Russland greift Ukraine an

Macht doch keiner. Wer denn?
 
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Lol :D
 
Nur, dass die meisten Leute das überhaupt nicht mehr vorschlagen, schon lange nicht mehr.
Ich sehe davon hier nichts-aber vllt habe ich es nicht gesehen?

Auf die entsprechenden Beiträge verschiedener User, wo ich es gesehen habe, habe ich entsprechend reagiert bzw. geantwortet. Das muss reichen.

Ich sehe durchaus, dass ich es mit der Empörung an einigen Stellen übertrieben habe und so dazu beigetragen habe, eine argwöhnische Stimmung zu schaffen - auch gegenüber Dir. Das war nie mein Ziel, und ich will so eine Stimmung auch nicht erzeugen.

Dass es von verschiedenen Usern immer wieder mal Beiträge in diese Richtung gibt - in letzter Zeit glücklicherweise seltener geworden - sehe ich aber nach wie vor so. Aber wie schon gesagt: Es reicht vollkommen aus, auf diese Beiträge dann entsprechend zu reagieren.

Ich dachte das anfangs auch, aber nicht, weil ich Putin gut finde sondern weil ich dachte, die UA ist in ein paar Wochen komplett platt.

Ich war auch positiv überrascht, wie gut die Ukraine den ersten Angriff auf Kiew standhalten konnte. Insgesamt habe ich mich in diesem Krieg so oft und viel geirrt... davon angefangen, dass ich vor dem Angriff 2022 zu denen gehörte, die da falsch über die Truppenbewegungen etc. dachten. Da versuche ich in meine Gedanken alle möglichen Szenarien einfließen zu lassen. Meine Gedanken haben zwar (glücklicherweise) keinerlei unmittelbare Relevanz, aber man macht sie sich ja eben trotzdem.

Ich dachte, gebt ihm ein Viertel oder was auch immer, und dann ab mit dem Rest in die EU und in die NATO.

Wenn es Putin nur um Gebiete gehen würde und wenn garantiert werden könnte, dass der Rest dann in EU und NATO aufgenommen werden kann und darf, würde ich vielleicht nach einer Weile auch so denken und dafür plädieren. Aber Putin würde das nicht zulassen, dass der Rest der EU geschweige denn der NATO beitritt. Das macht er auch immer wieder deutlich. Davon abgesehen würde es der Rest u.U. auch nicht schaffen, die nötigen Kriterien zu erfüllen.

Nun, sie haben alle überrascht, was mich freut, aber der Punkt kommt natürlich immer mal wieder, wo man denkt, wo soll das enden (...)

Ja, das kann man sich fragen. Ich habe da leider keine Garantien und gute Antworten. Ich kann nur sagen, wie es möglichst nicht enden sollte: Darin, dass Russland vollumfänglich gewinnt. Und die Ukraine kann nur kontinuierlich daran arbeiten, dieses drohende Unheil abzuwehren.

Die Debatte ist überhitzt von Anfang an und durchzogen von Überreaktionen und übertriebenen Schuldzuweisungen.

Ja, das sehe ich auch (siehe oben).

Und das, weil die Leute Bock drauf haben, das ist der Punkt, den ich empfinde.
Sie haben Bock drauf, andere absichtlich misszuverstehen, Stichworte herauszugreifen um daran alles abzuarbeiten und herumzudröhnen und sich aufzuregen.
Es macht ihnen Spaß- und das ist angesichts der Situation höchst pervers.

Denn es ist ein Unterschied, ob man von der Intention her eine Lösung für die UA sucht, die dann erstmal so klingt, als würde sich Putin auch über sie freuen, oder ob man auf Putins Seite ist.
Das ist ein himmelweiter Unterschied.
Aber den zu sehen, darauf haben viele überhaupt keine Lust nach meinem Eindruck, es macht einfach nicht so einen Spaß wie Leute als Putin- Trolle zu bashen.
Das ist schon recht menschlich-eklig.

Jain, das ist mitunter leider kein großer Unterschied, wie ich schon versucht habe zu erklären.
 
Da offensichtlich noch nicht gepostet ...
Marina Weisband im Interview mit Heinrich Wefing und Peter Dausend vom Podcast-Format "Das Politikteil".

Es geht zu Beginn um den Ukrainekrieg, daher verlinke ich den Podcast mal hier her.
Die ersten ca. 6,5 min. enthalten dabei erst mal nur einführende Worte.

