten
von Kindern als "gestört" und abweisendes als normal?"
darauf bezog sich die Ausführung.
wolltest Du keine Antwort??


Strohmänner aufzubauen und dann darüber wohlklingende Ratschläge zu erteilen ist aber ein eher billiger rhetorischer
Trick.
...konnte ich ahnen, dass der von Dir genannte 6jährige ein Strohmann ist?? :)
 
weder noch. Es geht nicht darum, wer entscheidet oder verantwortet, in dem Punkt sind wir uns eher einig, sondern darum, welche Informationen einer verantwortlichen Entscheidung zugrunde liegen.
Mein Standpunkt diesbezüglich: ich habe dem Kind dabei Beachtung zu schenken.
Dein Rückzug auf Raten ist zwar amüsant zu verfolgen,
aber letztendlich doch etwas ermüdend.

Du sagtest ursprünglich

Hältst Du nicht die Hand hin und lässt das Kind entscheiden? Finde ich besser.


Schon vergessen?

Jetzt hast du dich dahin gewindet, dass ich doch
entscheiden soll, aber nicht ohne "dem Kind dabei
Beachtung zu schenken".

trärä, und wie macht man das ? ;)

...hat das nun so gar nichts mit Deinem ursprünglich verwendeten "über die Straße helfen und an die Hand nehmen " zu tun, auf das ich versuchte ein zu gehen... außer vielleicht dem gleichen Handlungsort und den gleichen Beteiligten:)
Falsch.

Du hast eine Aussage abgegeben, die offenbar den
Anspruch von Allgemeingültigkeit haben soll.

Durch mein Beispiel führe ich dir deinen überzogenen
Anspruch vor Augen.

Vermengung der Begriffe:
Distanz zu Fremden ist natürlich und nicht gleich Mißtrauen. Ich bitte um differenziertere Betrachtung.
Definiere "Distanz zu Fremden". Ansonsten ist dies ein blosse Plattitüde.

In welchen Situationen sollte Zwerchnase welche
Distanz zu Fremden halten?

Gehst du bitte auf mein Beispiel im Strassenverkehr ein?

Na, prima.

und schwupdiwupp der nächste Hopser:
"Wieso wertest du offenes, körpernahes Verhalten
von Kindern als "gestört" und abweisendes als normal?"
darauf bezog sich die Ausführung.
Tja, und? Meine Antwort ist und bleibt gültig.

...konnte ich ahnen, dass der von Dir genannte 6jährige ein Strohmann ist?? :)
FYI: Strohmann-Argument

Gruss
LB
 
Was hat denn das Beispiel mit dem Straßenverkehr damit zu tun, dass man grundsätzlich die Intimsphäre von Kindern zu achten hat?

Meine Nichte hat auf der Straße an meiner Hand zu gehen und sich im Auto anzuschnallen. Darüber gibts keine Diskussionen, allerdings erkläre ich ihr schon, warum ich darauf bestehe.

Wenn es allerdings um Zärtlichkeiten geht darf sie diese ablehnen (ich aber auch ;)). Aufgezwungene Tantenbussis sind ja wirklich das Letzte.

Ich schließe mich übrigens der Meinung an, dass Diskussionen mit Sechsjährigen durchaus sinnvoll, spannend und herausfordernd sein können. :)
 
Dein Rückzug auf Raten ist zwar amüsant zu verfolgen, aber letztendlich doch etwas ermüdend.

ich kapituliere, wenn Dir das hilft:) Für mich war Dein Hin+Her auch etwas mühsam, da wir offentsichtlich unterschiedliche Ziele verfolgt haben.
Ich kann gut damit leben, wenn Du denn meinst mir argumentative Widersprüchlichkeiten nachweisen zu können.

Ich kann letztlich nur hoffen, dass Dein Umgang mit Kindern vielleicht im real life etwas differenzierter ist.

Vielleicht hast Du ja trotzdem die wesentlichen Züge irgendwie verstanden.
Für mich war's eigentlich kein militärisches Sandkastenspiel, ich habe versucht, Dir meine Ansichten nahe zu bringen. Nicht einmal, Dich davon zu überzeugen.
 
Was hat denn das Beispiel mit dem Straßenverkehr damit zu tun, dass man grundsätzlich die Intimsphäre von Kindern zu achten hat?
Nichts. Reine Paranoia.

Meine Nichte hat auf der Straße an meiner Hand zu gehen und sich im Auto anzuschnallen. Darüber gibts keine Diskussionen, allerdings erkläre ich ihr schon, warum ich darauf bestehe.
Was sonst?

Manche sehen darin jedoch schon einen "Übergriff".

Wenn es allerdings um Zärtlichkeiten geht darf sie diese ablehnen (ich aber auch ;)). Aufgezwungene Tantenbussis sind ja wirklich das Letzte.
Kann mich an kein unangenehmes Kindheitserlebnis
in der Richtung erinnern, muss ich sagen.

Gruss
LB
 
Nichts. Reine Paranoia.

Wozu bringst du dann dieses Beispiel?


Was sonst?

Manche sehen darin jedoch schon einen "Übergriff".

Ernsthaft? Es gibt auch so etwas wie Aufsichtspflicht.

Kann mich an kein unangenehmes Kindheitserlebnis
in der Richtung erinnern, muss ich sagen.

Ja und? Erstens ist der Unterschied zwischen unangenehmen Kindheitserlebnissen und Missbrauch ein großer, zweitens hast du damit schlicht Glück gehabt. Meine Mutter konnte oft nicht schnell genug reagieren... und schon war wieder eine fremde Hand in meinen Haaren. Weil ein blondgelocktes Mäderl halt soooo süß ist. Igitt.
 
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Wozu bringst du dann dieses Beispiel?
Eben als Beispiel für Paranoia.


Ja und? Erstens ist der Unterschied zwischen unangenehmen Kindheitserlebnissen und Missbrauch ein großer, zweitens hast du damit schlicht Glück gehabt. Meine Mutter konnte oft nicht schnell genug reagieren... und schon war wieder eine fremde Hand in meinen Haaren. Weil ein blondgelocktes Mäderl halt soooo süß ist. Igitt.
Du verallgemeinerst undifferenziert deine eigenen
Kindheitserfahren auf andere.

Zum Beispiel auf deine Nichte, die sich vielleicht
wundert, warum du ihr nicht ab und zu einen Kuss
gibst oder sie umarmst.

Sie denkt womöglich, du hättest sie gar nicht lieb.

Nur weil du deine eigenen Kindheitserfahrungen
auf sie projezierst und glaubst, alle Kinder müssten
genauso empfinden wie du damals.

Gruss
LB
 
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