Schlechte Nachrichten der Welt

Hinter DT lauern 2 verschiedene Lager:
- Der von thiel gekaufte Vance (thiel will übrigens auf Grönland seine irren Community Vorstellungen der autoritär geleiteten Städte verwirklichen)
- der teuflisch anmutende, folterliebhaber Miller mit QAnon, Bannon und anderem gesocks

Wird daher alles nicht besser, wenn trump aus dem Game fällt.
Sehe momentan keine friedliche Lösung für die Bürger der USA, wieder die Kurve zurück zur Demokratie zu bekommen…
 
Werbung:
Gruselig bekannt. Mir war unter anderem allein in der Kulturszene z.B. schon immer unheimlich, wie die Amerikaner ständig Rammstein frenetisch abgefeiert haben und wie sie Christoph Waltz nach seiner Rolle in "Inglorious Basterds" liebten. Ich weiß nicht, ob ihm selbst das auch ungut aufgefallen war. Den durfte natürlich kein Ami spielen und so eine Band gibt es auch nicht in den USA, aber so "second hand" kann man dann ja seine geheimen Triebe ausleben...

Ich kenne mich zugegebenermaßen mit der amerikanischen Seele nicht sehr gut aus. Ich glaube aber, dass das was du beschreibst ein ziemlich menschliches Phänomen ist. Die Türkei steht z.B. bis heute nicht zum Völkermord an den Armeniern.

In Italien musste ich mich als Kind von den Jungs des Ortes mit "Heil Hitler" und "Sturmtruppen" begrüßen lassen. Beides konnten sie nicht richtig aussprechen, so dass ein "Eil Itler" daraus wurde und ein "Sdurrmdrruppen". Hinweise darauf, dass auch sie ihren Mussolini hatten, wurden natürlich ignoriert.

Was den Christoph Waltz betrifft: von Quentin Tarantino weiß ich nur, dass er solange nach einem Schauspieler gesucht hat, der ihn für die Rolle überzeugt, dass er das Projekt schon aufgeben wollte, bis eben Christoph Waltz kam, der für ihn eine Offenbarung war.

Ich mochte Christoph Waltz auch immer, schon lange vor seinem Durchbruch in Hollywood und in der Rolle des Lamda lässt einem gerade die Eingangsszene das Blut in den Adern gefrieren.
Tarantino selbst schätze ich auch nicht so ein, dass der Täter unbedingt nur ein Deutscher/Österreicher sein musste, denn er hat in einer Pressekonferenz sehr eindeutig gesagt dass auch Amerika zwei Völkermorde auf dem Gewissen hat (an der indigenen Bevölkerung und natürlich die Sklaverei) und deshalb kein Recht, sich moralisch überlegen zu fühlen.
Ich fand das damals sehr mutig von ihm.
Es kann natürlich sein, dass der Film nicht so gut angekommen wäre wenn ein Ami die Rolle übernommen hätte, das weiß ich nicht. Gerade Amerika ist schon ziemlich auf seine Helden fixiert.

Was die derzeitige Situation betrifft sind da allerdings Kräfte am walten, die brandgefährlich sind und die man nicht mehr ignorieren kann. Der Text, den Francesco Garita zum Foto verfasst hat, ist da auch absolut zutreffend.

Gestern gesehen, dass der Chef der Truppe, der sich gerne in SS-Klamotten präsentiert und in der Öffentlichkeit auch gerne mal den rechten Arm hebt, einen fb Account hat.
Es kann sich jeder anschauen, was und wie er da schreibt und Menschen vorführt. Mir ist wirklich alles vergangen. Noch schlimmer sind für mich allerdings die Abertausende Likes und Herzchen, die er dafür erhält.

Amerika, quo vadis?
 
(...)

Ich mochte Christoph Waltz auch immer, schon lange vor seinem Durchbruch in Hollywood und in der Rolle des Lamda lässt einem gerade die Eingangsszene das Blut in den Adern gefrieren. (...)

Ich habe Waltz erst durch seine Rolle als Landa kennengelernt (glaube ich), und ich fand ihn da brilliant. Ebenso als Blofeld in den späteren Bond-Filmen.

Ich habe mal gehört, dass Tarantino ihm eine der "guten" Rollen in Django unchained gegeben hat als eine Art Wiedergutmachung für die Nazi-Rolle in Inglorious Basterds.

(kleiner OT-Einschub... sorry. Aber als Cineast kann ich da auch nicht widerstehen)
 
Ich habe Waltz erst durch seine Rolle als Landa kennengelernt (glaube ich), und ich fand ihn da brilliant. Ebenso als Blofeld in den späteren Bond-Filmen.

Ich habe mal gehört, dass Tarantino ihm eine der "guten" Rollen in Django unchained gegeben hat als eine Art Wiedergutmachung für die Nazi-Rolle in Inglorious Basterds.

