Russland greift Ukraine an

Und Putin will sowieso in einem extremen Maße aufrüsten ...
Hoffentlich fliegt uns unsere Zögerlichkeit nicht irgendwann um die Ohren. :unsure:

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Nato-General über Bedrohung im Baltikum
Putin arbeitet bereits an einer „Massenarmee sowjetischen Ausmaßes“

Greift Putin wirklich die Nato an? Im Baltikum ist das keine abstrakte Angst, sondern ein reales Szenario.
Wie sich die Nato darauf vorbereitet und welche Rolle Deutschland dabei spielen muss, erklärt der regionale Befehlshaber der Allianz, der deutsche General
Jürgen-Joachim von Sandrart, in diesem Gastbeitrag.
Naja, ich weiß nicht, ob das wirtschaftlich alles so hinhaut, eine reine Energie-und Militärwirtschaft, hm.
Man darf auch immer nicht unterschätzen, glaube ich, dass all seine Pläne einen Gutteil dafür da sind, seine Propaganda zu stärken, die Angst und Lähmung im eigenen Land zu erhalten bei gleichzeitiger Demonstration von Unbesiegbarkeit natürlich, um seine ewige Macht zu erhalten...
Diese Stärke demonstriert dann die Stärke seines Systems, seine Unwandelbarkeit, und das heißt, sie demonstriert es auch und besonders dem eigenen Volk gegenüber.
Wenn man sich Diktaturen anguckt, läuft das fast immer so.

Aber unstrittig ist natürlich, das Europa weiter pennt.
 
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Mit Putin ist es schneller vorbei, als wir uns alle träumen lassen.
Die NATO angreifen - dass ich nicht lache. :rolleyes:
Russland ist in wenigen Tagen zusammengeschoben, wenn es rein konventionell läuft. Putin hat nicht den Hauch einer Chance.

Und wenn's atomar läuft, haben alle die Arschkarte. Aber Ru ist das erste Land, das zu einem Häuflein Asche verbrennt.
 
Warum die Ukraine den Krieg nicht verlieren wird/ nicht verlieren kann

Liegt schon länger in den Startlöchern. Diesen Aspekt hat, wenn ich recht sehe noch nie einer formuliert. Also mache ich den Job.

Beginnen möchte ich meinen Aufsatz mit einer Parabel von Franz Kafka, die meine Ausführungen perfekt illustriert.

(Für die Moderation: Da der Autor des Textes seit weit über 70 Jahren tot ist, liegt keine Urheberrechtsverletzung vor. Kafka-Texte sind gemeinfrei).
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Franz Kafka: Der Geier (1920)

Es war ein Geier, der hackte in meine Füße. Stiefel und Strümpfe hatte er schon aufgerissen, nun hackte er schon in die Füße selbst. Immer schlug er zu, flog dann unruhig mehrmals um mich und setzte dann die Arbeit fort.
Es kam ein Herr vorüber, sah ein Weilchen zu und fragte dann, warum ich den Geier dulde. »Ich bin ja wehrlos«, sagte ich, »er kam und fing zu hacken an, da wollte ich ihn natürlich wegtreiben, versuchte ihn sogar zu würgen, aber ein solches Tier hat große Kräfte, auch wollte er mir schon ins Gesicht springen, da opferte ich lieber die Füße. Nun sind sie schon fast zerrissen.«

»Daß Sie sich so quälen lassen«, sagte der Herr, »ein Schuß und der Geier ist erledigt.« »Ist das so?« fragte ich, »und wollen Sie das besorgen?« »Gern«, sagte der Herr, »ich muss nur nach Hause gehen und mein Gewehr holen. Können Sie noch eine halbe Stunde warten?« »Das weiß ich nicht«, sagte ich und stand eine Weile starr vor Schmerz, dann sagte ich: »Bitte, versuchen Sie es für jeden Fall.« »Gut«, sagte der Herr, »ich werde mich beeilen.«

Der Geier hatte während des Gespräches ruhig zugehört und die Blicke zwischen mir und dem Herrn wandern lassen. Jetzt sah ich, daß er alles verstanden hatte, er flog auf, weit beugte er sich zurück, um genug Schwung zu bekommen und stieß dann wie ein Speerwerfer den Schnabel durch meinen Mund tief in mich. Zurückfallend fühlte ich befreit, wie er in meinem alle Tiefen füllenden, alle Ufer überfließenden Blut unrettbar ertrank.
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Hier also meine These, in gebotener holzschnittartigen Kürze:

