Das einfachste Rezept gegen alle Arten von Rückfällen ist die Gegenwart.
Mag sehr banal klingen, scheint mir aber die einzige Möglichkeit.
Die ganzen Vermeidungsstrategien, von denen ich hier lese, sind ja auch nichts anderes als eine einfach energetisch umgepolte Bindung, will sagen: "ich will nicht" kostet unterm Strich genausoviel wie "ich will" und bindet mich exakt genauso an das Gewollte oder eben nicht Gewollte.
Ich habe ja länger nicht mehr in dieser Kiste gelesen und stelle mit etwas Abstand fest: das Thema ist "Sehnsucht". Sucht also. Suchtthemen haben, soweit ich das überblicke, immer eine Wurzel in einem Defizit, das mit Hilfe eines Suchtobjektes ausgeglichen werden soll. Wobei das Suchtobjekt sich in der Regel dadurch auszeichnet, Anteile des Defizits temporär tatsächlich zu beseitigen, der dafür zu zahlende Preis aber eben die Abhängigkeit von diesem Objekt ist. Das ist wohl im Wesentlichen auch der Unterschied zu einer "tatsächlichen" Beseitigung des Defizits.
Ist das Objekt, wie in diesem Fall, ein Subjekt, wird die "Beschaffung" bedingt durch die Individualität des Subjektes zu einem erheblichen Krisenfaktor (oder anderes: zu einem völlig unkalkulierbaren Risiko, noch erheblicher als bei Substanzen etwa, die sich ja irgendwo lagern lassen...)
Schaut Euch doch einfach mal Konzepte aus der Drogenarbeit an, kann ich nur raten

(da gibt es durchaus auch solche "Umfeld meiden"- Strategien, letztlich wirksam sind aber nur Ansätze, die die Ursache zumindest eingrenzen)