Schießerei in München

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Ich glaube ein Mensch, der sich noch halbwegs ausdrücken könnte und "Todes"ängste litt, würde sich genau so ausdrücken... also schreiben, dass ihm dieses und jenes Angst mache usw... er würde bei sich bleiben, von sich und seiner Sicht/Angst erzählen.
Ja eben, das wäre auch spürbar, lesbar gewesen und ich meine ebenso wie du nur die zuvor geschilderte Todesangst.
Ängste, bisschen Stress, Panik- das alles kann entstehen, wenn die eigene Stadt betroffen ist- logisch
und das wäre bei mir ganz genauso- nehme ich an...
mir macht es ja noch immer ein mulmiges ängstliches Gefühl,
dass in meine Stadt zwischen Altstadt und Einkaufsmeile ein gr. Terrorattentat geplant war
mit 3 Leuten die sich in die Luft sprengen wollten und zusätzl ca 5 Leuten die voller Waffen in die Menge ballern wollten.
Ich wohne auch in dem umschriebenen Maghreb-Viertel, auch wenn ich hier bisher nur gute Erfahrungen mit meinen Multikulturellen Nachbarn gemacht habe- auch bei mir gibts immer mehr ängstliche Gedankengänge.
 
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Du, gar keine Frage. Es hat sich hochgeschaukelt.
Aber wer hier die von Hoppel eröffneten Thread's kennt, ahnt, dass sie eine sehr ängstliche Natur ist. Für mich, sorry wenn ich das sage, es ist aber mein Empfinden, fast schon paranoid.
Ich kenne Trollhase nicht wirklich und gegen Ängste sage ich am Allerwenigsten,
aber Todesängste meine Liebe ist was anderes- ehrlich.
 
Du, gar keine Frage. Es hat sich hochgeschaukelt.
Aber wer hier die von Hoppel eröffneten Thread's kennt, ahnt, dass sie eine sehr ängstliche Natur ist. Für mich, sorry wenn ich das sage, es ist aber mein Empfinden, fast schon paranoid.
Das ist für mich allerdings kein Grund, zu einem Zeitpunkt, wo noch nichts über den Täter bekannt war, über ALLE Muslime als Mordlustige loszuziehen - und nach Bekanntwerden der Fakten auch noch drauf zu beharren.

Diese Art zu denken ist grundsätzlich von Übel.
 
Wolltest du tatsächlich nur gesagt haben, dass es verschiedene heilige Schriften und Religionen gibt?
Ja, vor allem auch, daß verschiedene Schriften verschiedene Inhalte haben.
Zu den Religionen kann ich nur sagen, dass es ggf. zig Menschen gibt und geben wird, die ihren Massenmordwahn religiös begründen, es gibt aber auch Millionen und Milliarden, die ihre Menschlichkeit, zu der auch das Nichttöten von "Feinden" oder Mitmenschen gehört... auf Religion und ihren Glauben basieren. Darüber hinaus auch ihre Gesetze auf diesen Kontext ausrichten, weltweit.

Ich kann nachvollziehen, wenn man in diesen Zeiten einen Hass auf Relis bekommen kann, ich finde aber auch, dass das durchaus überdenkenswert ist und das Kind nicht mit dem Bade ausgeschüttet werden sollte. Ich behaupte, dass es ohne Religionen auf dieser Welt noch viel katastrophaler aussähe.
Das wirkte auf mich zu undifferenziert. Es kommt auch darauf an, was eine Religion lehrt. Denn das ist nicht in jeder Hinsicht willkürlich auslegbar.
 
Ja eben, das wäre auch spürbar, lesbar gewesen und ich meine ebenso wie du nur die zuvor geschilderte Todesangst.
Ängste, bisschen Stress, Panik- das alles kann entstehen, wenn die eigene Stadt betroffen ist- logisch
und das wäre bei mir ganz genauso- nehme ich an...
mir macht es ja noch immer ein mulmiges ängstliches Gefühl,
dass in meine Stadt zwischen Altstadt und Einkaufsmeile ein gr. Terrorattentat geplant war
mit 3 Leuten die sich in die Luft sprengen wollten und zusätzl ca 5 Leuten die voller Waffen in die Menge ballern wollten.
Ich wohne auch in dem umschriebenen Maghreb-Viertel, auch wenn ich hier bisher nur gute Erfahrungen mit meinen Multikulturellen Nachbarn gemacht habe- auch bei mir gibts immer mehr ängstliche Gedankengänge.

Du meinst Düsseldorf?

Ja, ich kann die Ängste mehr als nachvollziehen, sie betreffen alle, AUCH Moslems... kürzlich beim Friseur hatte meine Tochter ihre Schultasche nahe der Türe stehen lassen, was die Friseurinnen unglaublich nervös machte, weil da nun ein herrenloser Rucksack stand. Muslime, übrigens.

