Russland greift Ukraine an

 
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Ich glaube nicht, dass die Spaltung vor der Krim-Annektierung so extrem war wie jetzt.
Einmischungen von außen und Kriegstreiberei führen selten zu einem friedlicheren Miteinander in einem Land.
Lösungen für sowas muss man einem Land mit verschiedenen Minderheiten selbst überlassen.

In Deutschland gibt es auch jede Menge Minderheiten, auch aus der Zeit als nach dem 2. Weltkrig die Grenzen gezogen wurden (Dänemark im Norden, Franzosen im Westen z.B.). Aber Deutschland hat Lösungen gefunden, um diesen Minderheiten ihre Rechte und ihre Kultur zu erhalten.
Das ist es, was zählt und was den Frieden erhalten kann.

Ja, die Krim war ganz überwiegend pro-russisch. Wie schon mal gesagt, ich glaube das Putins Vorschlag von 2008 richtig war und auch für die Ukraine wäre es wahrscheinlich besser gewesen ihn anzunehmen.

Einmischung von außen gibt es aber immer, zumindest bei so bedeutenden Ländern, und eben auch nicht nur von einer Seite. Der Westen stärkt ja schon lange eine Seite, Russland die andere.
 
Verantwortlich im weiteren Sinne sicherlich. Aber die haben ja durchaus auch gemeinsame Interessen.
Das Interesse eines TV-Senders ist, dass er erhalten bleibt.
Wenn der Leiter eines TV-Senders sich damit anfreunden kann, Putin-Märchen zu verbreiten, dann hat er ja Glück gehabt.
Ich denke aber nicht, dass es für verantwortungsbewusste Journalisten schön ist, einem Diktator nach dem Mund zu reden.
 
...und wenn ich es nicht missverstanden habe, bin ich jetzt etwas verwundert über deine Reaktion
auf meinen vorhergehenden Beitrag.
Ich habe Dich nicht zitiert und mein Beitrag folgt auch nicht direkt nach einem Beitrag von Dir. Auf welchen Beitrag von Dir soll ich mich denn konkret bezogen haben nach Deiner Meinung? Ich habe doch allgemein zur Thread-Tendenz gesprochen und dies auch so formuliert.
 
Ja, die Krim war ganz überwiegend pro-russisch.
Da wäre ich mir nicht so sicher!

Siehe:

In dem am 16. März 2014 durchgeführten Referendum über den Status der Krim sprachen sich bei einer Wahlbeteiligung von 83,1 % dem amtlichen Endergebnis zufolge 96,77 % der Abstimmenden für einen Anschluss an Russland aus.[27][28]

Ein Ende April 2014 veröffentlichter Bericht des Mitglieds des Menschenrechtsrats beim russischen Präsidenten Bobrow schätzt nach Befragungen von Fachleuten und Bürgern dagegen, es hätten „[n]ach unterschiedlichen Angaben […] 50 bis 60 % der Stimmbürger für den Anschluss gestimmt, bei einer Wahlbeteiligung von 30 bis 50 %.“[29], in der Autonomen Republik Krim hätten nach seiner Schätzung 50–60 %, in der Stadt Sewastopol 50–80 % zugestimmt.

Der Bericht, der sich mit Problemen der Krimbevölkerung befasst, beurteilt die Ergebnisse teilweise als Protest gegen die Korruption eines ukrainischen oligarchischen Donezk-Kartells und teilweise auch durch Angst vor bewaffneten Konflikten in der Ukraine beeinflusst.[30]
Dieser Menschenrechtsrat spricht übrigens von Wahlfälschungen, was das Referendum über den Status der Krim betrifft (Quelle).

Ach ja, und dort wurden ja die Krimtataren im Prinzip dadurch vertrieben, weil sie sich russische Pässe ausstellen lassen sollten.
 
Das Interesse eines TV-Senders ist, dass er erhalten bleibt.
Wenn der Leiter eines TV-Senders sich damit anfreunden kann, Putin-Märchen zu verbreiten, dann hat er ja Glück gehabt.
Ich denke aber nicht, dass es für verantwortungsbewusste Journalisten schön ist, einem Diktator nach dem Mund zu reden.

Das ist eine Frage persönlicher Überzeugung. So wie es im dritten Reich auch in den Medien Menschen gab die echte Nazis waren und nationalsozialistische Überzeugungen aufrichtig vertraten, also nicht einfach gezwungenermaßen nach dem Munde redeten, so gibt es das natürlich auch in Russland oder Nordkorea, aber auch in den USA und bei uns. In der Intensität liegt ein größerer Unterschied als im grundlegenden Prinzip.

Denk mal an die heiklen Themen bei uns... Es gibt Journalisten die eine andere Ansichten vertreten als es im Mainstream üblich ist. Die können sie theoretisch auch sagen, aber viele Medien würden solche Journalisten nicht einstellen und einige zensieren sich da sicherlich auch ein bisschen selbst. Würde die AfD auf einmal Deutschland übernehmen würden genau jene einfach gefördert und bevorzugt und "höhere Intensität" würde belohnt. Die Medienlandschaft müsste nicht neu aufgebaut werden, v.a. müsste denen nicht viel vorgegeben werden. Die würde nach und nach einfach nur "angepasst".

Medien sind übrigens auch ein Arbeitsgebiet von Geheimdiensten, auch bei uns. Es gibt Journalisten die Agenten sind und noch mehr gibt es Journalisten die zu gute Kontakte zu Geheimdiensten haben.
 
Es gibt übrigens auch Ex-DDRler, die liebend gern eine Neuerstehung des DDR-Reichs hätten. Die haben jetzt gerade wieder mehr Hoffnung ...
 
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Da wäre ich mir nicht so sicher!

Siehe:


Dieser Menschenrechtsrat spricht übrigens von Wahlfälschungen, was das Referendum über den Status der Krim betrifft (Quelle).

Ach ja, und dort wurden ja die Krimtataren im Prinzip dadurch vertrieben, weil sie sich russische Pässe ausstellen lassen sollten.

Wie weitgehend pro-russisch die Krim damals war und heute ist wird man nicht herausfinden können. Ich stütze was ich sagte nicht auf den Ausgang des Referendums, sondern zum einen darauf was Scholl-Latour mal darüber sagte, außerdem hatte Russland mit der Krim gar keine Probleme.
 
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