"Oder: hat er es nun erschaffen? Oder war es ein Zufall?
Sind wir Geschöpfe, die ganz bewußt "hergestellt" wurden oder sind wir "Zufallsprodukte"? Und wie paßt die Evolutionstheorie in das Ganze? Denn wenn man erst den Zustand des Minerals, der Pflanze, des Tieres durchmachen muß, um Mensch werden zu können, dann ... ???"
Okay, ich versuchs mal.
Dann... kann zum einen die Bibel nicht stimmen oder das Gesetz existiert nicht. Oder aber, es geht beides.
Gott erschuff die Welt, dabei erschuff er zuerst Pflanzen und Tiere usw. und zum Schluß den Menschen, als sein Ebenbild. Darin könnte man vielleicht das Evolutionsgesetz sehen. Erst mußte das und jenes vorhanden sein, dann konnte der Mensch erscheinen.
Oder: es könnte verschiedene Universen (oder Planetensysteme) geben, die jeweils andere Gesetze haben. So gibt es Seelen, die hier auf der Erde geboren werden - also die Evolution durchmachen "müssen", bis sie eine Seele sind - und Seelen, die woanders "entstanden/erschaffen worden" sind und hier inkarnieren, um zu lernen. (diesen Gedanken gab es schon mal hier im Forum, und er fiel mir heute beim "spinnen" im Garten wieder ein. Jene Person hieß Scar.f..ce

