Ist doch auch furchtbar.
Wenn einer selbst was erzielen will, habe ich vollstes Verständnis dafür, aber nicht wenn jemand konform gemacht werden soll. Und hier fragt sich dann, welche Ausbildung diese "Fachtherapeuten" dann haben, die konform machen sollen. Und da springen mir sofort Dipl. Psychologen mit HP-Ausbildungen ins Auge, damit sie therapieren dürfen oder noch besser SozPäds mit Psycho. Und letzteres sind Erzieher, mehr nicht.
Das Konform machen ist schlimm, allerdings immer wieder ein Wunsch der Eltern. Du würdest dich wundern, was es an Anfragen gibt, dass jemand
anderer einfach nicht so "funktioniert" wie man sich das wünschen würde. Und erklärt man dann den Leuten, dass sie vielleicht eventuell mal bei sich selber hinterfragen könnten, dann sind die ziemlich sauer.
Und so werden dann auch die psychologischen Pflichtgespräche bei Jobcentern interessant, wer macht das, welche Ausbildung.
Also in Ö machen das meistens Beamte mit Kurs, Lebensberater oder Psychologen. Da es hierbei ja nicht direkt um Persönlichkeitsveränderung geht, sondern nur um simples Coaching, ist das auch zulässig.
Stand ja auch in meinen Links, drauf achten, wer und welche Ausbildung dahintersteckt. Denn Psychotherapie dürfen viele machen, auch HPs. Und die bestimmen dann quasi einem sein Leben. Und vom Amte aus, wenn da Personen hinterstehen die erzieherische Berufe ihr eigen nennen und auf Psychotherapie machen, was soll da rauskommen, außer erzieherische Maßnahme.
Das ist allerdings eine sehr kritikwürdige Praxis, dass z.B. auch aufgeschulte Lehrer ohne vernünftige Ausbildung psychologisch arbeiten dürfen.
Daher auch, wer wirklich etwas hat, geht zum Psychologen, oder Psychiater und das sind in der Regel Ärzte, die sollten ihr Handwerk verstehen. Aber bei Psychotherapie, frage ich mich immer, was steckt dahinter, wer will da was erreichen und wenn es ums konform machen geht, sollen die sich mal ganz schnell selbst heilen gehen. Das ist auch der alte Ursprung des berechtigen Misstrauens, das Überholzen derer Meinung.
Jein, Du verkennst hier ein bisschen die Rollen.
Psychiater = Ärztliche Seite (Medikamente, Aufsicht in Anstalten)
Psychologe = Tester (allgemeine und spezifische Tests, z.B. auch Verkehrspsychologie)
Psychotherapeut = Ausführender Therapeut im Auftrag des Psychiaters
klinischer Psychologe = Psychotherapeut mit engerer Schnittstelle zur Physis (neurologische Schäden, Nervenschäden)
Dass die Psychotherapeuten selbständig auch bis zur Diagnose arbeiten liegt eher an den schlechten Kassenverträgen.
Leider ist die Selbsterfahrung in der universitären Ausbildung viel zu wenig bzw. wird teilweise zu schlampig und mit ungenügenden Mitteln ausgeführt. Endeffekt ist halt leider, dass manche Psychiater und Psychologen irrer sind als ihre Patienten ... weil man sich das recht leicht selber einfängt, wenn man immer mit solchen Menschen arbeitet.
Wo leider oft auch sehr schlampig damit umgegangen wird, ist die verpflichtende Supervision und die daraus folgende Einzelselbsterfahrung. Meistens wird schon gar nicht in Supervision gegangen, und wenn doch, dann eher nicht in die daraus resultierende Einzelselbsterfahrung/Therapie.
Zur Info beim Selbsterfahrungs-Komplex:
Gruppenselbsterfahrung = allgemeines "Durchleuchten" auf Themen
Einzelselbsterfahrung = Auflösen eigener Themen
Supervision = Erkennen persönlichen "betroffen seins" = Thema auf Grund konkreter Behandlungsfälle