Russland greift Ukraine an

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Langsam fragt man sich, wer kaputter ist in der Birne.
Trump oder Putin?


 
Inside Russland....
Ein britischer Soziologe, der seit vielen Jahren abseits von überwachten Umfragen in RU mit
der Bevölkerung spricht, gibt Einblicke in die Meinungen der Russen zum Krieg und anderes.
Z.B. wie dort Rekrutierungen laufen und dass die Mobilmachung im September 2022 abgebrochen werden musste nach 6 Wochen, weil so viele aus RU abhauten und keiner Bock darauf hatte außer den Armen, die mit immer höheren finaziellen Anreizen gelockt werden.

 
Aus dem Artikel:
ZEIT: Was haben die westlichen Staaten falsch gemacht?

Morris: Ich drücke hier keine persönliche Meinung aus, aber wenn die europäischen Staaten es ernst meinten, müssten sie die Ukraine viel entschlossener ökonomisch, militärisch und diplomatisch unterstützen. Das würde wiederum die russische Regierung zwingen, selbst mehr Ressourcen und Soldaten für den Krieg zu mobilisieren und das brächte für das Regime die Gefahr einer Destabilisierung. Eine erneute Mobilmachung wäre nur schwer durchzusetzen. Stattdessen beschäftigen sich die Europäer damit, russischen Zivilisten, die nichts mit der Führung des Krieges zu tun haben, die Einreise in den Schengenraum zu erschweren. Es wurde derart viel politische Energie auf diese Visa-Beschränkungen verwendet, dass man nicht zynisch sein muss, um zur Schlussfolgerung zu kommen, dass es den Europäern darum geht, von ihrer Untätigkeit in anderen Bereichen abzulenken. Putin irrt bei vielem, aber auf eins verlässt er sich zurecht: Die Europäer meinen es mit ihrem Widerstand gegen den Krieg nicht wirklich ernst."
(...)
"ZEIT: Die Regierung schafft es also nicht, ausreichende Teile der Bevölkerung mit ideologischer Propaganda zu bewegen?

Morris: So gut wir gar nicht, und das ist interessant. Man hätte ja denken können, der Krieg böte dem Regime die Gelegenheit für die Botschaft: Wir kämpfen alle zusammen für eine bessere Zukunft unseres Landes. Aber so etwas gibt es nicht mal rhetorisch. Das zeigt auch, wie zynisch die Herrschenden in Russland auf die eigene Bevölkerung blicken: Sie begreifen sie als passive Herde, die nur durch materielle Anreize motivierbar ist. Selbst dem harten Kern der Kriegsunterstützer fällt es deshalb im vierten Jahr des Krieges oft schwer, zu sagen, warum er eigentlich geführt wird. Die Folge dieses ideologischen Vakuums ist: Selbst viele, die sagen, dass sie den Krieg unterstützen, setzen sich für ihn nicht aktiv ein, spenden also kein Geld oder Ähnliches."

Selten so einen guten, sachlichen Artikel über die Lage in Russland gelesen.
 
Langsam fragt man sich, wer kaputter ist in der Birne.
Trump oder Putin?
:unsure:

Nun ja, jedenfalls hat sich Trump schon selbst als ein Gottgesandter bezeichnet:
Zitate nach dem Attentat auf Trump:
"Es hat etwas in mir geändert, ich fühle mich noch stärker."
Zitat aus der Antrittsrede:
"Ich wurde von Gott gerettet, um Amerika wieder großartig zu machen."

Anderseits wurde auch Putin vom Patriarchen Kyrill als ein Segen Gottes bezeichnet.
So sprach Putin auf einer orthodoxen Weihnachtsfeier mit Soldaten von einer "heilige" Mission Gottes, um das Vaterland zu schützen. Man glaubt es kaum, dass Kyrill und Putin ein gutes Verhältnis pflegen.

Wenn sich schon all´ die Größen als Messias verstehen, so wär es auch sinnvoll, die Botschaft Jesus mit Leben zu erfüllen.

Merlin
.​
 
:unsure:

Nun ja, jedenfalls hat sich Trump schon selbst als ein Gottgesandter bezeichnet:
Zitate nach dem Attentat auf Trump:
"Es hat etwas in mir geändert, ich fühle mich noch stärker."
Zitat aus der Antrittsrede:
"Ich wurde von Gott gerettet, um Amerika wieder großartig zu machen."

Anderseits wurde auch Putin vom Patriarchen Kyrill als ein Segen Gottes bezeichnet.
So sprach Putin auf einer orthodoxen Weihnachtsfeier mit Soldaten von einer "heilige" Mission Gottes, um das Vaterland zu schützen. Man glaubt es kaum, dass Kyrill und Putin ein gutes Verhältnis pflegen.

Wenn sich schon all´ die Größen als Messias verstehen, so wär es auch sinnvoll, die Botschaft Jesus mit Leben zu erfüllen.

Merlin
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Man könnte fast meinen, dass der Glaube als Politikum verwendet wird.
 
Anderseits wurde auch Putin vom Patriarchen Kyrill als ein Segen Gottes bezeichnet.
So sprach Putin auf einer orthodoxen Weihnachtsfeier mit Soldaten von einer "heilige" Mission Gottes, um das Vaterland zu schützen. Man glaubt es kaum, dass Kyrill und Putin ein gutes Verhältnis pflegen.
Das hängt mit der Geschichte Russlands zusammen. Seit jeher waren Zar und Land eins und von Gott persönlich erschaffen, erhalten und wer weiß was alles. Also, ausdrücklich christlich, bis vor dem Kommunismus, die Kirche spielte dabei traditionell DIE entscheidende Rolle. Im Kommunismus wurde diese Art mythisches Verhältnis zu Land und Herrscher aber auch noch weiter gepflegt, wenn auch unter politischer Signatur, s. Stalin.
Der Unterschied zur europäischen Geschichte ist der, dass Könige und Kaiser zwar hier auch als von Gott bestimmt und gelenkt galten, aber nicht unbedingt in Einheit mit dem Staat und seinen Bürgern, der als separat davon angesehen wurde.
In Russland wurden Land und Herrscher mystifiziert als quasi Einheit, um die Leute besser unterjochen zu können und ihr Elend in ein Märtyrertum zu verwandeln, vermutlich mit Aussicht auf reiche Belohnungen im Jenseits. Letzteres schlussfolgert ein russischer Historiker im unten genannten Buch.
(Quelle: "Eine Geschichte Russlands" von Orlando Figes)

Dass das in Russland aber immer so war und die russisch-orthodoxe Kirche das nun wieder bestätigt, erklärt ein wenig mehr die Macht Putins und die scheinbare Ohnmacht des Volkes bis heute.
Das alles sitzt tief in Russland, bzw. seiner Bevölkerung.
Bis heute wird von den Soldaten erwartet, sich zu schinden und zu opfern für das heilige, ewige Russland, das wird dann zwar nicht Märtyrertum genannt sondern Heldentum, aber ist dasselbe in grün...
 
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Ich stelle diesen äusserst interessanten Text über das immer noch russophile D, dessen Polit-Herumgeeire und Ambivalenz gegenüber putinWarCriminal hier ein.

Übersetzungsfunktion ist gegeben. Ein Must Read - Empfehlenswert. !

Moskaus nächstes Ziel sind nicht die baltischen Staaten, sondern Deutschland


 
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