(kleiner OT-Einschub... sorry. Aber als Cineast kann ich da auch nicht widerstehen)

Ne, alles gut. Ich freue mich immer, wenn ich auf Cineasten treffe. ;)
Ich weiß zwar, dass Christoph Waltz in Django unchained den Guten gespielt hat, wusste allerdings nicht, dass es als Wiedergutmachung geplant war.
Christoph Waltz hat früher in vielen Deutschen und Österreichischen Filmen gespielt und war auch immer sehr einnehmend. Ich hab mich sehr für ihn gefreut, dass er einen solchen Durchbruch hatte.
 
Jonathan Ross kam auf die glorreiche Idee, das von ihm selbst mit einer Hand während des Vorgangs, innerhalb dem er Mrs. Good erschossen hat, aufgenommenen videos auf einer rightwinger-angelehnten Seite zu veröffentlichen.
Wurde prompt und weitflächig verteilt, macht derzeit die Runde in dem Medien.

Darin ist unter vielen interessanten Blickwinkeldetails zu sehen, zu hören, wie sie mit Augenkontakt zu Ross sagt: "That's fine dude, I'm not mad at you" und er - nachdem er ihr 3 x in Gesicht/Kopf geschossen hatte "Fucking bitch."

 
denn er hat in einer Pressekonferenz sehr eindeutig gesagt dass auch Amerika zwei Völkermorde auf dem Gewissen hat (an der indigenen Bevölkerung und natürlich die Sklaverei) und deshalb kein Recht, sich moralisch überlegen zu fühlen.
Das ist natürlich mal echt super, aber das behalten Amerikaner nicht im Kopf, jedenfalls nicht die,
bei denen es sein sollte.

Ich kenne mich zugegebenermaßen mit der amerikanischen Seele nicht sehr gut aus. Ich glaube aber, dass das was du beschreibst ein ziemlich menschliches Phänomen ist. Die Türkei steht z.B. bis heute nicht zum Völkermord an den Armeniern.
Ja, das ist aber was anderes.
Amerikaner sind m.E. nicht nur normal verdrängende Nationalisten wie die halbe Welt, sondern sie halten sich für die Herren der Welt, und das erhalten sie aufrecht, weil sie selbst noch nie so verletzt wurden wie andere Länder, die immerhin alle! Kriege, Verwüstungen und Leid im eigenen Land kennen.
Amerika kennt keine echten Niederlagen im eigenen Land, und das macht sie so gefährlich.
Deswegen vergelten sie 3000 Tote im World Trade Center mit 1,3 Millionen Toten im War on Terror, der fast 20 Jahre dauerte. Weil sie es nicht fassen konnten, dass auch sie mal auf die Fr*sse kriegen. Sie, die Herren der Welt.
Was für eine Majestätsbeleidigung, da müssen Millionen ausgelöscht werden und Gefangene nackt an Hundeleinen gelegt
werden, gefoltert und fotografiert werden, mit Stiefeln im Genick (Abu Ghraib, von Guantamo ganz abgesehen).
Wenn du von amerikanischer Seele sprichst, Donald Trump ist m.E. die perfekte Verkörperung ihres Schattens im psychoanalytischen Sinne, den sie sich nie angucken, den die meisten von ihnen nicht einmal bemerken: Naivität, absoluter Größenwahn, Dummheit, Narzissmus und Gewalt.
Leute, die keine Niederlagen kennen, können auch keine verarbeiten, ihre Größe muss immer erhalten bleiben, egal, zu welchem Preis. Das war schon immer so, aber bisher wurde das noch irgendwie mit etwas Anspruch und Humanismus überdeckt. Das ist vorbei, jetzt liegt die Fratze Amerikas offen da, in Gestalt von Trump.
Und deswegen ist ihre Quittung jetzt vllt, ihr Schicksal möglicherweise, dass sie Niederlagen und Leid im eigenen Land erleben und durchmachen müssen und nicht mit einem äußeren Feind. Und das ihr Ansehen in der Welt dahinschmilzt wie Butter in der Sonne.
 
Immerhin, Minneapolis stellt sich quer:

"Die zuständige Staatsanwältin Mary Moriarty kündigte an, die Ermittlungen nicht allein der Bundespolizei FBI überlassen zu wollen. Sie rief die Öffentlichkeit auf, Videoaufnahmen und andere Hinweise im Zusammenhang mit dem Tod der Frau direkt an ihre Behörde zu senden. Die Regierung in Washington, D. C. hatte zuvor angekündigt, ausschließlich das FBI werde ermitteln.
Moriarty sagte in einer Pressekonferenz, ihre Behörde habe zwar in der Vergangenheit erfolgreich mit dem FBI zusammengearbeitet, sie sei jedoch besorgt über die Entscheidung der Regierung, andere Behörden von den Ermittlungen zum Tod der Frau am Mittwoch in Minneapolis auszuschließen. Konkret äußerte sie die Befürchtung, das FBI könnte Beweismittel nicht mit den Ermittlern des Bundesstaates Minnesota teilen. Die Staatsanwältin fügte hinzu, der Beamte, der den tödlichen Schuss abgegeben habe, habe keine vollständige Immunität, auch wenn die Trump-Regierung dies behaupte."
 
Werbung:
Zurück
Oben