Hmm, das hast du jetzt aus dem Zusammenhang gerissen. Ich meine das, was meine Eltern für Liebe hielten. Das war eben keine. Es wurde aber als solche deklariert.
Sicher, ich bin verletzt. Wenn ich an ihn denke, habe ich viel bessere und konstruktivere Worte, die nur ihn und mich betreffen. Doch sobald ich in die Nähe der Tastatur komme, tippe ich das Falsche. Was mich stört, ist, dass mir dabei meine halbe Familiengeschichte rausgesprudelt ist. Aber auch das gehört zu mir.
Ich ging heute übrigens mit einem wunderbaren Anwalt essen. Er ist einige Jahre älter als ich. Auch er hängt in einer sehr ähnlichen Geschichte drin. 30 Jahre Beziehungen, die nur auf Pflichtgefühl basierten und falsch verstandener Liebe. Er hat es erkannt. Und es ist ein schwerer Weg. Aber ein Weg...
Ich danke euch für die "hässlichen" Spiegel. Ich weiss es ja selbst. Und arbeite daran.
Ich stehe dazu. Dazu, dass ich verletzt bin. Ich möchte mir selbst nicht mehr ausweichen. Und habe mittlerweile eine gute Distanz zu meinen Gefühlen, die ich mir immer wieder anschaue, drehe und wende, bis sie abgehakt sind. Das ist ein Prozess. Und ich bin mittendrin.
Es ist okay, wenn ihr offen seid und meine Schwachstellen entdeckt. Und ich hoffe eben auch, dass ich anderen helfen kann, indem ich hier meine Geschichte möglichst offen reinschreibe.
LG
Schama...