1. 1994, Dezember. Russland, USA und GB anerkennen die Ukraine als souveränen Staat und geben ihr Sicherheitsgarantien. Im Gegenzug verpflichtet sich die Ukraine, neutral und atomwaffenfrei zu bleiben. (Budapester Memorandum)

2. Im Zuge der Unterzeichnung des Budapester Memorandums gibt die Ukraine im Dezember 1994 ihr komplettes Nukleararsenal an Russland ab. Ein kolossaler Fehler. Hätte die Ukraine ihre Atomwaffen noch - sie war damals drittgrößte (!) Atommacht der Welt - der Invasionsversuch von seiten Russlands hätte nie stattgefunden.

"Selbst der ehemalige US-Präsident Bill Clinton ist inzwischen der Auffassung, dass einige Entscheidungen in Bezug auf die Ukraine in der Vergangenheit falsch waren. Er nannte das Budapester Memorandum von 1994, an dessen Verhandlungen er maßgeblich beteiligt war, eine falsche Entscheidung.
Im Interview mit dem irischen Fernsehsender RTE sagte Clinton: "Ich fühle mich persönlich betroffen, weil ich sie [die Ukraine] dazu gebracht habe, ihre Atomwaffen aufzugeben."


3. Da Russland das Budapester Memorandum einseitig gebrochen hat, ist auch Kiew an keinerlei Verpflichtungen (Neutralität/atomwaffenfreies Gebiet) mehr gebunden. Heißt: Atommacht zu werden, ist für Selenski eine hochwahrscheinliche Option. Und wenn er nicht total bescheuert ist - und das ist er nicht - hat er sich schon längst ein ansehliches Nuklearwaffenarsenal wieder aufgebaut. Spätestens seit klar wurde, dass sich Putin in die Ukraine verbeisst wie ein durchgedrehter Kampfhund, wird die Produktion angefahren sein.

4. Diese Absicht hat Selenski bereits 10 Monate vor Ausbruch des russischen Angriffskrieges klar und deutlich und unmissverständlich kommuniziert. Hier mal eine Gazettenmeldung vom April 2021(das wohl hat die Öffentlichkeit und wir alle komplett vergessen):


Ukraine droht der Nato – mit Wiederanschaffung von Atomwaffen
Die Ukraine sieht sich durch Russland bedroht und will deshalb Mitglied der Nato werden. Ein Beitritt steht aber vorerst nicht an. Deshalb verliert Kiew zunehmend die Geduld – und droht dem Militärbündnis.

15.04.2021, 18:42 Uhr


Es ist nicht anzunehmen, dass mit der Übergabe der Atombomben 1994 zugleich auch das technische Know How, wie man sie industriell herstellt und in Position bringt, verschwunden wäre. An spaltbarem Material dürfte es auch nicht fehlen, denn die Ukraine nennt vier große AKWs ihr eigen.

So ist denn 5. und letztens folgendes finale Szenario wahrscheinlich. Angenommen - nur mal angenommen - Selenski stünde wirklich mit dem Rücken zur Wand, die Einnahme Kiews stünde unmittelbar bevor. Dann käme folgendes, an Putin gerichtetes Ultimatum zum Vortrage:

"Das Spiel ist noch nicht aus, du Kanalratte. Wir haben alle größeren russischen Städte in die Zielautomatik unserer Nuklearsysteme eingelesen. (Beweis: Video 1, Video 2, Video 3 im Anhang). Sollten deine Truppen nicht innerhalb von 24 Stunden den Rückwärtsgang einlegen, werden wir damit beginnen, eure Städte atomar einzuäschern. Ende der Durchsage, Countdown läuft, mach was draus, mit freundlichen Grüßen, dein W.Selenski."

Sollte Putin tatsächlich bis zum Äußersten gehen, so wird er in den Abgrund mit hineingezogen, ganz so wie es Kafkas Parabel vormachte: Der Geier, der im Blut seines Opfers ertrinkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
(...)
Es ist nicht anzunehmen, dass mit der Übergabe der Atombomben 1994 zugleich auch das technische Know How, wie man sie industriell herstellt und in Position bringt, verschwunden wäre. An spaltbarem Material dürfte es auch nicht fehlen, denn die Ukraine nennt vier große AKWs ihr eigen.
(...)