Und ich muss zugeben, dass ich, wenn ich in die Altstadt fahre oder auch nur mit dem Zug/Bahn irgendwo hin will, zwei drei Sekunden daran denke, dass hier gleich irgendwas los sein könnte.

Auf Widerlegung der Hetze gegen Moslems aggeressiv mit Todeswünschen reagieren... hat mE. nichts mit derlei echten und auch berechtigten Ängsten zu tun. Das gehört einfach zum Hetzprogramm... Nebelkerzen werfen, Strohmänner, emotionalisierte Hysterie und Aggression um ja von simplen Tatsächlichkeiten abzulenken und sich selbst den gewünschten Agitationsrahmen zu stellen. So läuft der Hase hier, *gg
 
Simple Frage: Warum?

1. Von Anfang an gab es die Frage ob Terroranschlag oder Amoklauf und falls Terror, ob islamistisch oder nicht.

2. Daher ist auch das Thema "Islam" Thema in diesem Thema gewesen - es schwing von Anfang an mit.

3. Ich selbst habe zu keinem Zeitpunkt eine Linie zum Islam bzw. islamistischen Terroranschlag gezogen. Fast alle meine Spekulationen der letzten Nacht liefen auf Amok hinaus.

4. Wenn aber das Thema Islam in einem Thema mitschwingt, warum soll man es dann außen vor lassen?

Und ich verstehe die Formulierung schon nicht.... es sei nicht "durchdacht". Erstens weiß ich nicht warum das nicht "durchdacht" ist, zweitens sehe ich die Notwendigkeit nicht zwingend dass man hier alles total "durchdenken" muss. Wir sind doch keine Politiker und auch keine Journalisten. Was mir an diesem Forum gefällt ist das man sehr offen über alles reden kann ohne sich zensieren zu müssen.

Was ich persönlich nicht "durchdacht" finde, ist eine gewisse Überheblichkeit die immer wieder darin mitschwingt wenn zur Vorsicht gemahnt wird, das wer auch immer könne was auch immer auf welche Art auch immer verstehen.
condemn, ich habe auschließlich meiner persönlichen meinung ausdruck verliehen und hätte selbst das unterlassen, wäre dein angriff auf @Shimon1938 nicht so drastisch ausgefallen.
ich hab' nicht alles gelesen - aber soweit ich es mitbekommen habe ist deine entrüstung jenen gegenüber, die in jedem fall einen religiösen hintergrund implizieren, nicht wirklich greifbar.
sorry, sollte ich etwas überlesen haben.
nicht durchdacht sehe ich im zusammenhang mit diesen unterstellungen im besonderen und der islam feindlichkeit im allgemeinen.
sie bringt nur noch mehr unheil.
 
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Es ist aber nicht unbedingt richtig das auf Religionen zu beschränken. Es geht immer um Ideologien. Und da gibt es ein interessantes Paradox: Von allen Ideologien hat der Kommunismus eigentlich immer noch das beste Image. Und Kommunismus ist allen Religionen sehr fern. Auch der Nationalsozialismus war ja eigentlich religions-fern.

Aber: Keine Ideologie hat so viele Opfer gefordert wie der Kommunismus.

Worauf ich aber hinaus will ist nicht was da besser oder schlechter ist, sondern: Es funktioniert psychologisch einfach alles gleich. Und am besten kann man das m.A.n. mit Sekten vergleichen, nur eben viel viel größer. Und diese Ideologien haben alle eines gemeinsam: Sie sind hochgradig manipulativ.

Es gibt noch eine die uns hier kaum auffällt: Kapitalismus/Neoliberalismus. Wir verehren das Kapital, monetäre Werte. Und das tun wir in einem Ausmaß das es ebenfalls viele Opfer fordert. Wir halten das für normal, aber das Ausmaß ist tatsächlich irre. Und wir haben das alle in unseren Köpfen - oder zumindest fast alle, mich eingeschlossen und jeden den ich persönlich kenne. Geld steht über fast allem und da werden Grenzen gesetzt die Beziehungen sprengen etc. Und als neoliberale Staaten, als kapitalistische Staaten, agieren "wir" höchst aggressiv. Und da spielt auch Propaganda eine ganz große Rolle, die übrigens zum Teil aus sich selbst heraus entsteht weil ja jeder glaubt dass es so richtig sei - auch die Journalisten.

Aber wenn man sich mal anschaut, wie viele Opfer dieses System fordert, im Inland und noch mehr im Ausland - das ist gewaltig. Und es ist eigentlich so extrem, dass es offensichtlich sein müsste. Wir stecken aber mitten in dieser Ideologie, haben sie in unseren Köpfen. Deshalb ist es nicht leicht das zu erkennen.

