Zitat:Ich kann es natürlich nicht beurteilen aber ich glaube Du gehörtst zu den bedauernswerten Menschen, die psychisch nicht in der Lage sind ihr Leben und damit auch eine Arbeit in den Griff zu kriegen.
Für dich sollte das soziale Netz schon greifen. Ich denke bei dir aber auch immer dass du jetzt endlich mal den Hintern hochkriegen sollst Allerdings wüßte ich auch nicht was für einen Rat man/ich dir dazu geben könnte.
Ausnutzer gibt es überall. Meistens werden auch die Arbeiter ausgenutzt (vor allem in der 3.Welt, aber auch hier), oder es wird mit dem Geld anderer gespielt (kommt bei Banken und bei Spekulanten auch andauernd vor). Es ist sehr einseitig, nur und vor allem Arbeitslose als Ausnutzer oder Schmarotzer zu sehen. Selbstverständlich wird das aber von bestimmten Leuten, Gruppen und Parteien forciert. Man braucht ja einen Sündenbock. Klar ist jedenfalls, dass die arbeitslosen Ausnutzer weniger davon haben (damit meine ich nicht nur Geld) als die Ausnutzer und Betrüger an anderen Stellen. Dennoch will ich nicht abstreiten, dass jeder grundsätzlich arbeiten sollte (sonst würde die Gesellschaft untergehen, und wer nichts tut kann auch nichts ändern, sagte ich ja bereits), wobei dieses System auch automatisch Arbeitslosigkeit generiert. Man kann auch die Löhne drücken, wenn sich viele für eine Arbeit bewerben. Umgekehrt sind die Löhne automatisch höher, wenn es nur einen Bewerber aber viele Jobs gibt.
Arbeitslosigkeit ist jedenfalls aus der Sicht des Systems kein Übel sondern gewollt.
Was mich selbst betrifft erwarte ich auch nicht, dass irgendwer Mitleid mit mir hat, oder mich sympathisch findet. Ich will nur darauf hinweisen, dass es mehr Gründe für Arbeitslosigkeit gibt, als simple Unlust. Angefangen bei mangelnder Intelligenz, körperlichen oder psychischen Problemen, angeborenen Schwächen bishin zum Alter oder schlicht fehlenden Jobs.
Leute, die das System bewusst ausnutzen gibt es überall, natürlich auch unter den Arbeitslosen. Und hier im Thread geht/ging es mir auch darum zu erklären wie sich das eventuell vermeiden lässt (vor allem im Interesse der Kinder und späteren Erwachsenen), bevor es (fast) zu spät ist.
Und "Hintern hochkriegen"...
Naja, ich habe eigentlich immer gekämpft, spätestens seitdem ich in die Schule kam. So einfach dürfte es auch nicht sein als Mobbingziel Nr 1 und ohne Freunde auch weiter gute Noten zu schreiben (schaffen glaube ich nicht so viele). In der Pubertät habe ich mich dann halbwegs integriert (für meine Verhältnisse), und mich nach der Rebellion auch wieder in der Schule zusammengerissen. Zweimal habe ich ein Studium angefangen. Allerdings ging das auf Dauer ja nicht gut, aber auch dort hatte ich immerhin zeitweise jeweils gute Noten.
Ich müsste es halt nochmal schaffen mich zusammenzureissen, und diesmal besser vollständig. Aber fühle eben kaum Motivation mehr, nur meinen Intellekt der in eine Leere spricht. Der Verstand allein reicht da wohl nicht aus. Und anderen dürfte es wohl auch ähnlich gehen, dass sie irgendwann kapitulieren.Manche machen dann eben Schluss, und andere sind auch dazu zu unfähig (das ist auch nicht einfach), oder warten eben auf irgendwas bzw. nehmen sich irgendwas vor, aber verschieben es immer weiter, weil es einfach de facto nicht geht.
LG PsiSnake
P.S: Ja, vielleicht gibt es da dann auch ein unbewusstes "egoistisches" "Lasst mich doch alle in Ruhe mit eurem Sch...", aber gibt auch noch einen Teil in mir
der sich ganz naiv eine "bessere" Welt wünscht, aber dem glaube ich nicht mehr. Ich nehme selbst an, dass es in 30Jahren nur noch das erste geben wird. Dann sollte man sich besser fern von mir halten

