Es wird Zeit, dass sie abgeschafft wird.
Es ist zwar nicht so einfach und man kommt damit zurecht. Kenne nämlich Analphabeten, ich kenne sogar Leute in Deutschland, die noch nicht mal Deutsch sprechen können. Und es viel wichtiger, zufrieden und glücklich zu sein. Wir helfen den Kindern, wie helfen den alten Menschen, wir helfen den Behinderten, wir können allen helfen, die unsere Hilfe benötigen. Wir müssen das nicht, wir können es. Es ist die Zeit gekommen, wo uns das bewusst werden könnte. Es ist ist hilfreich, das zu wissen und bereit dafür zu sein, zusammen zu stehen, füreinander, miteinander. Kein Ausschlussverfahren.
Und nochmal: Ein Problem ist nur ein Problem, wenn es irgendjemand gibt, der es zu einem macht. Dann hat auch nur er die Lösung.
Der Sinn der Schulpflicht ist es Kinder wenigstens zum Teil von der Kontrolle ihrer Eltern zu befreien, und vor allem den Kindern für die existierende Gesellschaft objektiv sinnvolle und notwendige Fähigkeiten beizubringen. Lesen und Schreiben, und "normale" mathematische Fähigkeiten, das ist absolut notwendig, wir leben nicht in der Steinzeit. Und selbst dazu ausgebildete Gymnasiallehrer unterrichten nur 2 Fächer. Eltern können das nicht leisten, was in der Schule an Lernstoff von verschiedenen Lehrern vermittelt wird, und müssen ja selbst einem Job nachgehen. Und 20 Jahre später ist man auch nicht mehr so in dem Stoff drin, den man für das Abitur noch gelernt hat.
Aus den USA kann man sehen, dass es ungefähr 4 Gruppen gibt, die ein Problem mit der Schulpflicht haben.
Die größte Gruppe ist streng religiös und will ihre Kinder massiv indoktrinieren, von der modernen Welt fern halten, und den Kindern im Vorfeld jede Chance ausräumen diese eingeschränkte Welt später zu verlassen. Mädchen speziell sollen am besten nur den Haushalt führen und unter Kontrolle der Männer sein. Damit wäre hier auch gerade bei anderen Religionen zu rechnen.
Dann gibt es Leute, die es entweder tun, um Kindesmisshandlung zu verdecken, oder auch Leute, die sich nicht wirklich für die Zukunft des Kindes interessieren, und/oder selbst so ungebildet sind, dass sie den Sinn hinter der Schulbildung nicht verstehen, was alles wieder auf Vernachlässigung und Misshandlung hinausläuft.
Dann haben wir die Narzissten und Verschwörungstheoretiker, die das mit der Bildung besser hinbekommen als der Staat. Da geht es auch um Kontrolle, ist wahrscheinlich eine Delusion, dass sie es hinbekommen, und die Kinder lernen vor allem den ganzen Unsinn ihrer Eltern, ohne jeden Ausgleich von außen.
Die 4. Gruppe will die Kinder vor Mobbing, Drogen und anderen schädlichen Einflüssen retten. Die Wirklichkeit sieht so aus, dass jemand, der isoliert wird, nachher das einfachste Ziel von Mobbern und schlechten Freunden ist. Gelingt es mit der Ausbildung nicht, was (siehe oben) wahrscheinlich ist, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, in schlechten Jobs ausgebeutet zu werden.
Ergebnis ist, dass es eine mehr als katastrophale Idee ist. Und genau die Leute, bei denen das Ergebnis für deren Kinder am schlechtesten wäre, werden auf die Idee kommen, ihre Kinder nicht zur Schule zu schicken. Die wenigen, die es könnten, würden nicht denken, dass es eine gute Idee ist, und haben sowieso keine Zeit.
P.S: Man könnte auch noch vermeintlich "Elitäre" nennen, die Privatlehrer engagieren (wie früher der Adel), und wo das vielleicht mit der Bildung klappt, aber das ist dann für die Gesellschaft eine Katastrophe, die sich mit Erben von Reichtum herumschlagen muss, die keine Ahnung von der normalen Welt haben, und keinen positiv freundlichen Bezug aus der Kindheit zu Leuten haben, die nicht aus dieser Gruppe kommen.