Schießerei in München

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einfach die hutschnur geplatzt und wenn dann jemand, über den ich mich seit über zwei Jahren ärgere noch ignorante Äußerungen von sich gibt, War das einfach zu viel.
Also ist doch ne reale Amokgefahr am Stacchus gewesen.
Aber gut, wenn du das nun reflektieren kannst. :thumbup:
 
@Sabsy : ich hab jetzt den Post von @Darkhorizon gefunden, wo er schreibt, ich würde am Stachus wohnen. Er irrt sich, da wohne ich nicht, noch nicht mal in der nähe.
und mein PflegeHund wird heute abend wieder abgeholt. :)
 
Einkaufszentren und Mc Ami meiden. Großstädte sind wohl gefährdet. Vielleicht kommt wieder die Stadtflucht.
 
toleranz gegenüber intoleranz ist die einzige toleranz, die nicht geübt werden sollte - denn sie füttert die intoleranz - mm.
Also darf niemand toleriert werden, es sei denn, er toleriert alles und jeden. Die militante Toleranz beißt sich somit nicht harmonisch in den eigenen Schwanz, sondern paradox in den eigenen Arsch. Sie meint, natürlich: "Null Toleranz für alle, die nicht denken wie ich!"
 
@Sabsy : ich hab jetzt den Post von @Darkhorizon gefunden, wo er schreibt, ich würde am Stachus wohnen. Er irrt sich, da wohne ich nicht, noch nicht mal in der nähe.
und mein PflegeHund wird heute abend wieder abgeholt. :)
okay, das ist sehr gut so, dass du woanders wohnst.
ich hoffe und wünsche für München, dass sich so gut es geht alles normalisiert
es tut mir sehr Leid was dort alle mitmachen und allen Beteidigten viel Kraft.
 
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ok - ich versuche mich halt generell aus spekulationen rauszuhalten.
ich verstehe, dass es naheliegend war von einem islamistischen hintergrund auszugehen -
aber genau dieses vermuten - ohne konkretes wissen - nicht zuletzt ausgehend von den medien - bewirkt, dass in gewissen köpfen - selbst dann wenn es eindeutig der amoklauf eines einzelnen gewesen ist - der verdacht eines religiösen hintergrundes dennoch bestehen bleibt - bis hin zu VT's, dass die polizei einfach falsch informieren würde - wie hier nachzulesen.
dass der amokläufer iraner gewesen ist reicht dafür aus.

Ich habe hier viel spekuliert, und ich bin der Ansicht, dass das zumindest hier auch eher gut als schlecht ist, denn das Niveau ist hier vergleichsweise hoch. Es ist nicht so oberflächlich Schnell-Schuss-mäßig wie auf vielen anderen Plattformen. Und: Spekuliert wurde sowieso. In diesem Thread oft auf höherem Niveau als in der Berichterstattung.

Aber: Ich habe meiner Erinnerung nach in keinem einzigen Post einen islamistischen Hintergrund nahe gelegt. Anfangs ging es nur um die Frage ob "Terroranschlag" oder "Amoklauf". Ich glaubte zu dem Zeitpunkt schon Anzeichen dafür zu sehen das es nicht Muslime waren sondern wenn Terror ging ich sogar eher von rechtem Terror aus oder aber einer Form des Terrors der sich politisch nicht einordnen lässt sondern man als "Terror der Unzufriedenen" beschreiben könnte. Ich schrieb sogar einen eigentlich ziemlich zynischen Beitrag in dem ich aufzählte warum ich zu dem Zeitpunkt nicht z.B. von IS-Terror ausging. Als vermeintlicher Fakt war zu dem Zeitpunkt im Umlauf es handele sich um drei Täter und ich glaubte das auch. Mein Punkt war, dass wenn drei Islamisten in ein Einkaufs-Center laufen sie nicht pro Täter nur 2 Menschen unmittelbar tödlich treffen werden (zu dem Zeitpunkt war noch von 6 Todes-Opfern die Rede).

Die Schlussfolgerung kann falsch sein und ich sagte auch jedes mal, dass ich sozusagen nur transparentes Brainstorming betreibe, also eben aufschreibe was ich persönlich denke. Aber der bedeutende Punkt im Kontext dieser Diskussion ist: Ich habe sehr früh gegenargumentiert, wenn es um die Frage ging ob das islamistischer Anschlag sein könnte. Natürlich konnte ich das nicht ausschließen, aber wenn man überhaupt in diesem ganzen Themen-Zusammenhang die Frage erörtert, ob jemand eher dazu beiträgt das gegen Muslime gehetzt wird oder im Gegenteil, dann war ich die ganze Zeit jemand der dagegen hielt.

