Sextäter - so schnell gehts!

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..fragst Du nicht? Hältst Du nicht die Hand hin und lässt das Kind entscheiden?
Natürlich nicht. Ich übernehme die Verantwortung,
also entscheide ich. Das Kind hat absolut nichts zu
entscheiden.

wenn Du ein unkompliziertes Verhältnis sowohl zu Dir selbst wie zu Kindern hast (bedingt sich vermutlich eh), braucht es kein Schema und keine Regeln.
Deine Anmerkung, auf die Körpersprache der Kinder
zu achten, ist schon richtig.

Du hast im zweiten Zitat genau die Stelle abgeschnitten, die den "Widerspruch" aufhebt... pfui..;)
Wo denn?

Ich vermute, du widersprichst dir mit Absicht.

Abweisende Körpersprache ist zu akzeptieren,
zuneigende abzublocken.

Ist für mich nicht nachvollziehbar.

Ich erlaube mir das Urteil (kann ich sogar, schau doch selbst ) :)
Du weisst nicht, wie dieser Mann und die Kleine
normalerweise miteinander umgehen. Geht dich
auch nichts an.

Gruss
LB
 
Möglich, aber sicher bin ich mir da nicht. Die Zahl der mißbrauchten Jungen wird schon sehr unterschätzt.

...das wollte ich eigentlich auch nicht primär thematisieren. Du magst sicher recht haben, ich bin eh kein Freund von Statistiken dieser Art, da die Dunkelziffern letztlich derart unpräzise Ergebnisse zur Folge haben, dass keine auch nur annähernd exakten Daten dabei herauskommen.
Fest steht sicher: es ist keine Frage von Einzelfällen.

Ich denke auch: die Zahlen sind für meine Einstellung nicht wichtig, auch ein mißbrauchtes Kind, egal welchen Geschlechts, ist ein Übel. Angst und Schrecken lassen sich nicht demoskopisch erfassen.
 
Natürlich nicht. Ich übernehme die Verantwortung,
also entscheide ich. Das Kind hat absolut nichts zu
entscheiden.
mh, bin mir nicht sicher, ob Du das möglicherwiese ironisch meinst?
Ich muss mal neugierdehalber fragen: hast Du "eigene" Kinder?
(hilft mir bei der Einschätzung dieser Aussage)
Meine Entscheidungen über Kinder beziehen zumindest deren Position mit ein, die so Teil des von mir zu verantwortenden Vorgehens wird. Ich schnappe mir nicht irgendwelche Kinder vom Straßenrand ohne vorher zu klären, was da nach Wunsch des Kindes passieren sollte.

Deine Anmerkung, auf die Körpersprache der Kinder zu achten, ist schon richtig.
...da kommen wir der Sache auf die Spur. Ich schrieb von "Signalen". Die bestehen, wie Du richtig deutest, auch aus Körpersprache, umfassen aber noch andere Bereiche. Gestörtes Distanz/Näheverhalten äußert sich auf allen Ebenen menschlichen Verhaltens. Darauf basierte meine Aussage bezüglich meiner Erfahrungen aus dem Betreuungsbereich.

Ich habe im Übrigen das Beispiel aus dem OP benutzt, um meinen Standpunkt zu Situationen dieser Art zu schildern. Der konkrete Fall geht mich nur dann etwas an, wenn ich ihn als Anwesender beobachte und folglich eine Stellung dazu beziehen muss (passiv oder aktiv)
 
HAllo Le BAron

Zitat:
Zitat von Laura 272
Das Verhalten dieses Mannes finde ich suspekt. Gerade der liebe Onkel, ist oft der Täter.


Ich verstehe diese Einschätzung, halte sie aber für
paranoid.

Wieviele "Täter-Onkels" gibt es denn im Vergleich
zu ganz normalen Onkels? Nur um mal dein Attribut
"oft" heftig in Frage zu stellen.

Gruss
LB


Wenn man von den Tätern ausgeht, sind es die Onkel, die Väter, die Nachbarn, also meist bekannte Menschen aus dem Umfeld. Das ist paranoid. Der Täter selbst empfindet diese Tat nicht als Mißbrauch und weist dies stets weit von sich.

Das bedeutet nicht, das alle Onkel, Väter und Nachbarn Triebtäter sind. Aber die Gefahr liegt halt darin, daß man den Täter nicht in diesen Kreisen vermuten würde. Oft wird es sogar innerhalb der Familie vertuscht und von der eigenen Mutter geduldet. In seltenen Fällen, ist es jemand Außenstehendes, der sich sein Opfer frei sucht. Das sind dann die Fälle von denen wir in der Presse lesen. Von den anderen hören wir sehr wenig.

