Russland greift Ukraine an

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Ich sage auch Ja zur Wahl - aber aus anderen Gründen. Die Wahl nebst Fälschung ihrer Ergebnisse kosten Putin Milliarden von Rubeln. Und jeder Rubel, der im Staatssäckl des Despoten fehlt, ist ein Gewinn für die Welt.
 
Der von dir @Joey Artikel in der taz ist ja auch lustig an vielen Punkten:

"Denn diese einigermaßen simplen Annahmen sind durch das reale Verhalten der russischen Streitkräfte, wie wir es nun seit knapp zwei Jahren beobachten, nicht gedeckt. So brutal der Angriff zweifellos erfolgt ist – ein revisionistischer Imperialist würde anders handeln." Also nicht mit schon eingepackten Paradeuniformen im Gepäck direkt aus Belarus auf Kiew losmarschieren, sondern wie dann genau?

Dann wird entwickelt, dass das Vorhaben Selenskyjs, die Krim zu "deokkuppieren" und dafür amerikanische und sonstige westliche Hilfe zu suchen, RU provoziert hätte. Gut, wenn man davon absieht, dass die Krim von RU widerrechtlich annektiert wurde, kann man das so sehen. Also auch etwas eine merkürdige Untermauerung der Argumentation.

Dann kommen eine Auflistung einseitiger Kündigungen von Militärabkommen durch die USA und gleichzeitige Aufstellungen von Raketenabwehrsytemen der NATO an den Grenzen Rumäniens und Polens, und das wären nun tatsächlich Punkte, die ich interssant fände. Einseitige Kündigungen hat es nämlich jetzt auch gegeben von Seiten Putins und es wurde sich aufgeregt.
Darüber weiß man natürlich insgesamt viel zu wenig, aber das sind Zusammenhänge, darüber wüsste ich gerne mehr.
Denn dann könnte ich mir etwas besser erklären, warum das Gesamtpaket (mit Vorhaben Deokkuppation Krim samt Manövern) Putin ernstlich sauer gemacht hat. Denn das wäre das übliche nonchalante Übergehen von Russland seitens der USA, was RU immer wieder düpiert und demütigt, seit dem Ende des KK. Sie, RU, sind keine zwar Großmacht mehr in dem Sinne wie zu Zeiten des KK, aber die USA haben sie das ständig auch genüßlich spüren lassen und das sehe ich auch als sehr desaströs für die gesamte Entwicklung nach dem KK an. Dazu habe ich seit Gorbatschows Interview mit dem Spiegel, was ich hier schon 2x verlinkt hatte, eine klare Meinung. Und seit dem berühmten Egon- Bahr- Zitat.
Eins ist sicher, die Krim werden sie nie hergeben, wenn sie nicht müssen und das ist ein Punkt, den ich dann auch nachvollziehen kann, denn es der Zugang zum Mittelmeer, zur See überhaupt.
Die UA habe deswegen eine ähnliche Bedeutung für RU wie Kuba für die USA. Gut, wenn man sich von der NATO eigekreist fühlt, weil man den USA grundsätzlich immer misstraut, dann ja.

Dann..
"Der deutschen Öffentlichkeit ist die reale Chance auf einen frühen Friedensschluss wenige Wochen nach Beginn des Angriffskriegs nicht angemessen zur Kenntnis gebracht worden. Im März 2022 war zwischen der russischen und der ukrainischen Delegation in Istanbul bereits ein Abkommen paraphiert worden. Das Abkommen scheiterte an der Blockade Großbritanniens und der Vereinigten Staaten. Zugleich ist in Deutschland, mehr als in anderen westlichen Öffentlichkeiten, die Debatte auf ein entweder „Ihr seid für uns“ oder „Ihr seid gegen uns“ verengt (..)"
Aha, das ist mir ja ganz neu. Das kann man nicht einfach behaupten, ohne es zu belegen, echt schwach. Was für ein Abkommen, wo sind die Belege, dass die USA und GB es blockiert haben. Was wie wo?


Naja, usw. ich drösele jetzt den Rest nicht mehr auf.