Und danach gibt es ja sogar noch lange Beiträge von mir die man sogar als OT werten könnte, weil ich die Religion selbst sehr in Schutz nahm und das zum eigentlichen Thema keinen Bezug mehr hatte sondern ich eben auf das Thema "islamistischer Terror" reagierte das eben noch immer mitschwang. Denn es wird ja zumindest oft nahegelegt, dass der Islam als Religion zumindest eine Basis islamistischen Terrors ist, und ich sehe eher die Konflikte (Kriege) im nahen Osten als die prägendste Basis die gleichzeitig aber natürlich auch Einfluss auf Interpretation der Religion nimmt, Einfluss auf die gesamte Kultur und das Zusammenleben der Menschen dort hat. Und in diesem Kontext entstand auch der Beitrag der dann zum Anlass genommen wurde mir hier etwas zu unterstellen das beweisbar falsch ist.

Was mir dabei immer wieder bitter aufstößt, und solche Beschuldigungen sind hier ja nicht ganz selten, und ich habe zwar selbst nie viele abbekommen aber das immer wieder beobachtet und mich auch manchmal eingemischt, ist: Das ist für mich alles nicht echt. Ich kaufe hier so einigen kein bisschen ab, dass es ihnen um mehr geht als um sich selbst. Es ist etwas das dem Prinzip der Hetze folgt. Denn in aller Regel geht es darum andere zu benutzen, um etwas zu demonstrieren - eine Art idealisiertes Selbstbild inklusive dem Wunsch möglichst so von anderen gesehen zu werden. Und das ist mehr als nur Theorie oder Spekulation, denn so etwas ist sehr leicht zu entlarven wenn man es auf eine inhaltliche Ebene bringt. Aber natürlich bringt die Intention hinter einer impulsiven Verurteilung mit sich, dass genau das nicht gewollt ist - so jemand möchte dann gar nicht inhaltlich diskutieren, weil es entlarvend wäre. Deshalb wird der inhaltlichen Diskussion ausgewichen. Das wiederum ist für mich dann eine Art Beweis.

Denn ginge es tatsächlich um das Thema, und eine hohe Impulsivität legt ja hohe Bedeutung nahe die über eine Person hinausgehen sollte wenn es denn ums Thema ginge - dann würde das auch eine hohe Motivation mit sich bringen sich wirklich inhaltlich damit auseinander zu setzen. Das schließt Kontroverse ja keineswegs aus, es muss auch kein bisschen Impulsivität ausschließen. Das kann dann Teil einer Diskussion sein. Das Ausweichen zeigt aber ein Mangel an Motivation oder sogar Angst vor Entlarvung der eigentlichen Intention.

Und jetzt eine interessante Frage: Welche Menschen reagieren genau auf dieser Linie? Rechte Hetzer. Es ist genau dasselbe Prinzip. Eigene und sehr persönliche Probleme werden auf andere Menschen zu kompensatorischen Zwecken abgeladen. Da geht es kaum je wirklich um politische Zusammenhänge und auch die Opfergruppe ist im Grunde willkürlich. Es geht um wirklich tiefe und sehr menschliche Schwächen bzw. Probleme die wohl jeder kennt. Ein Mangel an Selbstbewusstsein bzw. Selbstvertrauen, das Gefühl Demütigung erfahren zu haben, was ja jeder hat der über 5 ist. Kommt dazu aber ein Mangel Aufrichtigkeit vor sich selbst, ein Mangel an Verantwortung, erhöht das dann die Angriffslust bzw. die Motivation nach kompensatorischen Verhalten. Das ist eine total egoistische Tour und es ist immer das gleiche Prinzip, egal in welchem Pseudo-politischen Gewandt es sich verkleidet. Links oder rechts ist dabei nicht der Punkt. Und genau da wird der Hetzvorwurf doch selbst zu Hetze.

Ich verstehe manchmal nicht warum diese Dinge für mich so klar sind, andere das oft aber nicht erkennen. Natürlich bin ich nicht der einzige der es erkennt und sicherlich gibt es wohl auch einige die davon überzeugt sind, dass ich ganz einfach falsch liege und mir nur vormache etwas zu erkennen. Man kann aber einen Punkt offensichtlich machen: Ein Mangel an Aufrichtigkeit. Und der ist wirklich entscheidend für das gesamte "Prinzip", denn es ist ein Mangel an Aufrichtigkeit vor sich selbst der zu allem anderen führt. Und ich wiederum bin sehr aufrichtig. Nicht weil ich besser bin sondern weil ich weiß dass es mich unverletzlich macht. Es gibt keine Möglichkeit mich fertig zu machen. Wenn ich falsch liege und mich irre und das deutlich wird nehme ich es zurück und entschuldige mich im Zweifel. Shimon sagt z.B. auf meinen Vorwurf er würde sich nach massiven Anschuldigungen nie einer inhaltlichen Diskussion stellen nur:

ja und...?

shimon

Solche Reaktionen sehe ich als "Arroganz der Unaufrichtigkeit". Es sind letztlich Verschleierungstaktiken, aber sie funktionieren ja nicht sondern sind entlarvend. Denn auch wenn da nur zwei Worte plus Name stehen, ist das "ja" eine inhaltliche Bestätigung - er stellt sich keiner inhaltlichen Diskussion und die Tatsache das es nur drei Worte sind untermauert diese Tatsache.

