Schluss/Auszeit

welch zufall. letzte nacht hab ich von ihm geträumt. er war kurz da in meinem hotelzimmer, wir haben kaum geredet, ich musste weg, er blieb noch da. hinterliess auf dem tisch ein medikamentenrezept. er ist also krank.

Ich denke, dein Unterbewusstsein zeigt dir lediglich, wo du stehst mit ihm..., nämlich dass du dich um ihn sorgst, aber das weisst du ja;-)
 
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hallo malve

ja, aber meine grösste sorge bin ich. da ich jetzt total zurückgezogen bin, erkenne ich, was es bedeutet, allein zu sein. ich sehne mich nach einer gemeinschaft. und erkenne, wie schwierig es ist, konsequent achtsam zu sein. ohne eine "sangha" und ein passendes umfeld ist es sehr schwer.

ich bin in einem reinigungsprozess, der durch reiki wohl noch verstärkt wird. und frage mich, was mir einen halt bieten könnte. mein herz natürlich. bald mache ich reiki II und hoffe, dass ich das wirklich wert bin. hoffe, dass ich mich dadurch nicht "toll" fühle und meine person darauf aufbaue. ich weiss, wie menschen sind. und ich weiss, dass man sich gerne schnell etwas vormacht.

dieser thread ist ja für meinen "liebeskummer" gedacht. es ist aber nicht so, dass ich nur aus kummer bestehe. und mein kummer bezieht sich auch auf andere sachen, die dadurch an die oberfläche gespült wurden. nämlich mein ego, mein hang dazu, andere zu bewerten. ich sehe es mit abstand. und lasse es gehen. doch wie soll man in einer solchen gesellschaft wirklich sauber, achtsam leben?

ich habe diesen mann so gut wie vergessen. ich weiss, es ist vorbei. doch ich frage mich, was "uns" ausgemacht hat. denn nichts scheint übriggeblieben zu sein ausser meiner beschäftigung mit meiner eigenen geschichte. was war es, das wir gemeinsam hatten? wie lebt ER damit weiter? kann das gutgehen? ja. ich mache mir sorgen. aber sie bestimmen nicht mein leben. dies ist nur ein thread, damit ich in anderen threads das thema wirklich nicht berühre und es nicht vermische mit anderen dingen. damit ich meine "schlechte laune" nicht an anderen auslasse. damit ich neutral bleiben kann.

aach
schama...
 
hallo malve

ja, aber meine grösste sorge bin ich. da ich jetzt total zurückgezogen bin, erkenne ich, was es bedeutet, allein zu sein. ich sehne mich nach einer gemeinschaft. und erkenne, wie schwierig es ist, konsequent achtsam zu sein. ohne eine "sangha" und ein passendes umfeld ist es sehr schwer.

ich bin in einem reinigungsprozess, der durch reiki wohl noch verstärkt wird. und frage mich, was mir einen halt bieten könnte. mein herz natürlich. bald mache ich reiki II und hoffe, dass ich das wirklich wert bin. hoffe, dass ich mich dadurch nicht "toll" fühle und meine person darauf aufbaue. ich weiss, wie menschen sind. und ich weiss, dass man sich gerne schnell etwas vormacht.

dieser thread ist ja für meinen "liebeskummer" gedacht. es ist aber nicht so, dass ich nur aus kummer bestehe. und mein kummer bezieht sich auch auf andere sachen, die dadurch an die oberfläche gespült wurden. nämlich mein ego, mein hang dazu, andere zu bewerten. ich sehe es mit abstand. und lasse es gehen. doch wie soll man in einer solchen gesellschaft wirklich sauber, achtsam leben?

ich habe diesen mann so gut wie vergessen. ich weiss, es ist vorbei. doch ich frage mich, was "uns" ausgemacht hat. denn nichts scheint übriggeblieben zu sein ausser meiner beschäftigung mit meiner eigenen geschichte. was war es, das wir gemeinsam hatten? wie lebt ER damit weiter? kann das gutgehen? ja. ich mache mir sorgen. aber sie bestimmen nicht mein leben. dies ist nur ein thread, damit ich in anderen threads das thema wirklich nicht berühre und es nicht vermische mit anderen dingen. damit ich meine "schlechte laune" nicht an anderen auslasse. damit ich neutral bleiben kann.

aach
schama...