und schrieb auch mal was von Erdgeborenen und Sterngeborenen (oder so ähnlich, müßte ich noch mal nachlesen).
Dann würde es einige Seelen geben, die dem Evolutionsgesetz folgen müssen und andere, die "erschaffen" wurden.
Naja, weiß nicht...
Jedenfalls soll es laut Buddhismus und Yoga recht schwierig sein, überhaupt als Mensch inkarnieren zu können. Und darum sollte man diese Chance auch nutzen, um sich weiterzuentwickeln/an der "Erleuchtung" zu arbeiten usw. - Warum also ist es so schwierig, "Mensch" werden/sein zu können? Oder so selten? Ist an der Erde also doch was besonderes, was sie so begehrt macht? Oder am "Mensch"-Sein?
Dann sagt man, daß die Engel z.B. mitunter neidisch auf uns Menschen sind, da wir uns weiterentwickeln können, sie aber auf der Stufe bleiben müssen, wo sie sind. Sie befinden sich in Ebenen, wo alles toll und harmonisch ist etc., doch es gibt keine Weiterentwicklung. - Weiß nicht, ob das stimmt, bin kein Engel und habe auch noch mit keinem gesprochen.
Dann gibt es noch das Weltbild der Magier. Auch dort geht man davon aus, das die Seele (der Mensch), etwas ganz besonderes ist. Da diese sich entfalten kann, da diese UNSTERBLICH ist. Da diese Gottes Ebenbild ist. Allerdings gibt es in diesem Weltbild einen Haken - die Seele kann "vernichtet" werden, bzw. sich selbst vernichten. Denn: schließt man z.B. einen Pakt mit einem Dämonenfürsten, führt das dazu, daß man diesem nach dem Tod dienen muß. Dann hängt die Seele also in einer Sphäre fest, wo es geschehen kann, das die Seele die Schwinungsstruktur dieser Sphäre annimmt, wenn sie nicht aufpasst. Dann verliert die Seele sozusagen etwas von ihren Bestandteilen und wird selbst zum Dämonen, d.h. sie bleibt dort hängen und kann sich nicht weiterentwickeln und wird sogar abbhängig von den Menschen sein (Energie), da sie sonst "stirbt" (d.h. aus eigener Kraft kann sie nicht mehr existieren, ... - Vielleicht ist das mit Satan geschehen und/oder Luzifer. Und nun hängen sie dort, haben ihre Göttlichkeit verloren und brauchen die Energie der Menschen, um am Leben zu bleiben. - Und in diesem Sinne freuen sie sich dann natürlich mächtig über die Satanisten usw., die Rituale ihnen zu Ehren ausführen).
Mit den Engel kann es scheinbar ebenso geschehen, sollte man ihnen oder ihrer Sphäre zu sehr verhaftet sein. Dann paßt man sich diesen Schwingungen an und verliert wiederum etwas. - Evtl. darum die "Warnungen" im Yoga usw., daß man jenen "Geistern" nie trauen soll, sie ignorieren soll, sich nicht verführen lassen soll usw. Egal, wie schön sie sein mögen, egal, was sie einem versprechen. Sie werden immer als Hindernisse dargestellt, die es zu überwinden gilt (vor allem, wenn man sich selbst nicht unter Kontrolle hat - weil dann das Ego drauf rein fällt. Anders ist es wohl, wenn man eine starke Seele ist, sich selbst gemeistert hat, dann haben Engel oder Dämonen keine Macht über einen, sondern man selbst hat Macht über sie und kann von ihnen lernen).
Dennoch fragt sich ja, wo ist da der Sinn?
Wenn es keine Schneeflocke gibt, die einer anderen gleicht, warum sollte es dann eine Seele geben, die einer anderen gleicht? Wie können wir also alle eins sein, wie kann ich du sein und er ich, wenn jeder etwas ganz einzigartiges ist?
Worum geht es also in der Welt, im Leben, in der Existenz?
Warum hat Gott uns erschaffen? Denn ich kann nicht an einen Zufall glauben, dazu ist es alles zu perfekt. Es gibt einen Sinn oder Plan. Und der kann nicht darin liegen, daß ich mein Bewußtsein dazu quäle, mich mit allem eins und gleich zu fühlen und zu werden. Alles zu akzeptieren und anzunehmen, wie es ist.
Also würde ich mal behaupten, Gott hat uns absichtlich erschaffen. Hat absichtlich dieses Universum erschaffen. Er hat uns absichtlich einen freien Willen gegeben. Hat uns absichtlich einen göttlichen Kern eingepflanzt, der uns mit ihm verbindet. Er hat absichtlich seine Engel erschaffen (bei den Dämonen bin ich mir nach wie vor nicht sicher, ob sie auch von ihm stammen sollen). Und nun gibt es uns, das Universum usw. Und das hat einen Grund. Doch welchen?
Die Erde sehe ich als "Lernpunkt". Wahrscheinlich kann man auch jeden anderen Planeten nehmen (wenn sie bewohnt sind). Sollte vielleicht besser sagen: das Materielle, die Verkörperung hat eine Lernaufgabe in sich. Denn hier entsteht eine Seele, macht verschiedene Erfahrungen durch und wird erwachsen. Von der festen Materie, wird es immer "geistiger", immer beweglicher, immer freier, doch auch immer verantwortungsvoller. Während ein Stein nur herumliegen kann bzw. sich nicht aus eigener Kraft bewegt (und wohl auch kein verkörpertes Bewußtsein hat - dieses befindet sich auf einer anderen Ebene), kann eine Pflanze schon etwas mehr tun. Doch auch sie ist fest verankert. Das Tier kann sich frei bewegen, zumindest in seinen Lebensräumen (Wasser, Luft etc.). Der Mensch kann überall hin (wenn auch nur durch Hilfsmittel - doch wer weiß, es würde sicher auch ohne Flugzeuge gehen zu fliegen, oder ohne Tauchermaske möglich sein, lange zu tauchen usw.). Der Mensch hat also sozusagen bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten, die das Tier noch nicht hat. Diese Fähigkeiten können nun genutzt und entwickelt werden oder eben nicht (freier Wille).
- Was geschieht nun also, wenn man diese Fähigkeiten entwickelt? Yoga und Buddhismus gehen davon aus, das man diese Fähigkeiten nicht trainieren soll. Das es verlorene Zeit ist, sich darum zu kümmern. Die Magier sagen aber, gerade diese Fähigkeiten zu entwickeln ist wichtig, damit die Seele bestehen bleibt und sich nicht auflöst.
Ja wie denn nun?
Wenn man von der Evolution ausgeht, so muß es auch eine Evolution der Religionen geben. Budhismus und Yoga sind z.B. alte Techniken/Ansichten. War es für die damalige Zeit also richtig, Asket zu werden, ewig zu meditieren und die Fähigkeiten, die aufkamen zu unterdrücken bzw. zu ignorieren? Ist das dann auch noch für heute so? Oder ist das im Verlauf der zeit alles nur falsch ausgelegt worden, damit die Menschen nur das machen, was die Religionen sagen? - Nämlich NICHT an sich arbeiten... Sich selbst hemmen. Blind einem Gott vertrauen und ihn anbeten und opfern und sich so vom eigentlichen ablenken lassen.
Keine Ahnung, wie der Uryoga aussah. Oder was Budha eigentlich tat. Oder was Jesus eigentlich machte. Es gab immer wieder Veränderungen und Verfälschungen und den bösen Zeigefinger, daß man sich mit bestimmten Praktiken nicht beschäftigen soll, da diese von Gott abhalten. Und wo dieser "Alles-ist-Eins"-Gedanke einzuordnen ist, weiß ich schon gar nicht. Und auch nicht, wie man damit glücklich sein kann. Denn hier, wo wir jetzt existieren, ist damit niemanden geholfen. Vielleicht hilft es einem selbst, damit glücklich zu sein, da man sich dann so schön ausruhen kann. Doch der Welt, der Menschheit hilft es leider kein bißchen. Und das kann nicht gottes Plan gewesen sein. Das seine Schöpfung als Illusion hingestellt wird. Und wenn Millionen Seelen leiden, dann ist es halt Gott, der da leidet. Und der wollte das ja so. Er hat uns nämlich erschaffen, damit er auch mal durch uns leiden kann. - Geht gar nicht, wenn Gott Liebe ist. Dann ist da gar kein Platz für Elend. Und warum sollte jemand, der glücklich in seiner "Mitte"/Liebe existiert, Leid erfahren wollen? - darum denke ich, es hat einen anderen Sinn, das wir geboren werden.
So, genug gesponnen. Vielleicht mag ja jemand am Netz weiterspinnen oder es einreißen oder drin gefangen werden.

- Für neue Erschütterungen bin ich auch gerne bereit (davon ernähre ich mich). (paßt doch echt super zu meinem Profilbild

, weiß nur niemand... )