Und an der Stelle schließt sich der Kreis zu dem was ich oben zu erklären versuche was ich in so etwas sehe. Totalen Selbstbezug der ein Thema nur benutzt und in diesem Fall mich für kompensatorische Zwecke benutzen wollte. Und so etwas lasse ich nie zu. Das ist etwas das mich triggert und nicht nur wenn es gegen mich gerichtet ist sondern auch wenn es gegen andere geht. Und das habe ich hier schon häufig beobachtet, dass wie aus dem Nichts und ohne vertiefende Erklärungen Menschen als Hetzer bezeichnet wurden die es genau so wenig sind wie ich.



wieso @Shimon1938 speziell dich so heftig angegriffen hat verstehe ich auch nicht - da gäbe es hier andere, die sehr viel mehr zu kritisieren wären -
eben jene, die an den voreiligen vermutungen hängen bleiben und auch diese schreckliche tat dafür nutzen um ihr islam/ausländer feindbild weiter auszubauen.

Die Reaktion auf so etwas erfolgt nicht zwingend auf Personen bezogen, es ging vermutlich gar nicht direkt gegen mich weil ich ich bin, sondern solche Angriffe sind "Trigger-Reaktionen", aber ohne die Fähigkeit das bewusst zu hinterfragen um dann mit ganz persönlichen inneren Dynamiken, die sich an einem Thema oder einer Person nur aufhängen, anders umzugehen als eben impulsiv. Deshalb funktioniert sowas ja auch nicht sondern ist selbst-destruktiv. Und das wäre es auch wenn keine Reaktion erfolgt und sich jemand der angegriffen fühlt defensiv verhält.

Was den zweiten Punkt betrifft: Die dahinterstehende vermeintliche Logik ist mir klar. Aber darin zeigt sich eine ziemliche Arroganz. Denn es impliziert ja, dass "ich" (oder wer auch immer) etwas deshalb nicht thematisieren sollte weil "ich" mich für fähig halte zu antizipieren, dass andere nicht anders damit umzugehen in der Lage sind als "falsch". Das ist genau die Selbstüberhöhung die ich in so vielem sehe.

Wäre das wirklich durchdacht gäbe es nichts mehr zu sagen, denn nichts was jemand schreibt kann in allen Auswirkungen auf andere berechnet werden. Ich persönlich appelliere indirekt daher immer an Eigenverantwortung. Was man dafür bekommt ist meine Aufrichtigkeit - wenn man sie denn als das erkennt. Jeder ist auch frei etwas anderes darin zu sehen und mir im Zweifel auch Kontra zu geben. Aber jeder muss für sich interpretieren was er wahrnimmt und das den ganzen Tag und von Geburt bis Tod. Und da werde ich mich doch nicht selbst verbiegen, meine Ansichten zurückhalten, weil ich so arrogant bin anzunehmen, dass ich einordnen könnte wie andere meine Ansichten interpretieren und darauf reagieren etc. Was ich aber fast die ganze Zeit mache und dafür in Kauf nehme "Ich-bezogen" rüberzukommen ist: "Ich bin der Ansicht das", "Ich glaube", "Ich denke" - ich mache fast am laufenden Band deutlich, dass ich nur für mich spreche.

Ich sehe übrigens genau in dieser Arroganz eine Ursache des gesamten gesellschaftlichen Problems, nicht nur aber v.a. auf die Flüchtlings-Thematik bezogen. Denn es macht Menschen wütend wenn sie merken dass vermeintlich Klügere für sie mitdenken, ihnen Informationen vorenthalten oder einen Spin geben der mit der Realität nichts zu tun hat. Das ist ja in der Flüchtlingsthematik und auch in anderen Politik-Feldern die Regel und nicht die Ausnahme. Dahinter steht eine unglaublich herablassende Haltung die sich manche eben einfach aus persönlichen Gründen zu eigen machen. Das ist nicht mal selbst erdacht, daher ja auch die Schwächen es überhaupt mal inhaltlich auf den Punkt zu bringen. Es ist nur übernommen. Genau wie Ausländerhasser fast alles einfach nur unhinterfragt übernehmen.

Und wie gesagt: Beide Seiten flüchten in aller Regel wenn es darum geht etwas inhaltlich zu vertiefen wovon sie vorgeben es sei ihnen thematisch und über sich selbst hinausgehend wichtig anstatt nur aus kompensatorischen Zwecken wegen vollkommen persönlicher Probleme für die sie Themen und andere Menschen benutzen wollen. Es ist das "verstecken wollen" was es offensichtlich macht.
 
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