Der Sinn deines threads ist für mich gut spürbar Schama, und dass du dennoch immer wieder Antworten bekommst hat ja auch damit zu tun, dass du nach meinem Gefühl recht kommunikativ bist und nicht wirklich etwas dagegen hast, wenn man dir antwortet.

Ich glaube eigentlich, du brauchst - wie ich- keine Ratschläge. Es ist doch diese Sehnsucht nach Gemeinschaft die uns kommunizieren lässt, der Wunsch, sich auszudrücken und einfach nur sich zeigen können, wie man ist. Und auch das Bedürfnis, ab und zu von jemandem verstanden zu werden - ist doch schliesslich legitim!

Seien wir uns heute wieder mal keine Sorge sondern eine Freude - ich wünsche dir einen schönen Sonntag!
 
hallo malve

doch wie soll man in einer solchen gesellschaft wirklich sauber, achtsam leben?

Das empfinde ich auch als sehr schwierig bis zeitweise sogar unmöglich. Denke aber, dass es gerade unsere Herausforderung ist, den Konditionierungen durch die Gesellschaft unsere Achtsamkeit, die wir für uns wieder lernen möchten, entgegenzusetzen. Schliesslich sind wir nicht zufällig hier geboren.
Und ich sehe einen grossen Teil unserer Herausforderung darin, den ebenfalls von der Gesellschaft antrainierten hohen Ansprüchen an sich selbst mit Liebe zu begegnen.
Es ist manchmal zum Verrücktwerden, aber gerade diejenigen Menschen, die unter der Gesellschaft am meisten leiden, sind so wahnsinnig kritisch mit sich selber, und wenn es das eigene Ego betrifft. Man stelle sich das vor: dieses Bewerten und Urteilen, was mir übrigens auch immer wieder zu schaffen macht, wird von uns selbst wieder bewertet - ein Teufelskreis sozusagen, wenn man sich wünscht ein liebender Mensch zu sein!

Aber es ist möglich, da herauzufinden...step by step! Bin da zuversichtlich, auch für dich.
 
welch zufall. letzte nacht hab ich von ihm geträumt. er war kurz da in meinem hotelzimmer, wir haben kaum geredet, ich musste weg, er blieb noch da. hinterliess auf dem tisch ein medikamentenrezept. er ist also krank.

Das ist jetzt lediglich eine Frage, ja? Einfach das, was mir eingefallen ist, als ich diesen Traum las. Doch wie fühlt sich der Gedanke für Dich an, wenn das Rezept für Dich hinterlassen wurde?

Kaji
 
Das Rezept empfinde ich als Audruck des Kummers, der durch das Ende entstanden ist. Wie es ihm geht, wissen wir nicht; aber nachdem das Schlussmachen ja von ihm ausgegangen ist, dürfte es ihm besser gehen als Schamanin.
 
Ätzend. Heute hörte ich eine Stimme, die mich sehr an ihn erinnerte. Ein Typ, der etwas bestellte. Boah, es reicht. "Er ist für mich gestorben" wäre jetzt der passende Ausdruck. Er hat sowas von gespielt mit mir. Meine Gefühle total aufgesogen, sie vervielfacht. Ich konnte es nicht glauben, dass jemand meine Gefühle auf diese Weise erwidert. Das hatte ich noch nie erlebt. Kein Mann hat meine Gefühle so sehr "zu schätzen" gewusst. In anderen Beziehungen war ich immer vorsichtig. Habe das "übliche Spiel" zu spielen versucht, meine Gefühle zurückgehalten. Das war gar nicht gut. Doch mit ihm habe ich mich total sicher gefühlt. War sicher, dass wir es irgendwie schaffen.