Man kann es aber, wie ich finde, an Kleinigkeiten erkennen:

1. Job ist für ganz viele wichtiger als Familie. Für uns ist es absolut normal und sogar ehrenwert, dass z.B. ein Mann so hart und viel arbeitet das er im Grunde 90% des Aufwachsens seiner Kinder verpasst.
2. Es ist für "uns" normal unsolidarisch zu sein - "Bei Geld hört die Freundschaft auf". Selbst in Familie und Verwandtschaft werden da oft glasklare Trennstriche gezogen. Das ist in anderen oft viel ärmeren Ländern sehr oft anders.
3. Reiche haben immer ein besseres Image als etwa Hartz4-Empfänger, und zwar egal wie sie zu Geld kamen. Und dabei sind "mafiöse" Geschäftskonzepte absolut nicht selten. Sie sind aber legal - was auch ne Menge über unsere Werte aussagt.
4. Wir beten allgemein "Reichtum" an - wir definieren darüber Erfolg. Alle unsere Stars sind reich und erfolgreich und zum Teil sind das doch Psychos. Trotzdem finden wir die weit faszinierender als Menschen die unscheinbarer aber doch tiefer sind und eben nicht mit so einem Fokus.

Es gibt viele Beispiele für das was ich meine. Und wenn man dann darauf schaut welche Länder am aggressivsten nach außen sind - es sind westliche Länder. Und der Grund ist v.a. die Sicherung unseres Wohlstands - Energie v.a. Und der nahe Osten ist das Hauptkriegsgebiet und das schon sehr lange.

Worauf ich hinaus will, und ich weiß dass das kontrovers ist: M.A.n. ist die Neigung den Islam sehr düster zu sehen Teil einer Propaganda unseres Systems. Denn es startete viel viel früher. Wer glaubt das sei gerechtfertig weil wir von Terroristen attackiert werden muss sich klar machen: Das erleben die da unten jeden Tag hundertfach. Wir nennen es nicht Terror sondern Krieg gegen den Terror. Aber Drohnen die ziemlich wahllos Menschen abknallen - das sind Terroranschläge. Kriege die auf der Basis von Lügen begonnen werden sind gigantische Terroranschläge. Und das sind Fakten.

Noch klarer wird es wenn man sich klar macht: Saudi Arabien wird nicht angegriffen obwohl das Land in 9/11 verstrickt war und IS-Finanzierung darüber läuft, im Grunde schon lange das ist was der IS sein möchte. Warum nicht? Sie folgen unseren Interessen, unserem Fokus auf monetäre Werte - die spielen unser Spiel mit.

Insofern: Wir sind nicht weniger in einer Ideologie gefangen. Es ist nur sehr schwer die eigene zu erkennen.

Ich denke nicht, dass der Kommunismus, das dritte Reich, oder auch der Kapitalismus den Religionen so fern sind, sondern dass sie schon mehr wie eine eigene Religion/Sekte sind. Alles waren und sind im Endeffekt so etwas wie Erlösungslehren, die das Paradis versprechen. Im Kommunisnus die Erlösung durch das System und im Kapitlismus das Paradies auf Erden durch den Materialismus. Für viele waren und sind dies nur Ersatzreligionen. Shlomo Sand beschreibt in seinem Buch "Die Erfindung des jüdischen Volkes" auch sehr schön, dass der Nationalismus und auch die Nation nur eine Form der Verehrung einer höheren Macht sei, mit der man sich verbindet. Statt der Taufe gibt es bürgerliche Registrierung, statt der Auserwähltheit durch den Glauben, die durch die Auserwähltheit der Rasse usw. Das Problem sehe ich aber genau wie du, unsere eigenen Ideologien bzw. unseren eigenen fanatischen Glauben ans Geld, der uns andere töten und unterdrücken lässt, sehen wir nicht. Das sich der Westen seit Jahrhunderten schlimmer aufführt als viele islamistische Fundamentalisten und auch unzählige Muslime auf den Gewissen hat scheint auch niemand mehr ansprechen zu wollen.

Erich Fromm bezeichnete dieses extreme Karrieregeile Denken in unserer Gesellschaft, als eine Form des Wahnsinns und als man den Aborigines das Fußballspielen beibrachte, spielten diese immer solange, bis es Unentschieden stand, erst dann war für sie das Spiel vorbei, da sie dieses Konkurrenzdenken nicht kannten und auch ablehnten. Es wäre einfach mal an der Zeit viele unserer Verhaltens- und Denkweisen infrage zu stellen, anstatt dass wir immer nur auf den Anderen zeigen, aber genau damit tut sich die Mehrheit unglaublich schwer.
 
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