Russland greift Ukraine an

Ich denke, die einzige Möglichkeit, dieses extreme patriarchale Denken abzustellen, ist das Aufwachsen in einem demokratischen Staat - und das möglichst von Anfang an. Und zwar in einem Staat, in dem die Rechte von Kindern und Jugendlichen an oberster Stelle stehen.
Dann ist es schwieriger, den Nachwuchs zu manipulieren und für eigene Zwecke zu missbrauchen.
Dass Putin ukrainische Kinder entführen lässt, das zeigt letztlich, dass er sich sehr wohl bewusst ist, wie wichtig der Einfluss auf Menschen von Anfang an ist.

Das ist richtig. Nur wie fängt man damit an? Erschwerend kommt noch dazu, dass Russland mit der Demokratie keine wirklich guten Erfahrungen gemacht hat wie @FreeStar ja auch richtig anmerkte.
 
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Über so jemanden zu sagen: "er bringt Frieden", ist absurd und ich kann mir das wirklich nur mit einem tiefsitzenden Kollektivtrauma erklären.

Sehe ich auch so, er bringt keinen Frieden.
Das Grosse Russische Reich…
hat eine lange Geschichte.
Immer schon Groessenwahn und ein
zähes Volk… hart im Nehmen.
 
Das ist richtig. Nur wie fängt man damit an?
Am ehesten noch mit Russen, die im demokratischen Exil leben und aufwachsen.
Als Polen im letzten Weltkrieg besetzt wurde, floh die polnische Regierung ins Exil. Was spricht dagegen, eine russische Exil-Regierung zu bilden, die Putins Regierung für illegitim erklärt?
Natürlich setzt man sich einer gewissen Gefahr aus, der Arm des Kreml ist lang, aber je mehr sich offen gegen Putin positionieren, umso schwieriger wird es für ihn, diese Stimmen mundtot zu machen.

Ich frage mich, was würde denn dagegen sprechen, oppositionelle russ. Parteien im Ausland aufzustellen und im Ausland, in diversen EU-Städten, zu Wahlen solcher Parteien aufzurufen. Wenn derzeit Russen im Exil Putin wählen können, was spräche denn dagegen, auch andere Parteien zuzulassen? Putin könnte ja auf Anhieb nichts im Ausland ausrichten und dennoch könnten jene Russen, die zwangsläufig aus ihrer Heimat geflohen sind, etwas bewegen.
Exil-Russen könnten damit auch zu Hauf die Putin'schen Wahlen für null und nichtig erklären, und das über TikTok, Telegram oder sonstwie verbreiten.
Es gibt ja schon zig Millionen Exil-Russen und in den kommenden Monaten werden weitere aus Russland fliehen, denke ich.

Siehe auch:

Erschwerend kommt noch dazu, dass Russland mit der Demokratie keine wirklich guten Erfahrungen gemacht hat wie @FreeStar ja auch richtig anmerkte.
Man darf nicht vergessen, dass die Sowjetspitze das eigene Land in Grund und Boden gewirtschaftet und sich isoliert hatte.
So wie die DDR auch, lag auch die sowjetische Wirtschaft am Boden, und Jelzin war letztlich auch nur in Ansätzen Demokrat, als er die Macht im Land übernahm.
Die Umwandlung in einen demokratischen Staat wurde nur begonnen und konnte in wichtigen Bereichen noch nicht gänzlich umgesetzt werden, was auch z.T. an Jelzin selbst lag.
Nach zwei Putschversuchen, trieb Jelzin die Privatisierung staatlicher Unternehmen voran. Dabei setzten sich Oligarchen in Teilen durch und bereicherten sich an Russlands Unternehmen, während die übrige Bevölkerung dabei verarmte, was heftige Proteste mit Toten nach sich zog.
Und zeitgleich stieg Stück für Stück Putin im Kreml auf.

Siehe auch:
 
Am ehesten noch mit Russen, die im demokratischen Exil leben und aufwachsen.
Als Polen im letzten Weltkrieg besetzt wurde, floh die polnische Regierung ins Exil. Was spricht dagegen, eine russische Exil-Regierung zu bilden, die Putins Regierung für illegitim erklärt?

Das ist auf jeden Fall ein interessanter Ansatz. Nawalny ist zwar extra nach Russland zurückgekehrt weil er der Meinung war, dass er dort mehr erreichen kann, als die vielen Exil-Oppositionellen. Natürlich hat das nicht funktioniert, und im Gegenteil, werden sogar die verhaftet, die nur Blumen ablegen.
Also bestünde aus dem Exil vielleicht längerfristig gesehen die bessere Möglichkeit, auch durch die digitalen Vernetzungen, die heutzutage möglich sind.