Das ist nicht ganz so einfach, und dürfte auch für die Ukraine sehr schwierig bis unmöglich werden. Es geht hier um den Anteil von Uran-235. Für AKW reicht ein relativ geringer Anteil dieses Isotops in den sog. Brennelementen aus. Für Kernwaffen muss dieser Anteil aber sehr groß sein - man spricht dann auch von hoch-angereichertem Material. Und davon ausreichend viel herzustellen ist sehr zeitaufwändig. Darum kommt in Kernwaffen hauptsächlich Plutonium als Spaltmaterial zum Einsatz. Die Herstellung von ausreichend reinem spaltfähigem Material ist ein wenig einfacher als bei Uran, ist aber auch nicht ohne.
 
Das ist nicht ganz so einfach, und dürfte auch für die Ukraine sehr schwierig bis unmöglich werden.
Unmöglich mit Sicherheit nicht. Denn wer, wie die Ukraine vor 1994, drittgrößte Atommacht der Welt war, also das Problem, das du als "schwierig bis unmöglich" beschreibst, in epischem Umfang gelöst hat, warum sollte der ausgerechnet jetzt, 30 Jahre später, darin versagen?

Deine Argumentation ergibt keinen Sinn.
 
Unmöglich mit Sicherheit nicht. Denn wer, wie die Ukraine vor 1994, drittgrößte Atommacht der Welt war, also das Problem, das du als "schwierig bis unmöglich" beschreibst, in epischem Umfang gelöst hat, warum sollte der ausgerechnet jetzt, 30 Jahre später, darin versagen?

Deine Argumentation ergibt keinen Sinn.

Ich würde der Ukraine wirklich gönnen, dieses Druckmittel auch in die Hand zu kriegen.

Aber auch wenn das Know-How da ist und bleibt, kann man nicht sehr einfach und heimlich Uran hoch-anreichern oder eine ausreichende Menge an spaltbarem und bobenfähigem Plutonium produzieren. Auch, wenn man weiß, wie es geht, gehört da einiger Aufwand dazu, den die Ukraine nicht bis jetzt unbemerkt aufbringen könnte. Auch nicht, obwohl sie AKW betreibt.
 
Noch ein Militärexperte, der die Aussichten
für die Ukraine und für Europa nicht so rosig sieht ...


Das Problem sei der fehlende Konsens innerhalb Europas und eine fehlende Strategie.

Auszug:
Dafür bräuchte die EU jedoch Konsens über ihre Interessen und Ziele. Doch mehr als zwei Jahre nach Beginn des Kriegs ist das nicht der Fall.
Ja, wir haben keine klare Strategie, ganz einfach weil es drei Lager in der EU gibt: Da sind erstens die Balten und die meisten mittel- und osteuropäischen Staaten, deren Ziel eine Niederlage Russlands ist; dann sind da zweitens Deutschland, Frankreich, auch Italien, die sagen, Russland darf nicht gewinnen; und drittens gibt es all jene Staaten, etwa Spanien und Portugal, die sich zwar der deutsch-französischen Position anschließen, aber nicht restlos davon überzeugt sind, einfach weil sie in diesem Konflikt keine ernsthafte Bedrohung ihrer eigenen Sicherheit sehen. Das führt dazu, dass Europa zwar zahlreiche Beschlüsse, etwa bei den Sanktionen, zuwege bringt, aber keine kohärente Strategie, um zu gewinnen.
 
Noch ein Militärexperte, der die Aussichten
für die Ukraine und für Europa nicht so rosig sieht ...


Das Problem sei der fehlende Konsens innerhalb Europas und eine fehlende Strategie.

Auszug:

Schlimmer noch: In Europa gibt es nicht nur diese drei erwähnte Fraktionen, sondern auch mindestens ein pro-russisches Land, dessen Vertreter auf Klo gehen musste, damit Beschlüsse zur Unterstützung der Ukraine durchgebracht werden konnten.
 
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Ich würde der Ukraine wirklich gönnen, dieses Druckmittel auch in die Hand zu kriegen.

Aber auch wenn das Know-How da ist und bleibt, kann man nicht sehr einfach und heimlich Uran hoch-anreichern oder eine ausreichende Menge an spaltbarem und bobenfähigem Plutonium produzieren. Auch, wenn man weiß, wie es geht, gehört da einiger Aufwand dazu, den die Ukraine nicht bis jetzt unbemerkt aufbringen könnte. Auch nicht, obwohl sie AKW betreibt.
 
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