Hier die Links:
 
Einfach keine Waffen mehr liefern.
Dann wird es alles schön in der ehemaligen Ukraine.
Putin ist einfach ein guter Typ.

Das sagt sie nicht. Ich finde ihre Argumentation auch sehr wackelig, aber das sagt sie nicht.
Sie hat definitv schon blödere Sachen gesagt als in dem Interview hier, z.B. bezgl. der Sanktionen, Energielieferungen etc.:rolleyes:
Obwohl naja, es ist schon immer noch blöd, denn man müsste es eben umgekehrt machen. Die UA voll mit Waffen und dann Verhandlungen anbieten.
Man kann nicht vorschlagen, die Waffenlieferungen einzustellen um zu verhandeln.
Das ist echt irreal.

Sie sagt es nicht direkt, aber unterm Strich würden ihre Wünsche genau darauf hinaus laufen, was @Heather ihr in den Mund legte. Und Du hast Recht: Ihre Äußerungen sind teilweise sehr irreal.
 
Einfach keine Waffen mehr liefern.
Dann wird es alles schön in der ehemaligen Ukraine.
Putin ist einfach ein guter Typ.


Schauen wir uns mal einige Aussagen von Frau Wagenknecht im Detail an.

Schon am Ende der ersten Antwort sagt sie:
Der Westen sollte Russland anbieten, keine Waffen mehr zu liefern, wenn Russland dafür zu einem Waffenstillstand und Friedensverhandlungen bereit ist. Das setzt allerdings voraus, dass auch die Ukraine dazu bereit wäre.

Das ist schon ziemlich perfide. Eine wirksame Botschaft an Putin wäre: "Wir werden der Ukraine so lange Waffen liefern, wie Du schießen lässt." Einer derartige Drohung an Putin bzw. Versprechen an die Ukraine kann und will aber natürlich niemand geben. In der Form, wie Frau Wagenknecht es anbieten will, serviert sie ihm die Ukraine auf dem Silbertablett.

In der Antwort auf die zweiten Frage sagt sie:
Die Frage ist: Was will Russland? Viel spricht dafür, dass Russland mit diesem Krieg vor allem einen absehbaren Nato-Beitritt der Ukraine, inklusive amerikanischer Militärstützpunkte und Raketenbasen, verhindern wollte. Die Russen wären bei den Verhandlungen in Istanbul im März 2022 dazu bereit gewesen, sich auf die Linien des 24. Februar 2022 zurückzuziehen. Das hat auch der ukrainische Vertreter bestätigt. Das könnte der anzustrebende Kompromiss sein: Neutralität gegen ein Ende dieses Krieges.

Russland will nicht nur den NATO-Beitritt sondern auch den gewünschten EU-Beitritt verhindern. Diese "Neutralität" wäre keine wirkliche Neutralität, sondern würde die Ukraine der Willkür Russlands - sowohl militärisch als auch wirtschaftlich überlassen - ein Land ohne Bündnisfreiheit, wobei Putin sicher nichts dagegen hätte, wenn dann wieder engere Wirtschaftverhältnisse mit Russland geknüpft würden.

Die Ukraine - und damit meine ich auch einen großen Anteil des Volkes und nicht nur die aktuelle Regierung - will aber der EU beitreten. DAS haben auch schon die Maida-Proteste anno 2014 gezeigt. Und der Angriff jetzt zeigt auch deutlich, dass die Ukraine ein Verteidigungsbündnis dringend nötig hat. Mit dem Angriff treit Putin die Ukraine quasi in die NATO.

Der "Kompromiss", der Frau Wagenknecht da vorschwebt, ist de Fakto kein Kompromiss, sondern würde ALLE Wünsche Putins erfüllen und der Ukraine die Bündnisfreiheit rauben - und das mindestens bezüglich dem EU-Beitritt entgegen dem gezeigten Willen des Volkes.

Selensky hat sich ja damals durchaus Kompromissbereit gezeigt, indem er erklärt hat, dass er (aus damaliger Sicht) auf den NATO-Beitritt verzichten könnte. Wenn es Putin nur darum gehen würde, ihm die Gebiete nicht so wichtig wären und er der Ukraine den Beitritt in die EU erlauben würde, dann wäre er auch schon damals auf diese Äußerungen von Selensky eingegangen. Das tat er allerdings nicht. Und durch den fortgesetzen Angriff hat sich die Priorität natürlich verändert, und es wird umso klarer, wie dringend die Ukraine auch ein militärisches Verteidigungsbündnis benötigt.