Natürlich setzt man sich einer gewissen Gefahr aus, der Arm des Kreml ist lang, aber je mehr sich offen gegen Putin positionieren, umso schwieriger wird es für ihn, diese Stimmen mundtot zu machen.

Das stimmt auch. Man kann nicht alle eliminieren, wenn es zu viele werden.
Ich hab jetzt noch nicht alle Links durch, aber vorab:


Siehe auch:

Das hier gibt durchaus Hoffnung.



Das hier hingegen, ist zutiefst deprimierend. Ein beliebtes Druckmittel, das auch gerne in Dunkeldeutschland eingesetzt wurde.
Das wird die Möglichkeiten im Exil gewaltig einschränken, wenn dafür die Verwandten aufgesucht und bedroht werden.

Den Rest schaue ich mir noch an.

Man darf nicht vergessen, dass die Sowjetspitze das eigene Land in Grund und Boden gewirtschaftet und sich isoliert hatte.
So wie die DDR auch, lag auch die sowjetische Wirtschaft am Boden, und Jelzin war letztlich auch nur in Ansätzen Demokrat, als er die Macht im Land übernahm.
Die Umwandlung in einen demokratischen Staat wurde nur begonnen und konnte in wichtigen Bereichen noch nicht gänzlich umgesetzt werden, was auch z.T. an Jelzin selbst lag.
Nach zwei Putschversuchen, trieb Jelzin die Privatisierung staatlicher Unternehmen voran. Dabei setzten sich Oligarchen in Teilen durch und bereicherten sich an Russlands Unternehmen, während die übrige Bevölkerung dabei verarmte, was heftige Proteste mit Toten nach sich zog.
Und zeitgleich stieg Stück für Stück Putin im Kreml auf.

Das ist auch richtig, aber ich meinte eher, dass die Menschen dort im Grunde noch nie ein Beispiel für eine halbwegs gut funktionierende Demokratie erlebt haben. Keine goldenen Zeiten, an die man sich zurückerinnern, und für die man kämpfen könnte.
 
Das ist auf jeden Fall ein interessanter Ansatz.
Danke. :)

Nawalny ist zwar extra nach Russland zurückgekehrt weil er der Meinung war, dass er dort mehr erreichen kann, als die vielen Exil-Oppositionellen. Natürlich hat das nicht funktioniert, und im Gegenteil, werden sogar die verhaftet, die nur Blumen ablegen.
Also bestünde aus dem Exil vielleicht längerfristig gesehen die bessere Möglichkeit, auch durch die digitalen Vernetzungen, die heutzutage möglich sind.
Der Meinung bin ich inzwischen eben auch.
Jeder Russe, der ein Putin-Gegner ist und in Russland lebt, muss mit seiner Verhaftung und letztlich mit seinem Tod rechnen.
Aber da außerhalb von Russland die Medien frei sind, kann man Fake-News und auch die Putin-Regierung letztlich besser bekämpfen und kann im Ausland daher auch mehr Anhänger generieren.

Das stimmt auch. Man kann nicht alle eliminieren, wenn es zu viele werden.
Ja, eben.

Das hier hingegen, ist zutiefst deprimierend. Ein beliebtes Druckmittel, das auch gerne in Dunkeldeutschland eingesetzt wurde.
Das wird die Möglichkeiten im Exil gewaltig einschränken, wenn dafür die Verwandten aufgesucht und bedroht werden.
Naja, da nimmt man die v.a. ältere Verwandtschaft am besten gleich mit. 😬

Ich finde den Beitrag aber deshalb wichtig, weil darin der Verein "Free Russians e.V.", das Sprachrohr der freien Exil-Russen, vorgestellt wird.
Siehe:

Den Rest schaue ich mir noch an.
Speziell der arte-Beitrag berichtet über Putin-Gegner im Ausland, russische Investigativ-Journalisten und Memorial-Mitglieder z.B.

Das ist auch richtig, aber ich meinte eher, dass die Menschen dort im Grunde noch nie ein Beispiel für eine halbwegs gut funktionierende Demokratie erlebt haben. Keine goldenen Zeiten, an die man sich zurückerinnern, und für die man kämpfen könnte.
Ich denke, das kommt auf die Perspektive an.
Vor 20 Jahren konnte man in Russland immerhin noch demonstrieren, ohne verhaftet zu werden.
Das wurde von Jahr zu Jahr immer strenger.
Vor über 12 Jahren gab es die ersten heftigen Proteste wegen vorgeworfener Wahlmanipulation:

LG Laguz
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum der IS jetzt gerade auf Russland losgeht, erschließt sich mir nicht ganz. Gleich und gleich gesellt sich gern, heißt es doch. Für was soll denn das die Rache sein?
 
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