Laura
 
mh, bin mir nicht sicher, ob Du das möglicherwiese ironisch meinst?
Wieso?

Aufgrund der Verkehrslage etc. entscheide ich, ob
es besser ist, das Kind beim Überqueren der Strasse
bei der Hand zu nehmen.

Wer denn sonst? Das Kind? Aufgrund welcher Überlegungen
soll das Kind diese Entscheidung treffen?

Das ist absurd.

Ich muss mal neugierdehalber fragen: hast Du "eigene" Kinder?
(hilft mir bei der Einschätzung dieser Aussage)
Nein. Aber ziemlich viel Umgang mit meinen Neffen.

Wenn ich sage "Komm, gib mir deine Hand", dann
ist das so. Meinst du, ich diskutiere darüber mit
einem Sechsjährigen? Glaubst du, das hatte ich
jemals überhaupt nötig?

Gestörtes Distanz/Näheverhalten äußert sich auf allen Ebenen menschlichen Verhaltens. Darauf basierte meine Aussage bezüglich meiner Erfahrungen aus dem Betreuungsbereich.
Wieso wertest du offenes, körpernahes Verhalten
von Kindern als "gestört" und abweisendes als normal?

Du gestattest, dass ich das adhoc genau anders
herum beurteile.

Gruss
LB
 
wir reden aneinander vorbei. Schade.
bis später vielleicht.
Ich mache Triebtäter-Paranoia nicht zu einer Priorität
im Umgang mit Kindern.

Ein Blick auf die Realität und ihre echten Gefahren
für Kinder führte so etwas total ad absurdum.

Es werden z.B. unvergleichlich mehr Kinder Opfer
im Strassenverkehr als Opfer irgendeines bösen
Triebtäters, der um den Spielplatz rumschleicht.

Gruss
LB
 
Ich mache Triebtäter-Paranoia nicht zu einer Priorität im Umgang mit Kindern.
zu der Art von Paranoia habe ich weiter oben schon mein statement abgegeben, ich schrieb eher über Respekt/Achtung der Person, auch wenn sie ein Kind ist. Und, was Dir vielleicht etwas aus dem Blickwinkel geraten sein mag, es ging um den Umgang mit fremden Kindern.
Ich würde mich sehr wundern, wenn Du ein Kind einfach vom Straßenrand über die Straße zerrst, ohne vorher gecheckt zu haben, was das Kind denn eigentlich will.... soetwas dauert doch nur Sekunden.
Wenn dem doch so ist, stehen bei Euch in der Gegend wohl ganz schön viele Kinder unversehens auf der falschen Straßenseite, wenn der große Baron seinen Rundgang macht...;) Vorsicht Kinder, der Typ mit dem Kinnbart geht um und schleppt Euch auf die falsche Straßenseite, haltet Euch fest wo ihr könnt !! ;)

Es werden z.B. unvergleichlich mehr Kinder Opfer
im Strassenverkehr als Opfer irgendeines bösen Triebtäters, der um den Spielplatz rumschleicht.
Du verkennst den Ansatz. Es geht darum, dass der beste Schutz vor Übergriffen in einer rechtzeitigen Beachtung und Stärkung der kindlichen Gesamtperson liegt. Auch partielle Übergriffe sind da kontraproduktiv. Dabei ist der "böse Onkel/Tante"-Effekt nur einer unter vielen.
ich habe mich auch nicht gegen verantwortliches Handeln gegenüber Kindern im Straßenverkehr ausgesprochen, lediglich bemerkt, dass dazu noch etwas mehr gehört.

Noch mal kurz zu dem Nähe/Distanzproblem:
Du siehst das richtig, aus meiner Sicht ist "normal" eine gewisse Distanz zu unbekannten Personen. Bei Kindern ohne widersprüchliche Erfahrungen in diesem Bereich gibt es eine Kette von Mikroentscheidungen, die zu einer Annäherung führen können und die in einem Verhältnis zur Reaktion und Person des Gegenüber stehen. Bei Kindern mit gestörtem Nähe/Distanzverhalten entfallen diese Entscheidungen möglicherweise, je nach Alter und Entwicklung verhalten sie sich völlig distanzlos oder sind bereits verschlossen.
Ist aber in Wirklichkeit ein noch wesentlich komplexeres Thema, das hier wohl etwas OT sein dürfte.


PS: diskutier ruhig mal mit einem 6jährigen, kann recht spannend sein...
 
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