Es ist übriegns keineswegs so, dass NATO-Mitgliedschaft implizieren würde, dass US-amerikanische Armeestützpunkte und Raketenbasen in dem Land errichtet würden. Finnland ist beispielsweise soweit ich weiß mit der Prämisse eingetreten, dass das nicht passieren wird. Und auch die NATO-Mitgliedschaft des vereinigten Deutschlands hat für lange Zeit keine weiteren US-amerikanischen Basen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR beschert.

Besonders perfide finde ich folgende Aussage von ihr:
Kriegsverbrechen, wie grauenhaft sie immer sein mögen, sind doch kein Grund, das Bemühen um ein Ende des Krieges aufzugeben. Der Abbruch der Verhandlungen war auf jeden Fall ein Fehler. Die Möglichkeit, sich zu einigen, war damals größer als heute. Ob Russland heute noch bereit wäre, sich auf die Vorkriegslinie zurückzuziehen, ist fraglich.

Verhandlungen ergeben nur dann Sinn, wenn ein faires Ergebnis erkennbar ist, was auch den Namen Kompromiss verdient. Das ist sicher nicht der Fall, wenn derartige grausame Kriegsverbrechen bekannt werden und sich der Aggressor herzlich wenig Kompromissbereit zeigt. Es ist schon ein hartes Stück von Frau Wagenknecht, das der Ukraine und nicht Russland vorzuwerfen.

Und zur Erinnerung: Frau Wagenknecht meint die Frontlinie vom Februar 2022. Ihre Bezeichnung "Vorkriegslinie" ist ein Euphemismus, denn der Krieg begann aber schon 2014 mit dem Einmarsch auf die Krim und Dombass.

Frau Wagenknecht fasst zusammen:
Das ist Ihre These. Im Frühjahr 2022 gab es eine Chance, den Krieg zu beenden, wenn man kompromissbereit gewesen wäre.

Oder im Klartext: Im Frühjahr 2022 hätte der Krieg beendet werden können, wenn die Ukrtaine einfach Putin versprochen hätte, nie wiexder mit der EU und der NATO zu flirten und damit jegliche eigenständige Souveränität aufgegeben hätte und sich in einen Zombiw-Staat in der absoluten Willkür Russlands verwandelt hätte.

Meine Schlussfolgerung: Frau Wagenknecht ist ein waschechter Putin-Troll. Alles was sie sagt, läuft nur darauf hinaus, Putin alles vollumfänglich zu geben, was er will. Dass sie den Angriff verurteilt, ändert daran nichts - Putin und Putin-Trollen ist die Beliebthrig Russlands egal. So heucheln sie dann mitunter Mithefühl und verurteilen zwar den Angriff, aber billigen unterm Strich Russland alle Wünsche zu, der Ukraine aber keinerlei Freihriten mehr, die sie weiter verteidigen dürften. Das nennen sie zwar "Verhandlungen" und "Kompromiss", es wäre aber de Fakto unterm Strich nur komplette Kapitulation.
 
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Meine Schlussfolgerung: Frau Wagenknecht ist ein waschechter Putin-Troll. Alles was sie sagt, läuft nur darauf hinaus, Putin alles vollumfänglich zu geben, was er will. Dass sie den Angriff verurteilt, ändert daran nichts - Putin und Putin-Trollen ist die Beliebthrig Russlands egal. So heucheln sie dann mitunter Mithefühl und verurteilen zwar den Angriff, aber billigen unterm Strich Russland alle Wünsche zu, der Ukraine aber keinerlei Freihriten mehr, die sie weiter verteidigen dürften. Das nennen sie zwar "Verhandlungen" und "Kompromiss", es wäre aber de Fakto unterm Strich nur komplette Kapitulation.
Perfekte Analyse. Und noch etwas gibt Sahra und ihre Wagenknechte dem Putin - den Anschein von Legitimität. Denn:

Wagenknecht-Partei für Anerkennung des russischen Wahlergebnisses​



Ja zur Lüge also. Man reibt sich ungläubig die Augen. Warum?

Und das ist die Begründung:
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Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) spricht sich für eine Anerkennung des Ergebnisses der russischen Präsidentschaftswahl aus. „Es bringt nichts, die Legitimität der russischen Wahl anzuzweifeln“, sagte Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der BSW-Gruppe im Bundestag, dem „Tagesspiegel“. „Damit beraubt man sich nur eines eigenen Einflusses.“
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Arschkriechen beim Despoten also, um mit ihm reden zu dürfen. :rolleyes:
 
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