Boah....

Echt, heute hab ich meine Tätowierung nachstechen lassen. Der Abschied ist versiegelt. "Er ist für mich gestorben".... Und ich für ihn wohl auch. Wahrscheinlich schon lange.

Schade. Boing....
 
Das empfinde ich auch als sehr schwierig bis zeitweise sogar unmöglich. Denke aber, dass es gerade unsere Herausforderung ist, den Konditionierungen durch die Gesellschaft unsere Achtsamkeit, die wir für uns wieder lernen möchten, entgegenzusetzen. Schliesslich sind wir nicht zufällig hier geboren.
Und ich sehe einen grossen Teil unserer Herausforderung darin, den ebenfalls von der Gesellschaft antrainierten hohen Ansprüchen an sich selbst mit Liebe zu begegnen.
Es ist manchmal zum Verrücktwerden, aber gerade diejenigen Menschen, die unter der Gesellschaft am meisten leiden, sind so wahnsinnig kritisch mit sich selber, und wenn es das eigene Ego betrifft. Man stelle sich das vor: dieses Bewerten und Urteilen, was mir übrigens auch immer wieder zu schaffen macht, wird von uns selbst wieder bewertet - ein Teufelskreis sozusagen, wenn man sich wünscht ein liebender Mensch zu sein!

Aber es ist möglich, da herauzufinden...step by step! Bin da zuversichtlich, auch für dich.

Eben. Du musst den Teufelskreis durchbrechen. Unbedingt. Indem du dich selbst umarmst, wenns passiert. Gute Samen giessen, schlechte nicht füttern. Es ist hart. Und deshalb braucht man eine Gemeinschaft. Ich finde einfach noch keine. Wüsste zwar eine, habe aber Angst. Eine buddhistische Sangha. Und ich bin immer sehr kritisch und habe Angst, weil ich meine eigene Religion verachte (Islam) und meine, daher nicht das Recht zu haben, in eine Sangha einzutreten, solange ich mit dem Islam nicht Frieden geschlossen habe (was aber mit anderen Dingen zu tun hat, meiner persönlichen Geschichte und der Unterdrückung der Frau, die ich im Islam immer wieder erlebt habe, auch am eigenen Leib). Ich habe vor allem nicht mit dem Mann in mir Frieden geschlossen. Und habe einen ständig aufkeimenden Hass auf Männer. Begründet zwar, aber eben persönlich. Im Aussen suchend, Feindbilder findend, zu faul, reinzugucken in mich selbst... Doch ich weiss es. Und kann es benennen. Die Ursache meines Leids. Uaaaaah!
 
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Heute hatte ich eine sehr intensive Sitzung. Spuren der Vergangenheit, alte Programme, alles raus. Natürlich habe ich das Ganze auch mental gemacht. Ich erwische mich selbst immer wieder bei negativen Programmen, die mir vor allem meine Mutter eingeimpft hat. Und lasse sie ziehen. Tschüss, meine alten Freunde Zweifel und Selbstbestrafung. Trauer ist immer noch da. Aber es ist okay. Es geht tief, viel tiefer als sonst. Und artet nicht in überstürztem Handlungen aus.

Ich bin sozusagen fertig mit dem Gröbsten. Jetzt übernehme ich das Steuer, die Verantwortung für mich selbst.

Er fehlt mir sehr. Aber ich bin jetzt erwachsen geworden. Und bin nicht mehr angewiesen auf einen Spiegel. Wobei mir sein Spiegel der wertvollste von allen ist. Ich möchte einen ebenbürtigen Partner, der mir das Wasser reichen kann. Und das Glas bitte ganz voll.

Danke allen, die mich lesen. :umarmen:
 
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