Was sie aber vollständig außen vorlassen, auch Wagenknecht, ist Putins Gebaren im eigenen Land. Selbst wenn man sagt, wie Wagenknecht es im Grunde sagt, Kriegsverbrechen passieren im Krieg überall, dem würde ich sogar irgendwie noch zustimmen. Aber das Verhalten im eigenen Land, der Zustand vollständiger Unterdrückung und Diktatur, DAS sind die Parameter, an denen sich ablesen lässt, wo Putin steht.
Und zwar (fast) egal, was vorher war auf internationaler Ebene. (Da könnte man endlos vergleichen, Angriffskrieg UA versus War on Terror der USA und die Folgen, ich käme da nicht zu einem eindeutigen Ergebnis, wer schlimmer ist.)
Aber das ist TOTAL schwach, das einfach aussen vor zu lassen.
*Wobei man das bei den USA vllt auch bald nicht mehr kann, wenn Trump wiederkommt*
Und damit stellen sie sich selbst ins AUS, indem sie das alles ignorieren, obwohl es mehr über Russlands System aussagt als der ganze Krieg gegen die UA.

Insgesamt sind da schon einige Punkte drin, die mich interessieren würden, aber wenn man so oberflächlich so wichtige Dinge in den Raum stellt, ohne Belege, dann ist das natürlich n bisschen zu dünn.
Allerdings waren die USA immer imperialistisch, also, warum sollten sie es nicht mehr sein und ich bin sicher, es gibt vieles, was wir nicht wissen (sollen), insofern finde ich solche Stimmen, selbst wenn ich am Ende nicht ihrer Meinung bin, nicht ganz unwichtig...
 
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Joa, ganz neue Erkenntnisse und Weisheiten vom AA. Gut, dass das endlich mal gesagt wird, weiß ja auch gar keiner bisher.....*gähn*
Langweilig.:sleep:
 
Joa, ganz neue Erkenntnisse und Weisheiten vom AA. Gut, dass das endlich mal gesagt wird, weiß ja auch gar keiner bisher.....*gähn*
Langweilig.:sleep:
Es kommt nicht darauf an, immer nur das Neue, Unbekannte zu kommunizieren. Gerade in Zeiten wie diesen ist es absolut sinnvoll, Bekanntes aufzufrischen und das Unerhörte, an das man sich nahezu gewöhnt hat, auf den Punkt zu bringen.

Insofern ist es völlig korrekt, das Auswärtige Amt zu lobpreisen und ihm ein "Like" zu verpassen. :)

Wer schweigt, stimmt zu.
 
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"Es handelt sich um die unfreiesten Fake-Wahlen seit Ende der Sowjetunion", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Michael Roth von der SPD, dem "Tagesspiegel": "Die Fake-Wahlen waren in Teilen völkerrechtswidrig. In den vorübergehend besetzten und annektierten ukrainischen Gebieten dürfen die Wahlen und auch das Ergebnis nicht anerkannt werden. Putins Regime hat faschistische und totalitäre Züge. Es braucht den Krieg und den Konflikt mit dem Westen als Legitimation."
Es gebe in Russland keine Opposition, keine unabhängige Wahlbeobachtung, die wenigen unabhängigen Medien seien verboten, die Zivilgesellschaft kriminalisiert und die wenigen Oppositionellen ermordet oder eingesperrt, sagte Roth: "Das Regime ist so paranoid wie nie zuvor. Es gibt diesmal noch nicht mal einen 'systemischen' Oppositionskandidaten."
In Deutschland gebe es eine "naive Hoffnung auf ein besseres Russland", sagte Roth: "Das mag es geben. Aber eben nur in homöopathischen Dosen. Es gibt keinen ernst zu nehmenden Widerstand gegen das Regime. Putin sitzt fest im Sattel. Die große Mehrheit ist apathisch und unpolitisch. Deshalb müssen wir weiterhin den russischen Imperialismus einzudämmen versuchen - durch Abschreckung und Wehrhaftigkeit. Das gelingt am besten über einen Sieg der Ukraine."

Perfekt auf den Punkt gebracht. 😍
 
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